Himeji

Japan · Kansai · Reiseguide

Himeji

Was Japans schönste Burg wirklich kostet, warum du um 9 Uhr am Tor stehen solltest und wie du aus dem Tagesausflug einen Tag machst, der mehr ist als eine Burg.

Foto: Lorenzo Castellino / Pexels

Was kostet deine Reise nach Himeji?

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2'864 CHF
≈ 1'432 CHF pro Person
  • Flüge 2'000 CHF
  • Unterkunft 400 CHF
  • Essen 400 CHF
  • Transport vor Ort 50 CHF
  • Burg Himeji & Koko-en (Kombiticket) 14 CHF

Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Flüge & Hotels schwanken saisonal stark – aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.

Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Yen (JPY). 1'000 Yen sind ungefähr CHF 6. Kartenzahlung funktioniert in Städten und Hotels, kleine Lokale, Tempel und Landbahnhöfe wollen oft Bargeld. Die IC-Karte (Suica oder ICOCA) auf dem Handy zahlt Bahn, Bus und Konbini. Flugzeit: 12 bis 14 Stunden, meist mit einem Umstieg.

Hotel-Empfehlungen

Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.

Budget

Toyoko Inn Himeji-eki Shinkansen Minami-guchi

Bahnhof Süd, Himeji

Budget-Standard der Kette direkt am Südausgang des Bahnhofs mit kleinen Zimmern und gratis Frühstück. Zur Burg sind es 20 Minuten zu Fuss durch den Bahnhof. Für eine Nacht als Zwischenstopp ideal.

ab CHF 55 / Nacht Ansehen →

Dormy Inn Himeji Natural Hot Spring

Bahnhof Nord, Himeji

Dormy Inn mit Onsen-Bad auf dem Dach, gratis Ramen am Abend und gutem Frühstück, fünf Minuten vom Nordausgang Richtung Burg. Für den Preis das beste Gesamtpaket in Himeji.

ab CHF 75 / Nacht Ansehen →

Himeji 588 Guest House

Burgnähe, Himeji

Kleines Hostel in einem umgebauten Haus zwischen Bahnhof und Burg mit Schlafsaal und einfachen Privatzimmern, Gemeinschaftsküche und Velos. Persönlich geführt, für Alleinreisende und Budget-Paare.

ab CHF 25 / Nacht Ansehen →

Mittelklasse

Hotel Nikko Himeji

Bahnhof Süd, Himeji

Das grösste Hotel der Stadt direkt am Südausgang des Bahnhofs, mit geräumigen Zimmern, mehreren Restaurants und Burgblick aus den oberen Stockwerken der Nordseite. Klassisch, zuverlässig, gutes Frühstück.

ab CHF 110 / Nacht Ansehen →

Daiwa Roynet Hotel Himeji

Bahnhof Nord, Himeji

Gehobenes Businesshotel an der Otemae-Dori, auf halbem Weg zwischen Bahnhof und Burg. Zimmer mit guten Betten und Arbeitsplatz, aus den oberen Stockwerken siehst du den Hauptturm. Gute Mittelklasse-Wahl ohne Schnörkel.

ab CHF 95 / Nacht Ansehen →

Hotel Monterey Himeji

Bahnhof Nord, Himeji

Hotel im europäischen Stil der Monterey-Kette direkt am Nordausgang, mit Zimmern zur Burgseite, Spa im Haus und Frühstück mit Blick. Hier bist du in zehn Minuten am Burgtor und abends auf der Allee mit der beleuchteten Burg.

ab CHF 120 / Nacht Ansehen →

Luxus

Hotel Claire Higasa

Bahnhof Nord, Himeji

Kleines, modernes Haus mit grossen Zimmern an der Miyuki-dori, in Himeji das Gehobenste in der Innenstadt. Kein Luxus im Tokioter Sinn, aber Ruhe, Platz und ein Restaurant mit Blick. Vier Minuten zum Bahnhof Sanyo-Himeji, zur Burg knapp zwanzig Minuten zu Fuss.

ab CHF 70 / Nacht Ansehen →

Setre Highland Villa Himeji

Hiromine, Himeji

Boutique-Hotel am Hang des Hiromine-Bergs nördlich der Stadt mit Blick über Himeji, Burg und Inlandsee, Pool und französisch-japanischer Küche. Nur mit Taxi oder Mietwagen, dafür mit der Aussicht, die kein Hotel am Bahnhof hat.

ab CHF 280 / Nacht Ansehen →

Nishimuraya Honkan

Kinosaki Onsen, Toyooka

Eines der besten Ryokan Japans im Onsen-Dorf Kinosaki, zwei Stunden nördlich von Himeji: Tatami-Zimmer mit Gartenblick, Kaiseki mit Tajima-Rind und Krabbe, sieben öffentliche Bäder im Dorf. Für die eine grosse Ryokan-Nacht der Reise.

ab CHF 550 / Nacht Ansehen →

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Erlebnisse, die sich lohnen

Burg Himeji mit Guide

Die grösste Originalburg Japans mit sechs Holzstockwerken, Eintritt CHF 6. Kostenlose englischsprachige Freiwillige am Eingang oder geführte Touren ab CHF 40 erklären das Verteidigungslabyrinth. Um 9 Uhr am Tor stehen.

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Koko-en-Garten

Neun Themengärten auf dem Gelände der alten Samurai-Residenzen, direkt neben der Burg, Eintritt CHF 2 oder CHF 1 im Kombiticket. Teehaus mit Matcha für CHF 3, Mittagessen mit Anago über dem Teich. Nie voll, auch nicht an Burgtagen.

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Berg Shosha und Engyo-ji

Tempelanlage aus dem 10. Jahrhundert im Bergwald, Drehort von «Last Samurai», mit Bus und Seilbahn in 45 Minuten erreichbar, insgesamt CHF 10. Drei Stunden einplanen, feste Schuhe. Vegetarisches Mönchsessen auf Vorbestellung CHF 20.

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Tagesausflug Himeji ab Osaka oder Kyoto

Geführte Tagestouren kombinieren die Burg mit Koko-en und oft mit Kobe oder dem Berg Shosha, ab CHF 90 inklusive Bahn. Auf eigene Faust ist es mit dem JR Special Rapid für CHF 18 hin und zurück ab Osaka einfach.

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Burgbeleuchtung am Abend

Die weisse Burg wird bis Mitternacht angestrahlt, am besten von der Otemae-Dori, der Burgbrücke oder dem Dach des Egret-Kulturzentrums gegenüber (gratis, bis 21 Uhr). Nur mit Übernachtung oder spätem Zug möglich, lohnt sich aber.

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Kimono-Anprobe im Hyogo-Geschichtsmuseum

Das Präfekturmuseum neben der Burg bietet täglich eine gratis Anprobe von Kimono oder Samurai-Rüstung für Erwachsene und Kinder, Anmeldung am Morgen, Plätze begrenzt. Eintritt Dauerausstellung CHF 1.30. Gute Kombination mit der Burg.

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Sake- und Sojasaucen-Tag in Tatsuno

Die kleine Burgstadt Tatsuno, 20 Minuten westlich, ist das Zentrum der hellen Sojasauce Usukuchi. Brauereimuseum CHF 0.60, Somen-Nudeln als Mittagessen CHF 6, Altstadt ohne Touristen. Mit JR Kishin-Linie ab Himeji.

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Himeji Central Park Safari

Safari-Zoo mit Autodurchfahrt und Vergnügungspark 20 Minuten mit dem Bus ausserhalb, Eintritt CHF 22 für Erwachsene, Kinder CHF 12. Für Familien, die nach der Burg einen Nachmittag für die Kinder brauchen. Im Winter mit Eisbahn.

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Essen & Trinken

Himeji ist kulinarisch die Provinz Harima: Meeraal und Oktopus aus der Inlandsee, Oden mit Ingwer-Soja statt Senf, Sojasauce aus Tatsuno und ein paar Eigenheiten, die es nur hier gibt. Nichts davon ist teuer, und die besten Lokale liegen in den überdachten Einkaufsstrassen südlich der Burg.

Himeji Oden

Izakaya in der Omizo-suji und Miyuki-dori

Eintopf mit Rettich, Ei, Fischkuchen und Konnyaku in Dashi, in Himeji mit geriebenem Ingwer und Sojasauce statt Senf gegessen. Ein Teller CHF 5 bis 8.

Tipp:Die Ingwer-Soja-Variante gilt als Himejis offizielle Spezialität, frag nach «Shoga-joyu».

Anago-Don

Restaurant im Koko-en oder Anago-Lokale rund um den Bahnhof

Gegrillter Meeraal aus der Seto-Inlandsee mit süsser Sauce auf Reis, weicher und milder als Unagi. Mittags CHF 12 bis 20.

Tipp:Im Koko-en isst du über dem Teich mit Koi, Reservierung nicht nötig, aber vor 12 Uhr kommen.

Ekisoba

Maneki Shokuhin, Bahnsteig im Bahnhof Himeji

Himejis Bahnhofsnudeln seit 1949: chinesische Weizennudeln in japanischer Soba-Brühe mit Tempura-Bröseln, eine Nachkriegserfindung. CHF 3.50.

Tipp:Auf dem Bahnsteig am Stehtisch, in drei Minuten fertig, Ticket am Automaten.

Almond Toast

Kissaten (alte Cafés) rund um den Bahnhof, etwa Hamamoto Coffee

Dicker Toast mit Mandelbutter, aussen knusprig, Himejis Kaffeehaus-Erfindung aus den 1950ern. Mit Kaffee als Morgenset CHF 5 bis 7.

Tipp:Als «Morning Set» bis 11 Uhr bestellen, dann ist der Kaffee im Preis drin.

Tako (Oktopus) aus Akashi

Fischlokale in der Miyuki-dori oder Uontana-Markt in Akashi

Oktopus aus der Strasse von Akashi gilt als bester Japans, als Sashimi, gegrillt oder in Akashiyaki. Als Mittagsset CHF 10 bis 15.

Tipp:Akashi liegt auf dem Rückweg nach Kobe, der Markt schliesst nachmittags.

Harima-Sake

Brauerei Honda Shoten (Tatsuriki) in Aboshi, oder Sake-Läden in der Miyuki-dori

Harima ist die Heimat des Sake-Reises Yamada Nishiki, die Brauereien um Himeji machen klare, kräftige Sake. Verkostung CHF 3, Flasche ab CHF 8.

Tipp:Tatsuriki ist die Hausmarke der Stadt, im Bahnhofsshop auch in kleinen Flaschen.

Tamatsubaki

Itoya Honten, Nishinimachi, oder im Bahnhofsshop

Himejis traditionelle Süssigkeit seit 1822: eine weisse Bohnenpaste-Kugel in einer dünnen gelben Eierteig-Hülle, elegant und nicht zu süss. Eine Schachtel CHF 6 bis 10.

Tipp:Das Mitbringsel aus Himeji, haltbar, hält den Flug aus.

Food-Tour buchen: Himeji

Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.

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Geschichte & Hintergrund

Auf dem Hügel Himeyama stand schon 1333 eine Befestigung des Akamatsu-Clans, aber die Burg, wie du sie heute siehst, ist das Werk von Ikeda Terumasa. Tokugawa Ieyasu übergab ihm nach der Schlacht von Sekigahara 1600 die Provinz Harima, als Schwiegersohn und als Wächter gegen die noch nicht unterworfenen Fürsten im Westen. Von 1601 bis 1609 liess Ikeda den Hauptturm bauen, mit fünf sichtbaren Stockwerken aussen, sechs innen und einem Keller, dazu drei kleinere Türme und ein Labyrinth aus Toren, Mauern und spiralförmigen Wegen, das Angreifer unter Beschuss im Kreis führen sollte. Angegriffen wurde die Burg nie. Der weisse Kalkputz auf allen Wänden, der ihr den Namen «Weisser Reiher» (Shirasagi-jo) gab, war Brandschutz, kein Schmuck. Als 1868 die Meiji-Regierung die Lehen abschaffte, wurde die Burg versteigert: Ein Bürger ersteigerte sie für 23 Yen, gab den Abriss aber auf, weil die Dachziegel mehr kosteten, als er bekommen hätte. Die Armee nutzte das Gelände, 1931 wurde der Hauptturm Nationalschatz. Im Zweiten Weltkrieg brannte die Stadt Himeji am 3. Juli 1945 nieder; eine Brandbombe traf den obersten Stock des Turms und zündete nicht. 1993 wurde Himeji mit dem Horyu-ji als erstes japanisches Welterbe eingetragen. Die letzte Grossrenovierung von 2009 bis 2015 kostete 24 Milliarden Yen und machte den Putz so weiss, dass die Einheimischen eine Zeit lang von der «Weissen Burg» sprachen, die zu neu aussehe. Inzwischen hat sie wieder Patina.

Insider-Tipps

Anreise und Fortbewegung: Shinkansen oder Shinkaisoku

Himeji liegt an der Sanyo-Hauptlinie und am Shinkansen, und die Burg steht am Ende einer schnurgeraden Allee, die du vom Bahnhof aus siehst. Ab Osaka fährt der JR Special Rapid (Shinkaisoku) in 60 Minuten für CHF 9, der Shinkansen in 30 Minuten für CHF 20; ab Kyoto JR 90 Minuten für CHF 14, Shinkansen 45 Minuten für CHF 32; ab Kobe JR 40 Minuten für CHF 6. Mit dem Japan Rail Pass sind alle Verbindungen gratis, mit dem Kansai Area Pass von JR West (1 Tag CHF 17) auch der Shinkaisoku, nicht aber der Shinkansen. Ab Hiroshima hält der Nozomi in Himeji, 60 Minuten für CHF 50, wer von Hiroshima nach Kansai reist, kann die Burg als Zwischenstopp mit Gepäck im Schliessfach (CHF 3 bis 5) einbauen. Vom Bahnhof zur Burg sind es 15 Minuten zu Fuss über die Otemae-Dori oder zwei Minuten mit dem Rundbus (CHF 0.60). Für den Berg Shosha nimmst du den Bus 8 ab Bahnhof Nord (30 Minuten, CHF 1.70) und die Seilbahn (CHF 6 hin und zurück). Velos gibt es am Bahnhof gratis für vier Stunden gegen Ausweis.

Die Burg: wann, wie lange, was du verpasst

Die Burg öffnet um 9 Uhr, Eintritt CHF 6, Kombiticket mit Koko-en CHF 7. Das ist der Punkt: Um 9 Uhr stehen 50 Leute vor dem Tor, um 11 Uhr sind es 500, und ab Mittag gibt die Burg nummerierte Einlasszettel für den Hauptturm aus, mit Wartezeiten von einer Stunde und mehr in der Kirschblüte, in der Golden Week und an Herbstwochenenden. An solchen Tagen wird der Zugang zum Turm bei 15'000 Besuchern geschlossen. Also: Mit dem ersten Zug kommen und als Erstes in den Hauptturm, Schuhe aus und in die Plastiktüte, sechs Stockwerke über steile Holztreppen, oben ein kleiner Schrein und der Blick über die Stadt bis zur Seto-Inlandsee. Danach der Westflügel (Nishi-no-maru) mit dem langen Korridor der Prinzessin Sen, den die meisten auslassen, obwohl von dort die besten Fotos entstehen. Rechne mit zwei Stunden für die ganze Anlage. Was du verpasst, wenn du nur Fotos machst: Die Steinmauern mit den eingebauten Grabsteinen und Mühlsteinen, der Brunnen der Okiku-Geistergeschichte, die Schiessscharten in Dreiecken und Kreisen. Ein Audioguide (CHF 1) oder die kostenlosen englischsprachigen Freiwilligen am Eingang lohnen sich. Keine grossen Rucksäcke in den Turm, Schliessfächer am Eingang.

Unterkunft: Übernachten lohnt sich für Frühaufsteher

Himeji hat keine grosse Hotelszene, und das macht es günstig: Businesshotels am Bahnhof (Toyoko Inn, Daiwa Roynet, Dormy Inn) ab CHF 55 bis 80, das Hotel Nikko Himeji direkt am Südausgang ab CHF 110. Luxus im engeren Sinn gibt es in der Stadt kaum; wer ein Ryokan-Erlebnis sucht, fährt eine Stunde nach Kinosaki Onsen oder bucht in Kobe und Arima. Warum trotzdem übernachten: Die Burg wird abends bis 24 Uhr angestrahlt, und vom Burgpark oder von der Otemae-Dori aus hast du den weissen Turm im Scheinwerferlicht praktisch allein. Am Morgen stehst du um 8.45 Uhr am Tor, bevor die Tagesgäste aus Osaka ankommen, und bist um 11 Uhr durch. Himeji ist auch ein guter Zwischenstopp auf der Strecke Kansai nach Hiroshima: eine Nacht, Burg am Morgen, mittags weiter. Lage: Alles innerhalb von zehn Minuten um den Bahnhof, Richtung Burg (Nordausgang). Der Südausgang hat die neueren Hotels, ist aber auf der falschen Seite der Gleise, auch wenn es nur fünf Minuten mehr sind.

Kosten-Fallen: wenige, und die sind klein

Himeji ist einer der günstigsten Tage einer Japan-Reise. Die Burg kostet CHF 6, mit Koko-en CHF 7, das Stadtmuseum für Kunst im roten Backsteinbau neben der Burg CHF 2, der Berg Shosha mit Bus und Seilbahn CHF 10 inklusive Tempelspende. Die einzige echte Falle ist der Shinkansen: Ab Osaka zahlst du CHF 20 für 30 Minuten statt CHF 9 für 60 Minuten mit dem Shinkaisoku, und der langsame Zug fährt alle 15 Minuten direkt zum selben Bahnhof. Ohne Rail Pass lohnt sich der Shinkansen nur ab Kyoto oder weiter. Zweite Kleinigkeit: Die Rikschas und die Kostümfotos am Burgeingang kosten CHF 20 bis 50 und bringen wenig. Dritte: Die Restaurants direkt an der Otemae-Dori sind auf Durchreisende eingestellt; die bessere Küche findest du in den überdachten Einkaufsstrassen Miyuki-dori und Omizo-suji, wo ein Set-Mittagessen CHF 8 bis 12 kostet. Und wer den Kombipass für Burg und Koko-en nimmt, spart CHF 2 und bekommt den schönsten Garten der Gegend fast gratis dazu. Der Burgpark und der Blick von aussen kosten nichts, auch die Beleuchtung am Abend nicht.

Timing: Kirschblüte ja, aber nicht am Wochenende

Himeji in der Kirschblüte (erste Aprilwoche) ist mit rund 1'000 Bäumen im Burgpark eines der grossen Bilder Japans, und genau deshalb an Wochenenden unmöglich: Der Hauptturm ist ab Mittag gesperrt, Picknickdecken bedecken den Park. Unter der Woche und um 9 Uhr geht es. Die Alternative mit demselben Bild: Mitte bis Ende November färbt sich der Koko-en, und die Burg bekommt Herbstlicht, bei weniger Andrang. Im Sommer ist die Burg eine Sauna, in den Holzstockwerken gibt es keine Klimaanlage, dafür gibt es im Juni mit dem Yukata-Fest (22. bis 24. Juni, Yukata-Träger haben Vergünstigungen) und im Sommer mit der Abendbeleuchtung ein eigenes Programm. Der Winter ist klar und kalt, der Turm leer, und bei seltenem Schnee ist die weisse Burg im weissen Park ein Bild, für das Fotografen aus dem ganzen Land anreisen. Montags geschlossen ist nichts von Bedeutung, die Burg ist das ganze Jahr offen ausser am 29. und 30. Dezember. Letzter Einlass eine Stunde vor Schliessung, im Sommer 18 Uhr, sonst 17 Uhr. Die Golden Week ist auch hier die eine Woche, die du meidest.

Unterschätzt: Koko-en, der Berg Shosha und Tatsuno

Der Koko-en ist ein 1992 angelegter Garten auf dem Gelände der ehemaligen Samurai-Residenzen westlich der Burg, neun Themengärten mit Teichen, Koi, Teehaus und einem Restaurant über dem Wasser. Eintritt allein CHF 2, als Kombiticket mit der Burg CHF 1 mehr. Er ist neu, aber so gut gemacht, dass er die meisten historischen Gärten in Kyoto schlägt, und er ist nie voll. Der Berg Shosha mit dem Tempel Engyo-ji ist das zweite Himeji: Nach Bus und Seilbahn gehst du 20 Minuten durch Wald zu einer Tempelanlage aus dem 10. Jahrhundert mit drei Holzhallen auf Stelzen, die Tom Cruise für «Last Samurai» als Kulisse diente. Drei Stunden, Eintritt CHF 3, kaum Besucher, und ein vegetarisches Mönchsessen (Shojin Ryori) auf Vorbestellung für CHF 20. Wer noch Zeit hat: Tatsuno, 20 Minuten westlich mit JR, ist eine kleine Burgstadt mit Sojasaucen-Brauereien (Higashimaru, Usukuchi-Museum für CHF 0.60), Somen-Nudeln und einer Altstadt ohne Touristen. Und Ako, 30 Minuten weiter, ist die Heimat der 47 Ronin mit Burgruine und Salzfeldern.

Häufige Fragen zu Himeji

Reicht ein Tagesausflug nach Himeji?

Ja, für Burg und Koko-en reichen vier Stunden inklusive Anreise ab Osaka oder Kobe. Mit dem Berg Shosha wird es ein voller Tag von 8 bis 18 Uhr. Übernachten lohnt sich für die abendliche Beleuchtung der Burg und den leeren Turm um 9 Uhr am Morgen, oder als Zwischenstopp auf dem Weg nach Hiroshima. Ab Kyoto ist der Tag mit 90 Minuten Fahrt pro Richtung lang, aber machbar.

Wann sollte man an der Burg sein?

Um 9 Uhr zur Öffnung, spätestens um 10 Uhr. Ab Mittag gibt es an vollen Tagen nummerierte Wartezettel für den Hauptturm, in der Kirschblüte und Golden Week wird der Zugang ab 15'000 Besuchern ganz gesperrt. Unter der Woche im Mai, Juni, September, Oktober oder im Winter ist es auch nachmittags entspannt. Der Hauptturm zuerst, dann der Westflügel, dann Koko-en.

Ist die Burg Himeji original?

Ja, und das ist der Unterschied zu Osaka, Nagoya oder Hiroshima, deren Türme Betonrekonstruktionen aus dem 20. Jahrhundert sind. Der Hauptturm von Himeji stammt von 1609, Holz, Stein und Putz sind weitgehend original, nur das Dach und der Putz wurden 2009 bis 2015 erneuert. Zwölf Burgen in Japan haben noch originale Haupttürme, Himeji ist die grösste und am besten erhaltene.

Shinkansen oder normaler Zug ab Osaka?

Ohne Rail Pass der normale Zug: Der JR Special Rapid fährt alle 15 Minuten in 60 Minuten für CHF 9 direkt ab Osaka und Shin-Osaka. Der Shinkansen spart 30 Minuten und kostet CHF 20. Mit dem Japan Rail Pass oder dem Sanyo-San'in-Pass nimmst du den Shinkansen Hikari oder Sakura, der Nozomi ist seit 2023 nur mit Zuschlag im Pass enthalten.

Ist die Burg für Kinder und ältere Menschen machbar?

Der Rundgang ist lang (zwei Stunden) und der Hauptturm hat sechs Stockwerke mit steilen, engen Holztreppen ohne Lift, die mit kleinen Kindern auf dem Arm oder bei Knieproblemen schwierig sind. Der Park, der Westflügel und Koko-en sind flach und mit Kinderwagen möglich. Wer den Turm auslässt, sieht die Burg trotzdem von allen Seiten und verpasst vor allem die Aussicht.

Was kann man in Himeji sonst noch machen?

Den Garten Koko-en (CHF 2), den Berg Shosha mit dem Engyo-ji (drei Stunden, CHF 10), das Hyogo Prefectural Museum of History neben der Burg mit Kimono-Anprobe, Himeji Central Park mit Safari und das Aquarium auf dem Tegarayama. Für Sojasauce und Somen nach Tatsuno, für die 47 Ronin nach Ako, für Onsen nach Kinosaki (zwei Stunden).

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