MEININGER Hotel Salzburg City Center
Grosses Haus mit Schlafsaalbetten und einfachen Doppelzimmern, fünf Minuten vom Hauptbahnhof und 20 Minuten zu Fuss in die Altstadt. Gästeküche und Bar, ideal für Solo-Reisende und Familien mit kleinem Budget.
Österreich · Salzburger Land & Salzkammergut · Reiseguide
Was drei Tage in der Mozartstadt wirklich kosten, warum du mit dem Railjet besser fährst als mit dem Auto und welche Festspielkarten du dir leisten kannst, ohne das Ferienbudget zu sprengen.
Foto: Laura Chouette / Pexels
Schieb die Werte auf deine Reise zurecht – der Rechner aktualisiert live (CHF).
Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Anreise heisst hier Bahn oder Auto ab der Schweiz, hin und zurück pro Person. Hotels schwanken saisonal stark, aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.
Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Euro (EUR). Karten gehen fast überall, Hütten und Würstelstände wollen oft Bargeld. Trinkgeld ist Pflicht im Gefühl der Österreicher: 5 bis 10 Prozent, beim Bezahlen «stimmt so» sagen. Die Kurtaxe von CHF 2 bis 4 pro Nacht kommt in Skiorten zum Hotelpreis dazu. Anreise: Anreise mit Bahn (ÖBB Railjet), Auto oder Flug nach Wien, 2 bis 8 Stunden.
Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.
Budget
Grosses Haus mit Schlafsaalbetten und einfachen Doppelzimmern, fünf Minuten vom Hauptbahnhof und 20 Minuten zu Fuss in die Altstadt. Gästeküche und Bar, ideal für Solo-Reisende und Familien mit kleinem Budget.
Motel One an der Salzach, zehn Minuten zu Fuss zur Altstadt, mit der bekannten Mischung aus kleinen, gut gestalteten Zimmern und solider Lounge. Zur Festspielzeit die günstigste zentrale Adresse, wenn du früh buchst.
Das klassische Salzburger Hostel mit Schlafsälen und Privatzimmern, zehn Minuten vom Bahnhof. Jeden Abend läuft «The Sound of Music», Bar und Frühstück im Haus, und du triffst garantiert andere Reisende.
Mittelklasse
Kleines Boutique-Hotel in einer Seitengasse zwischen Residenzplatz und Mozartplatz, 16 Zimmer in einem Haus aus dem 14. Jahrhundert, gutes Restaurant im Erdgeschoss. Für alle, die mitten in der Altstadt wohnen wollen, ohne ein Traditionshaus zu bezahlen.
Direkt an der Staatsbrücke am rechten Ufer, mit der Dachterrasse Seven Senses, die den besten Blick auf Festung und Altstadt hat. Zimmer modern und ruhig zur Hofseite, zwei Minuten zur Getreidegasse.
Familiengeführtes Haus zwischen Linzer Gasse und Sebastiansfriedhof mit kleinem Hallenbad und Sauna, Frühstück mit Blick auf die Festung. Ruhig, persönlich und fünf Minuten von der Altstadt, für Paare und Familien.
Luxus
Das Grandhotel der Stadt an der Salzach, gegenüber der Altstadt, mit Blick auf Festung und Dom von den Flusszimmern aus. Original-Sachertorte im Café, Dirigenten und Sänger in der Bar während der Festspiele. Klassischer Luxus ohne Experimente.
Seit 1407 Gasthaus und heute das Festspielhotel schlechthin, mitten in der Getreidegasse, mit bemalten Bauernmöbeln und einem der besten Restaurants der Stadt. Zimmer unterschiedlich gross, Lage unschlagbar, Preise zur Festspielzeit entsprechend.
Kleines Schlosshotel im Park auf dem Mönchsberg, hoch über der Altstadt, mit 24 Zimmern, Sternerestaurant und Stille, die man unten nicht hat. Mit dem Aufzug bist du in fünf Minuten in der Getreidegasse. Für besondere Anlässe.
Buchst du über diese Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.
Die grösste vollständig erhaltene Burg Mitteleuropas mit Fürstenzimmern, Museum und Panoramablick. Eintritt CHF 12 zu Fuss, CHF 17 mit der Festungsbahn, in der Salzburg Card enthalten. Zwei Stunden einplanen, morgens vor 10 Uhr am ruhigsten.
Zwei Stunden durch Getreidegasse, Domplatz, St. Peter und Residenz mit einem Guide, der die Fürsterzbischöfe und Mozarts Streit mit Colloredo erklärt. Ab CHF 20 in der Gruppe, privat ab CHF 150. Der beste Einstieg am ersten Tag.
Das Geburtshaus in der Getreidegasse mit Kindergeige und Clavichord, das Wohnhaus am Makartplatz mit besserer Ausstellung und weniger Andrang. Kombiticket CHF 20, je eine Stunde. Wer nur eines schafft, nimmt das Wohnhaus.
Drei Gänge nach Rezepten des 18. Jahrhunderts im Stiftskeller St. Peter, dazwischen Arien und Kammermusik in Kostüm. CHF 70 bis 90 pro Person, drei Stunden. Touristenprogramm, aber ein stimmungsvolles, und der Keller ist einer der ältesten Gasträume Europas.
Lustschloss des Fürsterzbischofs Markus Sittikus mit Wasserspielen, bei denen du garantiert nass wirst, Schlossrundgang und grossem Park. Eintritt CHF 15, nur April bis Oktober, mit Bus 25 in 20 Minuten. Halber Tag, auch für Kinder.
In neun Minuten von St. Leonhard auf 1'776 Meter mit Blick auf Salzburg, Berchtesgaden und den Dachstein. Hin und zurück CHF 30, in der Salzburg Card enthalten, oben einfache Wanderungen und Hütten. Mai bis Oktober und im Winter, bei Nebel in der Stadt oft oben sonnig.
Das älteste Besucherbergwerk der Welt am Dürrnberg: Grubenbahn, zwei Holzrutschen, Floss über den Salzsee und eine Grenze unter Tage nach Deutschland. CHF 30 inklusive Keltendorf, zwei Stunden, mit S-Bahn und Bus eine Stunde ab Salzburg.
Eine halbe Stunde über die deutsche Grenze zum fjordartigen Königssee mit der Elektrobootfahrt nach St. Bartholomä (CHF 24) und dem Kehlsteinhaus. Geführt ab CHF 60, auf eigene Faust mit Bus 840 ab Salzburg Hauptbahnhof für CHF 12 hin und zurück. Ganzer Tag.
Für alle, die nur einen Tag haben: Bus zu Fuschlsee, St. Gilgen, Wolfgangsee und Hallstatt, acht bis neun Stunden, ab CHF 60 bis 90. Mehr Zeit im Bus als am See, aber ohne Auto die einfachste Art, Hallstatt zu sehen.
Buchst du über diese Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.
Salzburg isst barock und bäuerlich zugleich: Klosterbier aus dem Steinkrug, Knödel in allen Formen, Bachforelle aus den Seen und zum Schluss ein Berg aus Eischnee, der Salzburger Nockerl heisst. Die Kaffeehäuser sind älter als die in Wien und mindestens so stolz. Teuer wird es nur in der Getreidegasse und am Mozartplatz, zwei Gassen weiter zahlst du Gasthauspreise.
Drei goldgelbe Eischnee-Hügel, die die Stadtberge Mönchsberg, Kapuzinerberg und Gaisberg darstellen sollen, auf Preiselbeeren oder Himbeersauce gebacken. Aussen knusprig, innen fast flüssig, und für zwei bis drei Personen gedacht. CHF 16 bis 22 pro Portion.
Tipp:Die Nockerl werden frisch gebacken und brauchen 20 Minuten, bestell sie mit dem Hauptgang und teile sie, allein schaffst du sie nicht.
Salzburgs Antwort auf den Hotdog: zwei dünne Bratwürste im gegrillten Weissbrot mit Zwiebeln, Petersilie, Senf und Currypulver, 1949 in der Getreidegasse erfunden. CHF 5 bis 6, aus dem Fenster auf die Hand.
Tipp:Es gibt nur vier Varianten und oft eine Schlange, die aber schnell geht. Nummer 1 ist der Klassiker.
Die Pinzgauer Variante der Käsespätzle: Spätzle mit Bergkäse in der Eisenpfanne, obendrauf Röstzwiebeln, dazu grüner Salat. Schwer, gut und mit CHF 13 bis 17 eines der günstigsten warmen Essen in der Stadt.
Tipp:Mittags als Menü mit Suppe bestellen, abends kostet dieselbe Pfanne CHF 4 bis 5 mehr.
Das Klosterbräu in Mulln ist seit 1621 die grösste Bierschenke Österreichs: Steinkrug am Brunnen ausspülen, am Fass füllen lassen, bezahlen, hinsetzen. Mass CHF 5.50 bis 6.50, Halbe CHF 3.50. Essen holst du dir an den Ständen im Schmankerlgang oder bringst es selbst mit, das ist erlaubt.
Tipp:Ab 15 Uhr geöffnet, am Wochenende ab 14.30 Uhr. Im Sommer in den Biergarten unter die Kastanien, im Winter in die holzgetäfelten Säle.
Rindfleisch, lange im dunklen Bier geschmort, mit Semmelknödel und Krautsalat. Ein Winteressen, das es in den alten Gasthäusern ganzjährig gibt, CHF 18 bis 24.
Tipp:Zum Bierbraten passt das Stiegl Goldbräu, das Stadtbier, das hier an jeder Ecke läuft.
Pistazienmarzipan, Nougat, dunkle Schokolade, 1890 vom Konditor Paul Fürst erfunden und bis heute von Hand gefertigt. CHF 1.50 bis 2 pro Kugel, nur in den vier Fürst-Filialen in der Stadt, nicht im Supermarkt.
Tipp:Nur die silberblauen Kugeln sind das Original, alles mit Goldpapier ist Industrieware. Sie halten zwei Wochen, kühl lagern.
Das älteste Kaffeehaus Österreichs, seit 1700 am Alten Markt, mit der Kuchenfrau, die das Tablett an den Tisch bringt. Melange CHF 5.50, ein Stück Kuchen CHF 5 bis 7, am Nachmittag dazu die Zeitungen am Holzhalter.
Tipp:Im Sommer auf die Terrasse im ersten Stock, da sitzt man über dem Platz. Das Café Bazar am rechten Ufer ist die ruhigere Alternative mit Salzachblick.
Reinanke, Saibling und Forelle aus dem Fuschlsee und Wolfgangsee, gebraten oder «blau» gekocht mit Butterkartoffeln. CHF 22 bis 30 im Gasthaus, als Mittagsmenü CHF 16 bis 20.
Tipp:Der Grünmarkt Montag bis Samstag ist ohnehin der beste Ort für ein schnelles Mittagessen: Käsekrainer, Brezen und Bauernbrot ab CHF 4.
Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.
Buchst du über diese Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.
Salzburg verdankt seinen Namen und seinen Reichtum dem Salz aus dem Dürrnberg bei Hallein, das über die Salzach verschifft und am Stadtzoll versteuert wurde. Schon die Kelten bauten es ab, die Römer gründeten hier Iuvavum, und 696 kam der Bischof Rupert, der das Kloster St. Peter stiftete, das älteste bestehende Kloster im deutschen Sprachraum. Ab 1278 regierten die Fürsterzbischöfe als geistliche und weltliche Herren zugleich, und diese Doppelrolle erklärt, warum eine Kleinstadt mit heute 155'000 Einwohnern eine Festung, einen Dom, drei Residenzen und ein Dutzend Barockkirchen hat. Die Festung Hohensalzburg wurde ab 1077 im Investiturstreit gebaut und über 500 Jahre erweitert; sie wurde nie erobert. Um 1600 liess Wolf Dietrich von Raitenau halb Salzburg abreissen und als italienische Barockstadt neu aufbauen, seine Nachfolger vollendeten Dom, Residenzplatz und Schloss Mirabell, das er eigentlich für seine Geliebte Salome Alt gebaut hatte. 1756 wurde in der Getreidegasse 9 Wolfgang Amadeus Mozart geboren, der mit dem Fürsterzbischof Colloredo so im Streit lag, dass er 1781 nach Wien ging und nie zurückkam. 1803 wurde das Erzstift aufgelöst, 1816 kam Salzburg zu Österreich, als verarmte Provinzstadt. Den Aufstieg zur Kulturstadt brachten erst Max Reinhardt und Hugo von Hofmannsthal, die 1920 mit dem «Jedermann» auf dem Domplatz die Festspiele gründeten. 1965 drehte Hollywood hier «The Sound of Music», einen Film, den in Österreich kaum jemand kennt und der jedes Jahr Hunderttausende Besucher bringt. Die Altstadt ist seit 1996 UNESCO-Welterbe.
Der ÖBB Railjet fährt ab Zürich HB alle zwei Stunden direkt über Buchs, Innsbruck und Kufstein nach Salzburg, Fahrzeit rund 5 Stunden 30 Minuten. Der Zug fährt ein Stück durch das Deutsche Eck bei Rosenheim, Grenzkontrollen gibt es praktisch nie. Sparschiene-Tickets der ÖBB gibt es ab CHF 30 bis 40 einfach, wenn du vier bis acht Wochen vorher buchst, mit Halbtax über SBB zahlst du für die Schweizer Strecke die Hälfte. Rechne für Hin- und Rückfahrt mit CHF 80 bis 130 pro Person. Ab Basel oder Bern steigst du in Zürich um, ab München sind es 90 Minuten. Mit dem Auto bist du ab Zürich in 4 bis 5 Stunden da (Vignette Österreich 10 Tage CHF 12, plus Vignette für Deutschland brauchst du keine), aber in Salzburg selbst ist das Auto ein Klotz am Bein: Die Altstadt ist Fussgängerzone, die Parkgaragen im Mönchsberg und am Mirabellplatz kosten CHF 20 bis 28 pro Tag, und viele Hotels in der Altstadt haben gar keine Stellplätze. Wer trotzdem fährt, stellt den Wagen auf einen Park-and-Ride-Platz am Stadtrand (Messe, Alpensiedlung, rund CHF 6 pro Tag inklusive Busticket). In der Stadt brauchst du kein Ticket: Vom Hauptbahnhof zur Altstadt sind es 20 Minuten zu Fuss oder fünf Minuten mit dem Obus (Einzelfahrt CHF 2.50, 24-Stunden-Karte CHF 6).
Die Altstadt liegt am linken Salzach-Ufer unter der Festung, hier sind die Hotels am schönsten und am teuersten, und im Sommer laut. Das rechte Ufer um Linzer Gasse, Steingasse und Mirabellplatz ist genauso zentral, fünf Minuten über die Staatsbrücke, und 20 bis 30 Prozent günstiger. Dort sitzen auch die Traditionshäuser, in denen Dirigenten wohnen. Wer sparen will, schaut nach Nonntal oder ins Andräviertel beim Bahnhof: 15 Minuten zu Fuss, Doppelzimmer ab CHF 110. Die Preisfallen: Während der Festspiele von Mitte Juli bis Ende August kosten dieselben Zimmer das Doppelte, oft mit Mindestaufenthalt, und an den Adventwochenenden ist es ähnlich. Dann solltest du vier bis sechs Monate vorher buchen. In der Nebensaison von Januar bis März und im November zahlst du für ein gutes Mittelklassehaus CHF 120 bis 150, und die Stadt gehört dir. Eine Ortstaxe von rund CHF 3 pro Person und Nacht kommt überall dazu. Frühstück ist in Österreich meist inklusive und gut, bei den Ketten kostet es CHF 15 bis 20 extra, dann lieber ins Kaffeehaus.
Die Salzburg Card kostet CHF 30 bis 46 für 24 Stunden und CHF 40 bis 58 für 48 Stunden (Sommerpreis höher) und enthält Festung inklusive Bahn, Mozarts Geburtshaus, Residenz, Schloss Hellbrunn, Mönchsbergaufzug, Untersbergbahn und den öffentlichen Verkehr. Rechne nach: Festung mit Bahn CHF 17, Geburtshaus CHF 14, Hellbrunn CHF 15, Untersbergbahn CHF 30, dann lohnt sich die 48-Stunden-Karte ab dem zweiten Museum deutlich. Wer nur schlendern will, braucht sie nicht. Die Festung erreichst du zu Fuss über den Festungsweg in 15 Minuten, dann kostet der Eintritt nur CHF 12 statt CHF 17 mit der Bahn, und der Blick ist derselbe. Mozartkugeln: Das Original mit silberblauem Papier gibt es nur bei der Konditorei Fürst, CHF 1.50 bis 2 pro Kugel. Die rot-goldenen von Mirabell und die aus dem Supermarkt sind Industrieware, die daheim im Coop ebenso steht. Die «Sound of Music»-Touren für CHF 55 bis 65 sind für amerikanische Fans ein Pilgerweg, für dich vermutlich vier Stunden Bus. Die Drehorte Mirabellgarten, Schloss Leopoldskron und Hellbrunn siehst du auch allein. Mittagsmenüs in den Gasthäusern am Kai und in der Linzer Gasse kosten CHF 13 bis 17, abends zahlst du für dasselbe Schnitzel CHF 24 bis 30.
Die Salzburger Festspiele dauern von etwa 20. Juli bis Ende August und sind das teuerste Klassikfestival der Welt. Opernkarten in der Mitte kosten CHF 200 bis 450, die obersten Kategorien gehen über CHF 500, und die begehrten Premieren sind trotzdem Monate vorher ausverkauft; der Kartenverkauf beginnt im Januar, mit Bestellfrist. Die ehrlichen Alternativen: Konzerte im Grossen Festspielhaus und der Felsenreitschule gibt es in den unteren Kategorien ab CHF 25 bis 60, der «Jedermann» auf dem Domplatz hat Stehplätze und Restkarten ab CHF 30, die Kammerkonzerte im Mozarteum liegen bei CHF 40 bis 90. Die Jugendkarten für unter 27-Jährige kosten CHF 30 bis 60 und sind ein Geschenk. Wer die Festspiele ohne Karte erleben will: Auf dem Kapitelplatz steht die Siemens-Festspielnächte-Leinwand mit kostenlosen Opernübertragungen jeden Abend, mit Liegestühlen und Bier. Dresscode ist bei Opern Abendkleid und dunkler Anzug, bei Konzerten reicht ordentlich. Ausserhalb der Festspielzeit gibt es die Mozartwoche Ende Januar (deutlich günstiger, Topbesetzung) und die Osterfestspiele, die preislich wieder in der Festspielliga spielen. Und ganzjährig: die Mozart-Dinner-Konzerte in St. Peter für CHF 70 bis 90 inklusive Essen, nett, aber eher Touristenprogramm.
Salzburg hat ein Wort für sein Wetter: Schnürlregen, der tagelange feine Landregen, der am Alpenrand hängen bleibt. Die Stadt hat rund 1'200 Millimeter Niederschlag im Jahr, fast doppelt so viel wie Zürich, mit Juli und August als nasseste Monate. Pack also auch im Sommer eine Jacke ein, und plan Museumstage flexibel. Mai, Juni und September sind die besten Monate: 18 bis 25 Grad, Gastgärten offen, Preise noch oder wieder normal. Der Advent von Ende November bis 24. Dezember ist wunderschön, der Christkindlmarkt am Dom- und Residenzplatz gehört zu den ältesten Europas, aber an den Wochenenden ist die Getreidegasse so voll wie im August und die Hotels sind entsprechend teuer; komm unter der Woche. Januar bis März ist die stillste Zeit: kalt, oft Schnee auf der Festung, Hotels 30 bis 40 Prozent günstiger, die Mozartwoche als Höhepunkt. Für die Tagestouren nach Hallstatt oder auf den Untersberg brauchst du die Monate Mai bis Oktober, die Untersbergbahn hat im April und November Revision.
Der Mönchsberg ist der bewaldete Stadtberg direkt hinter der Getreidegasse, mit dem Aufzug (CHF 4.50 hin und zurück) oder zu Fuss in zehn Minuten oben. Oben hast du das Museum der Moderne (Eintritt CHF 10), die Richterhöhe mit dem besten Festungsblick der Stadt und zwei Stunden Spazierwege bis zum Augustinerbräu in Mulln, wo du das Bier aus dem Steinkrug am Fass holst und im Biergarten unter Kastanien sitzt (Mass CHF 5 bis 6). Der Untersberg ist der Hausberg südlich der Stadt, 1'853 Meter, die Seilbahn ab St. Leonhard (Bus 25, 25 Minuten ab Zentrum) kostet CHF 30 hin und zurück und bringt dich in neun Minuten auf eine Hochfläche mit Blick bis zum Dachstein und auf Berchtesgaden. Oben gibt es einfache Wanderungen und das Zeppezauerhaus für Knödel. Hallein, 20 Minuten mit der S-Bahn, hat die Salzwelten am Dürrnberg (CHF 30, zwei Stunden, mit Rutschen und Floss über den Salzsee) und das Keltenmuseum, und eine schöne, unbeachtete Altstadt. Für einen halben Tag: Schloss Hellbrunn mit den Wasserspielen (CHF 15, Bus 25, nur Sommer), bei denen der Fürsterzbischof seine Gäste mit versteckten Düsen nass spritzte, das funktioniert seit 400 Jahren und ist immer noch lustig.
Am besten mit dem ÖBB Railjet direkt ab Zürich HB, rund 5 Stunden 30 Minuten, ohne Umsteigen. Sparschiene-Tickets ab CHF 30 bis 40 einfach, mit Halbtax für den Schweizer Abschnitt, hin und zurück rechnest du mit CHF 80 bis 130. Mit dem Auto sind es 4 bis 5 Stunden und Benzin plus Vignette rund CHF 60 bis 80, dazu CHF 20 bis 28 Parken pro Tag in der Stadt. In Salzburg brauchst du das Auto nicht, nur für Ausflüge ins Salzkammergut ist es praktisch.
Zwei volle Tage reichen für Altstadt, Festung, Mozart und Mirabell, ein dritter Tag für Untersberg oder Hellbrunn und das Augustinerbräu. Wer Salzburg als Basis nimmt, bleibt vier bis fünf Tage und fährt nach Hallstatt, zum Königssee oder nach Hallein. Für die Festspiele reicht ein verlängertes Wochenende mit einer oder zwei Aufführungen und einem freien Tag für die Stadt.
Ja, wenn du an einem Tag mindestens Festung und zwei Museen besuchst oder die Untersbergbahn fährst. Die 48-Stunden-Karte für CHF 40 bis 58 hat sich schon nach Festung, Geburtshaus und Untersberg bezahlt. Wer vor allem spazieren, essen und Konzerte hören will, lässt sie weg und steigt zu Fuss auf die Festung, das kostet CHF 12 Eintritt.
Opern in mittleren Kategorien CHF 200 bis 450, Spitzenplätze über CHF 500. Konzerte und Schauspiel gibt es ab CHF 25 bis 60 in den hinteren Reihen, der «Jedermann» hat Restkarten ab CHF 30. Unter 27-Jährige zahlen CHF 30 bis 60. Der Verkauf beginnt im Januar, Premieren sind schnell weg, für Konzerte unter der Woche gibt es oft bis kurz vorher Karten. Gratis ist die Leinwand auf dem Kapitelplatz.
Nein, günstiger, aber es ist die teuerste Stadt Österreichs. Ein Mittagsmenü kostet CHF 13 bis 17, ein Schnitzel abends CHF 24 bis 30, ein Bier CHF 5, ein Kaffee im Kaffeehaus CHF 5 bis 6. Mittelklassehotels liegen bei CHF 130 bis 180, zur Festspielzeit beim Doppelten. Mit CHF 110 bis 140 pro Tag und Person inklusive Hotel kommst du ausserhalb der Festspiele gut durch.
Mai, Juni und September: mildes Wetter, Gastgärten, normale Preise. Die Festspielzeit von Mitte Juli bis Ende August ist am teuersten und vollsten, dafür ist die Stadt dann ein einziges Konzert. Der Advent ist stimmungsvoll, aber an Wochenenden überlaufen. Januar bis März ist still und günstig, mit der Mozartwoche Ende Januar als musikalischem Höhepunkt zu fairen Preisen.
Salzburg · Zell am See · Klagenfurt und Wörthersee · Graz
Von der Mozartstadt über 36 Kehren auf 2'504 Meter und hinunter an den wärmsten See der Alpen: die klassische Alpenrunde mit dem eigenen Auto, ehrlich gerechnet.
Salzburg · Hallstatt · Linz · Wachau
Vier Seen, ein Weltkulturerbe-Dorf, eine unterschätzte Stadt und am Ende Marillenknödel am Fluss: die Route für alle, die Österreich lieber langsam entlang des Wassers fahren.
Salzburg · Wien · Graz
Mozartstadt, Kaiserstadt und die unterschätzte Südstadt in einer Woche, alles mit dem Zug, die Rückfahrt im Schlaf: die Städteroute für alle, die den Bahnhof mitten in der Stadt wollen.
Klagenfurt und Wörthersee · Zell am See · Salzburg
Warme Seen zum Planschen, ein Gletscher mit Schnee im Juli und ein Bergwerk mit Rutschen: die Familienroute für Kinder zwischen vier und zwölf, mit nur zwei Umzügen und Hotels mit Pool.
Das bedeutendste Klassikfestival der Welt, seit 1920: rund 200 Aufführungen in sechs Wochen, Opern im Grossen Festspielhaus und in der Felsenreitschule, Konzerte der Wiener Philharmoniker, Schauspiel, und jeden Sommer der «Jedermann» auf dem Domplatz. Karten kosten rund CHF 15 bis 480 (EUR 15 bis 500), die teuren Opernplätze werden im Januar über ein Losverfahren vergeben, günstige Stehplätze und Jugendkarten gibt es dagegen bis kurz vor der Vorstellung. Die Stadt ist in diesen Wochen auf Hochglanz und auf Hochpreis: Hotels in der Altstadt kosten das Doppelte und verlangen Mindestaufenthalte, Restaurants sind abends ausgebucht, dazu kommen die Mozart-Tagestouristen, die auch ohne Festspiele die Getreidegasse füllen. Die Kleiderordnung ist nicht vorgeschrieben, in der Premierenwoche sind Abendkleid und Smoking aber die Regel. Wer das Festival nur streifen will, erlebt mit den Gratis-Übertragungen auf dem Kapitelplatz («Siemens Festspielnächte») viel davon.
Für Reisende: Übernachte im Salzburger Land (Hallein, Oberndorf) oder in Bad Reichenhall jenseits der Grenze und fahre mit der S-Bahn hinein; Karten für Konzerte unter der Woche und für die Mozart-Matineen sind leichter zu bekommen als Opernabende.
Hallstatt ist zwischen 10 und 16 Uhr ein Selfie-Korridor und davor und danach eines der schönsten Dörfer der Alpen. Hier steht, wie du es richtig machst, was die Seen rundherum kosten und warum du nicht in Hallstatt selbst schlafen musst.
See, Gletscher und die höchste Strasse Österreichs an einem Ort: Was eine Woche in Zell am See im Sommer und im Winter kostet, welche Karte dir die Bergbahnen schenkt und wann der Gletscher wirklich Skifahren wert ist.
Ein Wasserfall mitten im Ort, Grandhotels aus der Kaiserzeit, die halb Ruine, halb Designhotel sind, und ein Skigebiet mit 760 Kilometern Piste: Was Bad Gastein kostet, wie du mit dem Nachtzug hinkommst und wann der Ort am besten ist.