Star Hostel Eskişehir
Zuverlässiges, gut bewertetes Hostel in zentraler Lage. Sauber, freundlich, mit kostenlosem Frühstück. Der günstigste Einstieg in die Stadt.
Türkei · Zentralanatolien · Reiseguide
UNESCO-Welterbe, Meerschaum-Handwerk und Kanalfahrten unter osmanischen Holzhäusern: Eskişehir ist der interessanteste Geheimtipp der Türkei.
Foto: Şinasi Müldür / Pexels
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Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Türkischer Lira (TRY). Der Kurs schwankt stark, deshalb stehen hier alle Preise in CHF. Kartenzahlung ist fast überall möglich, Bargeld brauchst du für Dolmuş, Märkte und Trinkgeld. Flugzeit: 3 bis 4 Stunden.
Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.
Budget
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Einfaches, gut bewertetes Stadthotel in der Nähe des Bahnhofs. Praktisch für frühe Zugabfahrten nach Istanbul. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Solides Budget-Hotel, sehr zentral und gut bewertet. Sauber, ausreichend Platz, freundliches Personal. Gut für Reisende, die die Stadt erkunden und nicht viel im Zimmer sind.
Mittelklasse
Internationaler Kettenstandard in bester Lage nahe Odunpazarı. Grosszügige Zimmer, verlässlicher Service, Fitnesscenter. Beliebt bei Geschäftsreisenden und Wochenendtouristen.
Modernes Accor-Hotel mit dem typisch zuverlässigen Ibis-Standard. Gute Lage, einfache Zimmer, faire Preise. Sehr gut bewertet für saubere Zimmer und Lage.
Gut ausgestattetes Stadthotel mit angenehmem Ambiente. Pool, Restaurant, gut angebunden. Für Reisende, die etwas mehr Komfort als ein Ibis wollen, ohne Luxuspreise zu zahlen.
Luxus
Das führende Luxushotel der Stadt mit grosszügigen Zimmern, Pool und dem typischen Mövenpick-Frühstücksbuffet. Sehr gut bewertet, idealer Ausgangspunkt für Odunpazarı und die Porsuk-Promenade.
Grosses, gut ausgestattetes Hotel mit Spa, mehreren Restaurants und komfortablen Zimmern. Einer der besseren Luxusstandards in Eskişehir.
Grosses Konferenz- und Stadthotel mit dem verlässlichen IHG-Standard. Gut ausgestattete Zimmer, Fitness, Pool. Sehr gut bewertet auf Booking.com.
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UNESCO-Welterbe seit 2021: osmanische Holzhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, restauriert und belebt. Museen, Cafés und Ateliers in historischen Gebäuden. Das absolute Highlight von Eskişehir.
Eines der architektonisch markantesten Museen der Türkei. Das Gebäude aus gestapelten Holzboxen von Kengo Kuma zeigt zeitgenössische türkische Kunst. Auch ohne Kunstinteresse ein Erlebnis.
Lüle taşı, Meerschaum, kommt fast ausschliesslich aus dieser Region. Im Museum sieht man die Handwerker bei der Arbeit. Direkt daneben kann man kaufen, deutlich günstiger als in Touristenläden.
Gondeln und Pedalboote auf dem Porsuk-Kanal für wenige Lira. Das Ufer ist gesäumt von Cafés, Brücken und osmanischen Hausfassaden. Entspannte Alternative zu überladenen Touristenprogrammen.
Felsige Canyons 60 km südwestlich mit in den Fels gehauenen phrygischen Monumenten aus der Bronzezeit. Kaum Tourismus, viel Natur, kostenlos zugänglich. Am besten mit Mietwagen.
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Eskişehir hat eine Küche, die es sonst nirgends in der Türkei gibt: Die Krimtataren brachten im 19. Jahrhundert Çibörek und Mantı mit, dazu kommen Met Helva und Mohnbrot aus dem Umland. Und weil die Stadt voller Studenten ist, sind die Preise ehrlich und die Portionen gross.
Halbmondförmige Teigtasche mit rohem Hack, Zwiebeln und Pfeffer gefüllt, frittiert, bis der Teig Blasen wirft. Tatarisch, heiss, saftig. CHF 1 bis 1.50 pro Stück, vier bis fünf sind eine Mahlzeit.
Tipp:Sofort essen, mit den Händen, und erst reinbeissen, wenn du den Dampf entweichen lässt, sonst verbrennst du dir den Mund.
Köfte-Scheiben auf gewürfeltem Fladenbrot mit Tomatensauce und Joghurt, mit heisser Butter übergossen. Das Fleischgericht der Stadt. CHF 7 bis 10.
Tipp:Es ist schwer, danach willst du nichts mehr, also mittags und nicht vor einem Ausflug.
Grössere Teigtaschen als in Kayseri, gekocht, mit Butter, Joghurt und Knoblauch. CHF 6 bis 9 pro Teller.
Tipp:Çibörek vorweg und Mantı danach ist das klassische tatarische Menü, aber nur mit grossem Hunger.
Weiches Hefegebäck mit Mohnpaste gefüllt, leicht süss, aus dem Umland (Afyon, Eskişehir). CHF 1 bis 2 pro Stück.
Tipp:Zum Frühstück mit Tee, oder als Proviant für den Ausflug ins Phrygische Tal.
Fadenhelva aus gezogenem Zucker und Mehl, luftig und bröckelig, Eskişehirs Süssigkeit. Eine Schachtel CHF 3 bis 6.
Tipp:Frisch vom Tag kaufen, nach zwei Tagen wird es zäh. Als Mitbringsel hält es sich trotzdem.
Teegärten entlang des Flusses, mit Studenten und Gondeln vor der Nase. Tee CHF 0.50 bis 1, Nargile CHF 5 bis 8.
Tipp:Nachmittags, wenn die Uni aus ist, dann ist am meisten los.
Die Bar-Strasse der Studentenstadt: lokales Fassbier CHF 2.50 bis 4, Live-Musik an den meisten Abenden, keine Eintritte.
Tipp:Donnerstag bis Samstag ab 21 Uhr, früher ist es leer.
Eskişehir liegt in Nordwestanatolien auf rund 780 Metern Höhe, dort wo sich das anatolische Hochplateau nach Westen hin öffnet. Die Geschichte der Stadt reicht bis in die Bronzezeit zurück; in der Antike stand hier die phrygische Stadt Dorylaion, später von den Römern als Dorylaeum bekannt und ein wichtiger Militärstützpunkt im Byzantinischen Reich. Die Kreuzfahrer und Seldschuken kämpften im 12. und 13. Jahrhundert wiederholt um diese strategische Stadt. Im Osmanischen Reich spielte Eskişehir eine wichtige Rolle als Handelsknotenpunkt; das Odunpazarı-Viertel mit seinen charakteristischen mehrstöckigen Holzhäusern entstand hauptsächlich im 18. und 19. Jahrhundert und ist seit 2021 UNESCO-Welterbe. International bekannt ist die Region für lüle taşı, Meerschaum, ein weiches Mineral, das sich hier in einzigartiger Qualität findet und seit Jahrhunderten zu kunstvollen Pfeifen, Schmuck und Figuren verarbeitet wird. Das 20. Jahrhundert brachte Universitäten, die Eskişehir zu einer lebendigen Studentenstadt mit über 150.000 Studierenden machten und die offene, moderne Atmosphäre begründen, die heute das Stadtbild prägt.
Das Odunpazarı-Viertel ("Holzmarkt") wurde 2021 von der UNESCO als Teil der "historischen Viertel osmanischer Holzarchitektur" in die Welterbeliste aufgenommen. Auf engstem Raum stehen Hunderte von mehrstöckigen Holzhäusern in Ocker, Terrakotta und Blassblau, viele davon restauriert und als Cafés, Ateliers oder kleine Museen genutzt. Das Odunpazarı Modernes Museum (OMM) ist eines der architektonisch bemerkenswertesten Museen der Türkei und zeigt zeitgenössische türkische Kunst. Das Viertel ist in 15 Minuten zu Fuss vom Stadtzentrum erreichbar.
Der Porsuk-Fluss fliesst mitten durch Eskişehir und ist mit Brücken, Cafés und Schwanenbooten zu einer Art türkischen Kanalstadt ausgebaut worden. Gondeln und Pedalboote kann man für wenige Lira mieten. Die Uferpromenade ist der Treffpunkt der Studierenden und nachmittags belebt wie eine Einkaufsstrasse. Das Ambiente ist leichter, fröhlicher und entspannter als in den grossen Tourismuszentren.
Lüle taşı, der Meerschaum, kommt fast ausschliesslich aus der Region Eskişehir. Das weiche weisse Mineral lässt sich wie Seife schneiden und härtet an der Luft aus. Traditionell werden daraus Pfeifen gefertigt, aber auch Figuren, Schmuck und Dekorationsstücke. Im Meerschaum-Museum (Lüle Taşı Müzesi) kann man die Handwerker bei der Arbeit beobachten. Kaufen lohnt sich direkt beim Handwerker, nicht in Souvenirläden, die dasselbe zu deutlich höheren Preisen anbieten.
Mit über 150.000 Studierenden und drei grossen Universitäten hat Eskişehir eine extrem dichte Restaurantlandschaft, die auf günstiges Essen spezialisiert ist. Ein Mittagessen mit Getränk kostet zwischen CHF 3 und 7. Die besten Lokale sind rund um die Universität Anadolu und entlang der Yunus Emre Caddesi. Abends füllen sich die Kaffeehäuser an der Porsuk-Promenade.
Rund 60 Kilometer südwestlich von Eskişehir liegt das Phrygische Tal (Frig Vadisi), ein wenig bekanntes Naturschutzgebiet mit felsigen Tälern, in die die alten Phryger vor 3000 Jahren Monumente, Gottheiten und Inschriften gehauen haben. Keine Touristenmassen, keine Eintrittskarten, nur Landschaft und Geschichte. Mit einem Mietwagen in zwei Stunden erreichbar.
Es gibt keine Direktflüge nach Eskişehir (ESK). Am einfachsten: Flug nach Istanbul, dann Hochgeschwindigkeitszug (YHT) ab Istanbul Pendik oder Halkalı direkt nach Eskişehir. Die Zugfahrt dauert rund 1,5 Stunden und kostet sehr wenig. Eine sehr angenehme Verbindung.
In Studentenvierteln und touristischen Bereichen wie Odunpazarı ja. In traditionellen Teilen der Stadt weniger. Ein paar türkische Grundbegriffe helfen, aber Eskişehir ist tolerant und hilfsbereit.
Ja. Die Stadt hat auch ohne die historischen Sehenswürdigkeiten eine angenehme Atmosphäre, gute Restaurants, die Kanalpromenade und ein lebendiges Nachtleben in den Studentenvierteln. Ein bis zwei Tage reichen für einen Aufenthalt.
Frühling (April bis Mai) und Herbst (September bis Oktober) sind ideal: angenehme Temperaturen um 15 bis 25 Grad. Im Sommer kann es heiss werden (bis 35 Grad), im Winter schneit es regelmässig, was dem Odunpazarı-Viertel ein besonderes Flair gibt.
Was eine Woche in den Feenkaminen wirklich kostet, wie du vor Ort nicht in die Touristen-Falle läufst und welche Erlebnisse sich lohnen.
Die unterschätzte Hauptstadt: Weltklasse-Museum, Atatürks Mausoleum, kaum Touristen und Preise, die Istanbul alt aussehen lassen.
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Wie du die 3500 Jahre alte Hethiter-Hauptstadt erreichst, was der Besuch wirklich kostet und warum du dort fast allein durch Löwentor und Felsheiligtum gehst.