Mardin

Türkei · Südostanatolien · Reiseguide

Mardin

Was eine Woche in der goldenen Steinstadt wirklich kostet, wie du Mardin, Midyat und die Klöster klug kombinierst und welche Erlebnisse sich lohnen.

Foto: Osman Karagöz / Pexels

Was kostet deine Reise nach Mardin?

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1'535 CHF
≈ 768 CHF pro Person
  • Flüge 840 CHF
  • Unterkunft 325 CHF
  • Essen 280 CHF
  • Transport vor Ort 90 CHF

Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Flüge & Hotels schwanken saisonal stark – aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.

Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Türkischer Lira (TRY). Der Kurs schwankt stark, deshalb stehen hier alle Preise in CHF. Kartenzahlung ist fast überall möglich, Bargeld brauchst du für Dolmuş, Märkte und Trinkgeld. Flugzeit: 3 bis 4 Stunden.

Hotel-Empfehlungen

Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.

Budget

Zinciriye Hotel

Altstadt, Mardin

Einfaches, aber liebevoll geführtes Steinhaus direkt unter der Zinciriye-Medrese, mitten in der Altstadt. Die Zimmer sind klein und schlicht, dafür hat die Dachterrasse einen der besten Blicke der Stadt. Preiswert für die Lage, Frühstück mit regionalen Produkten. Reservieren lohnt sich, das Haus ist klein.

ab CHF 45 / Nacht Ansehen →

Büyük Mardin Oteli

Neustadt, Mardin

Klassisches Stadthotel in der Neustadt, etwas in die Jahre gekommen, aber sauber, mit Parkplatz und fairen Preisen. Gut für alle, die mit Mietwagen unterwegs sind und die Altstadt nur tagsüber besuchen. Zur Altstadt sind es zehn Minuten mit Taxi oder Dolmuş.

ab CHF 35 / Nacht Ansehen →

Yay Grand Hotel

Yenişehir, Mardin

Moderner Neubau in der Neustadt mit grossen, funktionalen Zimmern, verlässlichem WLAN und einem ordentlichen Frühstücksbuffet. Kein Charme, aber viel Komfort fürs Geld, und mit dem Dolmuş bist du in einer Viertelstunde in der Altstadt. Beliebt bei türkischen Geschäftsreisenden. Oft die günstigste Option mit eigenem Parkplatz.

ab CHF 40 / Nacht Ansehen →

Mittelklasse

Reyhani Kasrı Hotel

Altstadt, Mardin

Restauriertes Herrenhaus direkt an der Hauptgasse, mit Gewölbezimmern, Innenhof und einer Terrasse, von der du bis in die mesopotamische Ebene schaust. Hauseigenes Restaurant mit Mardin-Küche, aufmerksamer Service. Eines der meistgebuchten Hotels der Stadt, früh reservieren. Zimmer zur Terrassenseite sind die besten.

ab CHF 90 / Nacht Ansehen →

Kasr-ı Abbas Hotel

Altstadt, Mardin

Kleines Boutique-Hotel in einem Steinhaus aus dem 19. Jahrhundert, ruhig in einer Seitengasse oberhalb der Hauptstrasse gelegen. Wenige Zimmer, persönliche Führung, Frühstück auf der Terrasse mit Panorama. Ideal für Paare, die das alte Mardin ohne Trubel erleben wollen. Mit viel Gepäck sind die Treppen eine Herausforderung.

ab CHF 80 / Nacht Ansehen →

Artuklu Kervansarayı Hotel

Altstadt, Mardin

Eine alte Karawanserei, zum Hotel umgebaut: dicke Steinmauern, Gewölbe, ein grosser Innenhof mit Restaurant. Die Zimmer sind kühl im Sommer und stimmungsvoll, das Haus liegt direkt an der Hauptgasse. Gute Wahl, wenn du Atmosphäre und zentrale Lage willst. Nachts kann es an der Gasse etwas laut sein.

ab CHF 85 / Nacht Ansehen →

Luxus

Ramada Plaza by Wyndham Mardin

Yenişehir, Mardin

Das grösste Hotel der Stadt, Fünf-Sterne-Standard mit Pool, Spa, Hamam und grossen Zimmern. Es liegt in der Neustadt, bietet aber einen kostenlosen Shuttle in die Altstadt. Für alle, die nach einem heissen Tag in den Gassen Klimaanlage und Pool wollen.

ab CHF 130 / Nacht Ansehen →

Hilton Garden Inn Mardin

Yenişehir, Mardin

Verlässlicher internationaler Standard am Rand der Neustadt, mit Blick auf die Altstadt am Hang. Grosse Betten, gutes Frühstück, Fitnessraum, Parkplatz. Kein Altstadtcharme, dafür keine Überraschungen. Praktisch für die erste oder letzte Nacht mit frühem Flug. Shuttle in die Altstadt auf Anfrage.

ab CHF 120 / Nacht Ansehen →

Kasr-ı Nehroz Hotel

Altstadt, Midyat

Das schönste Konak-Hotel der Region, eine Stunde von Mardin in Midyat. Ein ganzer Herrenhauskomplex aus geschnitztem Kalkstein, mit Innenhöfen, Terrassen und Zimmern, die wie Museumsräume wirken. Ruhig, elegant, und der ideale Stützpunkt für die Klöster im Tur Abdin. Lohnt eine Verlängerung der Reise um eine Nacht.

ab CHF 140 / Nacht Ansehen →

Buchst du über diese Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.

Erlebnisse, die sich lohnen

Altstadt-Rundgang Mardin

Mit Guide verstehst du, warum hier Moscheen, Kirchen und Medresen Wand an Wand stehen. Rund drei Stunden, inklusive Treppengassen, Abbaras und der Zinciriye-Medrese. Früh starten, bevor die Tagesbusse kommen. Rund CHF 25 pro Person.

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Kloster Deyrulzafaran

Das Safrankloster, sechs Kilometer vor der Stadt, 600 Jahre Patriarchensitz der syrisch-orthodoxen Kirche. Führung durch Krypta, Kapellen und Innenhof. Ein Muss, auch wenn du nur einen Tag hast. Eintritt wenige Franken.

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Ruinen von Dara

Oströmische Festungsstadt mit riesigen unterirdischen Zisternen und einer in den Fels gehauenen Nekropole. Kaum Besucher, grosse Wirkung. Am besten als Halbtagestour mit Deyrulzafaran kombiniert. Wasser und Hut nicht vergessen, es gibt keinen Schatten.

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Midyat und Kloster Mor Gabriel

Tagesausflug in die stillere Schwesterstadt mit Silberwerkstätten und ins Kloster Mor Gabriel, eines der ältesten aktiven Klöster der Welt. Mit Fahrer ab Mardin, lohnt sich ab zwei Personen. Plan einen ganzen Tag ein.

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Kasımiye-Medrese

Die schönste Medrese der Stadt, am unteren Rand der Altstadt, mit Innenhof, Wasserbecken und Blick über die Ebene. Zum Sonnenuntergang fast leer. Eintritt gering, 45 Minuten reichen. Zu Fuss von der Hauptgasse erreichbar.

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Mardin-Küche-Kochkurs

Kaburga Dolması, İkbebet und Mırra-Kaffee selbst zubereiten, meist in einem alten Konak mit anschliessendem Essen. Ein ehrlicher Zugang zur arabisch-kurdischen Küche der Stadt. Halber Tag. Rund CHF 40 bis 60 pro Person.

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Sabancı-Stadtmuseum Mardin

In einem alten Kavalleriegebäude, erklärt die Religionen, Sprachen und Handwerke der Region auf eine ehrliche Art. Mit Kunstgalerie. Gute erste Station, um die Stadt zu verstehen. Rund eine Stunde einplanen, Eintritt gering.

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Sonnenuntergang auf der Terrasse

Kein Ticket nötig: eine der Dachterrassen-Cafés in der Altstadt aufsuchen, Tee bestellen, zuschauen, wie die Ebene golden wird. Die Cafés an der Hauptgasse verlangen mehr, die Aussicht ist überall dieselbe.

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Südostanatolien-Rundreise ab Mardin

Mehrtägige Touren verbinden Mardin mit Diyarbakır, Şanlıurfa, Göbekli Tepe und Nemrut. Praktisch, wenn du kein Auto mieten willst, und oft nicht teurer als Einzelausflüge. Meist mit Fahrer, Guide und Übernachtungen in Steinhotels.

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Essen & Trinken

Mardin kocht arabisch, kurdisch und syrisch-aramäisch zugleich: gefüllte Lammrippen, Bulgur in allen Formen, bitterer Mırra-Kaffee, Mandeln mit Zuckerkruste und Wein aus den Klosterdörfern des Tur Abdin. Die Küche schmeckt nach Mesopotamien, nicht nach Istanbul.

Kaburga Dolması

Cercis Murat Konağı, 1. Cadde, Altstadt Mardin

Lammrippenstück, gefüllt mit Reis, Mandeln und Gewürzen, erst gekocht, dann im Ofen gebräunt; ein Festessen für zwei bis vier Personen. CHF 15 bis 20 pro Person.

Tipp:Vorbestellen, die Rippe braucht Stunden; abends mit Blick über die Ebene.

İkbebet

Lokale in den Seitengassen unterhalb der 1. Cadde

Gefüllte Bulgurbällchen, verwandt mit İçli Köfte, in Mardin in einer säuerlichen Tomaten- oder Joghurtsauce gegart statt frittiert. CHF 5 bis 8.

Tipp:Mittags, als Teil einer Mezze-Runde.

Sembusek

Fırın-Stände entlang der 1. Cadde und im Basar unterhalb

Halbmondförmiges Fladenbrot mit Hackfleisch, Zwiebeln und Gewürzen, dünn und knusprig aus dem Steinofen; das Strassenessen von Mardin. CHF 2.

Tipp:Heiss aus dem Ofen, mit Zitrone, im Gehen.

Dobo

Konak-Restaurants der Altstadt

Lammkeule, mit Knoblauchzehen gespickt und im Ofen in der eigenen Sauce gegart; zart, mild und ein Sonntagsessen. CHF 12 bis 18.

Tipp:Für zwei Personen bestellen, mit Reis und Salat dazu.

Mırra

Kaffeehäuser und Konak-Restaurants der Altstadt

Kaffee, mehrfach aufgekocht und stark reduziert, bitter wie Medizin, ohne Zucker in einer winzigen Tasse; ein Schluck, kein Getränk. Oft gratis, sonst CHF 1 bis 2.

Tipp:Die Tasse nicht abstellen, sondern dem Gastgeber zurückgeben; abgestellt heisst traditionell, du bezahlst die Hochzeit.

Badem Şekeri

Süsswarenläden an der 1. Cadde

Mandeln mit weisser Zuckerkruste, in Mardin seit Jahrhunderten hergestellt; knackig, nicht zu süss, auch mit Zimt oder Kaffee. CHF 8 bis 12 pro Kilo.

Tipp:Als Mitbringsel in der Blechdose verpacken lassen.

Süryani Şarabı

Altstadtrestaurants mit Alkoholausschank und Weinläden assyrischer Familien in Midyat

Rotwein aus einheimischen Trauben, von assyrischen Familien gekeltert, oft ohne Etikett, rustikal und schwer. Glas CHF 4 bis 6, Flasche CHF 10 bis 20.

Tipp:Nicht jedes Lokal schenkt aus, frag diskret; in Midyat kannst du kaufen und probieren.

Kıliçe

Bäckereien in der Altstadt und in Midyat

Assyrische Festtagskekse mit Dattel- oder Walnussfüllung, mit Mahlep gewürzt; mürbe, nicht zu süss. CHF 8 bis 12 pro Kilo.

Tipp:Zu Ostern und Weihnachten frisch, sonst aus der Dose, zum Tee.

Geschichte & Hintergrund

Mardin klebt an einem Felshang hoch über der mesopotamischen Ebene, und von jeder Terrasse aus schaut man bis nach Syrien. Die Stadt ist aus honigfarbenem Kalkstein gebaut, Haus über Haus, verbunden durch Treppengassen und Gewölbe, die man Abbara nennt. Schon die Assyrer kannten den Ort, später kamen Römer, Byzantiner und Araber. Ihre Blütezeit erlebte Mardin unter den Artukiden im 12. und 13. Jahrhundert: Aus dieser Zeit stammen die Zinciriye- und die Kasımiye-Medrese mit ihren kunstvoll gemeisselten Portalen. Besonders ist Mardin wegen seiner Vielfalt. Hier leben seit Jahrhunderten Araber, Kurden, Türken und syrisch-orthodoxe Christen nebeneinander, und das Kloster Deyrulzafaran vor den Toren der Stadt war über 600 Jahre lang Sitz des syrisch-orthodoxen Patriarchen. Im Tur Abdin, dem Hügelland östlich von Mardin, stehen bis heute Klöster, in denen auf Aramäisch gebetet wird, der Sprache, die Jesus sprach. Die Ruinen von Dara, einst eine oströmische Festungsstadt gegen die Perser, liegen eine halbe Stunde entfernt. Mardin steht auf der Tentativliste der UNESCO und ist in den letzten Jahren zum beliebtesten Reiseziel des türkischen Südostens geworden.

Insider-Tipps

Altstadt oder Neustadt: wo du schlafen solltest

Mardin besteht aus zwei Städten. Die historische Altstadt am Hang, die du von den Fotos kennst, und die neue Stadt unten in der Ebene mit Einkaufszentren und Betonblöcken. Die Hotels in der Neustadt sind spürbar günstiger, oft CHF 30 bis 40 pro Nacht, aber du fährst jedes Mal mit dem Dolmuş oder Taxi hoch. Die Altstadt ist der Grund deiner Reise: Terrassenfrühstück mit Blick über Mesopotamien, abends die beleuchteten Gassen. Ein restauriertes Steinhaus dort kostet CHF 60 bis 120. Mein Rat: Spar nicht am Hotel. Die Zimmer in den alten Konaks sind oft klein und über steile Treppen erreichbar, dafür schläfst du in echter Geschichte. Wer mit viel Gepäck reist: Autos kommen in der Altstadt kaum durch, das Hotel vorher fragen, wo man parken oder aussteigen kann.

Deyrulzafaran und der Tur Abdin: die Klöster

Das Safrankloster Deyrulzafaran liegt nur sechs Kilometer vor der Stadt und ist in einer Stunde besucht. Es ist noch bewohnt, Mönche und Schüler leben hier, und die Führung ist im Eintritt von wenigen Franken inbegriffen. Wenn du etwas Zeit hast, fahr weiter in den Tur Abdin: Das Kloster Mor Gabriel bei Midyat ist eines der ältesten noch aktiven Klöster der Welt, gegründet im Jahr 397. Besuche sind möglich, aber bescheidene Kleidung und ein freundliches Auftreten sind Pflicht, es ist kein Museum. Die Dorfkirchen in Hah (Anıtlı) sind noch stiller. Für den Tur Abdin brauchst du ein Auto oder eine Tagestour aus Mardin, die mit Fahrer rund CHF 60 bis 90 kostet, je nachdem, wie viele mitfahren. Mit dem Dolmuş kommst du nach Midyat, aber nicht zu den abgelegenen Klöstern.

Midyat und das Silber

Midyat, eine Stunde östlich, ist Mardins stilleres Gegenstück: eine Altstadt aus demselben honigfarbenen Stein, weniger Touristen, mehr Kirchen. Berühmt ist Midyat für Telkâri, die filigrane Silberdraht-Arbeit, die syrische Christen hier seit Jahrhunderten pflegen. Wenn du Schmuck kaufen willst, dann hier, in den Werkstätten rund um den Gästehaus-Konak, und nicht in den Souvenirläden an Mardins Hauptgasse, wo oft dasselbe Stück für das Doppelte hängt. Frag nach, ob du beim Arbeiten zuschauen darfst, die meisten Meister zeigen es gern. Realistische Preise: Ein Paar kleine Ohrringe ab CHF 20, ein aufwendiges Armband CHF 80 bis 200. Der Dolmuş nach Midyat fährt vom Busbahnhof in der Neustadt für wenige Franken. Wer übernachten will, findet in Midyat ein paar sehr schöne Konak-Hotels, die günstiger sind als in Mardin.

Dara: die vergessene Festungsstadt

Dara liegt 30 Kilometer südöstlich, fast an der syrischen Grenze, und wird von vielen Besuchern ausgelassen. Ein Fehler. Die oströmische Garnisonsstadt aus dem 6. Jahrhundert hat riesige unterirdische Zisternen, in Fels gehauene Grabkammern und eine Nekropole, die aussieht wie aus einem Film. Der Eintritt ist gering, Guides vor Ort erklären die Anlage gegen Trinkgeld. Hinkommen: Dolmuş ab Mardin fahren unregelmässig, einfacher ist ein Taxi für die Rundfahrt, verhandelt ab CHF 35 bis 45 inklusive Wartezeit, oder eine Halbtagestour, die Dara und Deyrulzafaran kombiniert. Nimm Wasser mit, es gibt kaum Schatten, und im Sommer ist es ab Mittag über 40 Grad. Frühmorgens oder am späten Nachmittag ist das Licht auf dem Stein am schönsten. Kombiniert mit dem Kloster ist Dara der Halbtag, der dir am Ende der Reise am längsten in Erinnerung bleibt.

Mardin-Küche: was du probieren musst

Die Küche von Mardin ist arabisch, kurdisch und syrisch zugleich und unterscheidet sich klar vom Rest der Türkei. Probier Kaburga Dolması, gefüllte Lammrippen mit Reis, Mandeln und Gewürzen, ein Festessen, das es in den Altstadtrestaurants für CHF 15 bis 20 gibt. İkbebet sind gefüllte Bulgurbällchen in Sauce, Sembusek ein gefülltes Fladenbrot vom Strassenstand für CHF 2. Dazu Mırra, ein bitterer, stark reduzierter Kaffee, den man in winzigen Tassen trinkt und nicht abstellt, solange man nicht fertig ist. Die Restaurants mit der besten Aussicht an der Hauptgasse sind doppelt so teuer wie die Lokale in den Seitengassen, und selten besser. Für Süsses: Mardin-Mandeln mit Zuckerkruste (Badem Şekeri) und die Dattelkekse aus der syrischen Bäckerei. Reservieren musst du nirgends, ausser an Wochenenden im Frühling, wenn halb Istanbul in Mardin zu Gast ist.

Die Hauptgasse und was dahinter liegt

Die 1. Cadde, die Hauptgasse der Altstadt, ist voller Seifenläden, Souvenirstände und Cafés. Alles hübsch, alles auf Besucher ausgerichtet. Das echte Mardin findest du in den Treppengassen darüber und darunter: Lauf die Stufen hoch Richtung Zitadelle (die selbst militärisches Gebiet und geschlossen ist), und du stehst in Wohnquartieren, in denen Kinder spielen und Nachbarn auf den Dächern Tee trinken. Die Ulu Camii und die Kırklar Kilisesi, eine syrisch-orthodoxe Kirche aus dem 6. Jahrhundert, sind beide frei zugänglich. Die Kasımiye-Medrese am unteren Stadtrand hat den schönsten Innenhof der Stadt und ist zum Sonnenuntergang fast leer. Das Sabancı-Stadtmuseum in einem alten Kavalleriegebäude erklärt die Vielfalt der Region ehrlich und ist den kleinen Eintritt wert. Rechne für die Altstadt zu Fuss einen ganzen Tag, mit vielen Teepausen, denn die Treppen sind steil und die Hitze kommt früh.

Häufige Fragen zu Mardin

Wie viele Tage sollte man für Mardin einplanen?

Zwei volle Tage für die Altstadt, Deyrulzafaran und Dara. Mit Midyat und dem Tur Abdin wird es ein dritter Tag. Wer Mardin mit Diyarbakır (90 Minuten) oder Şanlıurfa (drei Stunden) kombiniert, plant eine Woche für den ganzen Südosten.

Wann ist die beste Reisezeit für Mardin?

April, Mai, Oktober und November sind ideal mit 18 bis 28 Grad. Der Sommer ist brutal heiss, im Juli und August regelmässig über 40 Grad, und die Steinstadt speichert die Hitze. Winter sind mild, manchmal regnerisch, dafür ist die Stadt dann fast touristenfrei.

Wie kommt man ab der Schweiz nach Mardin?

Mit Turkish Airlines oder Pegasus über Istanbul nach Mardin (MQM), der Flughafen liegt 20 Minuten von der Stadt. Alternativ nach Diyarbakır (DIY) oder Şanlıurfa (GNY) fliegen und mit dem Bus weiter. Rechne mit CHF 350 bis 500 für Hin- und Rückflug, je nach Saison.

Ist der Südosten der Türkei sicher zu bereisen?

Mardin ist seit Jahren ein ruhiges, touristisch gut erschlossenes Ziel, auch die syrische Grenze in der Nähe ändert daran im Alltag nichts. Das EDA rät von Reisen in die direkten Grenzgebiete zu Syrien ab, Mardin-Stadt, Midyat und Dara sind davon nicht betroffen. Schau vor der Reise auf die aktuellen Reisehinweise des EDA, halte dich an Polizeianweisungen und meide Demonstrationen. Besucher berichten durchweg von grosser Gastfreundschaft.

Kann man die Klöster im Tur Abdin ohne Auto besuchen?

Deyrulzafaran ja, per Taxi oder zu Fuss (6 km). Mor Gabriel und die Dörfer im Tur Abdin sind ohne Auto schwierig. Entweder einen Mietwagen ab Flughafen Mardin nehmen (ab CHF 35 pro Tag) oder eine Tagestour mit Fahrer buchen, die sich bei zwei bis vier Personen lohnt.

Wird in Mardin Türkisch gesprochen?

Ja, aber daneben Arabisch, Kurdisch und bei den syrischen Christen Aramäisch. Englisch sprechen vor allem die jüngeren Leute im Tourismus. Ein «Merhaba» öffnet Türen, ein arabisches «Shukran» (Danke) sorgt in Mardin oft für ein Lächeln.

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