Black Forest Hostel
Hostel in einer alten Fabrik am Rand der Altstadt, zehn Minuten zu Fuss zum Münster, mit Garten, Gemeinschaftsküche und Velos zum Leihen. Schlafsäle und einfache Zimmer, ehrlich und unkompliziert. Für Wanderer und Solo-Reisende.
Deutschland · Südwesten · Reiseguide
Was ein Wochenende oder eine Woche in der sonnigsten Stadt Deutschlands und dem Mittelgebirge dahinter wirklich kosten, wo der Schwarzwald Kitsch ist und wo er grossartig ist, und warum du ab Basel schneller in Freiburg bist als in Zürich.
Foto: Magda Ehlers / Pexels
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Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Anreise heisst hier Bahn oder Auto ab der Schweiz, hin und zurück pro Person. Hotels schwanken saisonal stark, aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.
Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Euro (EUR). Deutschland ist bargeldfreundlicher als die Schweiz: In Bäckereien, Kiosken und kleinen Lokalen heisst es oft «nur Bargeld», Kartenzahlung geht aber fast überall ab CHF 10. Trinkgeld 5 bis 10 Prozent, beim Bezahlen aufrunden und den Betrag nennen. Anreise: Anreise mit Bahn (DB), Auto oder Flug, je nach Ziel 1 bis 8 Stunden.
Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.
Budget
Hostel in einer alten Fabrik am Rand der Altstadt, zehn Minuten zu Fuss zum Münster, mit Garten, Gemeinschaftsküche und Velos zum Leihen. Schlafsäle und einfache Zimmer, ehrlich und unkompliziert. Für Wanderer und Solo-Reisende.
Der Kettenklassiker direkt neben dem Hauptbahnhof mit Schwarzwald-Dekor in der Lobby, kleinen, guten Zimmern und fairem Frühstück. Altstadt in fünf Minuten zu Fuss, Höllentalbahn vor der Tür. Beste Preis-Lage-Kombination in Freiburg.
Kettenhotel an der Munzinger Strasse im Südwesten der Stadt, Tram in gut zehn Minuten in die Altstadt, Parkplätze vorhanden, Zimmer funktional und ruhig. Für alle, die mit dem Auto aus Basel kommen und morgens direkt in den Schwarzwald wollen.
Mittelklasse
Traditionshaus direkt am Münsterplatz mit Blick auf Münster und Markt aus den vorderen Zimmern, dazu die bekannte Weinstube im Erdgeschoss. Zimmer gediegen, teils renoviert, morgens das Marktgeschehen unter dem Fenster. Für den ersten Freiburg-Besuch die richtige Adresse.
Familiengeführtes Hotel in der Herrenstrasse hinter dem Münster, mit badischem Restaurant und ruhigen Zimmern zum Innenhof. Keine Designerhotel-Ambitionen, dafür ehrliche Preise mitten in der Altstadt. Gut für Paare und Familien.
Gründerzeithotel gegenüber dem Colombipark, mit Solaranlage, Holzpellets und Ökostrom eines der ersten klimaneutralen Hotels Europas. Dachterrasse mit Blick auf Münster und Schlossberg, Hauptbahnhof drei Minuten entfernt. Für alle, die Freiburgs grüne Seite auch im Hotel wollen.
Luxus
Das einzige Fünfsternehaus der Stadt, am Colombipark zwischen Bahnhof und Altstadt, mit Pool, Spa und einer Küche, die seit Jahrzehnten zu den besten Badens zählt. Zimmer klassisch, Service persönlich. Für den Kaiserstuhl-Wein zum Dinner und das Frühstück ohne Eile.
Seit 1446 in derselben Familie, mit eigenem Park, Hallenbad, Spa und Pferdekutsche, am Bahnhof Hinterzarten der Höllentalbahn. Zimmer zwischen Tradition und sanfter Moderne, Halbpension mit badischer Küche. Der Schwarzwald, wie ihn die Kurgäste des 19. Jahrhunderts kannten.
Grosses Wellnesshotel direkt am Ufer des Titisees mit Seeterrasse, Spa über zwei Etagen und eigenem Badesteg. Zimmer mit Seeblick lohnen den Aufpreis, abends ist die Promenade leer und der See gehört dem Hotel. Für Erholung mit Vollprogramm.
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Zwei Stunden durch Münsterplatz, Kaufhaus, Gerberau und die Tore, mit den Geschichten zu Bächle, Pflastermosaiken und dem Wiederaufbau. Geführt ab CHF 15, der Münsterturm danach kostet CHF 5 extra und ist Pflicht.
Die längste Umlaufseilbahn Deutschlands bringt dich für CHF 14 hin und zurück auf 1'284 Meter, oben Aussichtsturm und Alpenblick. Die Bergwerksführung (CHF 10, zwei Stunden, 10 Grad) zeigt die Silberstollen, mit denen Freiburg sein Münster bezahlt hat.
Mit der Höllentalbahn durch die Schlucht mit Hirschsprung und Ravennaviadukt in 40 Minuten zum See, Rundweg anderthalb Stunden, Schiff CHF 8. Geführte Tagestouren ab Freiburg mit Kuckucksuhr und Kirschtorte ab CHF 60, auf eigene Faust mit Bahnticket für CHF 12.
Höchster Berg ausserhalb der Alpen, Bahn hin und zurück CHF 12, Feldbergsteig 12 Kilometer in vier Stunden mit Feldsee und Hütten. Im Winter Skipass CHF 45, Verleih komplett CHF 30, Schneeschuhtouren geführt ab CHF 40.
Die höchsten Wasserfälle Deutschlands (CHF 8, eine Stunde Rundweg), dazu Kirschtorte im Café Schäfer und das Haus der 1000 Uhren. Mit der Schwarzwaldbahn in 1 Stunde 45 ab Freiburg, ein Tag mit Bahnfahrt als Hauptattraktion.
Für alle ohne Auto: geführte Rundfahrt mit Kleinbus über Hochschwarzwald, Titisee, Feldberg oder Schwarzwaldhochstrasse, sechs bis acht Stunden, ab CHF 70 pro Person. Du siehst mehr als mit der Bahn, aber weniger lang an jedem Ort.
Fünf bis sechs Weine in einer Winzergenossenschaft oder bei einem Weingut in Ihringen, Oberbergen oder Bickensohl, CHF 10 bis 20, mit Wanderung durch die Lösshohlwege ab CHF 35. September ist Lesezeit, dann sind die Strausse offen.
Der grösste Freizeitpark Deutschlands mit 13 Achterbahnen und Länderthemen, 40 Minuten ab Freiburg, Tageskarte CHF 60 bis 70, Kinder bis 3 gratis. Online buchen ist Pflicht, unter der Woche ausserhalb der Ferien halbieren sich die Wartezeiten.
Caracalla Therme mit Aussenbecken für CHF 24 (drei Stunden) oder das historische Friedrichsbad mit 17 Stationen für CHF 35, textilfrei. Ab Freiburg eine Stunde mit der Bahn, gut kombinierbar mit der Schwarzwaldhochstrasse per Auto.
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Badisch gilt als die feinste Regionalküche Deutschlands, mit französischem Einschlag aus dem Elsass und Wein statt Bier zum Essen. Im Schwarzwald kommen Schinken, Forelle, Kirschtorte und Käsespätzle dazu, auf dem Münstermarkt die Lange Rote. Teuer ist es nirgends, und die Winzer schenken ihren eigenen Wein günstiger aus als jedes Restaurant.
Eine 35 Zentimeter lange, dünne Bratwurst vom Grill, im kurzen Brötchen, mit oder ohne Zwiebeln («mit» oder «ohne» ist die einzige Frage). Freiburgs Mittagessen seit Generationen, CHF 3.50 bis 4.
Tipp:Die Wurst wird geknickt ins Brötchen gelegt, sonst passt sie nicht. Im Stehen essen, mit Blick aufs Münster.
Schokoladenbiskuit, Sauerkirschen, Rahm und ordentlich Kirschwasser, erfunden 1915 von Josef Keller. Das Original ist weniger süss und alkoholischer als die Supermarktversion. CHF 4.50 bis 6 pro Stück.
Tipp:Echte Kirschtorte darf laut Richtlinie Kirschwasser enthalten, frag nach, bevor du sie Kindern bestellst.
Roher, über Tannenholz kaltgeräucherter Schinken, mindestens drei Monate gereift, geschützte Herkunft. Auf dem Vesperbrett mit Bauernbrot, Butter und Essiggurke CHF 10 bis 14, am Stück CHF 25 bis 35 pro Kilo.
Tipp:Nicht in der Vakuumpackung aus dem Supermarkt kaufen, sondern beim Metzger am Stück, der Unterschied ist gross.
Handgeschabte Spätzle mit Bergkäse geschichtet und Röstzwiebeln obenauf, das Hüttenessen des Schwarzwalds. Pfanne CHF 12 bis 15, macht satt für den ganzen Nachmittag.
Tipp:Mit einem kleinen Salat bestellen, dann ist es ein vollwertiges Mittagessen und du brauchst keinen Hauptgang.
Weisser Spargel vom Oberrhein, April bis Juni, mit Kratzete (in der Pfanne zerrissener Pfannkuchen) statt Kartoffeln, dazu Schinken und zerlassene Butter. CHF 20 bis 26 im Gasthaus.
Tipp:Kratzete ist die badische Antwort auf Kartoffeln und gibt es sonst nirgends, bestell sie, solange Spargelzeit ist.
Bachforelle aus den Zuchtteichen des Hochschwarzwalds, blau gekocht oder Müllerin Art gebraten mit Mandelbutter, dazu Salzkartoffeln. CHF 18 bis 24 im Gasthof, viele halten die Fische im eigenen Becken.
Tipp:Forelle blau ist die ehrlichere Variante, bei ihr schmeckst du, ob der Fisch frisch ist.
Dünner Brotteig mit Rahm, Speck und Zwiebeln, in drei Minuten im Holzofen gebacken, aus dem Elsass nach Baden gekommen. CHF 9 bis 13, ein Blech für eine Person, mit Münsterkäse oder Rauchlachs etwas mehr.
Tipp:Im Herbst mit Neuem Süssen, dem gärenden Traubenmost, das ist die badische Kombination.
Pinot Noir von Vulkanboden, kräftiger und wärmer als aus der Bündner Herrschaft und ein Drittel so teuer: Viertele im Lokal CHF 4 bis 6, Flasche ab Weingut CHF 10 bis 15. Grauburgunder ist die weisse Alternative.
Tipp:Ein Viertele sind 0,25 Liter, das Schoppenglas gehört zur badischen Weinkultur wie das Viertel in Basel.
Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.
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Freiburg wird 1120 von den Zähringern gegründet, demselben Herzogsgeschlecht, das Bern, Fribourg und Burgdorf anlegte, und bekommt von Anfang an Marktrecht und einen breiten Marktplatz, auf dem heute das Münster steht. Das Geld kommt aus dem Berg: Am Schauinsland wird Silber abgebaut, und mit dem Silber baut die Stadt ab 1200 ihr Münster, dessen Turm um 1330 fertig wird, lange vor dem Chor von 1513. Der Kunsthistoriker Jacob Burckhardt aus Basel nannte ihn den schönsten Turm der Christenheit. 1368 kauft sich die Stadt von ihren verschuldeten Grafen frei und unterstellt sich den Habsburgern, bei denen sie als Teil Vorderösterreichs über 400 Jahre bleibt. 1457 gründet Erzherzog Albrecht VI. die Universität. Im 17. Jahrhundert wechselt Freiburg mehrfach zwischen Frankreich und Österreich, Vauban baut die Stadt 1677 zur Festung aus, und 1805 schlägt Napoleon sie dem neuen Grossherzogtum Baden zu. Am 27. November 1944 zerstört ein britischer Luftangriff in 20 Minuten die Altstadt, das Münster bleibt wie durch ein Wunder fast unbeschädigt stehen. Der Wiederaufbau folgt dem mittelalterlichen Grundriss, deshalb wirkt Freiburg älter, als die meisten Häuser sind. Seit den Protesten gegen das Atomkraftwerk Wyhl 1975 gilt die Stadt als Wiege der deutschen Umweltbewegung, das Quartier Vauban ist ein Vorzeigeprojekt für autoarmes Wohnen. Der Schwarzwald dahinter lebte von Holz, Glas und ab dem 18. Jahrhundert von Uhren: Die Kuckucksuhr entsteht um 1740 rund um Furtwangen und Triberg. Mit der Höllentalbahn kommen ab 1887 die ersten Kurgäste nach Titisee und Hinterzarten, und 1864 wird in Freiburg der Schwarzwaldverein gegründet, der älteste Wanderverein Deutschlands. Seine Wegweiser mit der roten Raute siehst du heute noch.
Ab Basel SBB fährt der ICE oder IC in 45 Minuten nach Freiburg, Regionalzüge brauchen eine Stunde. Normalpreis rund CHF 30 für die einfache Fahrt, Sparbillette der SBB ab CHF 15, das Halbtax gilt bis Basel Badischer Bahnhof. Ab Zürich bist du in 1 Stunde 45 da, ab Bern in 2 Stunden, immer mit Umstieg in Basel. Ab Deutschland: Frankfurt 2 Stunden, Stuttgart 2 Stunden, München 4 Stunden 30. Mit dem Auto sind es ab Basel 70 Kilometer über die A5, 50 Minuten, ab Zürich 1 Stunde 40. Wichtig: Freiburg hat eine Umweltzone, Schweizer Autos brauchen die grüne Feinstaubplakette für CHF 6 bis 15, erhältlich bei TÜV, DEKRA und online, sonst drohen CHF 90 Busse. Die Altstadt ist autofrei, Parkhäuser kosten CHF 2.50 pro Stunde und CHF 20 pro Tag. In der Stadt brauchst du kein Auto, Tram und Bus kosten CHF 2.60 pro Fahrt. Im Schwarzwald sieht es anders aus: Die Höllentalbahn bringt dich in 40 Minuten nach Titisee und in einer Stunde nach Neustadt, Busse fahren zum Feldberg und zum Schluchsee, aber die Schwarzwaldhochstrasse, die Hofläden und die abgelegenen Gasthöfe erreichst du nur mit dem Auto. Wer im Schwarzwald übernachtet, bekommt in den meisten Gemeinden die KONUS-Gästekarte, mit der Bus und Bahn in der ganzen Region gratis sind.
Freiburg ist klein. Münster, Münstermarkt, Historisches Kaufhaus, Bächle, Schwabentor, Martinstor, Gerberau und der Schlossberg sind an einem Tag zu Fuss machbar, mit einem langen Mittag. Das Münster ist gratis, der Turm kostet CHF 5 und ist mit 333 Stufen und dem Blick auf das Massstabsmodell der Stadt und den Schwarzwald das Beste, was du für das Geld bekommst. Der Münstermarkt findet Montag bis Samstag von 7.30 bis 13.30 Uhr statt, an der Südseite Bauern aus dem Kaiserstuhl, an der Nordseite Handwerk und Imbiss, der Marktbesuch ist der Grund, weshalb du nicht sonntags kommen solltest. Die Bächle, 15 Kilometer schmale Wasserrinnen durch die ganze Altstadt, sind seit dem 13. Jahrhundert belegt; wer hineintritt, heiratet angeblich eine Freiburgerin oder einen Freiburger, und das passiert täglich. Auf den Schlossberg bringt dich die kleine Schlossbergbahn für CHF 3, der Fussweg vom Schwabentor dauert 15 Minuten, der Aussichtsturm oben ist gratis. Das Augustinermuseum (CHF 7) zeigt die originalen Münsterfiguren von Nahem. Was du dir sparen kannst: die Restaurants direkt am Münsterplatz mit Bedienung in Tracht, der Rest der Altstadt kocht gleich gut für ein Drittel weniger. Wer Architektur mag, fährt mit der Tram 3 ins Quartier Vauban: Passivhäuser, Solardächer, Kinder auf der Strasse, das Modell, von dem Zürich und Basel reden.
Der Schauinsland ist Freiburgs Hausberg und mit Tram 2 bis Günterstal und Bus 21 bis zur Talstation in 35 Minuten erreichbar. Die Schauinslandbahn ist mit 3,6 Kilometern die längste Umlaufseilbahn Deutschlands, hin und zurück CHF 14, oben auf 1'284 Metern ein Aussichtsturm, Wanderwege und das Museumsbergwerk (CHF 10, Führung zwei Stunden, Jacke mitnehmen). An klaren Tagen siehst du die Alpen vom Säntis bis zum Mont Blanc, im Herbst liegt das Rheintal unter Nebel und du stehst in der Sonne. Der Titisee ist der berühmteste See der Region und mittags das Enttäuschendste: eine Seepromenade aus Kuckucksuhren-Läden und Softeis. Komm vor 10 Uhr, lauf die 7 Kilometer um den See (anderthalb Stunden), fahr mit dem Schiff (CHF 8) und sei um 11 weg. Schöner und ruhiger ist der Schluchsee, 20 Minuten weiter, mit Badestrand und Rundweg. Der Feldberg ist mit 1'493 Metern der höchste Berg Deutschlands ausserhalb der Alpen: Feldbergbahn hin und zurück CHF 12, der Feldbergsteig ist ein Rundweg von 12 Kilometern mit Feldsee und Zastler Hütte, vier Stunden, keine Schwierigkeit. Im Winter kostet der Skipass Feldberg CHF 45 pro Tag, halb so viel wie in Flims oder Engelberg, mit 60 Pistenkilometern, 20 Minuten Bustransfer ab Bahnhof Feldberg-Bärental, und Schneesicherheit ab Januar. Alle drei Berge an einem Tag geht nicht, Schauinsland und Feldberg an zwei Tagen schon.
Triberg erreichst du mit der Schwarzwaldbahn in 1 Stunde 45 ab Freiburg mit Umstieg in Offenburg, eine der schönsten Bahnstrecken Deutschlands mit 39 Tunneln. Die Triberger Wasserfälle sind mit 163 Metern die höchsten Deutschlands, Eintritt CHF 8, Rundweg eine Stunde, und wer den Rheinfall oder den Staubbach kennt, findet sie hübsch, nicht spektakulär. Der Grund hinzufahren ist das Café Schäfer, das die Schwarzwälder Kirschtorte nach dem Originalrezept von Josef Keller aus dem Jahr 1915 backt (CHF 5 pro Stück), und das Haus der 1000 Uhren. Zur Kuckucksuhr: Es gibt sie ab CHF 60, aber die sind aus Fernost. Eine echte Schwarzwälder Uhr mit mechanischem Werk trägt das VdS-Zertifikat, kostet CHF 200 bis 400 für ein einfaches Modell und ab CHF 1'000 für geschnitzte, und du kaufst sie in Triberg, Schonach oder Furtwangen, wo das Deutsche Uhrenmuseum (CHF 7) die Geschichte erzählt. Die Schwarzwaldhochstrasse ist die B500 zwischen Baden-Baden und Freudenstadt, 60 Kilometer auf dem Kamm, mit Mummelsee, Hornisgrinde und Aussichten in die Rheinebene, nur mit Auto oder Motorrad sinnvoll, ab Freiburg ein Tagesausflug mit zwei Stunden Anfahrt. Kombiniere sie mit Baden-Baden: Die Caracalla Therme kostet CHF 24 für drei Stunden, das Friedrichsbad mit römisch-irischem Bad CHF 35, danach ist der Tag vorbei und du bist zufrieden.
Freiburg ist eine Universitätsstadt mit knappem Wohnraum und entsprechend knappen Hotelbetten. Mittelklasse-Doppelzimmer kosten CHF 110 bis 150, Kettenhotels CHF 80 bis 100, dazu kommt die Übernachtungssteuer von 5 Prozent. Im Hochschwarzwald bekommst du im Gasthof Halbpension für CHF 80 bis 110 pro Person, in Hinterzarten und Titisee mehr, in Todtnau, Bernau oder St. Peter weniger. Hochsaison ist Juli bis September, Weihnachtsmarkt und Fasnet, buche sechs Wochen voraus. Die ehrliche Rechnung für Reisende aus der Schweiz: Ein Mittagessen kostet CHF 12 bis 18 statt CHF 25, ein Bier CHF 4 statt CHF 7, Lebensmittel im Supermarkt sind 30 bis 40 Prozent günstiger, Fleisch und Käse etwa halb so teuer. Deshalb der Einkaufstourismus: Tausende Basler fahren samstags nach Freiburg, Lörrach und Weil, und am Zoll stehen sie nachmittags eine Stunde. Die Regeln seit 2025: Die Freigrenze beim Schweizer Zoll liegt bei CHF 150 pro Person und Tag (vorher CHF 300), darüber zahlst du Mehrwertsteuer auf alles. Die deutsche Mehrwertsteuer von 19 Prozent (7 auf Lebensmittel) bekommst du mit dem Ausfuhrschein zurück, den der deutsche Zoll stempelt, ab CHF 47 Einkauf pro Geschäft, aber nicht mehr jeder Laden macht mit, und das Anstehen frisst den Gewinn oft auf. Unser Rat: Kauf ein, weil du da bist, nicht als Grund hinzufahren.
Der Kaiserstuhl ist ein erloschener Vulkan 25 Kilometer westlich von Freiburg und das wärmste Weinbaugebiet Deutschlands: Spätburgunder, Grauburgunder, Weissburgunder, auf Lössterrassen mit Orchideen und Smaragdeidechsen. Mit der Kaiserstuhlbahn ab Freiburg bist du in 40 Minuten in Ihringen oder Endingen, mit dem Auto in 30 Minuten. Weinproben kosten in den Winzergenossenschaften von Oberbergen, Bickensohl oder im Badischen Winzerkeller Breisach CHF 10 bis 20 für fünf bis sechs Weine, eine Flasche guten Spätburgunder CHF 10 bis 15, halb so viel wie vergleichbarer Wein aus der Bündner Herrschaft. Die Lösshohlwege rund um Bickensohl und Oberrotweil sind bis zu 10 Meter tief eingeschnitten und gratis, der Kaiserstuhlpfad braucht einen Tag. Von September bis November und im Frühling öffnen die Straussenwirtschaften (Strausse, Besen), in denen Winzer ihren eigenen Wein mit Vesper ausschenken, erkennbar am Besen oder Strauss über der Tür: Viertele CHF 3 bis 4, Vesperteller CHF 10 bis 14. Breisach am Rhein mit dem Münster auf dem Felsen liegt direkt an der französischen Grenze, Colmar ist 25 Minuten weiter. Zwei weitere Ausflüge: Staufen mit dem Faust-Gasthaus und den Rissen in den Häusern von der missglückten Geothermiebohrung (30 Minuten, Breisgau-S-Bahn), und der Europa-Park in Rust, der grösste Freizeitpark Deutschlands, 40 Minuten mit Auto oder Bahn plus Bus, Tageskarte CHF 60 bis 70, unter der Woche im Mai oder September mit halben Wartezeiten.
Ein Tag reicht für Freiburg, zwei sind entspannter. Für den Hochschwarzwald mit Schauinsland, Feldberg und einem See rechne zwei weitere Tage, für den Kaiserstuhl einen. Ein verlängertes Wochenende von drei Tagen ist der Klassiker, eine Woche füllst du mit Triberg, der Schwarzwaldhochstrasse und Baden-Baden problemlos. Ab Basel ist auch ein Tagesausflug sinnvoll, nach Freiburg oder direkt zum Feldberg.
Ab Basel mit dem ICE in 45 Minuten, Sparbillett ab CHF 15, ab Zürich in 1 Stunde 45. Mit dem Auto ab Basel 50 Minuten über die A5, Umweltplakette nicht vergessen. Für Freiburg und die Höllentalbahn-Orte Titisee, Hinterzarten, Feldberg brauchst du kein Auto, mit der KONUS-Karte fahren Gäste gratis. Für Schwarzwaldhochstrasse, Kaiserstuhl-Dörfer und abgelegene Gasthöfe ist das Auto die bessere Wahl, Mietwagen in Freiburg ab CHF 50 pro Tag.
Freiburg, wenn du abends ausgehen willst und die Berge als Tagesausflug nimmst, alles ist mit Bahn und Bus erreichbar. Hinterzarten oder Todtnau, wenn du wandern oder Ski fahren willst und Ruhe suchst, dort bekommst du mehr Zimmer fürs Geld und die Gästekarte. Die Kombination zwei Nächte Stadt, zwei Nächte Berg funktioniert gut, die Fahrt dazwischen dauert 40 Minuten.
Mai, Juni, September und Oktober: Freiburg ist die sonnigste Grossstadt Deutschlands, im Herbst liegt die Stadt oft im Nebel, während die Höhen über 1'000 Metern in der Sonne stehen. Juli und August sind im Rheintal heiss (33 Grad) und auf dem Feldberg angenehm. Der Winter bringt ab Januar Schnee auf dem Feldberg und einen der schönsten Weihnachtsmärkte Süddeutschlands auf dem Rathausplatz. Die Fasnet im Februar ist in Freiburg und den Schwarzwalddörfern eine ernste Angelegenheit.
Rund ein Drittel bei Hotels und Restaurants, beim Einkaufen im Supermarkt 30 bis 40 Prozent. Rechne zu zweit mit CHF 110 bis 140 pro Person und Tag mit Mittelklasse-Hotel, zwei Restaurantbesuchen und einer Bergbahn, sparsam mit CHF 60 bis 80. Beim Einkaufen gilt seit 2025 die Freigrenze von CHF 150 pro Person und Tag am Schweizer Zoll, die deutsche Mehrwertsteuer bekommst du mit dem Ausfuhrschein zurück, wenn das Geschäft mitmacht.
Als See ja, als Ort bedingt. Die Promenade ist eine Souvenirmeile, die zwischen 11 und 16 Uhr aus Reisebussen gefüllt wird. Komm morgens, lauf die Runde um den See oder nimm das Schiff, trink einen Kaffee und fahr weiter zum Feldberg oder zum Schluchsee. Das Badeparadies Schwarzwald am Ortsrand (CHF 30 bis 45) ist bei Regen mit Kindern eine Option. Die Höllentalbahn dorthin ist die schönere Hälfte des Ausflugs.
Was zwei bis drei Tage in der Stadt am Neckar wirklich kosten, wie du ab Basel in anderthalb Stunden da bist und warum das Schloss um 8 Uhr morgens ein anderer Ort ist als um 12 Uhr mittags.
Was ein Wochenende oder eine Radwoche am deutschen Bodenseeufer wirklich kostet, welche Fähre wann fährt, was der Einkauf in Konstanz noch bringt und warum du ab Zürich in einer Stunde in einem anderen Preisgefüge bist.