Hotel Goldener Brunnen
Kleines Haus in einem Renaissancegebäude mit Innenhof mitten in der Altstadt, einfache, saubere Zimmer, familiär geführt. Zum Benediktinermarkt drei Minuten, zur S-Bahn zehn. Für alle, die Stadt und See kombinieren wollen.
Österreich · Steiermark & Kärnten · Reiseguide
Was eine Badewoche am wärmsten Alpensee Österreichs wirklich kostet, warum du im Juli und August am Ostufer statt in Velden wohnst und welches Dorf den besten Steg hat.
Foto: Dominik Jbstl / Pexels
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Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Anreise heisst hier Bahn oder Auto ab der Schweiz, hin und zurück pro Person. Hotels schwanken saisonal stark, aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.
Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Euro (EUR). Karten gehen fast überall, Hütten und Würstelstände wollen oft Bargeld. Trinkgeld ist Pflicht im Gefühl der Österreicher: 5 bis 10 Prozent, beim Bezahlen «stimmt so» sagen. Die Kurtaxe von CHF 2 bis 4 pro Nacht kommt in Skiorten zum Hotelpreis dazu. Anreise: Anreise mit Bahn (ÖBB Railjet), Auto oder Flug nach Wien, 2 bis 8 Stunden.
Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.
Budget
Kleines Haus in einem Renaissancegebäude mit Innenhof mitten in der Altstadt, einfache, saubere Zimmer, familiär geführt. Zum Benediktinermarkt drei Minuten, zur S-Bahn zehn. Für alle, die Stadt und See kombinieren wollen.
Einfaches, gut geführtes Stadthotel mit Gastgarten und Parkplatz fünf Gehminuten östlich der Altstadt, an der Völkermarkter Strasse. Keine Seelage, dafür ehrliche Preise auch im August und ein solides Frühstück. Für Autofahrer praktisch.
Jugendherberge mit Doppel- und Familienzimmern mit eigenem Bad zwischen Universität und Strandbad, Europapark und Minimundus zu Fuss erreichbar. Die günstigste Art, im Sommer in Seenähe zu schlafen.
Mittelklasse
Traditionshaus seit 1756 am Rand der Altstadt mit klassisch eingerichteten Zimmern, Restaurant und Innenhof. Hier wohnten Kaiser und Komponisten, heute ist es das verlässliche Stadthotel für alle, die abends in der Altstadt sein wollen.
Jugendstilhaus von 1890 am Domplatz, von der Arcotel-Gruppe modern eingerichtet, mit Kaffeehaus im Erdgeschoss, das zur Altstadt gehört. Zentral, verlässlich, auch für Geschäftsreisende gedacht und entsprechend ausgestattet.
Modernes Viersternehaus am Lendkanal direkt neben dem Strandbad Klagenfurt, mit Spa, Pool und Velos. Zum See zwei Minuten zu Fuss, in die Altstadt mit dem Bus zehn. Der beste Kompromiss aus Badeferien und fairen Preisen.
Luxus
Das Schloss aus der Fernsehserie, 1603 erbaut, mit grossem Spa, eigenem Seebad, Stegen und Bootsanleger an der Veldener Bucht. Der teuerste Platz am See und der mit der meisten Geschichte. Im Sommer Monate im Voraus buchen.
Fünfsternehaus in einer Villa von 1860 am ruhigen Westrand von Pörtschach, mit Seebad, Bootshaus, Tennisplätzen und einem Restaurant mit Haube. Klassisch, leise, für Paare, die den See ohne Trubel wollen.
Resort am Nordufer mit eigenem Badehaus von 1895, grossem Seebad mit Stegen, Spa und mehreren Restaurants. Weniger steif als die Schlösser, mit viel Platz für Familien und einem der schönsten Holzbadehäuser am See.
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Der 100 Meter hohe Holzaussichtsturm über Keutschach mit Lift, Treppen und Rundblick auf Wörthersee, Karawanken und Slowenien. Eintritt CHF 16, Kärnten Card inklusive, mit Rutsche hinunter CHF 5 extra. Eine bis zwei Stunden, am besten am späten Nachmittag.
Die Linienschiffe fahren Klagenfurt, Krumpendorf, Pörtschach, Maria Wörth und Velden an, Rundfahrt CHF 22, einzelne Abschnitte ab CHF 8. Die Villen und Bootshäuser siehst du nur vom Wasser aus. 90 Minuten pro Richtung.
Die kleine Welt am Wörthersee: 150 Modelle berühmter Bauwerke im Massstab 1:25, Eisenbahnen und Schiffe inklusive. Eintritt CHF 19, Kärnten Card inklusive, zwei Stunden, mit Kindern länger. Direkt an der Buslinie zum Strandbad.
Zwei Stunden durch die Renaissance-Innenhöfe, zum Landhaus mit Wappensaal und zum Lindwurm am Neuen Platz. Geführt ab CHF 12, der Wappensaal kostet CHF 6. Am Donnerstag oder Samstag mit dem Benediktinermarkt kombinieren.
Das grösste Binnenseebad Europas mit Holzkabinen von 1928, Stegen, Wiesen und Blick auf die Karawanken. Eintritt CHF 6, mit Velo über den Lendkanal in 20 Minuten ab Altstadt. Der günstigste und schönste Badetag am See.
Die Burg auf dem Felskegel bei St. Veit, 14 Tore auf dem Weg hinauf, Rüstkammer und Burgwirt oben. Eintritt CHF 17, Lift CHF 5, Kärnten Card inklusive. Halber Tag, 30 Minuten Fahrt ab Klagenfurt, im Sommer vormittags vor der Hitze.
SUP-Verleih in Velden, Pörtschach und Klagenfurt für CHF 15 bis 20 pro Stunde, Elektroboot für vier Personen CHF 25 bis 35 pro Stunde, kein Führerschein nötig. Morgens vor 10 Uhr ist der See glatt wie ein Spiegel.
Durch den Karawankentunnel in einer Stunde zum Bleder See mit Inselkirche und Burg, weiter nach Ljubljana in 90 Minuten. Geführte Tagestouren ab Klagenfurt oder Velden ab CHF 80, auf eigene Faust mit Mietwagen inklusive Vignetten rund CHF 60.
Der Aussichtsberg über dem Ossiacher See, 40 Minuten ab Klagenfurt, Kanzelbahn und Gipfelbahn auf 1'900 Meter mit Blick auf alle Kärntner Seen. Bergfahrt CHF 30, Kärnten Card inklusive. Mit kurzer Gipfelrunde ein halber Tag.
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Kärnten kocht aus dem, was die Bauern im Winter hatten: Teig, Topfen, Kartoffeln, Buchweizen und Minze, dazu Fisch aus den Seen. Die Kasnudel ist das Herzstück, und die Kärntner streiten über die richtige Krendelung wie die Italiener über Pasta. Am See kostet alles das Doppelte vom Hinterland, und das Hinterland ist besser.
Handtellergrosse Teigtaschen mit Topfen, Kartoffeln und Minze («Nudelminze»), gekocht und mit brauner Butter übergossen. Zwei Stück sind eine Mahlzeit. CHF 12 bis 15.
Tipp:Der gekrendelte Rand muss von Hand sein, bei maschinell gefalteten lässt du es bleiben. Mit Schnittlauch, nie mit Käse.
Der Felchen des Sees, gebraten oder geräuchert, mit Petersilienkartoffeln und Salat. Am Seelokal CHF 24 bis 32, im Gasthof im Hinterland CHF 18 bis 22.
Tipp:Frag nach dem Fang des Tages, Reinanke steht nicht jeden Tag auf der Karte. Als geräucherte Laxn am Markt CHF 6 pro Stück.
Hefegugelhupf mit Zimt, Zucker und Rosinen aus der Gugelhupfform («Reindl»), traditionell zu Ostern mit Schinken und Kren, heute ganzjährig zum Kaffee. Ein Stück CHF 3 bis 4.
Tipp:Am Ostersonntag wird er mit Osterschinken und Kren gegessen, süss zu salzig, probier das.
Eintopf aus Rollgerste, Bohnen und Selchfleisch, stundenlang geköchelt, die Hausmannskost der Bauern und Bergbauern. CHF 10 bis 13 als Hauptgericht.
Tipp:Ein Wintergericht, im Sommer steht es selten auf der Karte. Dazu ein Krügel Villacher Bier.
Speck, Zwiebeln und Käse in der Pfanne geröstet, bis eine goldene Kruste entsteht, mit Polenta oder Brot. Kommt aus dem Gailtal an der italienischen Grenze. CHF 12 bis 16.
Tipp:Eine Portion für zwei bestellen, das Gericht ist schwerer, als es klingt.
Lamm aus den Hohen Tauern im Herbst geschmort, und die geselchten Kärntner Hauswürstel mit Kren und Brot ganzjährig am Markt. Würstel CHF 5 bis 7, Lammgericht CHF 22 bis 28.
Tipp:Am Markt isst man die Würstel im Stehen mit einem Glas Wein, das ist das zweite Frühstück der Klagenfurter.
Die süsse Schwester der Kasnudel, gefüllt mit Dörrbirnen (Kletzen), Topfen und Zimt, mit brauner Butter als Dessert oder Hauptspeise. CHF 9 bis 12.
Tipp:Werden oft nur im Winter und zu Weihnachten gemacht, im Sommer selten.
Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.
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Der Wörthersee ist ein Rest der Eiszeit: Der Draugletscher schürfte das Becken aus, und als er sich zurückzog, blieb ein 17 Kilometer langer, bis 85 Meter tiefer See ohne grossen Zufluss zurück. Deshalb wird er im Sommer bis 27 Grad warm und gehört zu den wärmsten Alpenseen überhaupt. Klagenfurt wurde 1192 erstmals erwähnt, brannte mehrfach ab und wurde 1518 von Kaiser Maximilian I. den Kärntner Landständen geschenkt, ein in Europa einmaliger Vorgang. Die Stände liessen die Stadt von italienischen Baumeistern als Renaissance-Idealstadt im Schachbrettmuster neu anlegen, mit Landhaus, Stadtmauer und dem Lendkanal, der die Stadt seit 1527 mit dem vier Kilometer entfernten See verbindet. Der Lindwurm am Neuen Platz, 1593 aus einem einzigen Chloritschieferblock gehauen, erinnert an die Gründungssage: Ein Drache soll im Sumpf gehaust haben, bevor die Stadt entstand. Sein Kopf wurde einem Wollnashorn-Schädel nachempfunden, der 1335 in der Nähe gefunden worden war. Der Tourismus kam 1864 mit der Eisenbahn Wien bis Klagenfurt und Villach, die am Nordufer entlangführt. Wiener Adel und Industrielle bauten in Pörtschach und Velden Villen und Bootshäuser in Holzarchitektur, die «Wörthersee-Architektur», die man heute noch an den Ufern sieht. Johannes Brahms komponierte in Pörtschach seine zweite Sinfonie, Gustav Mahler arbeitete in seinem Komponierhäuschen in Maiernigg am Südufer, Alban Berg in Auen. In den Achtzigerjahren kam das Image von Schickeria und Sportwagen dazu, das die Fernsehserie «Ein Schloss am Wörthersee» prägte. Heute leben rund 100'000 Menschen in Klagenfurt, und der See ist im Sommer der Garten der Stadt: Mit dem Velo über den Lendkanal ins Strandbad, dem grössten Binnenseebad Europas.
Ab Zürich fährst du mit dem Railjet nach Salzburg (5 Stunden 20) und steigst dort auf den Railjet Richtung Villach und Klagenfurt um, der durch das Gasteinertal und den Tauerntunnel fährt, landschaftlich eine der schönsten Strecken Österreichs. Gesamt 8 bis 9 Stunden, mit Halbtax bis Buchs und ÖBB-Sparschiene ab CHF 110 bis 150 hin und zurück. Seit Dezember 2025 fährt die Koralmbahn, und Graz ist von Klagenfurt noch 45 Minuten entfernt: Wer beide Ziele verbinden will, reist über Graz an oder ab. Mit dem Auto sind es 600 Kilometer und rund 6 Stunden: über Arlberg, Innsbruck, Salzburg und die Tauernautobahn mit Tauern- und Katschbergtunnel (Sondermaut CHF 14 pro Richtung) oder ab Innsbruck über den Felbertauern (CHF 12) und durch das Mölltal, kurviger und schöner. Vignette nicht vergessen. Vor Ort ist das Auto am Wörthersee zweischneidig: Die Uferstrasse zwischen Velden und Klagenfurt ist im Juli und August ein Stau, Parkplätze in Velden kosten CHF 2 bis 3 pro Stunde. Besser: Die S-Bahn S1 hält in Velden, Pörtschach und Krumpendorf, das Schiff fährt alle Orte an, und das Velo auf dem Wörthersee-Radweg schafft die Südseite in anderthalb Stunden. Mit der Wörthersee Plus Card, die du bei vielen Gastgebern gratis bekommst, fahren Bus und S-Bahn rund um den See kostenlos.
Hier entscheidet sich dein Budget. Velden ist der bekannte Name, mit Casino, Schlosshotel, Promenade und den höchsten Preisen: Ein Doppelzimmer mit Seeblick kostet im Juli und August CHF 250 bis 400, im Schlosshotel CHF 500 und mehr. Pörtschach am Nordufer ist etwas ruhiger, mit der Blumenhalbinsel und den alten Villen, preislich knapp darunter. Maria Wörth und Reifnitz am Südufer sind kleiner, mit Pensionen und Familienbetrieben ab CHF 150. Unser Rat für die Hochsaison: Wohn in Klagenfurt oder in Krumpendorf, dem unscheinbaren Dorf am Ostufer. Klagenfurt hat Stadthotels für CHF 110 bis 160, das Strandbad mit S-Bahn- und Busanschluss, und abends hast du Altstadt und Lokale. Krumpendorf hat sieben Badeplätze, die S-Bahn und Preise um CHF 130. Noch wichtiger als der Ort ist der Seezugang: Viele Hotels in zweiter Reihe haben einen eigenen Badeplatz am Ufer, der im Preis inbegriffen ist, und das spart die CHF 6 bis 8 Strandbad-Eintritt pro Tag und Person. Frag beim Buchen nach «hauseigenem Seezugang». Wer im Juli oder August kommen will, bucht bis Februar, danach ist das Gute weg. Im Juni und September bekommst du dieselben Zimmer für 30 bis 40 Prozent weniger.
Ehrlich gesagt: Der Wörthersee ist im Juli und August nicht günstig. Hotels sind dann so teuer wie am Thunersee, ein Liegestuhl in den schicken Strandbädern kostet CHF 10 bis 15 pro Tag, eine Bootsstunde mit Elektroboot CHF 25 bis 35, das Mittagessen am Steg in Velden CHF 25 bis 30. Die Sparmöglichkeiten: Erstens die Kärnten Card, rund CHF 50 für eine Woche, mit der über 100 Ausflugsziele gratis sind, darunter der Pyramidenkogel, Minimundus, Burg Hochosterwitz, die meisten Bergbahnen und Teile der Schifffahrt. Bei einem Ausflug pro Tag hast du sie nach drei Tagen raus. Zweitens die Wörthersee Plus Card, die viele Hotels und Pensionen gratis zur Übernachtung geben: ÖV rund um den See, ermässigte Strandbäder und Schiffe. Drittens die öffentlichen Badeplätze: Neben den Strandbädern mit Eintritt hat jede Gemeinde Gratis-Zugänge, in Krumpendorf, Reifnitz, Dellach und Velden an der Seecorso, frag im Tourismusbüro nach der Liste. Das Strandbad Klagenfurt kostet CHF 6 und ist mit seinen Holzkabinen von 1928 das schönste am See. Viertens Essen: Die Beizen in Klagenfurt und die Buschenschänken im Hinterland kosten die Hälfte der Seelokale. Und die Ortstaxe von CHF 3 pro Nacht kommt überall dazu.
Der See erreicht Ende Juni 23 bis 24 Grad und hält bis Mitte September über 22 Grad. Daraus folgt alles: Juli und August sind voll, teuer und warm, mit Gewittern am Nachmittag. Die letzten zwei Juniwochen und der ganze September bieten Badewetter bei halbem Andrang und 30 bis 40 Prozent tieferen Hotelpreisen. Der September ist unser Favorit: Das Wasser ist wärmer als die Luft am Morgen, die Nebel über dem See lösen sich gegen 9 Uhr auf, und die Lokale haben noch offen. Ab Oktober schliessen viele Seebetriebe, dann wird es still und schön zum Velofahren. Der Winter ist am Wörthersee ruhig; nur in strengen Wintern friert er zu, zuletzt 2006, und dann kommt halb Kärnten zum Eislaufen. In Klagenfurt gibt es im Advent den Christkindlmarkt am Neuen Platz und im Februar den Fasching, aber als Winterziel ist Klagenfurt Durchgangsstation zu den Skigebieten Gerlitzen (40 Minuten) und Nassfeld (75 Minuten). Zwei Termine zum Meiden oder Suchen: Das GTI-Treffen in Reifnitz (Pfingsten, offiziell seit 2023 nicht mehr, inoffiziell weiter) und der Ironman Austria Anfang Juli, der ganze Strassen sperrt und die Hotels füllt.
Klagenfurt wird von Badegästen oft nur als Bahnhof wahrgenommen, dabei ist die Altstadt mit ihren rund 50 Renaissance-Innenhöfen zwischen Alter Platz und Neuer Platz einen halben Tag wert. Der Lindwurm am Neuen Platz ist das Wahrzeichen, der Landhaushof mit dem Wappensaal (CHF 6) der schönste Hof, und der Benediktinermarkt am Donnerstag und Samstag der Ort, an dem du Kärntner Kasnudeln, Reindling und Kärntner Laxn, die geräucherte Seeforelle, am Stand isst. Vom Markt aus fährst du mit dem Velo oder gehst zu Fuss dem Lendkanal entlang, vier Kilometer unter Kastanien bis zum Strandbad, oder nimmst das Ausflugsboot auf dem Kanal für CHF 8. Am See selbst sind drei Orte unterschätzt. Maria Wörth auf der Halbinsel am Südufer mit zwei Kirchen aus dem 12. Jahrhundert ist tagsüber ein Fotostopp und abends, wenn die Busse weg sind, der stimmungsvollste Platz am ganzen See. Dellach und Reifnitz dahinter haben die ruhigen Badeplätze. Und der Pyramidenkogel, der 100 Meter hohe Holzturm über Keutschach, ist mit CHF 16 nicht billig, aber der Blick auf See, Karawanken und bis nach Slowenien ist es wert; wer will, rutscht mit Europas höchster Gebäuderutsche in 20 Sekunden hinunter. Von dort führt die Strasse zum Keutschacher See, dem Vier-Seen-Tal, wo es nochmals ruhiger und günstiger wird.
Von Klagenfurt aus liegen die besten Ausflüge in einer halben Stunde. Burg Hochosterwitz, 20 Kilometer nördlich, ist die Märchenburg auf dem Felsen mit 14 Toren auf dem Weg hinauf, Eintritt CHF 17, Kärnten Card inklusive, zwei bis drei Stunden mit Aufstieg. Minimundus am Westrand von Klagenfurt zeigt 150 berühmte Bauwerke im Massstab 1:25, vom Eiffelturm bis zum Taj Mahal, für Kinder ein Pflichttermin, für Erwachsene zwei Stunden lang interessanter als erwartet, CHF 19 oder mit Karte gratis. Die Schifffahrt auf dem See kostet CHF 22 für die Rundfahrt Klagenfurt bis Velden und zurück, 90 Minuten pro Richtung, und ist eine gute Methode, die Villen vom Wasser aus zu sehen. Wer in die Berge will, fährt auf die Gerlitzen über Villach mit Bergbahn und Panoramablick auf alle Kärntner Seen. Und dann ist da Slowenien: Der Loiblpass oder der Karawankentunnel bringen dich in einer Stunde nach Bled mit seiner Insel im See oder nach Ljubljana, 90 Minuten, einer der schönsten Kleinstädte Europas mit Preisen nochmals 20 Prozent unter Kärnten. Für den Karawankentunnel brauchst du die österreichische Vignette plus Tunnelmaut von CHF 8 und in Slowenien die e-Vignette (7 Tage CHF 15). Ein Tagesausflug nach Bled mit Bad im See und Cremeschnitte (CHF 5) ist von Velden aus machbar.
Mit der Bahn über Salzburg und Villach in 8 bis 9 Stunden, hin und zurück CHF 110 bis 150 mit Halbtax und Sparschiene; die Strecke durch die Tauern ist ein Erlebnis für sich. Mit dem Auto 600 Kilometer und rund 6 Stunden über die Tauernautobahn. Vor Ort brauchst du kein Auto: S-Bahn, Bus, Schiff und Velo verbinden alle Orte, und mit der Wörthersee Plus Card fährst du den ÖV gratis. Für Ausflüge nach Hochosterwitz oder Slowenien mietest du einen Wagen für einen Tag.
Ehrlich: viel. Ein Mittelklasse-Doppelzimmer mit Seeblick kostet dann CHF 250 bis 400 pro Nacht, in Klagenfurt oder Krumpendorf CHF 110 bis 160. Dazu Strandbad CHF 6 bis 8 pro Tag, Essen CHF 40 bis 55 pro Person. Rechne mit CHF 150 bis 200 pro Tag und Person in der Hochsaison am Ufer, CHF 90 bis 120 in Klagenfurt. Im Juni und September sind es 30 bis 40 Prozent weniger bei fast gleichem Wetter.
Von Mitte Juni bis Mitte September. Der See erreicht Ende Juni 23 bis 24 Grad, im August bis 27 Grad, und hält sich im September über 22 Grad, oft wärmer als die Morgenluft. Hartgesottene baden ab Pfingsten bei 18 bis 20 Grad. Der See ist Trinkwasserqualität, du siehst in den Buchten mehrere Meter tief, und Algen sind kein Thema.
Velden, wenn du Promenade, Casino und Abendleben willst und das Budget hast. Pörtschach ist ruhiger mit den schönsten Villen und der Blumenhalbinsel. Maria Wörth und Reifnitz am Südufer sind familiär und abends still. Klagenfurt und Krumpendorf sind die kluge Wahl für die Hochsaison: deutlich günstiger, S-Bahn und Strandbad vor der Tür, Altstadt am Abend. Entscheidend ist ein Hotel mit eigenem Seezugang.
Ab drei Ausflügen ja. Für rund CHF 50 pro Woche sind Pyramidenkogel (sonst CHF 16), Minimundus (CHF 19), Burg Hochosterwitz (CHF 17), die Gerlitzen-Bahn und viele Schiffe und Bäder inklusive. Für eine reine Badewoche mit einem Ausflug lohnt sie sich nicht. Kinder zahlen die Hälfte. Erhältlich in Tourismusbüros und vielen Hotels, ab April bis Oktober.
Kärntner Kasnudeln: handgekrendelte Teigtaschen mit Topfen, Kartoffeln und Minze, mit brauner Butter, CHF 12 bis 15. Dazu Reinanke oder Saibling aus dem See, Reindling, der Hefekuchen mit Zimt und Rosinen, und Glockner Lamm im Herbst. Den besten Überblick gibt der Benediktinermarkt in Klagenfurt am Donnerstag und Samstag, wo du alles am Stand probierst.
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Klagenfurt und Wörthersee · Zell am See · Salzburg
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