Geschichte & Hintergrund
Malatya liegt am Oberlauf des Euphrat in einer fruchtbaren Ebene zwischen den Bergen des Taurus und dem Hochland Ostanatoliens. Die Geschichte beginnt am Hügel Arslantepe, direkt am Stadtrand: Hier stand vor über 5'000 Jahren einer der ersten Paläste der Menschheit, mit Wandmalereien, Siegeln und den ältesten bekannten Schwertern der Welt. Seit 2021 ist Arslantepe UNESCO-Welterbe. Später war die Stadt hethitisch, assyrisch, römisch und byzantinisch, unter dem Namen Melitene ein Legionslager am Euphrat. Die Seldschuken, die Mamluken und ab dem 16. Jahrhundert die Osmanen machten aus dem heutigen Battalgazi, damals Eski Malatya, eine Stadt mit Karawanserei, grosser Moschee und Stadtmauern. Das moderne Malatya entstand erst im 19. Jahrhundert einige Kilometer weiter südlich und wuchs zur Industriestadt. Weltbekannt ist Malatya für Aprikosen: Rund drei Viertel der getrockneten Aprikosen auf dem Weltmarkt stammen aus dieser Ebene, und das Klima mit kalten Wintern und trockenen Sommern ist der Grund dafür. Das Erdbeben vom Februar 2023 traf Malatya schwer; die Stadt baut seither wieder auf, die Sehenswürdigkeiten sind weitgehend zugänglich.