Bodensee-Radweg und die anderen Ufer: drei Länder in einer Woche
Der Bodensee-Radweg ist 260 Kilometer lang, fast flach, gut ausgeschildert und der meistgefahrene Radfernweg Deutschlands. Die klassische Runde dauert fünf bis sieben Tage im Uhrzeigersinn ab Konstanz: Meersburg, Friedrichshafen, Lindau, Bregenz, Rheindelta, Rorschach, Arbon, Romanshorn, Kreuzlingen. Wer nur drei Tage hat, fährt das deutsche Ufer von Konstanz bis Lindau (90 Kilometer) und nimmt das Schiff zurück. E-Bikes kosten CHF 35 bis 45 pro Tag, Gepäcktransport zwischen Hotels gibt es ab CHF 15 pro Etappe, und im Juli und August ist der Abschnitt Meersburg bis Friedrichshafen ein Stau aus Familien. Die drei Ufer unterscheiden sich: Das deutsche Ufer hat die Sehenswürdigkeiten und die Preise, bei denen du gern isst, Mittagsteller CHF 15 bis 20. Das Schweizer Ufer im Thurgau ist ruhiger, mit Obstgärten, Mostereien und Badeplätzen alle zwei Kilometer, dafür kostet der Teller CHF 25 bis 30. Die 28 österreichischen Kilometer bringen Bregenz, den Pfänder und das Rheindelta, ein Naturschutzgebiet mit 300 Vogelarten. Der Untersee im Westen, zwischen Konstanz, Reichenau, Radolfzell und Stein am Rhein, ist der stillste Teil: Hermann Hesses Haus in Gaienhofen, die Halbinsel Höri mit ihren Künstlerdörfern, der Blick vom Schiener Berg. Grenzkontrollen gibt es im Schengenraum kaum, einen Pass oder eine ID trägst du trotzdem bei dir, und auf dem Radweg wechselst du die Währung dreimal, ohne es zu merken.