Unterschätzt: Hiddensee, Kap Arkona, der Westen und Stralsund
Hiddensee ist die Insel vor der Insel: 17 Kilometer lang, autofrei, mit Leuchtturm auf dem Dornbusch, Heide, Sandstrand im Westen und dem Dorf Kloster, in dem Gerhart Hauptmann begraben liegt. Fähre ab Schaprode 45 Minuten, letzte Rückfahrt um 19 Uhr prüfen, Velo mieten in Vitte, den ganzen Tag einplanen; wer eine Nacht bleibt, hat die Insel ab 18 Uhr für sich. Kap Arkona im Norden hat zwei Leuchttürme (Besteigung CHF 6), den slawischen Burgwall, die Kreidesteilküste und das Fischerdorf Vitt mit reetgedeckten Häusern, das aussieht wie vor 200 Jahren. Vom Parkplatz Putgarten läufst du eine Schleife von 8 Kilometern über Kap und Vitt. Der Westen Rügens um Gingst, Schaprode und die Halbinsel Ummanz ist flach, still und voller Kraniche im Herbst: Im Oktober rasten Zehntausende auf den Feldern, Beobachtungsplattformen stehen bei Ummanz, das kostet nichts und ist eines der grossen Naturerlebnisse Deutschlands. Prora, der Nazi-Koloss zwischen Binz und Sassnitz, ist mit dem Dokumentationszentrum (CHF 8) ein wichtiger Ort und mit dem Baumwipfelpfad im Naturerbe Zentrum (CHF 14) ein schöner, der 40-Meter-Turm gibt den besten Blick über die Insel. Putbus mit dem Circus, dem weissen Rondell, und dem Schlosspark ist einen Nachmittag wert, der Rasende Roland startet hier. Stralsund auf dem Festland ist UNESCO-Welterbe mit Backsteingotik, Hafen und dem Ozeaneum (CHF 20), 30 Minuten mit der Bahn ab Bergen.