Österreich · Roadtrip · 10 Tage

Skisafari Tirol

Fünf Skigebiete in zehn Tagen, jeden zweiten Tag ein neuer Berg, nie länger als zwei Stunden im Auto: die Winterroute für alle, denen eine Woche am selben Lift zu wenig ist.

Die Route, Tag für Tag

  1. Tag 1 bis 2

    St. Anton: Auftakt am Arlberg

    Ab Zürich sind es nur 200 Kilometer über die A13 nach Sargans, die A14 ab Feldkirch und ab Bludenz die S16 durch das Klostertal zum Arlberg-Strassentunnel, zwei Stunden ohne Schnee, drei mit. Der Tunnel kostet rund CHF 12 pro Richtung, der Arlbergpass darüber ist im Winter oft offen, aber bei Schneefall gesperrt oder kettenpflichtig. Du kommst am Vormittag an, stellst das Auto für zwei Tage in die Hotelgarage und bist mittags auf dem Galzig. Zwei Skitage auf Ski Arlberg, 305 Pistenkilometer: Tag eins Galzig und Valluga, Tag zwei über die Flexenbahn nach Zürs und Lech und zurück. Tagespass rund CHF 75, online fünf Prozent günstiger. Du schläfst in Nasserein oder St. Jakob, zehn Minuten vom Après-Ski der Mooserwirt-Zone entfernt und 20 bis 30 Prozent günstiger als das Zentrum. Weiter nach Ischgl: 60 Kilometer über die S16 bis Landeck, die Reschenstrasse bis Pians und die B188 durch das Paznaun, eine gute Stunde, bei Schnee eindreiviertel. Am Samstag erst nach 11 Uhr losfahren, davor stehen die Wochenwechsler im Tal.

    Touren an diesem Stopp: Skiverleih St. Anton ↗Skikurs Arlberg ↗

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  2. Tag 3 bis 4

    Ischgl: Silvretta Arena und ein Abstecher nach Samnaun

    Ischgl ist das genaue Gegenteil von St. Anton: fast alles über der Waldgrenze, breite Pisten zwischen 1'400 und 2'872 Metern, schneesicher bis Anfang Mai, und laut ab 15 Uhr. Zwei Tage reichen für die Silvretta Arena, 239 Pistenkilometer in zwei Ländern. Am ersten Tag fährst du mit der Pardatschgratbahn direkt auf 2'624 Meter und bleibst auf der österreichischen Seite. Am zweiten Tag geht es über die Idalp hinüber nach Samnaun, wo du zollfrei einkaufst und beim Mittagessen in Franken zahlst, am Nachmittag zurück, bevor die Verbindungsbahnen schliessen. Der Tagespass kostet rund CHF 72 und gilt automatisch in beiden Ländern. Du schläfst nicht in Ischgl selbst, sondern in Kappl oder Galtür, wo die Pension mit Frühstück CHF 110 bis 150 kostet statt 300, und fährst mit dem Skibus zur Talstation, er ist im Pass inbegriffen. Weiter nach Innsbruck: 100 Kilometer zurück nach Landeck und über die Inntalautobahn A12, eineinhalb Stunden, bei Neuschnee im Paznaun zwei bis zweieinhalb.

    Touren an diesem Stopp: Skiverleih Ischgl ↗Silvretta Therme Ischgl ↗

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  3. Tag 5 bis 6

    Innsbruck: Pause mit Stadt und Nordkette

    Nach vier Skitagen tut eine Stadt gut, und Innsbruck ist die einzige, in der du vom Café in 20 Minuten auf 2'256 Metern stehst. Tag fünf ist Ruhetag: Altstadt mit Goldenem Dachl, Hofkirche, Bergisel-Schanze mit Blick über die Stadt, nachmittags Sauna im Hotel. Tag sechs fährst du mit den Nordkettenbahnen ab dem Congress zur Seegrube und zum Hafelekar, rund CHF 48 hin und zurück, und entscheidest oben, ob du die steilen Nordkettenpisten fährst oder nur schaust. Wer lieber richtig Ski fährt, nimmt den Skibus zur Axamer Lizum, 30 Minuten, Tagespass rund CHF 60. Du schläfst in Wilten oder Saggen, zehn Minuten zu Fuss vom Zentrum, Doppelzimmer CHF 130 bis 180, das Auto steht in einer Garage für rund CHF 20 pro Tag. Weiter nach Kitzbühel: 95 Kilometer über die A12 bis Wörgl und die B170 über Hopfgarten und Kirchberg, eineinhalb Stunden, am Samstag und bei Schnee zwei bis zweieinhalb. Winterreifen sind Pflicht, Schneeketten gehören ins Auto.

    Touren an diesem Stopp: Nordkettenbahnen Innsbruck ↗Bergisel-Schanze ↗

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  4. Tag 7 bis 8

    Kitzbühel: Hahnenkamm und KitzSki

    Kitzbühel liegt tief, zwischen 800 und 2'000 Metern, und ist deshalb der Stopp, bei dem du den Schneebericht liest: Im Januar und Februar ist das Gebiet mit seiner Beschneiung zuverlässig, im März fährst du morgens früh und mittags auf den Nordhängen. Zwei Tage auf KitzSki, 230 Pistenkilometer: Tag sieben Hahnenkamm, Pengelstein und die Streif anschauen, nicht fahren, die Mausefalle ist für die Rennwoche präpariert und sonst gesperrt oder vereist. Tag acht mit der 3S-Bahn hinüber nach Jochberg und Pass Thurn, wo die Pisten leer und breit sind. Tagespass rund CHF 75, mit der Kitzbühel Card deiner Unterkunft fährst du Bus und Regionalzug gratis. Du schläfst in Kirchberg, zwei Kilometer weiter, mit eigenen Talstationen und 30 bis 40 Prozent günstigeren Zimmern als in Kitzbühel. Während der Hahnenkamm-Rennwoche Ende Januar ist alles ausgebucht und doppelt so teuer, dann tauschst du die Reihenfolge. Weiter nach Mayrhofen: 90 Kilometer zurück nach Wörgl, über die A12 bis zur Ausfahrt Wiesing und die B169 durch das Zillertal, eineinhalb Stunden, am Samstag im Zillertal-Stau zwei bis drei.

    Touren an diesem Stopp: Hahnenkammbahn Kitzbühel ↗Skiverleih Kitzbühel ↗

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  5. Tag 9 bis 10

    Mayrhofen: Penken, Harakiri und Heimfahrt über den Arlberg

    Das Finale im lautesten Skiort des Zillertals: Tag neun fährst du mit der Penkenbahn ab dem Zentrum auf 1'800 Meter und hast 140 Pistenkilometer über Horberg, Rastkogel und Eggalm, mit der Harakiri als Mutprobe, 78 Prozent Gefälle, nur bei guter Sicht und gutem Schnee. Tag zehn hast du die Wahl: ein halber Tag auf dem Ahorn, dem ruhigen Familienberg, oder 20 Kilometer weiter zum Hintertuxer Gletscher, 3'250 Meter, auch im April noch Pulver, mit dem Zillertaler Superskipass abgedeckt, Tageskarte rund CHF 72. Du schläfst abseits der Hauptstrasse, Richtung Bahnhof oder in Hippach, wo die Après-Ski-Bässe nicht bis ins Zimmer dringen, Doppelzimmer mit Halbpension CHF 180 bis 260. Rückreise nach Zürich: 340 Kilometer durch das Zillertal zur A12, an Innsbruck vorbei zum Arlberg-Strassentunnel und über Feldkirch nach Zürich, vier Stunden ohne, fünf bis sechs mit Schnee und Samstagsverkehr. Wer am Sonntag fährt, hat die Autobahn für sich.

    Touren an diesem Stopp: Penkenbahn Mayrhofen ↗Hintertuxer Gletscher ↗Natur Eis Palast Hintertux ↗

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Was die Route kostet

Grobe Gesamtkosten pro Person in CHF für die ganze Route, Mittelklasse, zu zweit unterwegs. Flüge und Hotels schwanken saisonal, Details stehen auf den Reiseziel-Seiten.

  • Anreise 120 CHF
  • Unterkunft 990 CHF
  • Essen 600 CHF
  • Mobilität vor Ort 150 CHF
1'860 CHF
Gesamt pro Person · 10 Tage

Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Euro (EUR). Karten gehen fast überall, Hütten und Würstelstände wollen oft Bargeld. Trinkgeld ist Pflicht im Gefühl der Österreicher: 5 bis 10 Prozent, beim Bezahlen «stimmt so» sagen. Die Kurtaxe von CHF 2 bis 4 pro Nacht kommt in Skiorten zum Hotelpreis dazu.

Mietwagen für diese Route

Mietwagen-Vergleich folgt, sobald der Partnerlink freigeschaltet ist. Bis dahin: direkt beim Vermieter oder am Zielflughafen vergleichen.

Tipps für die Route

Tagesskipässe statt Wochenpass: Fünf Gebiete, fünf verschiedene Pässe, und keiner der Wochenpässe gilt im Nachbartal. Rechne mit CHF 72 bis 75 pro Tag und acht Skitagen, also rund CHF 580 pro Person. Online im Vorverkauf sparst du fünf Prozent, in der Vorsaison bis Mitte Dezember und ab Ende März rund 15 Prozent. Kinder bis 15 zahlen überall die Hälfte.

Winterreifen sind in Österreich vom 1. November bis 15. April bei winterlichen Verhältnissen Pflicht, Schneeketten gehören ins Auto und werden im Paznaun und im Zillertal bei Schneefall tatsächlich verlangt. Die Vignette kaufst du digital für zehn Tage, der Arlberg-Strassentunnel kostet rund CHF 12 pro Richtung extra, der Arlbergpass ist gratis, aber bei Schneefall gesperrt oder mit Kettenpflicht.

Fahrzeiten im Schnee: Alle Etappen dieser Route sind unter 100 Kilometer, und das ist Absicht. Bei Schneefall verdoppelt sich die Zeit, am Samstag kommt der Wochenwechsel im Paznaun und im Zillertal dazu, mit Staus von einer bis zwei Stunden. Fahr die Etappen am Sonntag oder unter der Woche, starte nach 10 Uhr, wenn die Strassen geräumt sind, und sei vor der Dämmerung am Ziel.

Wechsel die Reihenfolge, wenn Hahnenkamm-Rennen (Ende Januar), Snowbombing in Mayrhofen (April) oder die Ischgl-Konzerte am Saisonauftakt und am Saisonende anstehen: Dann sind Zimmer doppelt so teuer oder weg. Die Route funktioniert auch von Ost nach West, mit Anreise über die A12 nach Mayrhofen und Heimfahrt ab St. Anton in zwei Stunden.

Hotels in Skiorten verlangen in der Hauptsaison oft Samstag bis Samstag und sieben Nächte Minimum. Zwei Nächte unter der Woche bekommst du in Pensionen, Garnis und über Buchungsplattformen mit Filter auf flexible Stornierung. Buch die Stopps vier bis acht Wochen vorher, ausser über Weihnachten und in den Februarferien, da ein halbes Jahr. Halbpension lohnt sich, das Abendessen im Skiort kostet sonst CHF 35 bis 50.

Gepäck: Eigene Ski passen quer in jeden Kombi, in der Hotelgarage ist der Skiraum meist beheizt. Wer mietet, mietet pro Ort, rund CHF 40 bis 55 pro Tag für Mittelklasse-Ski mit Schuhen, oder nimmt nur die eigenen Schuhe mit und mietet die Ski. Helm ist für Kinder bis 15 Pflicht, für Erwachsene nicht, aber auf der Harakiri eine gute Idee.

Häufige Fragen zur Route Skisafari Tirol

Reichen zehn Tage für fünf Skigebiete?

Ja, mit jeweils zwei Tagen pro Ort und einem Ruhetag in Innsbruck. Mehr Gebiete in weniger Zeit werden zum Umzugsmarathon, weniger Gebiete in zehn Tagen wären entspannter: Wer gerne länger bleibt, streicht Innsbruck oder Mayrhofen und hängt den Tag an St. Anton oder Kitzbühel an.

Wann ist die beste Zeit für die Skisafari?

Mitte Januar bis Anfang März, ausserhalb der Hahnenkamm-Woche und der Februarferien. Dezember ist in St. Anton und Ischgl schneesicher, in Kitzbühel oft knapp. März bringt Sonne und Firn, in Kitzbühel schon weiche Hänge am Nachmittag, dafür Pulverschnee am Hintertuxer Gletscher bis in den April.

Geht die Skisafari auch mit dem Zug?

Erstaunlich gut: St. Anton, Innsbruck, Kitzbühel und Jenbach liegen am Railjet, Ischgl erreichst du per Bus ab Landeck, Mayrhofen mit der Zillertalbahn. Mit Skigepäck ist das Umsteigen mühsam, aber du sparst Vignette, Tunnel und Garagen und musst nicht in Schnee fahren. Rechne pro Etappe eine Stunde mehr als mit dem Auto.

Was kostet die Skisafari pro Person?

Rund CHF 1'850 ohne Skipässe: Anreise mit dem eigenen Auto inklusive Vignette und Tunnel rund CHF 120, neun Nächte Mittelklasse mit Frühstück oder Halbpension rund CHF 990, Essen CHF 600 und Benzin vor Ort, Garagen und Skibus rund CHF 150. Dazu kommen acht Tagesskipässe für rund CHF 580 und eventuell Skimiete.

Wie schwierig ist das Autofahren im Winter in Tirol?

Die Hauptstrassen sind gut geräumt und gesalzen, die Täler Paznaun und Zillertal haben Steigungen, die bei Neuschnee Ketten brauchen. Mit Winterreifen, Ketten im Kofferraum, vollem Tank und Abfahrt nach 10 Uhr ist die Route für geübte Fahrerinnen und Fahrer kein Problem. Wer unsicher ist, nimmt für die Etappe nach Ischgl den Bus ab Landeck.

Gibt es eine kürzere oder längere Variante?

Kürzer: St. Anton, Ischgl und Innsbruck in sieben Tagen, mit Heimfahrt in zwei Stunden. Länger: Zwischen Innsbruck und Kitzbühel zwei Tage im Stubaital oder in Sölden einschieben, oder nach Mayrhofen zwei Gletschertage in Hintertux anhängen, dann sind es 12 bis 14 Tage und du brauchst einen zweiten Ruhetag.

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