Hotel Garni Glockenstuhl
Garni-Hotel in einer Seitenstrasse nahe der Penkenbahn, Zimmer mit Balkon, Frühstücksbuffet, Sauna, kein Abendessen. Ruhig genug zum Schlafen, nah genug für den ersten Lift. Für Skifahrer, die abends auswärts essen wollen.
Österreich · Tirol · Reiseguide
Was eine Woche im lautesten Skiort des Zillertals wirklich kostet, wo du trotz Après-Ski schlafen kannst, wann die Harakiri eine gute Idee ist und warum der Sommer hier eine andere Welt ist.
Foto: Jonas Horsch / Pexels
Schieb die Werte auf deine Reise zurecht – der Rechner aktualisiert live (CHF).
Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Anreise heisst hier Bahn oder Auto ab der Schweiz, hin und zurück pro Person. Hotels schwanken saisonal stark, aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.
Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Euro (EUR). Karten gehen fast überall, Hütten und Würstelstände wollen oft Bargeld. Trinkgeld ist Pflicht im Gefühl der Österreicher: 5 bis 10 Prozent, beim Bezahlen «stimmt so» sagen. Die Kurtaxe von CHF 2 bis 4 pro Nacht kommt in Skiorten zum Hotelpreis dazu. Anreise: Anreise mit Bahn (ÖBB Railjet), Auto oder Flug nach Wien, 2 bis 8 Stunden.
Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.
Budget
Garni-Hotel in einer Seitenstrasse nahe der Penkenbahn, Zimmer mit Balkon, Frühstücksbuffet, Sauna, kein Abendessen. Ruhig genug zum Schlafen, nah genug für den ersten Lift. Für Skifahrer, die abends auswärts essen wollen.
Traditioneller Gasthof an der Ahornstrasse mit Wirtsstube, einfachen Zimmern, kleinem Spa und Halbpension zu Preisen, die in Mayrhofen selten sind. Ahornbahn und Penkenbahn gleich nebenan, Gratisparkplatz. Für alle, die ein echtes Tiroler Gasthaus einem Hotelbau vorziehen.
Familiengeführte Pension mit Frühstücksbuffet in der Edergasse, zentral und doch ruhig, Zimmer mit Balkon und Blick auf Penken oder Ahorn, Gratisparkplatz. Einfach, sauber, freundlich. Für Paare und Familien mit kleinem Budget.
Mittelklasse
Grosses Traditionshaus mitten an der Hauptstrasse mit Spa, Hallenbad und Halbpension, zur Penkenbahn drei Minuten. Zimmer zur Strasse hören den Abend, Zimmer zum Hof nicht. Für alle, die mitten im Geschehen wohnen wollen.
Direkt an der Talstation der Penkenbahn, mit Spa, Fitnessraum und Après-Ski-Bar im Haus. Wer es kürzer zur Bahn will, muss oben schlafen. Laut am Abend, perfekt am Morgen, Zimmer nach hinten nehmen.
Vier-Sterne-Haus mit Hallenbad, Sauna und Halbpension, wenige Minuten zu beiden Bahnen, aber abseits der lautesten Ecke. Zimmer gross, viele mit Balkon. Für Familien, die Mayrhofen wollen, aber nicht die Ice Bar vor dem Fenster.
Luxus
Fünf-Sterne-Haus nur für Erwachsene mit grossem Spa, Gourmetküche und Ruhe mitten im Ort, zur Penkenbahn fünf Minuten. Zimmer elegant, Service persönlich. Für Paare, die Mayrhofens Lärm von einer gedämmten Seite aus geniessen wollen.
Traditionshaus seit dem 17. Jahrhundert, heute Vier-Sterne-Superior mit Spa, Pools, mehreren Stuben und einer Küche mit Zillertaler Wurzeln. Zentrale Lage, Zimmer zum Garten ruhig. Für Gäste, die Tradition und Komfort verbinden wollen.
Vier-Sterne-Superior-Haus am ruhigen Ortsrand nahe der Ahornbahn, mit grossem Spa, Aussenpool und Halbpension auf hohem Niveau. Skibus und Zentrum in Gehweite. Für Familien und alle, die Komfort mit Schlaf verbinden wollen.
Buchst du über diese Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.
Mit der 3S-Bahn ab dem Zentrum in 8 Minuten auf 1'800 Meter, Superskipass rund CHF 72 pro Tag. Rund 140 Pistenkilometer bis Finkenberg und Lanersbach, Snowpark, Harakiri am Morgen. Abfahrt mit der Bahn vor 15 Uhr, sonst Schlange.
Grösste Pendelbahn Österreichs auf 2'000 Meter, Sommerticket rund CHF 33 hin und zurück oder mit Activcard inbegriffen. Oben Rundweg um den Filzenboden und die Greifvogelschau Adlerbühne, täglich ausser Freitag, gratis. Drei Stunden mit Kindern.
Bus ab dem Busbahnhof in 40 Minuten, mit Skipass gratis, dann drei Bahnen auf 3'250 Meter, das ganze Jahr Schnee. Fussgängerticket rund CHF 60, Natur Eis Palast rund CHF 25 extra. Ein ganzer Tag, warme Kleidung.
Mit dem Zillergrund-Bus ab Mayrhofen (rund CHF 15 hin und zurück) zum Stausee auf 1'850 Metern, Staumauer, Wanderung zur Plauener Hütte in 90 Minuten. Mai bis Oktober, ein halber bis ganzer Tag, fast ohne Menschen.
Taxibus zum Stausee und zum Gasthaus Wasserfall, von dort 2 Stunden flach taleinwärts zur Grüne-Wand-Hütte, vorbei an Wasserfällen. Bus rund CHF 12 hin und zurück. Ein halber Tag, auch für Kinder, Badestellen am Bach.
Ab Breitlahner oder Ginzling 3 Stunden zur denkmalgeschützten Alpenvereinshütte von 1879 auf 2'042 Metern, Übernachtung im Lager CHF 25 bis 40. Ein Tag hin und zurück oder mit Nacht oben, Juni bis September.
Bus ab Mayrhofen in 40 Minuten (rund CHF 10 mit Gästekarte), Aufstieg zur Olpererhütte mit Hängebrücke 2 Stunden, 600 Höhenmeter. Vor 9 Uhr oben sein, sonst Schlange für das Foto. Gesamt 5 Stunden, Juni bis Oktober.
Schaukäserei am Ortsrand mit Rundgang, Verkostung und Restaurant, Eintritt rund CHF 9, 90 Minuten. Alle Käse des Tals an einem Ort und der Graukäse zum Probieren. Der beste Regentag-Ort in Mayrhofen.
Tandemflug vom Penken oder Ahorn über Mayrhofen, 15 bis 30 Minuten in der Luft, ab CHF 120 inklusive Bahnfahrt. Sommer und Winter bei gutem Wetter, früh am Morgen die ruhigste Luft. Zwei Stunden mit Vorbereitung.
Buchst du über diese Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.
Mayrhofen isst für Zillertaler Verhältnisse international: Pizza, Burger und Steak neben Gröstl und Knödel, weil die Gäste aus Grossbritannien und Holland es so wollen. Die Tiroler Küche findest du in den alten Gasthöfen, auf den Hütten am Ahorn und in der Sennerei. Abends ist Mayrhofen teuer, mittags auf dem Berg fair.
Zwei flache Käseknödel in klarer Rindsuppe, das Hüttenessen des hinteren Zillertals. Mit Graukäse streng, mit Bergkäse mild. CHF 9 bis 13.
Tipp:Am Ahorn sind die Hütten ruhiger und zwei Franken günstiger als am Penken.
Bratkartoffeln, Rindfleisch, Speck und Spiegelei aus der Eisenpfanne, nach einem kalten Skitag das Richtige. CHF 14 bis 18.
Tipp:In den alten Gasthöfen an der Ziller ist es besser als in den Hotelrestaurants an der Hauptstrasse.
Bergkäse, Graukäse und Camembert aus Zillertaler Heumilch, in der Schaukäserei zu sehen und zu probieren. Käseteller CHF 12 bis 16, zum Mitnehmen ab CHF 3 pro 100 Gramm.
Tipp:Das Sennerei-Restaurant hat mittags Tiroler Gerichte zu fairen Preisen und eine Terrasse mit Blick auf den Ahorn.
Auf den Hütten am Ahorn frisch aus der Pfanne, mit Zwetschgenröster, luftig und viel. CHF 13 bis 17.
Tipp:Zu zweit bestellen, mit Blick auf den Grossen Möseler.
Halbmondförmige Teigtaschen mit Spinat-Topfen-Füllung, mit brauner Butter und Parmesan, Südtiroler Herkunft, in Mayrhofen überall. CHF 13 bis 16.
Tipp:Als Vorspeise für zwei, danach etwas Deftiges.
Schwarztee mit Rum und Gewürzen, heiss, die Währung des Après-Ski. CHF 6 bis 7 pro Glas, Bier CHF 5 bis 6, Flügerl CHF 7 bis 8.
Tipp:Der Jagertee hat mehr Alkohol, als man schmeckt, zwei vor der Talabfahrt sind einer zu viel.
Hefeteig in Butterschmalz gebacken, mit Preiselbeeren oder Sauerkraut, auf Almen und an Festtagen. CHF 5 bis 8 pro Stück.
Tipp:Frisch oder gar nicht, und in der Sauerkraut-Variante eine vollwertige Mahlzeit.
Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.
Buchst du über diese Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.
Mayrhofen liegt dort, wo das Zillertal sich in vier Gründe teilt: Zemmgrund, Stillupgrund, Zillergrund und Tuxertal treffen sich hier auf 630 Metern, und deshalb war der Ort schon im Mittelalter der Sammelplatz des hinteren Tals. Erstmals erwähnt wird «Mayrhoven» 1300 als Lehen des Erzbistums Salzburg, das bis 1816 über diesen Teil des Tals herrschte. Die Bauern lebten vom Vieh, das sie im Sommer auf die Almen der Seitentäler trieben, und vom Wanderhandel, mit dem Zillertaler im Winter bis nach Russland zogen. Im 19. Jahrhundert kamen die ersten Alpinisten: Der Deutsche und Österreichische Alpenverein baute ab 1879 die Berliner Hütte im Zemmgrund, ein Haus mit Speisesaal, Kronleuchter und Dunkelkammer, das bis heute unter Denkmalschutz steht und den Anfang des Bergtourismus im Tal markiert. 1902 erreichte die Zillertalbahn den Ort, 1954 eröffnete die Penkenbahn, 1968 die Ahornbahn. Mayrhofen wurde in den 1970er und 1980er Jahren zum Skiort, in dem Briten, Holländer und Deutsche Après-Ski lernten, und seit 2005 kommt jedes Frühjahr das Snowbombing, ein britisches Elektro- und Indie-Festival mit Konzerten in Iglus, Waldlichtungen und auf dem Penken, das den Ort eine Woche lang in ein Festivalgelände verwandelt. 2008 wurde die Harakiri eröffnet, mit 78 Prozent Gefälle die steilste präparierte Piste Österreichs, und 2015 die neue Penkenbahn, eine 3S-Bahn, die 3'840 Personen pro Stunde aus dem Ortszentrum auf den Berg bringt. Heute hat Mayrhofen rund 4'000 Einwohner, über 10'000 Gästebetten und ist der Ort, an dem das Zillertal am meisten Geld verdient und am wenigsten schläft.
Mayrhofen ist Endstation der Zillertalbahn: Ab Zürich mit dem Railjet nach Jenbach in 4 Stunden, dann 55 Minuten mit der Schmalspurbahn, gesamt rund 5 Stunden und CHF 85 bis 90 pro Weg, mit Sparschiene ab CHF 45. Der Bahnhof liegt am Ortsrand, zur Penkenbahn sind es 10 Minuten zu Fuss, viele Hotels holen ab. Ab München dauert es 3 Stunden, ab Wien 5. Mit dem Auto ab Zürich 3 Stunden 45 Minuten über Innsbruck und Jenbach, Vignette CHF 12, Arlbergtunnel rund CHF 12. Die Talstrasse ist samstags im Winter verstopft, bis zu zwei Stunden für 30 Kilometer ab Jenbach. Vor Ort ist Mayrhofen die Busdrehscheibe des hinteren Tals: Vom Busbahnhof neben der Penkenbahn fahren die Linien nach Hintertux (40 Minuten, mit Skipass gratis, im Viertelstundentakt in der Saison), nach Finkenberg, ins Tuxertal und im Sommer in den Zillergrund, Stillup und zum Schlegeis-Stausee. Die Skibusse im Ort selbst sind gratis, der Ort ist aber so kompakt, dass du zu Fuss schneller bist. Parkplätze kosten CHF 10 bis 20 pro Tag, Hotelgaragen sind oft inbegriffen. Ein Auto brauchst du in Mayrhofen nur für Ausflüge aus dem Tal, für alles andere reichen Bahn und Bus, und für die Seitentäler sind im Sommer die Taxibusse ohnehin die einzige erlaubte Zufahrt.
Mayrhofen hat zwei Hausberge mit entgegengesetztem Charakter. Der Penken ist das Hauptgebiet: Mit der Penkenbahn ab dem Zentrum in 8 Minuten auf 1'800 Meter, dann rund 140 Pistenkilometer über Horberg, Rastkogel und Eggalm bis Finkenberg und Lanersbach. Rote und blaue Pisten dominieren, dazu der Vans Penken Park, einer der besten Snowparks der Alpen, und die Harakiri: 78 Prozent Gefälle auf 400 Metern, präpariert, schwarz, ab 11 Uhr buckelig. Wer sie fahren will, soll sie um 9 Uhr fahren, dann ist sie hart und griffig, und sie ist eher ein Mutproblem als ein Technikproblem; der Rest des Tages lohnt sich dort nicht. Nachteil des Penken: Die Talabfahrt ist eng und bis Finkenberg oft gesperrt, also fahren alle mit der Bahn ins Tal, was zwischen 15.30 und 16.30 Uhr eine halbe Stunde Warten bedeutet. Fahr um 15 Uhr runter oder iss oben. Der Ahorn gegenüber ist der Familienberg: Mit der grössten Pendelbahn Österreichs (160 Personen) auf 2'000 Meter, ein breites, sonniges Plateau mit sechs Pisten, Übungsgelände und einer der schönsten Talabfahrten des Tals mit 5,5 Kilometern, die aber nur bei guter Schneelage offen ist. Für Anfänger, Kinder und alle, denen der Penken zu voll ist. Superskipass rund CHF 72 pro Tag, 6 Tage rund CHF 390, gültig im ganzen Tal inklusive Hintertux.
Mayrhofen ist der teuerste Ort im Zillertal: Mittelklasse-Doppelzimmer mit Halbpension CHF 180 bis 260 im Winter, über Weihnachten, in den Februarferien und in der Snowbombing-Woche CHF 300 und mehr, Pensionen ab CHF 110. Das Dorf ist eine lange Hauptstrasse mit Hotels auf beiden Seiten, und die Lage entscheidet über deinen Schlaf. Die Zone rund um die Penkenbahn, den Busbahnhof und die Hauptstrasse zwischen Ice Bar und Brück'n Stadl ist bis 23 Uhr laut, an Wochenenden länger. Ruhiger wohnst du am westlichen Ortsrand Richtung Ahornbahn, in Hollenzen und Schwendau nördlich des Zentrums oder in Hippach gegenüber, alle mit Skibus. Finkenberg oberhalb hat eigenen Zugang zum Penken-Gebiet, ist ruhig und 15 Prozent günstiger. Wer Après-Ski will und trotzdem schlafen, nimmt ein Zimmer zum Hof oder Hinterhaus und fragt beim Buchen ausdrücklich danach. Halbpension ist hier besonders sinnvoll: Restaurants am Abend kosten CHF 25 bis 35 für Hauptgang und Getränk, Hotelküchen sind oft gut. Buchen: Februar und Weihnachten im Vorjahr, Mindestaufenthalt sieben Nächte Samstag bis Samstag. Im Januar nach Dreikönig und ab Mitte März sinken die Preise um 20 bis 30 Prozent, im Sommer kostet dieselbe Mittelklasse CHF 120 bis 170, und dann ist der Ort erstaunlich ruhig.
Après-Ski in Mayrhofen beginnt um 15 Uhr an der Talstation der Penkenbahn und endet, wenn die Bars schliessen. Die Ice Bar und der Brück'n Stadl sind die Institutionen, dazu Hütten am Penken wie die Grillhof Alm, in denen ab 14 Uhr getanzt wird. Preise: Bier CHF 5 bis 6, Jagertee CHF 6 bis 7, Flügerl (Wodka Red Bull) CHF 7 bis 8, ein Abend mit vier Getränken kostet CHF 30 bis 40 pro Person. Das ist günstiger als in Ischgl oder St. Anton und erheblich günstiger als in der Schweiz, dafür lauter und britischer. Wer keinen Après-Ski will, meidet die Hauptstrasse zwischen 16 und 19 Uhr und isst in Hippach oder Schwendau. Das Snowbombing, Anfang bis Mitte April, ist eine eigene Kategorie: rund 5'000 britische Festivalgäste, Konzerte auf dem Penken, Partys im Wald und in der Rennstrecke, Festivalpass rund CHF 300 bis 400 ohne Hotel, Paket mit Hotel ab CHF 700 pro Person. Skifahren ist dann gut, weil die Festivalgäste erst mittags aufstehen, aber Hotels sind Monate vorher voll und doppelt so teuer. Wer das nicht will, meidet die Woche. Spartricks: Skipass und Verleih online vorbuchen, mittags das Hütten-Tagesmenü für CHF 14 bis 16, Getränke im Supermarkt statt an der Hotelbar. Nicht lohnend: Taxis nach Hintertux (CHF 60 bis 80), wenn der Bus gratis fährt.
Mayrhofens Wintersaison läuft von Anfang Dezember bis Mitte April, und die Woche entscheidet mehr als der Monat. Weihnachten und Neujahr sind voll und teuer, dafür mit Feuerwerk über dem Penken. Die erste Januarhälfte nach Dreikönig ist unsere Empfehlung: kalt, meist gute Schneelage, Pisten leer, Preise 30 Prozent unter Februar. Die Februarferien aus Deutschland, Holland, der Schweiz und Grossbritannien folgen aufeinander und machen den Monat zur dauerhaften Hochsaison mit Schlange an der Penkenbahn ab 8.30 Uhr. März bringt Sonne, lange Tage und Firn am Nachmittag, bei weichem Schnee auf der Talabfahrt. Die Snowbombing-Woche im April ist Festival, keine Skiwoche. Danach schliesst der Penken um Ostern herum, der Ahorn oft früher, und Hintertux fährt weiter. Der Sommer, Juni bis September, ist die andere Welt: Mayrhofen wird zum Wanderdorf mit Familien und älteren Gästen, die Penken- und Ahornbahn laufen täglich, die Activcard macht Bergbahnen und Busse gratis, und abends ist es still. Juli und August sind voll, aber nicht laut, September der schönste Monat mit stabilem Wetter und Almabtrieben. Die Lücken sind Mitte April bis Ende Mai und November, dann sind viele Hotels geschlossen und der Ort wirkt leer; wer nur Hintertux will, findet dann die tiefsten Preise.
Der Sommer in Mayrhofen heisst Seitentäler, und die sind für Autos gesperrt oder mautpflichtig, was sie ruhig hält. Der Zillergrund führt 20 Kilometer nach Osten zum Speicher Zillergründl auf 1'850 Metern, erreichbar mit dem Zillergrund-Bus ab Mayrhofen (rund CHF 15 hin und zurück, mit Gästekarte günstiger), oben Spaziergang über die Staumauer, Wanderung zur Plauener Hütte (1 Stunde 30 Minuten) und Blick auf die Reichenspitzgruppe. Der Stillupgrund ist kürzer und wilder: Taxibus zum Stillup-Stausee und weiter bis zum Gasthaus Wasserfall, von dort flach taleinwärts zur Grüne-Wand-Hütte, 2 Stunden, mit Wasserfällen rechts und links und fast ohne Menschen. Der Zemmgrund ist das klassische Alpinistental: Ab Ginzling oder dem Gasthaus Breitlahner (Bus ab Mayrhofen) in 3 Stunden zur Berliner Hütte, dem denkmalgeschützten Alpenvereinshaus von 1879 mit Speisesaal, Holztreppe und Übernachtung im Lager ab CHF 25 für Mitglieder, Nichtmitglieder CHF 40. Wer eine Nacht oben bleibt, sieht morgens den Grossen Möseler im ersten Licht. Dazu die Hausberge: Der Ahorn ist im Sommer mit dem Rundweg um den Filzenboden und der Adlerbühne mit Greifvogelschau (gratis, täglich ausser Freitag) der Familienberg, der Penken mit dem Höhenweg zur Penkenjochhütte und den Mountainbike-Trails der Sportberg. Beide Bahnen sind mit Activcard inbegriffen, einzeln CHF 30 bis 35. Und der Schlegeis-Stausee mit der Olpererhütte liegt 40 Busminuten entfernt, früh aufstehen für die Hängebrücke.
Mit dem Railjet ab Zürich über Innsbruck nach Jenbach, dann mit der Zillertalbahn bis zur Endstation Mayrhofen, gesamt rund 5 Stunden und CHF 85 bis 90 pro Weg, mit Sparschiene ab CHF 45. Mit dem Auto 3 Stunden 45 Minuten über Innsbruck und Jenbach, Vignette CHF 12 und Arlbergtunnel CHF 12, samstags im Winter mit Stau im Tal. Vor Ort brauchst du kein Auto: Penkenbahn im Zentrum, Busse nach Hintertux und in die Seitentäler ab dem Busbahnhof, mit Skipass oder Gästekarte gratis.
Entlang der Hauptstrasse zwischen Penkenbahn und Ice Bar ja, bis etwa 23 Uhr. Am Ortsrand Richtung Ahornbahn, in Hollenzen, Schwendau, Hippach oder Finkenberg schläfst du ruhig und bist mit dem Skibus in 10 Minuten an der Bahn. Im Sommer ist der ganze Ort still. Familien fahren am Ahorn, das Übungsgelände und die Pisten dort sind vom Après-Ski weit weg.
Wenn du sicher auf schwarzen Pisten bist, ja, aber am Morgen. Die Harakiri hat 78 Prozent Gefälle auf 400 Metern, ist präpariert und um 9 Uhr griffig, ab 11 Uhr buckelig und eisig. Es ist eine kurze Mutprobe, kein langer Hang, und ein Sturz dort rutscht bis unten. Daneben läuft eine rote Piste, von der aus du zuschauen kannst. Kinder und Mittelklasse-Fahrer lassen sie aus, ohne etwas zu verpassen.
Ein britisches Musikfestival Anfang bis Mitte April mit Konzerten auf dem Penken, im Wald und im Ort, rund 5'000 Gäste, Pass rund CHF 300 bis 400. Wenn du Festival und Ski kombinieren willst, ist es einmalig, die Pisten sind morgens leer. Wenn nicht, meide die Woche: Hotels sind doppelt so teuer und Monate vorher ausgebucht, der Ort schläft wenig. Die genauen Daten stehen jeweils im Herbst fest.
Pro Person für sieben Nächte Mittelklasse mit Halbpension CHF 900 bis 1'300, Superskipass 6 Tage rund CHF 390, Skiverleih CHF 250, Mittagessen und Après-Ski CHF 40 bis 60 pro Tag: zusammen CHF 1'800 bis 2'400 plus Anreise. Das ist 20 Prozent über Zell am Ziller oder Fügen im selben Skigebiet und etwa das Niveau von Davos. Januar nach Dreikönig und zweite Märzhälfte sind am günstigsten.
Ja, und es ist dann ein anderer Ort: ruhig, familiär, mit den Seitentälern Zillergrund, Stillup und Zemmgrund, der Berliner Hütte, dem Schlegeis-Stausee und zwei Bergbahnen, die mit der Zillertal Activcard gratis sind. Hotels kosten CHF 120 bis 170 mit Halbpension. Der Gletscher in Hintertux ist mit dem Bus 40 Minuten entfernt, für Schnee im Juli. Juli und August haben Nachmittagsgewitter, September ist am stabilsten.
Was ein Wochenende in der Stadt mit Seilbahn ab dem Zentrum wirklich kostet, wann sich die Innsbruck Card lohnt und warum du hier Ski und Stadt am selben Tag haben kannst.
Was eine Skiwoche in der teuersten Stadt Tirols wirklich kostet, wo du trotzdem sparst, warum der Sommer hier unterschätzt wird und wann du die Streif besser nur anschaust.
Was eine Woche im bekanntesten Skital Tirols wirklich kostet, welcher der vier Talabschnitte zu dir passt, wann der Gletscher die beste Wahl ist und wie du mit der Gästekarte im Sommer fast gratis fährst.