Toyoko Inn Aomori Ekimae
Direkt vor dem Bahnhof Aomori, Standard-Zimmer der Kette, einfaches Frühstück inklusive. Fünf Minuten zum Hafen mit Nebuta-Museum und Markt, drei Minuten zum Bus nach Hirosaki und Oirase.
Japan · Tōhoku · Reiseguide
Was die nördlichste Stadt Honshus wirklich kostet, warum das Nebuta-Fest Anfang August die Reise wert ist und wie du Hirosaki, Oirase und den Towada-See in vier Tagen verbindest.
Foto: Han Sen / Pexels
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Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Flüge & Hotels schwanken saisonal stark – aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.
Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Yen (JPY). 1'000 Yen sind ungefähr CHF 6. Kartenzahlung funktioniert in Städten und Hotels, kleine Lokale, Tempel und Landbahnhöfe wollen oft Bargeld. Die IC-Karte (Suica oder ICOCA) auf dem Handy zahlt Bahn, Bus und Konbini. Flugzeit: 12 bis 14 Stunden, meist mit einem Umstieg.
Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.
Budget
Direkt vor dem Bahnhof Aomori, Standard-Zimmer der Kette, einfaches Frühstück inklusive. Fünf Minuten zum Hafen mit Nebuta-Museum und Markt, drei Minuten zum Bus nach Hirosaki und Oirase.
Kleine, aber gut ausgestattete Zimmer an der Shinmachi-dori, der Hauptstrasse mit dem Nebuta-Umzug. Grosses Bad im Haus, gute Lage für Restaurants und Izakaya, günstig ausser im August.
Im Zentrum von Hirosaki, 15 Minuten zu Fuss zur Burg, mit Onsen-Bad, Sauna und den Gratis-Ramen am Abend. Die beste Budget-Basis, wenn du Hirosaki statt Aomori zum Standort machst.
Mittelklasse
Ruhiges Stadthotel zwischen Bahnhof und Hafen, Zimmer mit 20 bis 25 Quadratmetern, gutes Frühstück mit lokalem Fisch. Die obere Mittelklasse Aomoris, oft günstiger als der Name vermuten lässt.
Komfortable Zimmer, gute Betten, zehn Minuten vom Bahnhof an der Grenze zum Ausgehviertel. Zuverlässige Kette, die in Aomori zu den besseren Adressen zählt.
Neueres Haus an der Shinmachi-dori, geräumige Zimmer, Waschmaschinen, Frühstück mit Nokke-don-Station. Beim Nebuta-Fest ziehen die Wagen direkt unten vorbei.
Luxus
Das einzige Hotel direkt am Oirase-Bach, mit Onsen-Becken im Freien, in das im Winter ein künstlicher Eisfall ragt, und Shuttle zum Shinkansen. Buffet mit Apfel-Themen, geführte Spaziergänge am Morgen. Teuer, aber die Lage gibt es kein zweites Mal.
Grosses Resort-Ryokan, das die Kultur der Präfektur inszeniert: Nebuta-Show jeden Abend, Pferdekutschen durch den Park, Onsen im Teich mit Apfelbad. Liegt in Misawa, 40 Minuten mit dem Zug von Hachinohe, mit Shuttle. Ideal mit Kindern.
Berghotel im Chalet-Stil auf 900 Metern mitten in den Hakkoda-Bergen, mit Holzbadehaus aus Hiba-Zypresse, französisch-japanischem Abendessen und Shuttle ab Bahnhof Aomori. Im Winter umgeben von Schneemonstern, im Herbst von roten Buchen.
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Zwanzig beleuchtete Papierriesen, Trommeln und tanzende Haneto ziehen ab 19 Uhr durch die Innenstadt, am 7. August mit Feuerwerk über dem Hafen. Gratis vom Strassenrand, Tribünenplätze CHF 20 bis 40. Hotels im Januar buchen.
Vier bis fünf Original-Nebuta des letzten Jahres in einer dunklen Halle, dazu Werkstatt-Einblicke und Trommel-Shows am Wochenende. Eintritt 620 Yen (CHF 4), direkt am Hafen neben dem Bahnhof, 60 bis 90 Minuten einplanen.
Der einzige originale Burgturm Tohokus, umgeben von 2'600 Kirschbäumen und Burggräben, die Ende April rosa werden. Park gratis, innerer Bereich 320 Yen. Ab Aomori 45 Minuten mit der Ou-Linie, dann Bus oder 25 Minuten zu Fuss.
Neun flache Kilometer am Bach entlang durch Buchenwald, Moos und ein Dutzend Wasserfälle, von Ishigedo bis zum Towada-See. Gratis, drei Stunden, mit JR-Bus oder Mietwagen ab Aomori. Mitte Oktober das beste Herbstlaub des Nordens.
Der Kratersee ist 327 Meter tief und kreisrund, die Fahrt von Nenokuchi nach Yasumiya dauert 50 Minuten und kostet 1'500 Yen (CHF 9). Nur April bis November. In Yasumiya steht die Bronze-Statue «Otome no Zo» am Ufer.
UNESCO-Welterbe am Stadtrand: eine Siedlung aus der Zeit um 3900 vor Christus mit rekonstruierten Langhäusern, einem sechs Säulen hohen Turm und Tausenden Fundstücken im Museum. Eintritt 410 Yen, Bus ab Bahnhof Aomori 30 Minuten.
Die Seilbahn (2'000 Yen hin und zurück) bringt dich auf 1'300 Meter, im Winter zu den vereisten Schneemonster-Tannen, im Sommer in Moorlandschaft mit Holzsteg. Danach ins Sukayu Onsen, das berühmte gemischte Holzbad «für tausend Personen», 600 Yen.
Für 2'000 Yen (CHF 12) kaufst du Marken und baust dir an den Ständen deine eigene Fischschale: Jakobsmuscheln, Lachsrogen, Thunfisch. Ab 7 Uhr, bis 15 Uhr, Dienstag geschlossen. Das beste Frühstück Aomoris.
Die Cidre-Brauerei am Hafen neben dem Bahnhof verkauft Apfelsaft, Cidre und Apfelkuchen, mit Degustationsautomaten (CHF 2 bis 4 pro Glas). Praktisch vor dem Zug, und in Hirosaki findest du am Apfelpark im Oktober die Selbstpflück-Felder.
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Aomori isst, was Meer und Boden hergeben: Jakobsmuscheln aus der Mutsu-Bucht, Thunfisch aus Oma, Äpfel in jeder Form, Knoblauch aus Takko und Ramen mit getrocknetem Fisch in der Brühe. Dazu Sake aus Reis, der im Schnee wächst. Es ist eine einfache, kräftige Küche zu Preisen, die weit unter denen Tokios liegen.
Eine Reisschale, die du dir selbst am Markt zusammenstellst: Du kaufst zehn Marken für 2'000 Yen (CHF 12), tauschst eine gegen Reis und den Rest gegen Jakobsmuscheln, Lachsrogen, Thunfisch, Tintenfisch oder Seeigel an den Ständen.
Tipp:Ab 7 Uhr morgens, Dienstag geschlossen, am Vormittag ist die Auswahl am besten.
Dick, süss, roh als Sashimi oder in der Muschelschale mit Miso und Ei gegrillt («Kaiyaki Miso»), das Hausgericht der Region. Ein gegrilltes Hotate CHF 3 bis 4, Kaiyaki Miso im Izakaya CHF 8.
Tipp:Kaiyaki Miso wird in der Muschelschale über der Flamme serviert; die Schale ist heiss, nicht anfassen.
Der berühmteste Thunfisch Japans wird vor der Nordspitze der Halbinsel Shimokita mit der Leine gefangen und erzielt auf Tokios Neujahrsauktion Millionenpreise. In Aomori kostet ein Teller Sashimi CHF 15 bis 25, in Oma selbst eine Schale CHF 20 bis 35.
Tipp:Ausserhalb der Saison kommt der Oma-Thunfisch tiefgekühlt, dann lieber lokale Makrele oder Tintenfisch bestellen.
Fuji, Tsugaru, Sekaiichi (bis 500 Gramm pro Apfel): knackig, süss, günstig am Markt (CHF 3 bis 5 pro Kilo). In Hirosaki backen über 40 Cafés Apfelkuchen, ein Stück CHF 3 bis 5.
Tipp:In der Touristeninformation Hirosaki gibt es eine Apfelkuchen-Karte mit allen Cafés und Bewertung nach Süsse und Zimt.
Klare Brühe aus getrockneten Sardinen (Niboshi) und Soja, dünne Nudeln, Bambus, Chashu. Schmeckt nach Meer, leicht und umami-stark. Eine Schale CHF 5 bis 8.
Tipp:Wer es intensiver will, bestellt «Nokko Niboshi», die trübe Version mit extra Fisch.
Eintopf aus Hachinohe mit Hühnchen, Pilzen und Gemüse, in den harte Reiscracker gebrochen werden, die weich und nudelig werden. Winteressen, CHF 8 bis 12.
Tipp:Die Cracker extra bestellen und selbst reinbrechen, dann bleiben sie bissfest.
Bäuerliche Suppe aus fein gehacktem Wurzelgemüse, Bergkräutern, Tofu und Miso, traditionell am 15. Januar gekocht. Mild, nahrhaft, im Winter auf vielen Ryokan-Karten. Im Lokal CHF 5 bis 8.
Tipp:Oft Teil des Frühstücks im Ryokan, einfach probieren, wenn es auf dem Tablett steht.
Denshu aus Aomori ist einer der gesuchtesten Sake Japans, Joku und Hachitsuru sind günstiger und gut. Dazu lokaler Cidre aus der A-Factory. Glas im Izakaya CHF 3 bis 6, Degustation an der A-Factory CHF 2 bis 4.
Tipp:Denshu ist selten, wenn ein Izakaya es auf der Karte hat, nimm ein Glas, die Flasche kriegst du kaum.
Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.
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Aomori heisst «blauer Wald» und ist als Stadt gerade mal 400 Jahre alt: 1624 liess der Fürst von Hirosaki an der Bucht einen Hafen anlegen, um Reis und Holz nach Edo zu verschiffen. Die eigentliche Macht sass im Landesinneren in Hirosaki, wo der Tsugaru-Clan 1611 seine Burg baute; der dreistöckige Turm von 1810 steht noch heute, als einziger originaler Burgturm Tohokus. Aomori selbst wurde erst 1871 Präfekturhauptstadt und 1908 mit der Eisenbahnfähre nach Hakodate zum Tor nach Hokkaido. 80 Jahre lang fuhren die Seikan-Fähren über die Tsugaru-Strasse, bis 1988 der 54 Kilometer lange Seikan-Tunnel öffnete, damals der längste Eisenbahntunnel der Welt. Die Fähre Hakkoda Maru liegt heute als Museum im Hafen. Im Juli 1945 brannten amerikanische Bomber fast 90 Prozent der Stadt nieder, deshalb siehst du hier kaum alte Gebäude. Viel älter ist die Gegend selbst: Die Ausgrabung Sannai-Maruyama am Stadtrand zeigt eine Siedlung der Jomon-Zeit, die um 3900 vor Christus bewohnt war, mit rekonstruierten Pfahlbauten und Tausenden Tonfiguren, seit 2021 UNESCO-Welterbe. Die Äpfel kamen 1875 mit amerikanischen Setzlingen, heute wächst in der Präfektur mehr als die Hälfte aller japanischen Äpfel, darunter der Fuji, 1939 in Fujisaki bei Hirosaki gezüchtet. Und das Nebuta-Fest, bei dem riesige beleuchtete Papierfiguren durch die Stadt gezogen werden, geht mindestens bis ins 18. Jahrhundert zurück.
Der Tohoku-Shinkansen Hayabusa fährt ab Tokio in knapp drei Stunden bis Shin-Aomori, reserviertes Ticket rund 17'700 Yen (CHF 106) pro Richtung. Von Shin-Aomori bringt dich ein Nahverkehrszug in sechs Minuten zum Bahnhof Aomori im Zentrum. Direkt ab Zürich gibt es keine Verbindung nach Aomori; der kleine Flughafen hat Inlandsflüge ab Tokio Haneda (CHF 80 bis 150 mit JAL) und Seoul. Für Hin- und Rückfahrt plus Hirosaki und Hakodate lohnt sich der JR East Tohoku Area Pass (fünf Tage, 30'000 Yen) oder, wenn Hokkaido dazukommt, der JR East-South Hokkaido Pass (35'000 Yen, sechs Tage). In der Stadt reichen deine Füsse und der Nebuta-Shuttlebus «Nebutan-go» (Tageskarte 700 Yen). Für Oirase und den Towada-See ist der JR-Bus ab Aomori (zwei Mal täglich, rund drei Stunden, 3'140 Yen) umständlich; zwei Tage Mietwagen für CHF 100 bis 130 plus Benzin geben dir deutlich mehr Freiheit, die Strassen sind leer und einfach.
In Aomori-Stadt wohnst du am besten in einem Businesshotel am Bahnhof oder an der Shinmachi-dori: Toyoko Inn, APA, Dormy Inn, Richmond, JAL City und Daiwa Roynet liegen alle in zehn Gehminuten, Doppelzimmer CHF 55 bis 100. Das Zentrum ist klein, der Hafen mit dem Nebuta-Museum und dem Markt fünf Minuten entfernt. Ehrlich gesagt ist Hirosaki, 45 Minuten mit dem Zug, als Basis charmanter: Burg, Samurai-Viertel, westliche Backsteinbauten, Apfelkuchen-Cafés und gute Hotels (Dormy Inn Hirosaki, Art Hotel Hirosaki City) für CHF 60 bis 90. Wer das Nebuta-Fest sehen will, muss aber in Aomori selbst schlafen, und dafür gilt: Zimmer für den 2. bis 7. August sind ein halbes Jahr vorher weg und kosten das Doppelte bis Dreifache. Für die Natur lohnt eine Nacht im Onsen: Hotel Jogakura in den Hakkoda-Bergen oder das Hoshino-Resort an der Oirase-Schlucht, CHF 200 bis 400 für zwei mit Halbpension.
Nebuta ist gratis, wenn du am Strassenrand stehst. Die reservierten Tribünensitze kosten CHF 20 bis 40 und werden ab Anfang Juli über die Tourismus-Website verkauft; sie lohnen sich am 5. und 6. August, wenn die Grossen Nebuta fahren, weil die Strasse dann fünf Reihen tief voll ist. Komm sonst um 17 Uhr und sichere dir einen Platz an der Shinmachi-dori. Zweite Falle: Apfelprodukte. Die Geschenkboxen im Bahnhof kosten CHF 15 bis 30 für hübsch verpackte Kekse; am Bauernmarkt Auga oder auf dem Markt von Hirosaki zahlst du für zwei Kilo frische Äpfel CHF 5. Dritte Falle: Der Towada-See ist im Winter praktisch geschlossen, die Boote fahren nicht, die Oirase-Strasse ist teils gesperrt, und ein Mietwagen kostet mit Winterreifen und Risiko mehr Nerven als er bringt. Im Winter sind das Nebuta-Museum, der Markt, Sake und die Schneemonster von Hakkoda (Seilbahn 2'000 Yen) das Programm.
Aomori hat zwei Daten, nach denen du planen solltest. Die Kirschblüte am Hirosaki-Schloss fällt auf Ende April bis Anfang Mai, also genau in die Golden Week: 2'600 Bäume, ein Burggraben voller rosa Blütenblätter («Hanaikada») und abends Beleuchtung. Es ist die schönste Kirschblüte Japans, und du teilst sie mit vielen Japanern; buche Hirosaki-Hotels im Dezember. Das Nebuta Matsuri läuft jedes Jahr vom 2. bis 7. August, Umzüge ab 19 Uhr, am letzten Tag nachmittags mit Feuerwerk über dem Hafen. Hirosaki hat parallel sein Neputa-Fest mit fächerförmigen Wagen (1. bis 7. August), ruhiger und ebenso schön. Herbstlaub an der Oirase-Schlucht und am Towada-See ist Mitte bis Ende Oktober am besten. Der Winter bringt ab Dezember bis zu drei Meter Schnee, Aomori ist statistisch die schneereichste Grossstadt der Welt; der Zug fährt trotzdem, nur die Berge sind dicht.
Wer nicht im August da ist, bekommt das Fest trotzdem: Das Nebuta-Museum Wa Rasse am Hafen zeigt in einer dunklen Halle vier bis fünf Original-Wagen des letzten Jahres, sechs Meter hoch, von innen beleuchtet, mit Samurai, Drachen und Dämonen aus Washi-Papier. Eintritt 620 Yen (CHF 4), am Wochenende gibt es Trommel-Vorführungen, in denen du selbst mitmachen darfst. Daneben liegt die Museumsfähre Hakkoda Maru (510 Yen), die bis 1988 nach Hokkaido fuhr. Fünf Minuten weiter im Furukawa-Fischmarkt holst du dir für 2'000 Yen (CHF 12) Marken und stellst dir am Stand «Nokke-don» zusammen: eine Reisschale, auf die du Jakobsmuscheln, Lachsrogen, Thunfisch und Tintenfisch von den Händlern legen lässt. Besser und günstiger isst du in Aomori nicht. Morgens ab 7 Uhr, Dienstag geschlossen. Am Nachmittag ist der Markt leer.
Die Oirase-Schlucht ist ein 14 Kilometer langer Bach, der vom Towada-See durch einen Wald aus Buchen, Moos und Farnen fliesst, mit einem Dutzend Wasserfällen am Weg. Der Wanderweg läuft flach dem Wasser entlang, die Strasse ist nie weit, du kannst also jederzeit in den Bus steigen. Der schönste Abschnitt sind die neun Kilometer von Ishigedo bis Nenokuchi am See, rund drei Stunden. Der Towada-See ist ein Kratersee auf 400 Metern, kreisrund, 327 Meter tief, mit einer Bootsfahrt von Nenokuchi nach Yasumiya (50 Minuten, 1'500 Yen). Ab Aomori fährt der JR-Bus Mizuumi-go morgens um 8 Uhr, rund drei Stunden bis Nenokuchi, zurück gegen 16 Uhr, Tageskarte 5'800 Yen (CHF 35). Mit Mietwagen bist du in 90 Minuten da und kannst die Hakkoda-Berge und das Schwefelbad Sukayu Onsen (600 Yen, berühmtes Holzbecken für 1'000 Personen) mitnehmen. Im Oktober ist es voll, im Juni grün und fast leer.
Drei bis vier Tage: ein Tag Aomori-Stadt mit Nebuta-Museum, Markt und Sannai-Maruyama, ein Tag Hirosaki mit Burg und Samurai-Viertel, ein Tag Oirase-Schlucht und Towada-See. Zum Nebuta-Fest kommt der Abend dazu. Wer eine Nacht in Hakkoda oder am Oirase im Onsen verbringt, braucht fünf Tage und bereut keinen davon.
Ja, es ist eines der drei grossen Sommerfeste Tohokus und ein Erlebnis, das du sonst nirgends bekommst: 20 beleuchtete Riesenfiguren, Trommeln, Flöten und Zehntausende tanzende «Haneto» in Festtracht. Das Kostüm kannst du für CHF 25 mieten und mitspringen. Der Preis dafür sind Hotels, die ein halbes Jahr vorher weg sind und das Doppelte kosten. Alternativ: Sendai (Tanabata) und Hirosaki (Neputa) am selben Wochenende.
Normalerweise vom 20. April bis Anfang Mai, der Höhepunkt liegt meist um den 25. April, also eine Woche vor der Golden Week. Die Stadt veröffentlicht jedes Jahr eine Prognose. Komm in der letzten Aprilwoche unter der Woche, dann hast du Blüte ohne Golden-Week-Preise. Der Hirosaki-Park ist am Tag gratis, der innere Burgbereich kostet 320 Yen.
Ideal sogar. Der Hokkaido-Shinkansen fährt ab Shin-Aomori in einer Stunde durch den Seikan-Tunnel nach Shin-Hakodate-Hokuto, Ticket 7'720 Yen (CHF 46). Der JR East-South Hokkaido Pass (sechs Tage, 35'000 Yen) deckt Tokio, Sendai, Aomori und Hakodate ab. Eine Route Tokio, Sendai, Aomori, Hakodate, Sapporo in zehn Tagen ist eine der besten Japanreisen, die du machen kannst.
Spürbar günstiger. Businesshotels liegen 20 bis 30 Prozent unter Tokio, ein Mittagessen mit Fisch kostet CHF 8 bis 12, Nokke-don am Markt CHF 12, ein Glas lokaler Sake CHF 3. Was ins Geld geht, sind die Anreise (Shinkansen CHF 106 pro Richtung) und ein Mietwagen für die Natur. Rechne mit CHF 90 bis 130 pro Person und Tag ohne Flug, im Businesshotel zu zweit.
Mehr als die Hälfte aller japanischen Äpfel wachsen hier, die Sorte Fuji wurde in der Nähe von Hirosaki gezüchtet. Die Früchte sind gross, süss und knackig, weil jeder Apfel einzeln eingetütet und gedreht wird. Saison ist Oktober und November, dann kostet ein Kilo am Markt CHF 3 bis 5. Ganzjährig gibt es Apfelkuchen in Hirosaki (über 40 Cafés), Apfelsaft mit 100 Prozent Frucht und Cidre aus der Brauerei A-Factory am Hafen.
Wer die Blüte im Süden verpasst, fährt in den Norden: In Tohoku blühen die Kirschen zwei bis drei Wochen später und mit deutlich weniger Touristen. Der Park der Burg Hirosaki in der Präfektur Aomori gilt mit 2600 Bäumen, Blütenteppichen auf dem Burggraben und Ruderbooten als schönster Ort des Landes, Vollblüte meist um den 20. bis 25. April. Kakunodate bei Nyuto Onsen zeigt hängende Kirschen entlang der Samuraihäuser, Kitakami einen zwei Kilometer langen Flussuferweg, Sendai blüht schon Mitte April. Mit dem Shinkansen ist Hirosaki gut vier Stunden von Tokio entfernt.
Für Reisende: Hirosaki hat wenige Hotels und ist während des Fests voll, Aomori-Stadt ist 45 Minuten entfernt; wer Ende April kommt, läuft direkt in die Golden Week.
Das spektakulärste Sommerfest Nordjapans: Jeden Abend von 19.10 bis 21 Uhr werden rund 20 riesige, von innen beleuchtete Papierfiguren (Nebuta), bis zu neun Meter breit, Krieger und Dämonen aus Mythen, durch die Strassen von Aomori gezogen, begleitet von Trommeln, Flöten und Tausenden hüpfenden Tänzern (Haneto), die «Rassera!» rufen. Mitmachen darf jeder, der das Kostüm trägt, Verleih in der Stadt für rund CHF 25. Am 7. August gibt es einen Umzug am Tag und abends eine Fahrt der Nebuta auf dem Meer mit Feuerwerk. 2,5 Millionen Besucher, Sitzplätze an der Strecke ab CHF 20, Stehen ist gratis.
Für Reisende: Hotels in Aomori sind ein Jahr vorher weg, Ausweichorte sind Hirosaki (Neputa-Fest 1. bis 7. August) und Hachinohe; dieselbe Woche bieten Akita das Kanto-Laternenfest (3. bis 6. August) und Sendai das Tanabata (6. bis 8. August).
Was ein paar Tage in der Millionenstadt des Nordens wirklich kosten, warum du hier Rinderzunge isst und wie du die 260 Inseln von Matsushima ohne Reisegruppe siehst.
Was eine Nacht im Holz-Ryokan am Fluss wirklich kostet, warum du Monate vorher buchen musst und wie du Zao, Yamadera und Kirschen im Juni zu einer Reise verbindest.
Was eine Nacht in den milchig-weissen Waldbädern von Akita wirklich kostet, wie du mit dem Akita-Shinkansen hinkommst und warum Kakunodate Ende April die bessere Kirschblüte ist.