Toyoko Inn Yamagata-eki Nishi-guchi
Standard-Businesshotel direkt am Bahnhof Yamagata, Frühstück inklusive, Shinkansen und Senzan-Linie vor der Tür. Die günstige Basis für Yamadera, Zao und den Bus nach Ginzan Onsen.
Japan · Tōhoku · Reiseguide
Was eine Nacht im Holz-Ryokan am Fluss wirklich kostet, warum du Monate vorher buchen musst und wie du Zao, Yamadera und Kirschen im Juni zu einer Reise verbindest.
Foto: 家豪 陳 / Pexels
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Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Yen (JPY). 1'000 Yen sind ungefähr CHF 6. Kartenzahlung funktioniert in Städten und Hotels, kleine Lokale, Tempel und Landbahnhöfe wollen oft Bargeld. Die IC-Karte (Suica oder ICOCA) auf dem Handy zahlt Bahn, Bus und Konbini. Flugzeit: 12 bis 14 Stunden, meist mit einem Umstieg.
Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.
Budget
Standard-Businesshotel direkt am Bahnhof Yamagata, Frühstück inklusive, Shinkansen und Senzan-Linie vor der Tür. Die günstige Basis für Yamadera, Zao und den Bus nach Ginzan Onsen.
Etwas besser ausgestattet als Toyoko Inn, Zimmer mit 18 Quadratmetern, gute Betten, drei Minuten zum Bahnhof, zehn Minuten zu Fuss ins Ausgehviertel Nanokamachi. Oft für unter CHF 70 zu haben.
Einfaches Kettenhotel mit Gratis-Frühstück und Kaffee, fünf Minuten vom Bahnhof, Zimmer schlicht und sauber. Für eine oder zwei Durchreisenächte völlig ausreichend.
Mittelklasse
Das JR-Hotel im Bahnhofsgebäude: grössere Zimmer, ruhige Lage, gutes Frühstück mit Imoni im Herbst, und du läufst mit dem Koffer direkt zum Tsubasa-Shinkansen. Die komfortabelste Stadt-Adresse Yamagatas.
Das grösste Haus in Ginzan Onsen, ein paar hundert Meter oberhalb des historischen Dorfs, mit Shuttle und den grosszügigsten Bädern, darunter ein Liegebecken mit Blick ins Tal. Nicht das Postkartenmotiv, dafür leichter zu buchen und mit Halbpension günstiger als die Häuser am Fluss.
Solides Onsen-Hotel im Dorf Zao mit eigener Quelle, Holzbad und Freiluftbecken, 300 Meter von der Seilbahn. Halbpension mit Yamagata-Rind. Im Winter Ski-in, im Sommer Ausgangspunkt für Okama und Dai-Rotenburo.
Luxus
Das Haus von 1921 mit dem Türmchen, das auf jedem Ginzan-Foto in der Mitte steht, registriertes Kulturgut. Holzzimmer mit Flussblick, Höhlenbad im Keller, Dach-Rotenburo, Kaiseki mit Yamagata-Rind. Bis zu ein Jahr vorher ausgebucht.
Von Kengo Kuma 2006 umgebaut: Bambusgitter, Glas und helles Holz hinter einer historischen Fassade, nur acht Zimmer, fünf private Bäder, Kaiseki in Ruhe. Das modernste und intimste Haus im Dorf, entsprechend schwer zu bekommen.
Am oberen Ende des Dorfs am Shirogane-Wasserfall, etwas abseits der Promenade und darum ruhiger. Freiluftbad mit Blick auf den Fall, Zimmer mit Zedernbad, sehr gutes Essen. Die beste Wahl, wenn Notoya und Fujiya voll sind.
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Um 16.30 Uhr gehen die Gaslaternen an, die Tagesbusse sind weg, die Holz-Ryokan spiegeln sich im Fluss. Gratis, 20 Minuten, im Yukata und mit den Holzsandalen des Ryokan. Im Winter mit Schnee das Bild, für das du gekommen bist.
Zwei Seilbahnen bringen dich auf 1'660 Meter zu den vereisten Tannen, von Mitte Januar bis Anfang März, abends beleuchtet. Hin und zurück 3'800 Yen (CHF 23), bei Wind geschlossen, Webcam am Morgen prüfen und warme Schuhe mitnehmen.
1'015 Stufen durch den Zedernwald zur Aussichtshalle Godaido über dem Tal, seit 860 ein Tempel, von Basho 1689 besungen. Ab Yamagata 20 Minuten mit der Senzan-Linie, Eintritt 300 Yen, zwei bis drei Stunden einplanen.
50 Pistenkilometer am Vulkan, Pulverschnee, die Abfahrt durch die Schneemonster und danach das Schwefelbad. Tageskarte rund 6'500 Yen (CHF 39), Miete CHF 30 bis 40. Unter der Woche fast leer, Dezember bis März.
Der runde Säuresee auf 1'600 Metern wechselt die Farbe zwischen türkis und grün, erreichbar Ende April bis Anfang November per Seilbahn und Wanderung oder Bus und Mautstrasse. Oben windig und kalt, auch im August eine Jacke mitnehmen.
Yamagata ist Japans Kirschen-Präfektur, im Juni öffnen die Plantagen: 30 bis 60 Minuten Pflücken und Essen nach Belieben für CHF 15 bis 25. Sato Nishiki ist die Sorte, süss und fest. Ab Yamagata 20 Minuten mit dem Zug nach Sakuranbo-Higashine.
Am ersten oder zweiten Sonntag im September kocht Yamagata im sechs Meter grossen Kessel 30'000 Portionen Imoni, mit einem Bagger als Kochlöffel. Zuschauen gratis, Portion 300 Yen, früh kommen, die Tickets sind am Mittag weg.
Yamagata isst mehr Soba als fast jede andere Präfektur, die «Soba-Strasse» in Murayama und Obanazawa (nahe Ginzan) reiht Bauern-Soba-Lokale aneinander. Ita-Soba auf dem Brett für zwei CHF 12 bis 15, Kochkurs CHF 30 bis 50.
Der Burgpark der Mogami-Fürsten mit Wassergraben und 1'500 Kirschbäumen (Mitte April), daneben das Präfekturgebäude von 1916 im englischen Renaissance-Stil, innen frei zu besichtigen. Gratis, zwei Stunden, zu Fuss vom Bahnhof.
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Yamagata ist eine Bauernküche mit Bergen, Flüssen und langem Winter: Imoni aus Taro und Rind, Soba vom eigenen Feld, Kirschen und Trauben, eingelegtes Gemüse zu jedem Essen und ein Sake, der zu den besten Japans zählt. Im Ryokan bekommst du das als Kaiseki, in der Stadt für ein paar Franken im Izakaya.
Eintopf aus Taro-Knollen (Satoimo), dünnen Rindfleischscheiben, Lauch und Konjak in Soja-Sud, cremig durch die Knollen, süsslich-herzhaft. Herbstgericht, in Izakaya CHF 8 bis 12, am Fest 300 Yen die Portion.
Tipp:Im Herbst leihen Supermärkte gratis Kessel aus, und die Flussufer sind voller Imoni-Gruppen; frag im Hotel nach einem Platz, manche Gäste werden eingeladen.
Dicke, dunkle Buchweizennudeln, kalt auf einem langen Holzbrett für zwei oder drei Personen serviert, mit Dip aus Soja und Dashi. Kräftig und nussig. Brett für zwei CHF 12 bis 15.
Tipp:Zum Schluss den heissen Kochsud (Soba-yu) in den Dip giessen und trinken, das gehört dazu.
Eines der drei grossen Wagyu-Rinder Japans, aus dem Süden der Präfektur, fein marmoriert und buttrig. Als Steak CHF 50 bis 90, als Sukiyaki ab CHF 40, als Mittagsmenu mit Hackfleisch-Bällchen CHF 15 bis 20.
Tipp:Das Mittagsmenu ist der günstige Einstieg; abends dasselbe Fleisch zum doppelten Preis.
Soja-Brühe mit Eiswürfeln, dünne Nudeln, Gurke, Chashu, in Yamagata 1952 erfunden, weil die Stadt im Sommer Japans Hitzerekorde hält. Erfrischend und ungewohnt, CHF 6 bis 9.
Tipp:Nur Mai bis September, im Winter steht es nicht auf der Karte.
Die Königin der japanischen Kirschen, hellrot, fest, süss, im Juni reif. Am Markt CHF 8 bis 15 für eine Schale, in Geschenkboxen CHF 50 und mehr. Selbstpflücken CHF 15 bis 25.
Tipp:Die teuren Geschenkboxen sind sortiert nach Grösse; am Stand gibt es die «unsortierten» zum halben Preis, gleich gut.
Nicht die Brühe, sondern fein gehackte Gurke, Aubergine, Myoga, Shiso und Okra in Soja, kühl auf heissen Reis oder Tofu. Das Sommergericht der Bauern, CHF 3 bis 5 als Beilage.
Tipp:Im Ryokan-Frühstück fast immer dabei, einfach über den Reis löffeln.
Konjak-Kugeln, stundenlang in Soja-Sud gekocht, am Spiess zu dritt mit Senf. Gummiartig, fast kalorienfrei, in Yamagata Kult. 100 bis 150 Yen pro Spiess.
Tipp:Heiss essen, mit einem Klecks Karashi-Senf, sonst schmeckt es nach wenig.
Yamagata hat als erste Präfektur eine geschützte Herkunft für Sake: Juyondai (Kult, selten), Dewazakura, Kudoki Jozu, Tatenokawa. Im Izakaya ab CHF 3 pro Glas, im Ryokan Degustations-Set CHF 8 bis 12.
Tipp:Frag nach «Yamagata no jizake, karakuchi» (lokal, trocken), dann bekommst du die gute Flasche statt der bekannten.
Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.
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Ginzan heisst «Silberberg», und genau das war der Ort: Um 1456 wurde im Tal Silber gefunden, in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts gehörte die Mine Nobesawa zu den drei grössten Japans, mit Tausenden Arbeitern in einem Tal, das heute 300 Einwohner hat. Als das Silber um 1689 versiegte, blieben die heissen Quellen, die Bergleute schon lange zum Baden genutzt hatten. Das Dorf, das du heute siehst, entstand nach einer Flut von 1913, die den Fluss Ginzan über die Ufer treten liess und fast alle Häuser zerstörte. Die Gastwirte bauten ihre Ryokan zwischen 1915 und 1930 neu, drei- und vierstöckig aus Holz, mit Holzbalkonen und Kote-e-Reliefs an den Fassaden, in einem Stil, der die Taisho-Ära (1912 bis 1926) mit ihrem Mix aus japanischer Tradition und westlichen Details zeigt. Die Gaslaternen an der Flusspromenade kamen später dazu, die Autos blieben draussen: Das Dorf ist bis heute autofrei. In den 1980er Jahren machte die NHK-Serie «Oshin», die hier spielt, den Ort in ganz Asien berühmt. Die Hauptstadt Yamagata, 50 Kilometer südlich, war Sitz der Mogami-Fürsten, deren Burg Kajo heute als Park mit Kirschbäumen dient. Der Dichter Basho stieg 1689 zum Bergtempel Yamadera hinauf, und am Zao-Vulkan östlich der Stadt wird seit den 1920er Jahren Ski gefahren, auf Hängen voller vereister Tannen, die die Japaner «Juhyo», Eisbäume, nennen und die Welt «Schneemonster».
Der Yamagata-Shinkansen Tsubasa fährt ab Tokio in rund drei Stunden bis Oishida, Ticket rund 13'000 Yen (CHF 78) mit Reservation; nach Yamagata-Stadt sind es zweieinhalb Stunden und 11'500 Yen (CHF 69). Ab Oishida bringt dich der Hanagasa-Bus in 40 Minuten nach Ginzan Onsen, 720 Yen (CHF 4.50), abgestimmt auf die Züge, die meisten Ryokan holen dich auch gratis am Bahnhof ab, wenn du vorher anrufst oder mailst. Innerhalb des Dorfs gibt es keinen Verkehr, es ist 300 Meter lang. Für Zao Onsen fährt der Bus ab Yamagata-Bahnhof 40 Minuten (1'000 Yen), nach Yamadera die Senzan-Linie 20 Minuten (240 Yen). Wer von Sendai kommt, nimmt dieselbe Senzan-Linie (eine Stunde nach Yamagata). Der JR East Tohoku Area Pass (fünf Tage, 30'000 Yen) deckt Tsubasa, Senzan-Linie und den Shinkansen nach Sendai ab, nicht aber die Busse. Mit dem Mietwagen ist es im Winter heikel: Die Strasse nach Ginzan ist schmal, der Parkplatz liegt oberhalb des Dorfs, und Schneeketten gehören dazu.
In Ginzan Onsen gibt es rund ein Dutzend Ryokan, alle klein, alle mit Halbpension, CHF 250 bis 500 für zwei Personen und Nacht. Notoya (das Fotomotiv mit dem Türmchen), Fujiya (von Kengo Kuma umgebaut, nur acht Zimmer), Ginzanso (grösser, 300 Meter oberhalb mit Shuttle und besten Bädern) und Takimikan (am Wasserfall, ruhig) sind die Namen, die funktionieren. Buche mindestens drei bis sechs Monate vorher, für Dezember bis Februar und Wochenenden eher ein Jahr; viele Häuser öffnen die Buchung genau sechs Monate im Voraus, und die Zimmer sind in Stunden weg. Eine Nacht reicht: Du kommst um 15 Uhr an, badest, isst Kaiseki, spazierst um 21 Uhr durch das leere Dorf, badest nochmals, frühstückst, fährst um 10 Uhr weiter. Die restlichen Nächte verbringst du in Yamagata-Stadt im Businesshotel (CHF 55 bis 110) oder in Zao Onsen, wo ein einfaches Ryokan mit Halbpension CHF 150 bis 250 für zwei kostet.
Die erste Falle: ohne Übernachtung kommen. Tagsüber ist Ginzan Onsen voll mit Bussen, das öffentliche Bad Shirogane-yu kostet 500 Yen und ist winzig, und das Bild mit Laternen und Schnee gibt es erst nach 17 Uhr, wenn die Busse weg sind. Seit 2025 ist der Tagesbesuch im Winter zwischen 17 und 20 Uhr nur noch mit Reservation und Shuttle möglich, Übernachtungsgäste haben Vorrang. Zweite Falle: Die günstigsten Zimmer in den Ryokan haben kein eigenes Bad und schauen auf die Rückseite; wer den Fluss sehen will, zahlt CHF 50 bis 100 mehr, und das ist hier gut angelegt. Dritte Falle: In Zao Onsen kostet die Seilbahn zu den Schneemonstern 3'800 Yen (CHF 23) hin und zurück, die abendliche Beleuchtung noch einmal extra, und bei Wind steht sie still. Prüfe am Morgen die Webcam. Viertens: Der Ryokan-Preis gilt pro Person, nicht pro Zimmer; Einzelreisende zahlen oft einen Aufschlag von 30 Prozent oder bekommen gar kein Zimmer.
Das klassische Ginzan-Bild ist Winter: Von Ende Dezember bis Ende Februar liegt verlässlich ein Meter Schnee, der Fluss dampft, die Gaslaternen gehen um 16.30 Uhr an. Dafür ist alles ausgebucht und teurer. Die Schneemonster in Zao sind von Mitte Januar bis Anfang März in Form, mit Abendbeleuchtung bis Ende Februar. Wer Ruhe will, kommt im Mai oder Juni: grünes Tal, Wasserfall voll, Ryokan halbleer und 20 Prozent günstiger, und im Juni ist Kirschenzeit; Yamagata produziert drei Viertel aller japanischen Kirschen (Sorte Sato Nishiki), auf den Plantagen um Higashine und Sagae pflückst du für CHF 15 bis 25 eine halbe Stunde so viel du magst. Mitte bis Ende Oktober färbt sich das Tal rot. Im September kocht ganz Yamagata Imoni, am ersten oder zweiten Sonntag im riesigen Kessel am Flussufer Mamigasaki (gratis Zuschauen, Portion 300 Yen). Meide Golden Week und Obon, dann sind selbst Yamagata-Businesshotels voll.
Zao Onsen kennt man als Skigebiet mit Schneemonstern. Dabei ist das Dorf auf 880 Metern ganzjährig eines der besten Onsen Tohokus: Das Wasser ist stark schwefelhaltig, milchig, mit einem pH von 1,5 so sauer, dass es Münzen schwärzt und die Haut nach dem Bad weich wie nach einem Peeling ist. Das grosse Freiluftbad Zao Onsen Dai-Rotenburo (700 Yen, Ende April bis Anfang November) liegt an einem Bach im Wald und fasst 200 Personen, am Morgen bist du fast allein. Die drei öffentlichen Gemeinschaftsbäder im Dorf (Kami-yu, Shimo-yu, Kawarayu) kosten je 200 Yen, einfache Holzbecken ohne Dusche, genau richtig für einen Onsen-Spaziergang. Im Sommer fährt die Seilbahn zum Gipfel und zum Kratersee Okama, dessen Farbe zwischen türkis und grün wechselt (Seilbahn 3'800 Yen oder Bus zur Okama-Strasse). Skifahren im Winter: Tageskarte rund 6'500 Yen (CHF 39), 50 Kilometer Pisten, viel Pulverschnee, Lifte etwas altmodisch, für Schweizer Verhältnisse günstig und leer unter der Woche.
Von Yamagata-Stadt bist du in 20 Minuten mit der Senzan-Linie in Yamadera (240 Yen). Der Tempel Risshaku-ji wurde 860 gegründet, 1'015 Stufen führen durch Zedern und an Felsnischen vorbei zur Godaido-Halle mit Blick ins Tal; rechne eine Stunde hoch mit Pausen, Eintritt 300 Yen. Im Winter ist der Weg gestreut, aber eisig, Stöcke helfen. Unten im Dorf isst du Soba, die Region ist für «Ita-Soba» bekannt, Buchweizennudeln auf einem Holzbrett für zwei (CHF 12 bis 15), oder die kalte «Hiyashi Ramen» aus Yamagata im Sommer. Zurück in Yamagata-Stadt gehst du abends in ein Izakaya und bestellst Imoni: einen Eintopf aus Taro-Knollen, Rindfleisch, Lauch und Konjak in Soja-Sud, das Herbstgericht der Region, CHF 8 bis 12. Dazu Yamagata-Sake (Juyondai ist der berühmteste und schwer zu kriegen, Dewazakura und Kudoki Jozu sind gut und günstig). Das Viertel Nanokamachi zwischen Bahnhof und Burgpark hat die meisten Lokale.
Für Dezember bis Februar und für Wochenenden mindestens sechs Monate, besser ein Jahr; viele Ryokan öffnen die Buchung sechs Monate im Voraus und sind am selben Tag voll. Für Mai, Juni und September reichen oft zwei bis drei Monate. Prüfe Booking.com, die eigene Website des Hauses und japanische Portale (Jalan, Rakuten Travel), die Kontingente unterscheiden sich. Als Plan B gibt es Ryokan in Oishida und Obanazawa, 15 Minuten entfernt.
Ja. Das Dorf ist 300 Meter lang, du siehst es in einer Stunde. Der Reiz liegt im Abend nach 17 Uhr und im Morgen vor 10 Uhr, wenn keine Tagesbesucher da sind, und im Ryokan selbst: Bad, Kaiseki, Yukata, Schnee vor dem Fenster. Zwei Nächte lohnen sich nur, wenn du wirklich abschalten willst oder Wintersturm riskierst. Den Rest der Zeit verbringst du besser in Zao oder Yamagata.
Mit Abendessen und Frühstück CHF 250 bis 350 für zwei in einem einfachen Zimmer ohne Flussblick, CHF 400 bis 600 mit Flussblick oder bei Fujiya und Notoya in den besten Zimmern. Dazu kommt die Kurtaxe von 150 Yen pro Person. Verglichen mit dem Preis für zwei Kaiseki-Essen im Restaurant (CHF 120 bis 160) relativiert sich das. Getränke beim Abendessen sind extra, Sake-Set ab CHF 8.
Technisch ja, ab Yamagata oder Sendai in zwei Stunden, ab Tokio mit knapp vier Stunden pro Richtung sehr lang. Du siehst dann das Dorf am Tag mit Reisegruppen, badest im kleinen öffentlichen Bad Shirogane-yu (500 Yen) oder benutzt das Fussbad am Fluss gratis. Im Winter ist der Abendbesuch für Tagesgäste seit 2025 reglementiert (Reservation, Shuttle ab Parkplatz). Wer das Laternenbild will, übernachtet.
Als Skigebiet allein nicht: 50 Pistenkilometer, mehrere kurze Lifte, wenig Steilhänge. Als Kombination schon: Tageskarte CHF 39, Pulverschnee fast täglich, die Fahrt durch die Schneemonster am Zangen-Hang ist einmalig, und nach dem Skifahren liegst du im Schwefelbad. Zwei Skitage mit Onsen-Abend sind der richtige Umfang, dann weiter. Ausrüstung mieten kostet CHF 30 bis 40 pro Tag, Grössen über 44 sind knapp.
Am einfachsten als Schlaufe ab Tokio: Shinkansen nach Yamagata (zweieinhalb Stunden), Zao, Yamadera, eine Nacht Ginzan Onsen, dann mit der Senzan-Linie nach Sendai (eine Stunde) und Matsushima, zurück nach Tokio in 90 Minuten. Fünf bis sechs Tage, alles mit dem JR East Tohoku Area Pass (CHF 180). Wer nach Norden weiter will, fährt von Sendai nach Aomori oder Hakodate.
Was ein paar Tage in der Millionenstadt des Nordens wirklich kosten, warum du hier Rinderzunge isst und wie du die 260 Inseln von Matsushima ohne Reisegruppe siehst.
Was die nördlichste Stadt Honshus wirklich kostet, warum das Nebuta-Fest Anfang August die Reise wert ist und wie du Hirosaki, Oirase und den Towada-See in vier Tagen verbindest.
Was eine Nacht in den milchig-weissen Waldbädern von Akita wirklich kostet, wie du mit dem Akita-Shinkansen hinkommst und warum Kakunodate Ende April die bessere Kirschblüte ist.