Pension Schmidinger
Kleine, familiengeführte Pension fünf Gehminuten von der Altstadt, einfache, saubere Zimmer, Frühstück inklusive, Parkplatz, Preise, die es in Kitzbühel selbst sonst kaum gibt. Für Skifahrer, die am Abend in die Stadt wollen.
Österreich · Tirol · Reiseguide
Was eine Skiwoche in der teuersten Stadt Tirols wirklich kostet, wo du trotzdem sparst, warum der Sommer hier unterschätzt wird und wann du die Streif besser nur anschaust.
Foto: Ronny Siegel / Pexels
Schieb die Werte auf deine Reise zurecht – der Rechner aktualisiert live (CHF).
Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Anreise heisst hier Bahn oder Auto ab der Schweiz, hin und zurück pro Person. Hotels schwanken saisonal stark, aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.
Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Euro (EUR). Karten gehen fast überall, Hütten und Würstelstände wollen oft Bargeld. Trinkgeld ist Pflicht im Gefühl der Österreicher: 5 bis 10 Prozent, beim Bezahlen «stimmt so» sagen. Die Kurtaxe von CHF 2 bis 4 pro Nacht kommt in Skiorten zum Hotelpreis dazu. Anreise: Anreise mit Bahn (ÖBB Railjet), Auto oder Flug nach Wien, 2 bis 8 Stunden.
Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.
Budget
Kleine, familiengeführte Pension fünf Gehminuten von der Altstadt, einfache, saubere Zimmer, Frühstück inklusive, Parkplatz, Preise, die es in Kitzbühel selbst sonst kaum gibt. Für Skifahrer, die am Abend in die Stadt wollen.
Familiengeführte Pension direkt neben der Talstation der Hornbahn, drei Gehminuten ins Zentrum, mit grossem Garten, Skiraum und Frühstück. Zimmer ohne Design-Anspruch, dafür zu einem Preis, den Kitzbühel sonst kaum kennt.
Traditioneller Gasthof, seit 1658 in Familienhand, am Rand der Altstadt, Zimmer mit Holz und Kachelofen-Stimmung, unten eine Wirtsstube mit Tiroler Küche. Für alle, die das alte Kitzbühel suchen und nicht das Fünf-Sterne-Kitzbühel.
Mittelklasse
Vier-Sterne-Superior-Haus in der Altstadt mit Dachpool, Spa und Blick auf den Hahnenkamm. Zimmer im alpinen Stil, Halbpension mit gutem Restaurant. Die Lage ist perfekt, der Preis für ein Mittelklasse-Haus in Kitzbühel typisch.
Familienhotel seit 1870 mitten in der Vorderstadt, mit Hallenbad, Sauna und einem Restaurant, in das auch Einheimische gehen. Zimmer teils klassisch, teils renoviert. Für Paare und Familien, die alles zu Fuss erreichen wollen.
Direkt im Zielraum der Streif, Ski-in und Ski-out an der Hahnenkammbahn, im Sommer eigener Golfplatz mit neun Löchern. Grosse Zimmer mit Balkon, Restaurant mit Terrasse zur Piste. Für Skifahrer, die morgens als Erste oben sein wollen.
Luxus
Fünf-Sterne-Haus in der Altstadt, seit Jahrhunderten Gasthof, heute mit Spa, Hallenbad und einem Restaurant, das Tiroler Küche fein macht. Suiten mit Blick auf den Hahnenkamm, persönlicher Service. Luxus mitten im Ort statt am Rand.
Grosser Fünf-Sterne-Komplex am Südende des Skigebiets, Ski-in und Ski-out, mit einem der grössten Spas in Tirol und mehreren Restaurants. Zimmer gross und ruhig, 15 Minuten nach Kitzbühel. Für Familien und Spa-Urlauber, nicht für Altstadt-Flaneure.
Resort im Schlossstil auf dem Lebenberg über der Stadt, mit grossem Spa, Golfplatz und Blick auf Hahnenkamm und Wilden Kaiser. Shuttle in die Altstadt und zur Bahn. Für alle, die Ruhe und Wellness vor Pistenanschluss stellen.
Buchst du über diese Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.
Mit der Gondel in 8 Minuten auf 1'665 Meter, Sommerticket rund CHF 30 hin und zurück, mit Kitzbühel Card gratis. Oben das Starthaus der Streif, frei zugänglich, Blick in die Mausefalle, und das Bergbahnmuseum. Zwei Stunden mit kleinem Rundweg.
Rund 230 Pistenkilometer von Kitzbühel über Kirchberg bis Pass Thurn, Tageskarte rund CHF 72, 6 Tage rund CHF 420, online günstiger. Der Übergang mit der 3S-Bahn nach Jochberg ist der Höhepunkt, die Hütten dort günstiger als am Hahnenkamm.
Der Hausberg gegenüber, Bergbahn in zwei Sektionen auf 1'996 Meter, rund CHF 30 hin und zurück oder gratis mit der Sommerkarte. Alpenblumengarten auf 1'880 Metern gratis, Juni bis September. Drei Stunden mit Gipfelrunde.
Vorderstadt, Hinterstadt, Pfarrkirche und Liebfrauenkirche in 90 Minuten mit Guide, oft gratis mit Gästekarte, sonst ab CHF 12. Das Museum Kitzbühel mit Alfons-Walde-Sammlung (CHF 8) ist der beste Regentag-Ort der Stadt.
Moorsee mit bis zu 24 Grad, 20 Minuten zu Fuss vom Zentrum, Strandbad rund CHF 7, Liegewiese, Boote, Bar. Der Rundweg um den See dauert eine Stunde, im Winter läuft man auf dem Eis.
Höhenweg von der Bergstation Hahnenkamm über Ehrenbachhöhe zum Pengelstein, 3 bis 4 Stunden, Abfahrt mit der Fleckalmbahn nach Kirchberg und zurück mit Zug oder Bus. Hütten unterwegs, mit Sommerkarte gratis.
Leihrad ab CHF 35 pro Tag, E-Bike ab CHF 50, Routen nach Pass Thurn, zum Wilden Kaiser oder die Runde über Kirchberg und Brixen im Thale. Die Kitzbüheler Alpen sind Rennradland mit wenig Verkehr auf den Nebenstrassen.
Über den Pass Thurn in einer Stunde zu den höchsten Wasserfällen Europas, 380 Meter in drei Stufen, Eintritt rund CHF 10, Weg entlang der Fälle 1 Stunde 30 Minuten bergauf. Regenjacke mitnehmen, auch bei Sonne.
Naturrodelbahn vom Gaisberg nach Kirchberg, 3,5 Kilometer, Sessellift rund CHF 15, Rodel mieten CHF 8. Abends beleuchtet, die Hütte oben macht Kaiserschmarrn. Zwei Stunden, mit Bus oder Bahn 10 Minuten ab Kitzbühel.
Buchst du über diese Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.
Kitzbühel kocht in zwei Ligen: Hauben-Restaurants in den Hotels und auf dem Berg, die Preise verlangen wie in Zürich, und Gasthäuser und Hütten, in denen Knödel, Gröstl und Kaiserschmarrn noch Wirtshausessen sind. Die ehrliche Wahl liegt dazwischen: Wirtsstuben in der Hinterstadt und in Kirchberg, Hütten abseits des Hahnenkamms.
Der zerrissene Pfannkuchen mit Rosinen und Zwetschgenröster ist in Kitzbühel das Hüttenessen schlechthin, luftig und karamellisiert. CHF 14 bis 18, auf den Hahnenkamm-Hütten teurer.
Tipp:Auf den Hütten teilen, die Portion ist für zwei gemacht und kommt nach einem Vormittag auf den Ski gerade recht.
Bratkartoffeln mit Rindfleisch, Speck und Spiegelei aus der Pfanne. In Kitzbühel gern mit Krautsalat, CHF 15 bis 19.
Tipp:Als Mittagsteller unter der Woche meist günstiger als am Abend.
Zwei Knödel in klarer Rindsuppe mit Schnittlauch, die Vorspeise jedes Hüttenmittags. CHF 7 bis 10.
Tipp:Dort kostet die Suppe CHF 2 weniger als am Hahnenkamm und schmeckt gleich.
Dünn geklopft, in Butterschmalz gebacken, mit Preiselbeeren und Erdäpfelsalat. In Kitzbühel ein Prüfstein für die Küche. CHF 24 bis 32 vom Kalb, vom Schwein ab CHF 16.
Tipp:Frag nach Kalb oder Schwein, die Karte verschweigt es gern.
Speck, Hauswürste, Bergkäse und der fettarme Graukäse mit Zwiebeln und Essig, dazu Bauernbrot. CHF 14 bis 20, reicht für zwei.
Tipp:Nachmittags nach 14 Uhr, wenn die Küche zu hat, ist die Jause oft das einzige, aber beste Angebot.
Spätzle mit Bergkäse überbacken, mit Röstzwiebeln, die Tiroler Antwort auf Käsespätzle. Schwer, gut, CHF 13 bis 16.
Tipp:Mit grünem Salat bestellen, sonst ist es nur Käse.
Kaffee und Kuchen in den Konditoreien der Vorderstadt, die Hausspezialitäten sind Nusstorten und Strudel. Kaffee und Stück CHF 9 bis 12.
Tipp:Nachmittags nach 16 Uhr, wenn die Skifahrer zurück sind, ist es voll, davor ruhig.
Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.
Buchst du über diese Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.
Kitzbühel wurde 1271 von den bayerischen Herzögen zur Stadt erhoben, als Grenzfestung gegen das Erzbistum Salzburg, und kam erst 1504 unter Kaiser Maximilian zu Tirol. Reich wurde die Stadt im 16. Jahrhundert mit Kupfer und Silber: Die Bergwerke am Schattberg und am Sinnwell gehörten zu den ergiebigsten der Alpen, und aus dieser Zeit stammen die bunten Bürgerhäuser der Vorderstadt und Hinterstadt, die heute die Altstadt bilden. Als der Bergbau im 18. Jahrhundert versiegte, blieb ein verschlafenes Städtchen, bis 1893 Franz Reisch, Bürgermeister und Kaufmann, sich aus Norwegen Skier bestellte und am Kitzbüheler Horn die erste Abfahrt Tirols wagte. Reisch gründete den Skiclub, die ersten Rennen fanden 1895 statt, und 1931 wurde das erste Hahnenkammrennen auf der Streif ausgetragen. Nach dem Zweiten Weltkrieg machte Toni Sailer, der Sohn eines Kitzbüheler Spenglers, mit drei Goldmedaillen 1956 in Cortina die Stadt weltberühmt. Mit ihm kam der Jetset: Gunter Sachs, Industrielle aus München und Hamburg, später Arnold Schwarzenegger, der jeden Januar in der Streif-Woche auftaucht. 1928 fuhr die erste Hahnenkammbahn, eine der ersten Personenseilbahnen Österreichs. Heute hat Kitzbühel rund 8'000 Einwohner und im Januar an einem Rennwochenende das Zehnfache an Gästen. Der Reichtum der Stadt ist sichtbar: Grundstückspreise wie in Zürich, Pelzgeschäfte in der Vorderstadt und ein Golfplatz mehr als nötig. Dahinter liegt ein Bergort, der immer noch von Bauern, Skilehrern und Bergführern lebt.
Kitzbühel hat einen eigenen Bahnhof an der Strecke Wörgl bis Salzburg, und das macht die Anreise angenehm: Ab Zürich mit dem Railjet nach Innsbruck oder Wörgl, dort umsteigen in den Regionalzug oder den direkten Zug Richtung Salzburg, gesamt rund 5 Stunden. Preis rund CHF 90 pro Weg, mit Sparschiene und Halbtax ab CHF 45. Ab München fährt die Bahn in 2 Stunden mit Umstieg in Wörgl oder Kufstein, ab Wien direkt mit dem Railjet in 4 Stunden 30 Minuten. Der Bahnhof Kitzbühel liegt 10 Minuten zu Fuss von der Altstadt, der Bahnhof Hahnenkamm direkt an der Talstation. Mit dem Auto ab Zürich sind es 4 Stunden über Innsbruck und die Inntalautobahn bis Wörgl, dann über die Bundesstrasse ins Brixental, oder ab Basel 4 Stunden 30 Minuten über München und Kufstein. Vignette CHF 12 für 10 Tage, kein zusätzlicher Tunnel auf dieser Route. Vor Ort brauchst du das Auto nur, wenn du in Reith, Aurach oder Jochberg wohnst und nicht auf den Skibus warten willst; in Kitzbühel selbst kosten Parkplätze CHF 15 bis 25 pro Tag, und mit Gästekarte sind Skibusse und Ortsbusse gratis. Für Tagesausflüge zum Wilden Kaiser, zu den Krimmler Wasserfällen oder nach Salzburg ist ein Auto allerdings praktisch, die Busverbindungen sind dünn.
KitzSki verbindet Kitzbühel, Kirchberg, Jochberg, Pass Thurn und Mittersill: rund 230 Pistenkilometer, 57 Bahnen, zwischen 800 und 2'000 Metern. Das Gebiet wird seit Jahren als bestes Skigebiet der Welt ausgezeichnet, und zu Recht: moderne Bahnen, breite Carvingpisten, kaum Wartezeiten ausserhalb der Ferien, und mit der 3S-Bahn über das Saukasergraben ein spektakulärer Übergang nach Jochberg. Die Schwäche ist die Höhe: Unter 1'000 Metern ist der Schnee ab März weich, im Dezember oft dünn, auch wenn die Beschneiung gut ist. Preise 2025/26: Tageskarte rund CHF 72 in der Hauptsaison, 6 Tage rund CHF 400 bis 430, im Vorverkauf online 5 bis 10 Prozent günstiger. Kinder bis 6 fahren gratis, Jugendliche bis 18 zahlen die Hälfte. Vorsaison bis Mitte Dezember und ab Ende März sind die Pässe rund 20 Prozent günstiger. Nicht sparen solltest du am Skiservice: Die Hänge am Hahnenkamm und an der Ehrenbachhöhe sind lang und werden am Nachmittag hart. Skiverleih kostet CHF 35 bis 50 pro Tag, in Kirchberg etwas weniger. Und die Streif: Die Rennstrecke ist als Familienstreif eine blaue Piste, die um die Mausefalle herumführt, die echte Strecke ist nach dem Rennen offen und steil wie eine Wand. Anschauen vom Starthaus (frei zugänglich neben der Bergstation) lohnt sich für alle, fahren nur für sehr gute Skifahrer.
Ein Mittelklasse-Doppelzimmer in Kitzbühel kostet im Winter CHF 200 bis 280, in der Hahnenkamm-Woche und über Weihnachten CHF 400 und mehr, und selbst Pensionen verlangen CHF 150. Das ist Schweizer Niveau, teils darüber. Die Lösung ist einfach: zwei Kilometer weiter wohnen. Kirchberg hat dieselbe Skischaukel, eigene Talstationen (Fleckalmbahn, Maierlbahn) und Zimmer für 30 bis 40 Prozent weniger, dazu eine ehrlichere Dorfstimmung. Reith und Aurach sind ruhige Nachbarorte mit Pensionen ab CHF 100, mit Skibus 10 Minuten. Jochberg liegt direkt am südlichen Ende des Skigebiets, ist sonnig und günstiger. St. Johann in Tirol, 10 Minuten mit der Bahn, hat eigene Pisten und Hotels für die Hälfte. Wer in Kitzbühel selbst wohnen will: Die Altstadt ist klein, alles ist fussläufig, nur sind die Zimmer über den Lokalen laut. Die Hotels an der Hahnenkamm-Talstation und am Schwarzsee sind ruhiger. Buchen: Für Februar und die Weihnachtswoche im Frühsommer, Mindestaufenthalte von sieben Nächten sind in der Hochsaison üblich. Im Sommer kostet dieselbe Mittelklasse CHF 140 bis 180, im Mai und November die Hälfte, dann sind aber viele Häuser zu. Die Ortstaxe von rund CHF 4 pro Nacht kommt dazu und finanziert die Gästekarte.
Die Kitzbühel Card bekommst du ab einer Nacht von der Unterkunft, und sie ist mehr wert als anderswo: freie Fahrt mit allen Bussen und den Regionalzügen zwischen Wörgl und Hochfilzen, im Sommer mit der Sommerkarte alle Bergbahnen der Region täglich einmal berg- und talwärts, Eintritt ins Schwimmbad und Ermässigungen im Museum. Wer im Sommer kommt, braucht kaum mehr Transportbudget. Teuer wird es auf den Hütten am Hahnenkamm: Ein Wiener Schnitzel kostet dort CHF 25 bis 30, ein Kaiserschmarrn CHF 16 bis 18, ein Bier CHF 6. Die Hütten im Gebiet Jochberg und Pass Thurn sind spürbar günstiger und oft besser, und ein Jausenbrot aus dem Rucksack ist auf den Terrassen kein Problem, solange du etwas trinkst. Après-Ski an der Hahnenkamm-Talstation ist ein Preisschock: Ein Aperol kostet CHF 10, eine Flasche Wein ab CHF 60. Die Altstadt hat günstigere Bars eine Gasse weiter. Einkaufen in der Vorderstadt ist Schaufenster-Programm, der Supermarkt beim Bahnhof hat Normalpreise. Und zum Rennen: Wer das Hahnenkammrennen live sehen will, zahlt rund CHF 30 bis 40 für die Stehplatzkarte an der Streif, nichts für die Plätze entlang der unteren Strecke, und muss die Übernachtung ein Jahr vorher buchen oder in Kirchberg schlafen.
Das Jahr von Kitzbühel hat vier Gesichter. Die Hahnenkamm-Woche im Januar, meist das dritte oder vierte Wochenende, ist ein Spektakel mit 80'000 Besuchern, Partys und Hubschraubern, als Skiurlaub aber ungeeignet: Der Hahnenkamm ist teils gesperrt, die Preise verdoppeln sich. Februar ist die klassische Skihochsaison mit den Ferien aus Deutschland, Holland und der Schweiz, die Pisten sind voll, aber gut, die Preise am höchsten. März ist unsere Empfehlung für den Winter: länger hell, Sonne auf den Terrassen, Preise sinken, und bis Ostern halten die Nordhänge am Hahnenkamm den Schnee gut. Die Saison endet Anfang April. Der Sommer, von Mitte Juni bis Mitte September, ist Kitzbühels unterschätzte Seite: Wanderungen am Horn und am Hahnenkamm, die Bergbahnen mit der Sommerkarte gratis, Baden im Schwarzsee, Rennradfahren über die Pässe der Kitzbüheler Alpen, Hotelpreise 30 Prozent unter dem Winter. Im Juli ist Golf, Tennis (Generali Open) und Triathlon, dann ist es voll. Die stillen Wochen sind Mai und November: viele Hotels und alle Bergbahnen zu, dafür die Altstadt für dich allein und die Preise im Keller. Wetter: Kitzbühel liegt in den Grasbergen, mit mehr Niederschlag als das Inntal, Regentage im Sommer sind normal.
Alle fahren auf den Hahnenkamm, kaum jemand aufs Kitzbüheler Horn. Der Hausberg auf der anderen Talseite ist 1'996 Meter hoch, hat im Winter ein kleines, sonniges Skigebiet ohne Wartezeiten und im Sommer den Alpenblumengarten mit über 400 Pflanzenarten auf 1'880 Metern, gratis, von Juni bis September. Die Bergbahn kostet CHF 30 hin und zurück, mit der Sommerkarte nichts. Oben steht der Sendemast, und die Aussicht reicht vom Wilden Kaiser bis zum Grossglockner. Der Schwarzsee, 20 Minuten zu Fuss vom Zentrum, ist ein Moorsee mit 20 bis 24 Grad im Sommer, einer der wärmsten Badeseen Tirols, Eintritt ins Strandbad rund CHF 7, mit Gästekarte ermässigt. Die Bichlalm oberhalb von Kitzbühel ist im Winter ein kleines Freeride- und Tourengebiet mit nur einem Sessellift und einer Hütte, in der du nach einer Skitour oder Rodelfahrt in Ruhe isst. Für den Tagesausflug: Der Wilde Kaiser mit Ellmau und Going liegt 20 Minuten entfernt, mit dem Hintersteiner See, dem Rundweg um das Massiv und der SkiWelt, die im Winter mit der Kitzbüheler Alpen AllStarCard zusammen mit KitzSki fahrbar ist. Die Krimmler Wasserfälle, die höchsten Europas, sind über den Pass Thurn in einer Stunde erreichbar (Eintritt CHF 10). Und Salzburg ist mit der Bahn in 2 Stunden zu machen, als Stadttag an einem Regentag.
Mit der Bahn ab Zürich in rund 5 Stunden: Railjet nach Innsbruck oder Wörgl, dort umsteigen Richtung Salzburg, Kitzbühel hat zwei Bahnhöfe, einer direkt an der Hahnenkammbahn. Preis rund CHF 90 pro Weg, mit Sparschiene ab CHF 45. Mit dem Auto 4 Stunden über Innsbruck und Wörgl, Vignette CHF 12. Vor Ort sind Skibus und Ortsbus mit Gästekarte gratis, das Auto brauchst du nur für Ausflüge zum Wilden Kaiser oder nach Salzburg.
Rechne pro Person für sieben Nächte Mittelklasse im Doppelzimmer CHF 700 bis 1'000, Skipass 6 Tage rund CHF 420, Essen CHF 60 pro Tag, Skiverleih CHF 250 die Woche: zusammen CHF 1'800 bis 2'300 plus Anreise. In Kirchberg oder Reith wohnst du für 30 bis 40 Prozent weniger im selben Skigebiet. Kitzbühel ist damit so teuer wie Davos oder Engelberg, aber günstiger als Zermatt und St. Moritz.
Ja, nach dem Rennen ab Ende Januar ist die Streif als Piste 21 geöffnet, die Mausefalle und der Steilhang sind schwarz und werden nach Bedarf gesperrt. Für normale Skifahrer gibt es die Familienstreif, eine blaue Variante um die Schlüsselstellen herum. Das Starthaus an der Bergstation Hahnenkamm darfst du jederzeit betreten und von oben in die Mausefalle schauen. Unser Rat: Streif ja, aber am Vormittag, wenn die Piste noch griffig ist.
Ja, und mehr, als die meisten denken. Mit der Kitzbühel Card aus der Unterkunft fährst du täglich gratis mit den Bergbahnen am Hahnenkamm, Horn und in Kirchberg, Busse und Regionalzüge sind inklusive. Wandern am Horn mit Alpenblumengarten, Baden im Schwarzsee, Rennrad über Pass Thurn, Golf auf vier Plätzen. Hotels kosten 30 Prozent weniger als im Winter. Nur der Juli mit Tennisturnier und Triathlon ist voll.
März: lange Tage, Sonne, Preise unter Februar-Niveau, Schnee am Hahnenkamm und am Pass Thurn bis Ostern gut. Januar nach der Rennwoche ist kalt, schneesicher und ruhig, mit den günstigsten Pässen der Hauptsaison. Februar ist voll und am teuersten, Dezember vor Weihnachten oft knapp mit Naturschnee. Die Hahnenkamm-Woche ist ein Event, kein Skiurlaub.
Kirchberg in Tirol, 5 Minuten mit Bahn oder Bus, hat eigene Zugänge ins KitzSki-Gebiet über die Fleckalmbahn und Maierlbahn und Zimmer für CHF 120 bis 160 statt CHF 200 bis 280. Reith und Aurach sind ruhige Dörfer mit Pensionen ab CHF 100 und Skibus. Jochberg liegt am Südende des Gebiets und ist sonniger. St. Johann in Tirol hat ein eigenes, kleineres Skigebiet und Hotels für die Hälfte, mit der Bahn 10 Minuten nach Kitzbühel.
St. Anton · Ischgl · Innsbruck · Kitzbühel · Mayrhofen
Fünf Skigebiete in zehn Tagen, jeden zweiten Tag ein neuer Berg, nie länger als zwei Stunden im Auto: die Winterroute für alle, denen eine Woche am selben Lift zu wenig ist.
Innsbruck · Ötztal · Zillertal · Kitzbühel
Vier Täler, Tagestouren statt Hüttenmarsch, Bergbahnen mit der Gästekarte inklusive und abends ein Bett mit Dusche: die Wanderroute für alle, die Tirol zu Fuss und mit der Bahn wollen.
Die Streif ist die berüchtigtste Abfahrt der Welt: Mausefalle mit 85 Prozent Gefälle, Steilhang, Hausbergkante und ein Zielschuss, in dem die Fahrer mit 140 km/h über eine Welle springen. Das Rennwochenende bringt rund 90 000 Besucher in die 8000-Einwohner-Stadt, dazu Prominenz, Sponsorzelte und eine Partynacht, die bis in den Sonntagmorgen dauert. Stehplätze im Zielraum kosten ab rund CHF 25 (EUR 25 bis 30), Tribünenplätze deutlich mehr und sie sind im Herbst ausverkauft. Hotels in Kitzbühel verlangen das Dreifache und Mindestaufenthalte von vier Nächten, in Kirchberg und St. Johann ist es etwas entspannter. Wer Ruhe sucht, meidet dieses Wochenende: Die Pisten rund um den Hahnenkamm sind teils gesperrt, die Innenstadt ist laut.
Für Reisende: Mit dem Zug anreisen (Kitzbühel hat einen Bahnhof an der Strecke Wörgl bis Salzburg), die Strassen sind gesperrt oder verstopft; wer nur zuschauen will, kommt am Freitag zum Super-G mit weniger Gedränge.
Was ein Wochenende in der Stadt mit Seilbahn ab dem Zentrum wirklich kostet, wann sich die Innsbruck Card lohnt und warum du hier Ski und Stadt am selben Tag haben kannst.
Was eine Woche im bekanntesten Skital Tirols wirklich kostet, welcher der vier Talabschnitte zu dir passt, wann der Gletscher die beste Wahl ist und wie du mit der Gästekarte im Sommer fast gratis fährst.
Was eine Woche im lautesten Skiort des Zillertals wirklich kostet, wo du trotz Après-Ski schlafen kannst, wann die Harakiri eine gute Idee ist und warum der Sommer hier eine andere Welt ist.