Izmir Backpackers
Gut bewertetes Hostel in Gehweite zum Kordon und zur Ausgehmeile Alsancak. Sauber, freundlich, mit gemeinsamem Dachterrassenzugang und lokalen Tipps.
Türkei · Ägäis · Reiseguide
Die weltoffenste Stadt der Türkei: lange Strandpromenade, ein lebendiges Bazaarviertel und nur 40 Kilometer vom besterhaltenen antiken Ephesus entfernt.
Foto: Hakan Tahmaz / Pexels
Schieb die Werte auf deine Reise zurecht – der Rechner aktualisiert live (CHF).
Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Flüge & Hotels schwanken saisonal stark – aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.
Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Türkischer Lira (TRY). Der Kurs schwankt stark, deshalb stehen hier alle Preise in CHF. Kartenzahlung ist fast überall möglich, Bargeld brauchst du für Dolmuş, Märkte und Trinkgeld. Flugzeit: 3 bis 4 Stunden.
Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.
Budget
Gut bewertetes Hostel in Gehweite zum Kordon und zur Ausgehmeile Alsancak. Sauber, freundlich, mit gemeinsamem Dachterrassenzugang und lokalen Tipps.
Solides, gut bewertetes Budget-Hotel im Zentrum nahe dem Basmane-Bahnhof. Praktisch für frühe Züge nach Ephesus. Sauber, einfach, preiswert.
Kleines Hotel im historischen Karawanserei-Gebäude mitten im Kemeraltı-Basar. Einzigartige Lage, authentisches Flair, sehr günstig für seine Grösse.
Mittelklasse
Gut bewertetes Stadthotel direkt an der Uferpromenade. Einige Zimmer mit Meerblick, Frühstück inklusive, sehr zentrale Lage. Eines der beliebtesten Mittelklassehäuser Izmirs.
Modernes Boutique-Hotel in Gehweite zum Wasser. Stilvolleres Ambiente als die grossen Kettenhotels, sehr aufmerksamer Service und ausgezeichnete Bewertungen.
Internationales Kettenhotel mit verlässlichem Standard, Pool und Fitnesscenter. Gut angebunden, ideal für Reisende, die ein zuverlässiges Mittelklassehotel ohne Überraschungen suchen.
Luxus
Das bekannteste Luxushotel Izmirs direkt an der Bucht. Grosser Poolbereich, mehrere Restaurants, Casinoanlage, bester Meerblick der Stadt. Die Adresse für Reisende, die internationalen Luxusstandard erwarten.
Hilton-Standard in Top-Lage: Rooftop-Pool mit Panoramablick auf die Bucht, grosszügige Zimmer, zuverlässiger Service. Sehr zentral, alles zu Fuss erreichbar.
Modernes Luxushotel an der Uferpromenade mit grossem Spa und ausgezeichnetem Frühstück. Sehr gut bewertet für Service und Lage. Etwas günstiger als das Swissôtel bei ähnlicher Qualität.
Buchst du über diese Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.
Römische Agora aus dem 2. Jahrhundert direkt im Stadtzentrum, frei zugänglich. Einer der seltenen Orte, an denen man mitten in einer modernen Grossstadt auf antike Kolonnaden trifft.
Der historische Basar Izmirs, seit dem 17. Jahrhundert in Betrieb. Kein Touristenmarkt, sondern gelebter Alltag: Gewürze, Textilien, Handwerker, Cafés. Eine Stunde mindestens einplanen.
Eine der grössten antiken Städte der Welt, 70 km südlich von Izmir. Die Celsusbibliothek, die Marmorstrassen und das Grosse Theater gehören zum Beeindruckendsten, was die Türkei zu bieten hat.
Die Halbinsel Çeşme liegt 80 km westlich mit glasklarem Wasser, Sandstränden und einem venezianischen Kastell. Direktbusse ab Izmir.
Historischer Personenlift von 1907 im Stadtteil Karataş. Oben: Café und Blick über die gesamte Bucht. Das schönste kostenlose Erlebnis der Stadt.
Buchst du über diese Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.
Izmir isst anders als der Rest der Türkei: leichter, mit Olivenöl, Kräutern vom Markt und viel Strasse. Boyoz zum Frühstück, Kumru am Mittag, Midye Dolma am Abend am Kordon. Das meiste davon kostet wenige Franken und steht nicht in Restaurants, sondern auf Theken, Wagen und Bäckereifenstern.
Blättriges, öliges Gebäck sephardischer Herkunft, frisch aus dem Ofen, mit Sesam. Das Frühstück Izmirs. CHF 0.80 bis 1.50 pro Stück.
Tipp:Mit hartgekochtem Ei und einem Glas Tee bestellen, so isst man es hier, und morgens vor neun kommt es warm.
Izmirs Simit heisst Gevrek, ist dunkler, knuspriger und wird in Traubensirup getaucht, bevor er in den Ofen kommt. CHF 0.50 bis 0.80.
Tipp:Auf der Fähre nach Karşıyaka essen, die Fahrt kostet weniger als der Gevrek.
Knuspriges Sesambrötchen mit Tulum-Käse, Sucuk, Tomaten und gegrillter Peperoni, in Çeşme erfunden, in Izmir überall. CHF 3 bis 5.
Tipp:Die Çeşme-Variante mit Sucuk und Salam ist die sättigende, die einfache nur mit Käse die ursprüngliche.
Miesmuscheln, gefüllt mit gewürztem Reis, Pinienkernen und Johannisbeeren, kalt mit Zitrone gegessen. Pro Stück CHF 0.30 bis 0.50, du zählst am Ende die Schalen.
Tipp:Abends und nur dort, wo viel los ist, Umsatz heisst frisch. Zehn Stück sind ein guter Anfang.
In Olivenöl geschmortes Gemüse und wilde Ägäis-Kräuter (Şevketi Bostan, Radika, Deniz Börülcesi), kalt serviert, mit Zitrone. Pro Meze CHF 3 bis 5.
Tipp:Einfach auf drei Sachen in der Vitrine zeigen, Kräuter sind saisonal und wechseln täglich.
Hackbällchen mit Kartoffelscheiben, Peperoni und Tomatensauce im Ofen gegart. Das Lokanta-Gericht der Stadt, CHF 6 bis 9 mit Reis.
Tipp:Mittags, mit Cacık (Joghurt mit Gurke) dazu, und in der Lokanta an der Kasse zahlen.
Griesskuchen mit Joghurt, in Sirup getränkt, mit Kaymak oder Erdnüssen serviert. Izmirs eigenes Dessert. CHF 1.50 bis 3.
Tipp:Mit Kaymak statt ohne, und dazu ein türkischer Kaffee aus dem Kızlarağası Hanı nebenan.
Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.
Buchst du über diese Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.
Izmir, in der Antike Smyrna genannt, gehört zu den ältesten Städten der Welt. Schon im 3. Jahrtausend v. Chr. war hier eine Siedlung; die Griechen bauten Smyrna ab dem 11. Jahrhundert v. Chr. zu einem bedeutenden Handelshafen aus. Die antike Agora im Stadtzentrum stammt aus der Römerzeit des 2. Jahrhunderts n. Chr. und ist heute mitten in der Stadt frei zugänglich. Im 19. Jahrhundert war Smyrna eine der kosmopolitischsten Handelsstädte des gesamten östlichen Mittelmeers, mit einer grossen griechischen, armenischen, jüdischen und levantinischen Bevölkerung. Händler aus ganz Europa unterhielten hier Kontore. Dieses kosmopolitische Erbe endete mit dem Grossen Brand von 1922, der kurz nach dem Ende des Griechisch-Türkischen Krieges weite Teile der Stadt zerstörte. Die heutige Stadt hat sich vollständig neu erfunden: Izmir gilt als die liberalste und weltoffenste Grossstadt der Türkei, mit einer lebendigen Café-Kultur, einer langen Strandpromenade, dem Kordon, und einem der interessantesten Altstadtmärkte des Landes.
Der Kemeraltı-Basar ist kein Touristenmarkt, sondern das Herz von Izmir seit dem 17. Jahrhundert. Handwerker, Gewürzhändler, Textilien, Antiquitäten und Strassenstände auf mehreren Kilometern Weglänge. Die Einheimischen kaufen hier täglich ein. Kein Bildmenü, keine Preisschilder in Euro, keine Reisegruppen mit Flaggen. Die Synagoge Bet Israel und die Kızlarağası Han, eine osmanische Karawanserei, liegen beide mitten im Basar und können besichtigt werden.
Der Kordon ist die lange Uferpromenade entlang der Bucht von Izmir, von Alsancak bis Konak rund drei Kilometer. Morgens joggen die Einheimischen hier, nachmittags sitzen sie in Kaffeehäusern mit Blick aufs Wasser. Abends füllen sich die Restaurants. Der Blick auf die Bucht mit den Schiffen und der Küste auf der anderen Seite ist kostenlos. Am Ende des Kordon steht das alte osmanische Uhrturm auf dem Konak-Platz, das bekannteste Wahrzeichen Izmirs.
Von Izmir nach Ephesus (Efes) sind es rund 70 Kilometer, mit dem Bus oder Zug erreichbar in unter eineinhalb Stunden. Ephesus war in der Antike eine der grössten Städte der Welt und ist heute die besterhaltene antike Stadt des östlichen Mittelmeers: die Celsusbibliothek, der Grosse Hafen, die Marmorstrassen, das Haus der Jungfrau Maria in der Nähe. Frühzeitig hinfahren, Ephesus ist bis Mittag angenehmer und ruhiger. In der Nähe liegt Selçuk, ein kleines ruhiges Städtchen für die Übernachtung vor Ort.
Rund 80 Kilometer westlich von Izmir liegt Çeşme, eine Halbinsel mit türkisfarbenem Wasser, Sandstränden und konstantem Wind, der es zu einem der besten Windsurfing- und Kitesurfing-Spots der Türkei macht. Die Altstadt von Çeşme selbst hat eine venezianische Festung, kleine Fischerrestaurants und viel weniger Touristen als Antalya. Direkte Busse fahren regelmässig vom Busbahnhof Izmir.
Izmir hat eine eigene kulinarische Identität. Boyoz ist ein blätterteigähnliches Gebäck, das früh morgens frisch aus dem Ofen kommt und mit Sesam bestreut serviert wird. Kumru ist das lokale Sandwich: ein knuspriges Brötchen mit Käse, Sucuk (Wurstwurst) und Tomaten. Midye Dolma, gefüllte Muscheln mit Gewürzreis und Zitrone, kauft man abends an Strassenständen für wenige Lira das Stück. Wer im Basar Çay trinkt, zahlt fast nichts.
Der Asansör ("Aufzug") ist ein historischer Personenlift von 1907 im Stadtteil Karataş, der eine Gasse auf einen erhöhten Felsvorsprung verbindet. Oben: ein Café und ein Blick über die gesamte Bucht von Izmir. Die Fahrt kostet wenige Lira. Das Viertel drumherum, Karataş, ist eines der schönsten und ruhigsten der Stadt, mit gründerzeitlichen Häusern und wenig Tourismus.
Für die Stadt selbst reichen zwei bis drei Tage. Wer Ephesus, Çeşme und einen weiteren Tagesausflug hinzufügt, kommt auf fünf bis sechs Tage. Izmir lässt sich gut mit einem Kurztrip nach Kappadokien kombinieren.
Gelegentlich gibt es saisonale Direktverbindungen ab Zürich nach Izmir (ADB). Häufiger ist ein Umstieg in Istanbul oder ein anderer Hub. Preislich lohnt es sich, beide Optionen zu vergleichen.
Ja, besonders. Izmir gilt als die sicherste und angenehmste Stadt der Türkei für Alleinreisende. Die Stadt ist gut erschlossen, hat ein zuverlässiges Metro-System und eine entspannte Atmosphäre.
Mit dem TCDD-Zug ab Bahnhof Basmane Richtung Selçuk dauert die Fahrt rund 1,5 Stunden und kostet sehr wenig. Von Selçuk ist Ephesus zu Fuss oder mit dem Dolmuş erreichbar. Alternativ gibt es geführte Tagesausflüge ab Izmir.
Izmir · Çeşme · Kuşadası · Pamukkale · Bodrum
Antike Städte, Weindörfer, Kalkterrassen und die schönsten Buchten der Westküste in einer Runde ab Izmir. Zwölf Tage, fünf Quartiere, rund 800 Kilometer auf guten Strassen.
Çanakkale · Izmir · Çeşme · Bodrum · Fethiye · Kaş
Zwei Wochen Camper zwischen Dardanellen und Lykischer Küste: Troja und Assos, Olivenhaine, Windbuchten, Strände, an denen du am Wasser übernachtest, und Hafenstädte, in denen du abends einfach den Van parkierst.
Seit über 450 Jahren wird in Manisa die Gewürzpaste Mesir Macunu, eine Mischung aus 41 Gewürzen und Zucker, von der Sultan-Moschee aus in die Menge geworfen. Der Brauch geht auf eine Heilung der Mutter von Sultan Süleyman zurück und steht auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes. Dazu gibt es Umzüge, Konzerte und Märkte in der ganzen Stadt.
Für Reisende: Manisa liegt eine Stunde von Izmir, Tagesausflug mit Zug oder Bus; am Hauptwerftag ist die Altstadt stark gefüllt.
Die älteste Messe der Türkei, seit den 1920ern im Kültürpark mitten in Izmir: ein Mix aus Handelsmesse, Volksfest, Konzerten und Gastronomie mit einem jährlich wechselnden Partnerland. Abends spielen türkische Stars auf der Freilichtbühne, tagsüber gibt es Ausstellungen und Essstände. Der Eintritt in den Park kostet wenige Franken.
Für Reisende: Die Hotels rund um Alsancak und Konak sind in der Messewoche teurer und voller, Anfang September ist sonst eine gute Zeit für Izmir und Çeşme.
Weiss getünchte Gassen, ein Kreuzritterkastell am Hafen, sieben Weltwunder in Trümmern und die ruhigsten Buchten der Ägäisküste: Bodrum ist mehr als Sommerpartyziel.
Tor zu Ephesus, drei weiteren antiken Stätten und dem Weindorf Şirince: Kuşadası ist der beste Ausgangspunkt für die antike Westküste der Türkei.
Was die weissen Kalkterrassen wirklich kosten, warum du besser eine Nacht bleibst und wie du Hierapolis ohne Reisebusse erlebst.
Was eine Woche an der Spitze der Ägäis wirklich kostet, wo Alaçatı mehr Schein als Sein ist und welche Buchten sich lohnen.