Zell am See und Kaprun

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Zell am See und Kaprun

See, Gletscher und die höchste Strasse Österreichs an einem Ort: Was eine Woche in Zell am See im Sommer und im Winter kostet, welche Karte dir die Bergbahnen schenkt und wann der Gletscher wirklich Skifahren wert ist.

Foto: Hooman Beings / Pexels

Was kostet deine Reise nach Zell am See und Kaprun?

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2'230 CHF
≈ 1'115 CHF pro Person
  • Anreise 220 CHF
  • Unterkunft 750 CHF
  • Essen 500 CHF
  • Transport vor Ort 100 CHF
  • Skipass 6 Tage (Winter) oder Grossglockner-Maut (Sommer) 660 CHF

Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Anreise heisst hier Bahn oder Auto ab der Schweiz, hin und zurück pro Person. Hotels schwanken saisonal stark, aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.

Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Euro (EUR). Karten gehen fast überall, Hütten und Würstelstände wollen oft Bargeld. Trinkgeld ist Pflicht im Gefühl der Österreicher: 5 bis 10 Prozent, beim Bezahlen «stimmt so» sagen. Die Kurtaxe von CHF 2 bis 4 pro Nacht kommt in Skiorten zum Hotelpreis dazu. Anreise: Anreise mit Bahn (ÖBB Railjet), Auto oder Flug nach Wien, 2 bis 8 Stunden.

Hotel-Empfehlungen

Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.

Budget

Junges Hotel Zell am See

Seespitzstrasse, Zell am See

Die Jugendherberge am Südufer des Sees mit eigenem Strand, nahe Schüttdorf, mit Mehrbett- und Familienzimmern, Frühstück inklusive und Skiraum. Skibus 100 Meter entfernt, ins Zentrum zwei Kilometer. Für Familien und Gruppen die günstigste Adresse am See.

ab CHF 45 / Nacht Ansehen →

Appartement Pension Albert

Schüttdorf, Zell am See

Familiär geführte Pension mit Zimmern und Appartements in Schüttdorf, 300 Meter zur Areitbahn, einfache, saubere Zimmer mit Balkon. Für Skifahrer und Sommergäste, die das Zentrum nicht vor der Tür brauchen.

ab CHF 80 / Nacht Ansehen →

HEITZMANN Hotel & Rooftop

Zentrum, Zell am See

Familiengeführtes Viersternhaus in der Fussgängerzone am Stadtplatz, drei Minuten zum See und zu den Bergbahnen, mit Rooftop-Bar über den Dächern. Zimmer solide, Lage unschlagbar, für die Innenstadt der günstigste Einstieg. Für alle, die zentral wohnen und abends den Seeblick von oben wollen.

ab CHF 130 / Nacht Ansehen →

Mittelklasse

Hotel Seehof Zell am See

Seeufer, Zell am See

Hotel direkt an der Esplanade am See mit Blick auf Wasser und Kitzsteinhorn aus vielen Zimmern, eigenem Badesteg im Sommer und kleinem Wellnessbereich. Zwei Minuten zum Bahnhof und zur Altstadt, für Paare und Sommergäste.

ab CHF 170 / Nacht Ansehen →

Hotel Tauernhof Kaprun

Zentrum, Kaprun

Grosses Familienhotel im Ortskern von Kaprun mit Hallenbad, Sauna und Halbpension, Skibus vor der Tür, fünf Minuten zum Tauern Spa. Zimmer solide, Küche reichlich, Preis fair, für Familien in der Skiwoche gemacht.

ab CHF 150 / Nacht Ansehen →

Hotel Tirolerhof Zell am See

Zentrum, Zell am See

Traditionsreiches Haus in der Altstadt mit Hallenbad, Spa und Halbpension, 200 Meter zur Schmittenhöhebahn-Talstation CityXpress und zum See. Gepflegt, familiengeführt, für Winter- und Sommergäste gleichermassen.

ab CHF 180 / Nacht Ansehen →

Luxus

Grand Hotel Zell am See

Halbinsel, Zell am See

Das Grandhotel von 1896 auf einer eigenen Halbinsel im See, mit Seeblick aus fast allen Zimmern, Spa mit Seezugang, Strandbad und Restaurant auf der Terrasse. Klassischer Alpen-Seeluxus zwei Minuten vom Bahnhof, im Sommer am schönsten.

ab CHF 320 / Nacht Ansehen →

Tauern Spa Zell am See-Kaprun

Tauern Spa Platz, Kaprun

Vier-Sterne-Superior-Hotel direkt an der Therme mit eigenem Zugang und Hotelbereich, Panoramabecken mit Kitzsteinhornblick, Skibus zur Gletscherbahn. Für Wellnessferien im Winter oder als Regenversicherung im Sommer; Halbpension gut, Preise mit Therme fair.

ab CHF 300 / Nacht Ansehen →

Salzburgerhof Zell am See

Auerspergstrasse, Zell am See

Fünf-Sterne-Haus zwischen Altstadt und See mit grossem Garten, Haubenküche, Spa mit Aussenpool und einem Service, der seit Jahrzehnten zur Spitze Österreichs gehört. Für Paare und Familien, die das Beste am Ort wollen und zwei Minuten zu Bahnhof und Seepromenade schätzen.

ab CHF 400 / Nacht Ansehen →

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Erlebnisse, die sich lohnen

Kitzsteinhorn Gipfelwelt 3000

Drei Bahnen hinauf auf 3'029 Meter mit Aussichtsplattform, Gletscherstollen, Cinema und Blick zum Grossglockner. Hin und zurück CHF 55, in der Sommerkarte enthalten, halber Tag, oben auch im Juli Jacke und Sonnenbrille.

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Schmittenhöhe mit Panoramaweg

Zells Hausberg auf 2'000 Meter mit dem Panorama auf See und 30 Dreitausender, Bahnen ab dem Ortsrand, hin und zurück CHF 35, Sommerkarte inklusive. Oben der Pinzgauer Spaziergang Richtung Saalbach oder der kurze Gipfelrundweg. Zwei bis sechs Stunden.

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Grossglockner-Hochalpenstrasse

Die höchste Passstrasse Österreichs mit 36 Kehren, Edelweissspitze und Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit Pasterze-Gletscher. Maut CHF 42 bis 45 pro Auto, geführte Tagestour ab Zell ab CHF 60 bis 90 inklusive Maut. Mai bis Oktober, 5 bis 6 Stunden, nur bei klarem Wetter.

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Krimmler Wasserfälle

Die höchsten Wasserfälle Europas mit 380 Metern in drei Stufen, Wasserfallweg 1 Stunde 30 Minuten zur oberen Stufe, Eintritt CHF 8. Mit der Pinzgauer Lokalbahn ab Zell in 90 Minuten, mit Gästekarte gratis. Halber bis ganzer Tag.

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Hochgebirgsstauseen Kaprun

Mit Bus und dem Lärchwand-Schrägaufzug hinauf zum Mooserboden auf 2'040 Meter: zwei Staumauern, türkises Wasser, Führung durch die Staumauer und Erlebniswelt Strom. CHF 30, Sommerkarte inklusive, Juni bis Oktober, halber Tag.

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Tauern Spa Kaprun

Grosse Therme mit Panoramabecken zum Kitzsteinhorn, Saunadorf und Kinderwelt. 4 Stunden CHF 35 bis 40, Tageskarte CHF 45 bis 50, Abendtarif ab 18 Uhr. Nach dem Skitag oder bei Regen, im Winter am Nachmittag voll, vormittags leer.

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Schifffahrt auf dem Zeller See

Rundfahrt ab der Esplanade in 40 Minuten um den See mit Blick auf Schmitten und Kitzsteinhorn, CHF 18, mit Sommerkarte gratis, oder als Linienschiff nach Thumersbach und Schüttdorf. Mai bis Oktober, auch abends mit Musik.

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Sigmund-Thun-Klamm

Holzsteg durch eine 320 Meter lange, 32 Meter tiefe Schlucht der Kapruner Ache, 30 bis 45 Minuten, CHF 8. Direkt am Dorfrand von Kaprun, ideal als Einstieg zur Wanderung zum Klammsee oder als Programm an einem halben Regentag.

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E-Bike-Tour am Tauernradweg

Von Krimml mit der Lokalbahn hinauf und 55 Kilometer fast nur bergab durch den Pinzgau zurück nach Zell, oder die Seerunde mit 11 Kilometern. E-Bike-Miete CHF 40 bis 50 pro Tag, geführte Touren ab CHF 60. Mai bis Oktober.

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Essen & Trinken

Der Pinzgau isst, was die Almen hergeben: Kasnocken, Pinzgauer Bladl, Schlipfkrapfen und den Pinzgauer Bierkäse, der so riecht, wie er heisst. Dazu Fisch aus dem Zeller See und auf den Hütten der Kaiserschmarrn, der hier in der Grösse einer Pfanne kommt. Die Preise liegen 20 bis 30 Prozent unter der Schweiz, auf den Skihütten weniger deutlich, in den Dorfgasthäusern von Kaprun und Bruck spürbar.

Pinzgauer Kasnocken

Hütten auf der Schmittenhöhe und im Dorfgasthaus in Kaprun oder Bruck an der Glocknerstrasse

Nocken aus Mehl, Ei und Wasser, mit Pinzgauer Bierkäse und Bergkäse in der Eisenpfanne geschwenkt, Röstzwiebeln obendrauf, Krautsalat daneben. Das Nationalgericht des Tals, CHF 13 bis 17 im Gasthaus, auf der Hütte CHF 15 bis 19.

Tipp:Eine Portion reicht nach dem Skitag, nicht vorher. Mit Bierkäse ist kräftiger, mit Bergkäse milder, frag danach.

Pinzgauer Bladl

Almhütten im Kapruner Tal und auf dem Maiskogel, Bauernmärkte in Zell am Freitag

Dünne Teigfladen aus Roggen- und Weizenmehl, im Fett gebacken, gefüllt mit Sauerkraut oder Topfen, oder süss mit Preiselbeeren. Bauernessen aus der Zeit vor dem Tourismus, CHF 8 bis 12 pro Portion.

Tipp:Bladl gibt es nicht überall, wo sie auf der Karte stehen, sind sie meist hausgemacht und gut.

Saibling und Reinanke aus dem Zeller See

Seerestaurants an der Esplanade in Zell und in Thumersbach am Ostufer

Der See hat Trinkwasserqualität, und das schmeckt man dem Fisch an: Saibling gebraten mit Butterkartoffeln CHF 24 bis 30, geräuchert als Vorspeise CHF 12 bis 15, Reinanke etwas günstiger.

Tipp:Thumersbach am gegenüberliegenden Ufer ist ruhiger, günstiger und hat den Blick auf Zell mit der Schmitten dahinter, mit dem Schiff oder dem Velo hinüber.

Kaiserschmarrn auf der Hütte

Schmiedhofalm auf der Schmittenhöhe, Gletschermühle am Kitzsteinhorn

Fluffig, karamellisiert, mit Rosinen und Zwetschkenröster, in der Pfanne serviert. Auf den Hütten des Kitzsteinhorns und der Schmitten CHF 12 bis 16 und problemlos ein Hauptgang für zwei.

Tipp:Dauert 15 Minuten, deshalb bei der Bestellung gleich mitordern. Mit Apfelmus statt Röster ist er günstiger und weniger spannend.

Schlipfkrapfen

Traditionsgasthäuser in Zell am See und in den Dörfern des Oberpinzgaus Richtung Krimml

Halbmondförmige Teigtaschen mit Kartoffel-Topfen-Füllung, in Salzwasser gekocht und mit brauner Butter und Schnittlauch serviert, die Pinzgauer Verwandte der Kärntner Nudel. CHF 12 bis 15 als Hauptgang.

Tipp:Gibt es oft nur an bestimmten Tagen oder als Tagesgericht, auf der Tafel am Eingang schauen.

Pinzgauer Bierkäse

Bauernmarkt Zell am See am Freitagvormittag, Käsereien in Bruck und Maishofen

Magerer, kräftiger Sauermilchkäse mit rötlicher Rinde, den du mit Zwiebeln, Essig und Öl als Brettljause isst, CHF 9 bis 13 mit Brot. Ein Käse, der polarisiert; wer Appenzeller mag, kommt klar.

Tipp:Vakuumverpackt reist er problemlos heim, im Hotelzimmer solltest du ihn nicht liegen lassen.

Zeller Schnitzel und Wiener Schnitzel

Gasthäuser rund um den Stadtplatz und in der Schlossgasse in Zell

Das Wiener vom Kalb kostet CHF 22 bis 28, das vom Schwein CHF 16 bis 20, dazu Erdäpfelsalat mit Kernöl oder Preiselbeeren. In Zell gross, gut und in fast jedem Gasthaus die sichere Wahl, wenn die Kinder nichts anderes wollen.

Tipp:Mittagsmenü mit Suppe für CHF 13 bis 16, abends dasselbe Schnitzel ohne Suppe für CHF 20 bis 24.

Food-Tour buchen: Zell am See und Kaprun

Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.

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Geschichte & Hintergrund

Zell am See entstand um 740 als Cella in Bisontio, eine Klosterzelle der Salzburger Bischöfe am Ufer des Sees, und blieb über tausend Jahre ein Marktflecken im Pinzgau, der vom Vieh, vom Salztransport über den Tauern und vom Kupfer aus dem Mitterberg lebte. Der See selbst ist ein Eiszeitrelikt, vier Kilometer lang, bis 68 Meter tief, und so sauber, dass er Trinkwasserqualität hat. Der Umschwung kam 1875 mit der Giselabahn von Salzburg nach Wörgl, die Zell an die Welt anschloss, und 1927 mit der Schmittenhöhebahn, einer der ersten Personenseilbahnen Österreichs. Kaprun im Nachbartal war bis in die 1930er ein Bauerndorf, dann begann unter den Nationalsozialisten und mit Zwangsarbeitern der Bau der Tauernkraftwerke mit den Stauseen Mooserboden und Wasserfallboden auf 2'000 Metern. Fertiggestellt wurden sie 1955 mit Marshallplan-Geldern, und «Kaprun» wurde in der Nachkriegszeit zum Symbol des österreichischen Wiederaufbaus, mit Heimatfilm und Briefmarke. 1965 eröffnete die Gletscherbahn aufs Kitzsteinhorn, das erste Gletscherskigebiet Österreichs. Die Grossglockner-Hochalpenstrasse, von 1930 bis 1935 als Arbeitsbeschaffungsprojekt gebaut, verband den Pinzgau mit Kärnten und machte den höchsten Berg des Landes zur Tagesausflugsadresse. Am 11. November 2000 brannte im Tunnel der Gletscherbahn ein Zug, 155 Menschen starben; die Standseilbahn wurde nie wieder in Betrieb genommen, das Mahnmal steht in Kaprun. Heute leben Zell und Kaprun als Doppelort vom Ganzjahrestourismus, mit einem bemerkenswert hohen Anteil an Gästen aus den Golfstaaten im Sommer.

Insider-Tipps

Anreise: Railjet bis Zell am See, Auto über Fernpass oder Arlberg

Zell am See hat einen Bahnhof direkt am See, drei Minuten vom Zentrum, und das ist ein grosser Vorteil gegenüber den meisten Skiorten. Ab Zürich fährst du mit dem Railjet nach Innsbruck oder Wörgl und steigst dort in den Zug nach Zell um, insgesamt 5 Stunden 30 Minuten bis 6 Stunden; einige Railjets halten auf der Strecke Innsbruck Richtung Salzburg direkt in Zell am See. Sparschiene ab CHF 35 einfach, mit Halbtax für den Schweizer Teil hin und zurück CHF 90 bis 130 pro Person. Nach Kaprun fährt vom Bahnhof Zell der Postbus 660 in 15 Minuten (CHF 3, mit Gästekarte gratis). Mit dem Auto sind es ab Zürich 4 Stunden 30 Minuten bis 5 Stunden über Arlberg oder Fernpass und Kitzbühel, Vignette Österreich CHF 12 für zehn Tage. Vor Ort brauchst du das Auto im Winter kaum: Skibusse fahren alle 15 bis 30 Minuten zwischen Zell, Schüttdorf, Kaprun und den Talstationen und sind mit dem Skipass gratis. Im Sommer ist das Auto für Grossglockner und Krimml praktisch, aber beides geht auch mit Bus und Bahn: Die Pinzgauer Lokalbahn fährt ab Zell am See in 90 Minuten nach Krimml, zum Grossglockner gibt es im Juli und August Postbusse ab Zell über Fusch zur Edelweissspitze und Franz-Josefs-Höhe. Hotelparkplätze sind meist gratis oder kosten CHF 10.

Die Gästekarte: der grösste Spartrick der Region

Im Sommer, von Mitte Mai bis Ende Oktober, bekommst du als Übernachtungsgast in Zell am See und Kaprun die Zell am See-Kaprun Sommerkarte gratis vom Hotel, und sie ist der Grund, warum die Region im Sommer günstiger ist als der erste Blick auf die Hotelpreise. Enthalten ist je eine Berg- und Talfahrt pro Tag auf Schmittenhöhe, Kitzsteinhorn und Maiskogel, die Schifffahrt auf dem Zeller See, das Strandbad, die Hochgebirgsstauseen Kaprun mit Bus und Lift, Minigolf, Museen und alle Busse der Region. Einzeln gerechnet: Kitzsteinhorn CHF 55, Schmittenhöhe CHF 35, Stauseen CHF 30, Schiff CHF 18. Ab dem zweiten Tag hast du ein Vermögen gespart, deshalb lohnt sich in dieser Gegend im Sommer ein Hotel immer mehr als eine Ferienwohnung ohne Karte (prüf bei Ferienwohnungen, ob der Vermieter die Karte ausgibt, längst nicht alle tun es). Nicht enthalten: Tauern Spa, Grossglocknerstrasse, Krimmler Wasserfälle und die Sigmund-Thun-Klamm (CHF 8, lohnt sich). Im Winter gibt es keine Gratis-Karte, dafür den Skipass Zell am See-Kaprun mit Schmittenhöhe, Kitzsteinhorn und Maiskogel: Tageskarte CHF 70 bis 78 je nach Saison, sechs Tage CHF 330 bis 370, Kinder bis 15 etwa die Hälfte, und im Online-Vorverkauf gibt es 5 bis 10 Prozent Rabatt. Die Ski ALPIN CARD erweitert das auf Saalbach-Hinterglemm und den Schneeberg für rund CHF 10 pro Tag mehr, was sich ab drei Tagen lohnt.

Kitzsteinhorn und Schmittenhöhe: welcher Berg für wen

Das Kitzsteinhorn ist Kapruns Gletscher auf 3'029 Metern, erreichbar in drei Bahnen ab dem Maiskogel-Parkplatz (K-onnection) in 40 Minuten. Oben die Gipfelwelt 3000 mit Aussichtsplattform, Cinema, Gletscherstollen ins Berginnere und der Blick auf den Grossglockner; Nationalpark-Ranger führen im Sommer gratis. Skifahren geht von Oktober bis Anfang Juli, aber ehrlich: Im Sommer sind es zwei, drei kurze Pisten auf Firn, nett für einen Vormittag, kein Skiurlaub. Richtig gut ist der Gletscher von Oktober bis Dezember, wenn er das einzige schneesichere Gebiet der Region ist, und im März und April, wenn unten der Schnee weich wird. Das Gebiet ist breit, mittelschwer, mit einem Snowpark und Freeride-Routen, insgesamt 61 Pistenkilometer, oben windig und oft kalt. Die Schmittenhöhe ist Zells Hausberg auf 2'000 Metern mit der Bahn direkt vom Ortsrand, 77 Pistenkilometern, gemütlicheren Hängen, viel Sonne und dem Panorama auf See und Tauern, das die Schmitten zu einem der schönsten Aussichtsberge Österreichs macht. Für Familien und Geniesser ist die Schmitten der Berg, für Sportliche und Schneesicherheit der Gletscher, und mit dem Skipass hast du beide. Im Sommer: Auf der Schmitten der Pinzgauer Spaziergang nach Saalbach (6 Stunden, Panoramaweg ohne grosse Steigung, zurück mit dem Bus), auf dem Kitzsteinhorn die Gletscherwanderung mit Ranger. Der Maiskogel ist der kleine Familienberg mit Alpine Coaster (CHF 12 pro Fahrt) und Schlepplift-Niveau.

Grossglockner-Hochalpenstrasse und Krimmler Wasserfälle: die zwei grossen Ausflüge

Die Grossglockner-Hochalpenstrasse ist 48 Kilometer lang, führt über 36 Kehren auf 2'504 Meter (Hochtor) und zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit Blick auf Grossglockner und Pasterze, den längsten Gletscher Österreichs, der ehrlicherweise jedes Jahr weiter zurückweicht. Die Maut kostet CHF 42 bis 45 pro Auto und Tag, Motorrad CHF 32, im Online-Vorverkauf etwas weniger, geöffnet von Anfang Mai bis Ende Oktober, nachts gesperrt. Fahr früh, vor 9 Uhr ab Zell, dann hast du die Kehren vor den Bussen und Motorradgruppen, und mach den Abstecher zur Edelweissspitze (2'571 Meter, Kopfsteinpflaster, grandios). Plan 5 bis 6 Stunden mit Halten, bei Regen oder tiefen Wolken lass es bleiben, du siehst dann nur Nebel für CHF 45. Wer kein Auto hat, bucht im Juli und August den Postbus oder eine geführte Tour ab Zell (CHF 60 bis 90, bei Tagestouren ist die Maut inklusive). Die Krimmler Wasserfälle am anderen Ende des Pinzgaus sind mit 380 Metern Fallhöhe die höchsten Europas, in drei Stufen, mit einem Weg, der in 1 Stunde 30 Minuten zur oberen Stufe führt, Eintritt CHF 8, Haus des Wassers im Tal. Hin mit der Pinzgauer Lokalbahn ab Zell (90 Minuten, mit Gästekarte gratis) und einem kurzen Fussweg. Morgens wirst du am unteren Fall nass, nachmittags steht die Sonne im Regenbogen. Beide Ausflüge an einem Tag geht nicht, nimm dir für jeden einen.

Unterkunft und Timing: Zell, Schüttdorf oder Kaprun, Sommer oder Winter

Zell am See hat drei Lagen: Die Altstadt am See mit Promenade, Bahnhof und Schmittenbahn in Gehweite ist die schönste und teuerste, Mittelklasse-Doppelzimmer CHF 150 bis 220 im Sommer, CHF 180 bis 280 im Februar. Schüttdorf am Südende ist flacher, günstiger (ab CHF 100) und hat die Areitbahn als eigenen Einstieg in die Schmitten. Kaprun ist ein eigenes Dorf, ruhiger, familienfreundlicher, mit Tauern Spa und Gletscherbahnen, und meist 15 bis 20 Prozent günstiger als Zell bei gleicher Kategorie; mit Skibus und Postbus bist du in 15 Minuten am See. Die Hochsaison ist doppelt: Weihnachten bis Dreikönig und die Februar-Ferien im Winter, Mitte Juli bis Ende August im Sommer, mit Mindestaufenthalt von sieben Nächten in vielen Häusern. Die ehrlichen Zeiten: Januar nach dem 7. (kalt, leer, günstigste Skiwochen), März (Sonne, Firn, Gletscher gut), Juni (See noch kühl, Berge frei, Bahnen offen, Preise niedrig) und September (See warm, Glockner klar, Almabtrieb). Die Monate zwischen Saisonende Mitte April und Pfingsten und zwischen Ende Oktober und Anfang Dezember sind tot: Bahnen geschlossen, die Hälfte der Hotels zu. Kurtaxe CHF 2.50 bis 3 pro Person und Nacht extra. Buchen: Winterferienwochen im September, Sommer zwei bis drei Monate vorher, Nebensaison spontan.

Tauern Spa, Stauseen und die Klamm: was sich jenseits der Bergbahnen lohnt

Das Tauern Spa in Kaprun ist eine der grossen Thermen Österreichs: Panoramabecken mit Blick auf das Kitzsteinhorn, Saunadorf, Kinderbereich, 4 Stunden CHF 35 bis 40, Tageskarte CHF 45 bis 50, abends ab 18 Uhr günstiger. Im Winter nach dem Skifahren ein Pflichtprogramm, im Sommer bei Regen gerettet. Die Hochgebirgsstauseen Kaprun sind der unterschätzte Ausflug der Region: Mit Bus und Schrägaufzug (dem Lärchwand-Schrägaufzug, dem grössten offenen Aufzug Europas) hinauf zum Mooserboden auf 2'040 Meter, zwei Staumauern, türkises Wasser, Staumauerführung, Klettersteig, Sommerkarte inklusive, sonst CHF 30. Juni bis Oktober. Die Sigmund-Thun-Klamm in Kaprun ist ein Holzsteg durch eine 32 Meter tiefe Schlucht, 30 Minuten, CHF 8. Am See: Baden im Strandbad Zell (mit Karte gratis, sonst CHF 6, Wasser bis 23 Grad im August), Stand-up-Paddle ab CHF 15 pro Stunde, Rundfahrt mit dem Schiff, und der Seerundweg, 11 Kilometer, flach, 2 Stunden 30 Minuten zu Fuss oder eine Stunde mit dem Velo (Miete CHF 20 bis 30 pro Tag, E-Bike CHF 40 bis 50). Der Tauernradweg führt von Krimml durch den ganzen Pinzgau nach Zell und weiter nach Salzburg, fast nur bergab, eines der schönsten Velo-Wochenenden Österreichs. Für Kinder: Der Erlebnisberg Maiskogel und der Elisabeth-Park am Seeufer.

Häufige Fragen zu Zell am See und Kaprun

Wie komme ich von der Schweiz nach Zell am See, und lohnt sich das Auto?

Mit dem Railjet ab Zürich über Innsbruck oder Wörgl, 5 Stunden 30 Minuten bis 6 Stunden, Bahnhof direkt im Zentrum, hin und zurück CHF 90 bis 130 mit Sparschiene und Halbtax. Mit dem Auto 4 Stunden 30 Minuten bis 5 Stunden plus Vignette. Im Winter brauchst du kein Auto, Skibusse sind im Skipass drin. Im Sommer ist es für Grossglockner und Krimml bequem, aber beides geht auch mit Bus und Lokalbahn, die Lokalbahn mit der Gästekarte gratis.

Was kostet eine Skiwoche in Zell am See-Kaprun?

Skipass sechs Tage CHF 330 bis 370, Mittelklasse-Hotel mit Halbpension CHF 130 bis 180 pro Person und Nacht in der Nebensaison, in den Ferienwochen bis CHF 250, Skimiete CHF 150 bis 200 pro Woche, Hüttenessen CHF 15 bis 25 mittags. Rechne mit CHF 1'600 bis 2'300 pro Person für eine Woche inklusive Anreise, in Kaprun oder Schüttdorf statt am See eher am unteren Ende. Das ist rund 25 bis 35 Prozent weniger als Davos oder Zermatt.

Lohnt sich Zell am See im Sommer?

Ja, und für Familien oft mehr als im Winter: Die Sommerkarte vom Hotel enthält Bergbahnen, Schiff, Strandbad und Busse gratis, der See ist warm genug zum Baden, und Grossglockner, Krimml und Stauseen sind drei grosse Ausflüge vor der Tür. Gletscherskifahren im Juli ist eher eine Anekdote als ein Grund. Beste Sommermonate sind Juni und September, im August ist es voll und teuer.

Was kostet die Grossglockner-Hochalpenstrasse, und wann sollte ich fahren?

Die Maut beträgt CHF 42 bis 45 pro Auto und Tag, online etwas günstiger, Motorrad CHF 32. Offen von Anfang Mai bis Ende Oktober, tagsüber. Fahr früh ab 7 oder 8 Uhr, bevor Busse und Motorradgruppen kommen, und nur bei klarer Sicht, bei Nebel siehst du nichts für dein Geld. Mit Edelweissspitze und Franz-Josefs-Höhe brauchst du 5 bis 6 Stunden. Ohne Auto gibt es im Juli und August Postbusse und geführte Touren ab Zell für CHF 60 bis 90.

Wann ist die beste Reisezeit?

Für Ski: Januar nach den Ferien und März, dann stimmen Schnee, Sonne und Preis, der Gletscher sichert den Dezember ab. Für den Sommer: Juni und September, wenn die Bahnen offen, die Preise moderat und die Strassen frei sind. Weihnachten, Februar-Ferien und August sind am teuersten und vollsten. Mitte April bis Mitte Mai und November sind Zwischensaison mit geschlossenen Bahnen, dann lohnt sich nur das Tauern Spa.

Ist Zell am See kinderfreundlich?

Sehr. Kinder bis sechs fahren in der Regel gratis Ski, bis 15 zum halben Preis, die Schmittenhöhe und der Maiskogel haben Übungsgelände und Skischulen mit Kinderland. Im Sommer gibt es Strandbad, Minigolf, Alpine Coaster, Sigmund-Thun-Klamm und die Stauseen, fast alles in der Sommerkarte, und das Tauern Spa hat einen eigenen Kinderbereich. Hotels in Kaprun sind auf Familien eingestellt, viele mit Kinderbetreuung, aber lauter als die Seehotels in Zell.

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