Türkei · Roadtrip · 10 Tage

Lykische Küste

Die D400 entlang der Lykischen Küste ist die schönste Küstenstrasse der Türkei. Du fährst sie in zehn Tagen von Antalya nach Fethiye, mit Badestopps, Ruinen und drei Quartieren statt täglichem Kofferpacken.

Die Route, Tag für Tag

  1. Tag 1 bis 3

    Antalya: Ankommen in Kaleiçi und die Antike vor der Stadt

    Du landest in Antalya, der Direktflug ab Zürich dauert gut drei Stunden. Nimm das Auto erst am Abreisetag, in Kaleiçi parkierst du ohnehin nur schwer und die Altstadt erkundest du zu Fuss: Hadrianstor, osmanische Holzhäuser, der alte Hafen, abends ein Teller Piyaz in einer Seitengasse. Am zweiten Tag mit dem Dolmuş zu den unteren Düden-Wasserfällen und nachmittags an den Konyaaltı-Strand. Der dritte Tag gehört der Antike: Mit dem Mietwagen, den du am Morgen am Flughafen oder in der Stadt übernimmst, fährst du nach Perge und ins Theater von Aspendos, zusammen rund 90 Kilometer, und bist am späten Nachmittag zurück. Drei Nächte, weil Antalya mehr ist als ein Flughafen und du den Jetlag nicht hast, dafür aber die Hitze. Schlafen in einer Pension oder einem kleinen Boutiquehotel in Kaleiçi, Mittelklasse rund CHF 80 bis 100 das Doppelzimmer. Weiter nach Kaş: 190 Kilometer über die D400, knapp drei Stunden ohne Halt, mit Olympos und Çıralı eher ein ganzer Tag.

    Touren an diesem Stopp: Altstadt-Rundgang Antalya ↗Perge und Aspendos ab Antalya ↗

    Zum Reiseguide Antalya →
  2. Tag 4 bis 7

    Kaş: Kekova, Kaputaş und der entspannteste Hafen der Küste

    Die Fahrt von Antalya nach Kaş ist selbst ein Programmpunkt. Kurz hinter Kemer biegst du nach Çıralı ab: Ruinen von Olympos im Flussbett, drei Kilometer Kiesstrand, dahinter die ewigen Flammen der Chimaira, die du am besten in der Dämmerung besuchst. Danach führt die D400 hoch über Finike und Demre nach Kaş, wo du vier Nächte bleibst. Das ist bewusst lang: ein Tag für die Bootstour zur versunkenen Stadt Kekova mit Baden in Buchten, die du nur vom Wasser erreichst, ein Tag für Kaputaş und ein Stück Lykischen Weg, ein Tag zum Tauchen oder für die Fähre nach Meis, dem griechischen Kastellorizo, und ein Tag, an dem du nichts tust ausser Hafen, Tee und Abendessen. Schlafen in einer Pension oberhalb des Hafens oder auf der Halbinsel Çukurbağ, Mittelklasse rund CHF 85 pro Nacht. Weiter nach Fethiye: 110 Kilometer über Kalkan und Patara, zweieinhalb Stunden reine Fahrt, mit dem Pflichtstopp am Patara-Strand ein ganzer Tag.

    Touren an diesem Stopp: Bootstour Kekova ab Kaş ↗Schnuppertauchen in Kaş ↗Tagesausflug nach Meis ↗

    Zum Reiseguide Kaş →
  3. Tag 8 bis 10

    Fethiye: Ölüdeniz, Felsengräber und Rückgabe in Dalaman

    Unterwegs nach Fethiye liegt Patara, 18 Kilometer Sandstrand hinter einer antiken Stadt, deren Eintritt den Strandzugang einschliesst. Danach folgst du der D400 über Eşen nach Fethiye und beziehst für drei Nächte ein Quartier zwischen Hafen und Fischmarkt, wo du abends deinen Fisch kaufst und ihn dir an einem der Tische zubereiten lässt. Am ersten vollen Tag fährst du früh nach Ölüdeniz, bevor die Busse kommen, und am Nachmittag ins verlassene Dorf Kayaköy. Der zweite Tag gehört der Saklıkent-Schlucht, 50 Kilometer landeinwärts, eiskaltes Wasser, Gummischuhe mieten. Wer fliegen will, bucht den Tandemflug vom Babadağ für 70 bis 100 Franken, am besten am Morgen bei ruhiger Luft. Schlafen in einem Mittelklassehotel in Fethiye selbst, nicht in Hisarönü, dort ist es laut und englisch. Rückreise: 50 Kilometer zum Flughafen Dalaman, eine knappe Stunde über die D400, Auto dort abgeben, Rückflug meist mit Umstieg in Istanbul.

    Touren an diesem Stopp: Paragliding Tandemflug Babadağ ↗Bootstour 12 Inseln ↗Saklıkent-Schlucht und Tlos ↗

    Zum Reiseguide Fethiye →

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Was die Route kostet

Grobe Gesamtkosten pro Person in CHF für die ganze Route, Mittelklasse, zu zweit unterwegs. Flüge und Hotels schwanken saisonal, Details stehen auf den Reiseziel-Seiten.

  • Anreise 340 CHF
  • Unterkunft 420 CHF
  • Essen 330 CHF
  • Mobilität vor Ort 330 CHF
1'420 CHF
Gesamt pro Person · 10 Tage

Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Türkischer Lira (TRY). Der Kurs schwankt stark, deshalb stehen hier alle Preise in CHF. Kartenzahlung ist fast überall möglich, Bargeld brauchst du für Dolmuş, Märkte und Trinkgeld.

Mietwagen für diese Route

Mietwagen-Vergleich folgt, sobald der Partnerlink freigeschaltet ist. Bis dahin: direkt beim Vermieter oder am Zielflughafen vergleichen.

Tipps für die Route

Umgekehrt geht die Route genauso: Landen in Dalaman, Auto abgeben in Antalya. Das lohnt sich, wenn der Flug nach Dalaman deutlich günstiger ist, was im Frühling oft der Fall ist. Antalya hat aber mehr Direktflüge ab Zürich und Basel, und wer am Ende noch einen Tag Stadt will, ist dort besser aufgehoben als in Dalaman, wo es ausser dem Flughafen nichts gibt.

Die Einwegmiete zwischen Antalya und Dalaman verlangen die grossen Vermieter mit einem Zuschlag von rund CHF 40 bis 70. Buch das Auto vor der Reise online mit Vollkasko ohne Selbstbehalt und prüf beim Abholen Kratzer, Reifen und ob die HGS-Mautplakette aufgeklebt ist. Auf dieser Strecke gibt es keine Maut, die Plakette brauchst du nur, wenn du doch die Autobahn Richtung Izmir nimmst.

Die D400 ist gut ausgebaut, aber kurvig, und zwischen Finike und Kaş hängt sie hoch über dem Meer. Rechne mit 50 Kilometern pro Stunde, nicht mit 80. Türkische Fahrer überholen knapp und hupen kurz, das ist eine Ankündigung, keine Beleidigung. Nachts nicht fahren: unbeleuchtete Traktoren, Ziegen, Schlaglöcher am Rand.

Tankstellen gibt es in jedem Ort, Benzin kostet umgerechnet etwa so viel wie in der Schweiz, bezahlt wird mit Karte. Parkieren kostet in Kaş und Fethiye in Hafennähe eine Gebühr an den Mann mit der Weste, ein paar Franken pro Tag, das ist legal und üblich. In Kaleiçi in Antalya darfst du mit dem Auto gar nicht erst hinein, nutz den Parkplatz am Hadrianstor.

Hochsaison ist Juli und August: Strände ab zehn Uhr voll, Hotelpreise um die Hälfte höher, 35 Grad in den Ruinen. Mai, Juni, September und Oktober sind die richtigen Monate, das Meer hat ab Juni über 22 Grad und im Oktober noch 24. Im April kannst du schon fahren, baden ist dann aber kalt.

Pack leichte Wanderschuhe für Olympos und den Lykischen Weg, eine Stirnlampe für die Chimaira in der Dämmerung, Gummischuhe oder Sandalen für die Saklıkent-Schlucht und einen Sonnenhut, denn Patara und Perge haben keinen Schatten. Das e-Visum beantragst du vorher online, die Kreditkarte funktioniert überall, Bargeld brauchst du für Dolmuş, Parkwächter und Trinkgeld.

Häufige Fragen zur Route Lykische Küste

Wie lange braucht man für die Lykische Küste?

Zehn Tage sind der ehrliche Mittelweg: drei Quartiere, kein täglicher Hotelwechsel, Zeit für je einen Boots-, Ruinen- und Strandtag pro Ort. In sieben Tagen geht es mit zwei Nächten pro Stopp, dann fallen Meis oder die Saklıkent-Schlucht weg. Wer 14 Tage hat, hängt in Kaş oder Kalkan ein paar Badetage an.

Wann ist die beste Zeit für den Roadtrip?

Mai, Juni, September und Oktober. Dann hat das Meer 22 bis 26 Grad, die Ruinen sind bei 25 bis 30 Grad begehbar, und Hotels kosten rund ein Drittel weniger als im Hochsommer. Juli und August sind heiss und voll, im Winter sind viele Pensionen in Kaş und Çıralı geschlossen.

Geht die Route auch ohne Mietwagen?

Ja, mit Einschränkungen. Fernbusse und Dolmuş verbinden Antalya, Kaş und Fethiye mehrmals täglich entlang der D400, du brauchst für jede Etappe aber einen halben Tag. Olympos, Çıralı und Patara erreichst du mit Dolmuş-Umstieg an der Hauptstrasse. Was fehlt, ist die Freiheit, an jeder Bucht anzuhalten, und genau das macht diese Route aus.

Was kostet die Route pro Person?

Rechne mit rund CHF 1'400 pro Person zu zweit in der Mittelklasse: Flug 340, neun Hotelnächte 420, Essen 330, Mietwagen mit Benzin, Einwegmiete und Bootstouren 330. Extras wie Paragliding und Tauchen kommen mit je 70 bis 100 Franken obendrauf.

Wie ist das Fahren an der türkischen Küste?

Entspannter als sein Ruf. Die D400 ist asphaltiert, beschildert und ausserhalb der Städte wenig befahren. Was du brauchst, sind Geduld bei engen Überholmanövern, Vorsicht in Kreisverkehren, wo niemand die Vorfahrt ernst nimmt, und ein Verbot für Nachtfahrten. Polizeikontrollen sind häufig, Führerschein und Mietvertrag griffbereit halten, ein Schweizer Führerschein reicht.

Gibt es eine kürzere oder längere Variante?

Kürzer: Antalya auslassen, direkt ab Dalaman nach Fethiye und Kaş, sieben Tage, kein Einwegzuschlag. Länger: Vor Fethiye zwei Nächte in Kalkan einschieben, oder am Ende von Fethiye noch zwei Tage nach Göcek oder Dalyan mit den Felsengräbern am Fluss fahren. Dann wird die Route zwei Wochen lang.

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