Basel Youth Hostel
Jugendherberge in einer alten Seidenbandfabrik direkt am Rhein, fünf Minuten zu Fuss vom Kunstmuseum. Doppelzimmer mit Bad, Frühstück inklusive, Innenhof mit Bach. Eine der besten Lagen der Stadt zum kleinsten Preis.
Schweiz · Zürich, Basel & Luzern · Reiseguide
Was ein Museumswochenende in Basel kostet, warum du im Sommer mit dem Rhein durch die Stadt treibst statt zu laufen und wie du mit der BaselCard die Hälfte der Eintritte sparst.
Foto: Sevi Schiegg / Pexels
Schieb die Werte auf deine Reise zurecht – der Rechner aktualisiert live (CHF).
Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Anreise heisst hier Bahn oder Auto ab der Schweiz, hin und zurück pro Person. Hotels schwanken saisonal stark, aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.
Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Schweizer Franken (CHF). Karten und Twint funktionieren praktisch überall, auch auf der Alp. Viele Läden nehmen Euro an, geben aber Franken zurück, zu einem schlechten Kurs. Trinkgeld ist im Preis inbegriffen, Aufrunden ist üblich. Anreise: Anreise mit Bahn (SBB) oder Auto, ab Zürich 1 bis 4 Stunden.
Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.
Budget
Jugendherberge in einer alten Seidenbandfabrik direkt am Rhein, fünf Minuten zu Fuss vom Kunstmuseum. Doppelzimmer mit Bad, Frühstück inklusive, Innenhof mit Bach. Eine der besten Lagen der Stadt zum kleinsten Preis.
Budget-Kette hinter dem Bahnhof SBB, kleine funktionale Zimmer, nichts mehr und nichts weniger. Mit dem Hotel-Ticket bist du in zehn Minuten am Marktplatz. Für alle, die das Geld lieber in Museen stecken.
Einfaches, ruhiges Hotel am Petersplatz neben der Universität, in Gehweite zur Altstadt und zum Spalenberg. Alkoholfrei und ohne Schnickschnack, dafür gut geführt und fair. Für Reisende, die zentral und günstig wollen.
Mittelklasse
Die Kette in ihrer besten Basler Lage: direkt am Barfüsserplatz, Altstadt und Rhein zu Fuss in fünf Minuten. Der bekannte Standard mit guten Betten und schöner Lounge. Für Städtereisende, die Lage über Zimmergrösse stellen.
Jugendstilhaus direkt am Kleinbasler Rheinufer mit Blick auf Münster und Mittlere Brücke, Restaurant mit Terrasse am Wasser. Zimmer unterschiedlich gross, die zum Rhein sind die teureren und die richtigen. Für alle, die Basel vom Fluss aus wollen.
Grosses, modernes Haus am Messeplatz in Kleinbasel, mit geräumigen Zimmern, Fitness und Blick auf die Stadt aus den oberen Stockwerken. Tram vor der Tür, Rheinufer in fünf Minuten. Ausserhalb der Messen preislich sehr fair.
Luxus
Eines der ältesten Stadthotels Europas, direkt am Rhein an der Mittleren Brücke, mit dem Drei-Sterne-Restaurant Cheval Blanc. Zimmer mit Flussblick, Terrasse über dem Wasser, Geschichte seit 1681. Für den Anlass, an dem Basel glänzen soll.
Kunst- und Kulturhotel in zwei Altstadthäusern am Leonhardsgraben, mit Zimmern, die von Künstlern gestaltet wurden, Theater und zwei Restaurants. Kein klassischer Luxus, aber einzigartig in Basel. Für Kunstreisende, die das Hotel als Teil des Programms sehen.
Sichtbeton-Designhotel der Krafft-Gruppe nahe Aeschenplatz, mit Restaurant Eatery und Bar, die auch Basler besuchen. Fünf Minuten zu Fuss zum Kunstmuseum und zum Bahnhof. Für Design-Reisende, die das Grandhotel zu klassisch finden.
Buchst du über diese Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.
Das beste Kunstmuseum der Schweiz im Renzo-Piano-Bau mit Park, Monet, Rothko, Giacometti und grossen Wechselausstellungen. Eintritt CHF 25 bis 30, mit BaselCard die Hälfte, bis 25 Jahre gratis. Mit Tram 6 in 20 Minuten, zwei bis drei Stunden einplanen.
Älteste öffentliche Kunstsammlung der Welt mit der grössten Holbein-Sammlung, im Neubau die Moderne von Picasso bis Warhol. Eintritt CHF 26 für alle Häuser, in der letzten Stunde und am ersten Sonntag im Monat gratis. Zwei bis drei Stunden.
Münster mit Pfalz-Terrasse über dem Rhein (Turm CHF 6), das rote Rathaus am Marktplatz, Spalenberg und Spalentor. Geführte Tour ab CHF 20 mit BaselCard-Rabatt, zwei Stunden. Auf eigene Faust kostenlos.
Von Juni bis September 20 bis 40 Minuten mit der Strömung durch die Stadt treiben, Kleider im wasserdichten Sack. Wickelfisch ab CHF 30, danach Bier an der Buvette für CHF 5 bis 6. Nur bei grüner Fahne und als sicherer Schwimmer.
Die klappernden Maschinenskulpturen von Jean Tinguely im Mario-Botta-Bau direkt am Rhein, mit Knöpfen zum Drücken. Eintritt CHF 18, bis 16 Jahre gratis. Das Museum, das Kinder und Erwachsene gleichermassen begeistert, eineinhalb Stunden.
Mit Tram 8 über die Grenze zum Architekturpark mit Bauten von Gehry, Hadid, Herzog & de Meuron und dem Vitra Design Museum. Campus gratis, Museum rund CHF 15, Architekturführung CHF 16. Halber Tag, auch das VitraHaus mit Ausstellung ist gratis.
Die Basler Personenschifffahrt fährt ab Schifflände rheinaufwärts bis Rheinfelden oder zum Dreiländereck in den Hafen, CHF 20 bis 35, eineinhalb bis vier Stunden. Für CHF 2 setzen dich alternativ die vier Seilfähren hinüber.
Römerstadt in Augst, 15 Minuten mit S-Bahn: Theater für 10'000 Menschen, rekonstruiertes Römerhaus, Museum mit dem Silberschatz von Kaiseraugst. Gelände gratis, Museum CHF 8. Halber Tag, im August mit Römerfest.
Der «Zolli» mitten in der Stadt, seit 1874, mit Vivarium, Elefantenhaus und Affenhaus. Eintritt CHF 21, mit BaselCard die Hälfte. Für Familien ein halber Tag, zu Fuss vom Bahnhof SBB in zehn Minuten.
Buchst du über diese Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.
Basel isst zwischen drei Ländern: Elsässer Flammkuchen, badischer Wein und schweizerische Beizenküche kommen auf denselben Tisch. Die Stadt hat ein eigenes Gebäck, eine eigene Suppe und einen Rheinufer-Sommer, in dem alles auf Holzbänken gegessen wird. Preise liegen leicht unter Zürich, bleiben aber schweizerisch.
Harte, würzige Honig-Lebkuchen mit Kirsch, Mandeln und kandierter Schale, mit Zuckerglasur, seit dem Mittelalter. Eine 300-Gramm-Dose kostet CHF 12 bis 16, sie halten monatelang.
Tipp:Jakob's ist die kleinere, ältere Manufaktur von 1753 und etwas kräftiger im Geschmack.
Dunkel geröstete Mehlsuppe mit Zwiebeln und Käse, das Frühstück am Morgestraich um 4 Uhr. An der Fasnacht in jeder Beiz CHF 8 bis 12, sonst nur in traditionellen Lokalen.
Tipp:Dazu gehört Zwiebelwähe oder Käsewähe, beides ebenso Fasnachtsklassiker.
Der hauchdünne elsässische Teigfladen mit Rahm, Speck und Zwiebeln, in Basel überall zu Hause. CHF 18 bis 24 im Lokal, CHF 12 bis 15 am Stand der Herbstmesse.
Tipp:Im Elsass fünf Tramstationen weiter kostet derselbe Flammkuchen die Hälfte.
Die Schweizer Nationalwurst, am Rhein auf dem Einweggrill oder an der Buvette, eingeschnitten und knusprig. CHF 6 bis 8 mit Brot und Senf.
Tipp:Grillieren am Ufer ist erlaubt, die Basler bringen ihre Wurst selbst mit, Coop und Migros liegen an der Greifengasse.
Käse, Brot, Früchte und Wurst vom Stadtmarkt, der täglich ausser sonntags vor dem Rathaus steht. Für CHF 12 bis 15 bist du satt, mit Kaffee aus einem der Marktcafés.
Tipp:Freitag und Samstag sind die grossen Markttage, dann sind auch die Bauern aus dem Elsass da.
Fastenwähe ist ein Kümmelgebäck in Brezelform, das nur von Dreikönig bis Fasnacht gebacken wird, CHF 2 bis 3. Der Osterfladen, eine Griess-Tarte mit Rosinen, ist der Frühlingsklassiker, CHF 5 bis 8 pro Stück.
Tipp:Beides gibt es nur saisonal, dann aber in jeder Bäckerei der Stadt.
Saure Kalbsleber mit Rösti, Basler Hausmannskost in Weissweinsauce mit Essig und Schalotten. Im Lokal CHF 32 bis 40.
Tipp:Bestell dazu einen Riesling-Silvaner aus dem Markgräflerland, das passt und ist günstig.
Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.
Buchst du über diese Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.
Basel liegt am Rheinknie, dort wo der Fluss nach Norden abbiegt, und diese Lage hat die Stadt zu dem gemacht, was sie ist: Handelsplatz, Grenzstadt, Umschlagplatz für Ideen. Die Römer gründeten gegenüber die Koloniestadt Augusta Raurica, deren Theater in Augst noch steht. Das Bistum Basel entstand im 7. Jahrhundert, das Münster aus rotem Sandstein wurde nach dem Erdbeben von 1356 neu gebaut, dem stärksten, das Mitteleuropa je getroffen hat. 1431 bis 1449 tagte in Basel ein Konzil, und 1460 stiftete Papst Pius II. die Universität, die älteste der Schweiz. Mit ihr kamen die Buchdrucker, und mit den Druckern Erasmus von Rotterdam, der hier 1536 starb und im Münster begraben liegt. Hans Holbein der Jüngere malte in Basel, bevor er nach London ging. 1501 trat Basel der Eidgenossenschaft bei, 1529 wurde es reformiert, 1833 zerstritt sich Stadt und Land so gründlich, dass es seither zwei Halbkantone gibt. Die Seidenbandindustrie des 18. Jahrhunderts brachte die Farbenchemie hervor, aus Ciba, Geigy und Sandoz wurden Novartis und Roche, deren Türme von Herzog & de Meuron heute die höchsten Gebäude der Schweiz sind. Die Kunstsammlung der Stadt geht auf das Amerbach-Kabinett von 1661 zurück, die erste öffentliche Kunstsammlung der Welt. Daraus wurde ein Basel mit rund 40 Museen auf 175'000 Einwohner, der Art Basel als wichtigster Kunstmesse der Welt und der Fasnacht, die seit 2017 UNESCO-Kulturerbe ist und die Stadt drei Tage lang nicht schlafen lässt.
Basel hat drei Bahnhöfe: Basel SBB für die Schweiz und Frankreich, den Badischen Bahnhof für die Deutsche Bahn, dazu den französischen Teil am SBB. Ab Zürich bist du in 53 Minuten da (Retour mit Halbtax rund CHF 35), ab Bern in 55 Minuten, ab Luzern in einer Stunde. Aus Deutschland fahren ICE ab Frankfurt in drei Stunden, ab Freiburg im Breisgau in 40 Minuten direkt zum Basel SBB. Der EuroAirport liegt auf französischem Boden und ist mit dem Bus 50 in 20 Minuten im Zentrum, für Reisende aus der Schweiz aber kaum relevant. Das Wichtigste: Jedes Hotel in Basel gibt dir das Mobility-Ticket, mit dem Tram und Bus in der ganzen Stadt gratis sind, für die gesamte Aufenthaltsdauer. Deshalb steht bei uns null Franken für den Nahverkehr. Das Tramnetz ist dicht und grün, die Linien 8 und 11 fahren sogar nach Deutschland und Frankreich. Ein Auto ist überflüssig, die Innenstadt ist weitgehend autofrei, und Parkhäuser kosten CHF 2.50 bis 4 pro Stunde. Zu Fuss ist die Altstadt in 20 Minuten durchquert, über den Rhein bringen dich vier Fähren, die nur an einem Seil hängen und von der Strömung getrieben werden, für CHF 2 pro Fahrt.
Grossbasel ist die Altstadt mit Münster, Marktplatz und den teureren Hotels, Kleinbasel das andere Rheinufer mit Messe, Rheingasse, Bars und günstigeren Betten. Ein Mittelklasse-Doppelzimmer kostet normalerweise CHF 150 bis 220, und dann kommt die Falle: Während der Art Basel im Juni, der Baselworld-Nachfolgemessen und der Swissbau vervierfachen sich die Preise, Budget-Zimmer kosten plötzlich CHF 400, und ganze Wochen sind ausgebucht. Prüf den Messekalender, bevor du buchst. Die Jugendherberge im St. Alban-Tal liegt in einem alten Seidenbandfabrik-Gebäude direkt am Rhein, fünf Minuten vom Kunstmuseum, und ist mit CHF 120 fürs Doppelzimmer eine der besten Lagen der Stadt. Die Ketten (Motel One, Ibis, Hyperion) sitzen rund um den Bahnhof SBB und die Messe, beides mit Tram in zehn Minuten überall. Für Charme: Die kleinen Hotels in der Rheingasse und am Spalenberg. Für Rheinblick zahlst du im Les Trois Rois ab CHF 600, im Krafft in Kleinbasel ab CHF 220 für dieselbe Aussicht aus der anderen Richtung. Am Wochenende sind Basler Hotels oft günstiger als unter der Woche, weil die Pharma-Geschäftsreisenden fehlen.
Basel hat 40 Museen, und du wirst nicht alle schaffen, also hier die ehrliche Auswahl. Die Fondation Beyeler in Riehen (Tram 6, 20 Minuten) ist das beste Kunstmuseum der Schweiz: Renzo-Piano-Bau im Park, Monet, Rothko, Giacometti, Picasso, dazu Wechselausstellungen auf Weltniveau. Eintritt CHF 25 bis 30, montags oft günstiger, Jugendliche bis 25 gratis. Das Kunstmuseum Basel (CHF 26 für alle drei Häuser) hat die grösste Holbein-Sammlung der Welt und im Neubau die Moderne; am ersten Sonntag im Monat und täglich in der letzten Stunde ist die Sammlung gratis. Das Museum Tinguely am Rhein (CHF 18) mit den rasselnden Maschinen ist das, was Kindern am besten gefällt. Das Vitra Design Museum liegt in Weil am Rhein auf deutschem Boden, mit dem Tram 8 erreichbar, Eintritt rund CHF 15, der Campus mit Gebäuden von Gehry, Hadid und Herzog & de Meuron ist gratis. Die BaselCard bekommst du im Hotel automatisch und halbiert die meisten Eintritte. Der Museums-Pass-Musées (CHF 149 für ein Jahr) lohnt sich ab dem dritten Besuch im Dreiland. Unser Rat für zwei Tage: Beyeler, Kunstmuseum und Tinguely, der Rest ist Zugabe.
Von Juni bis September treibt halb Basel nach Feierabend den Rhein hinunter, und du machst mit. Du brauchst einen Wickelfisch, den wasserdichten Schwimmsack, in den Kleider, Schuhe und Handy passen, ab CHF 30 in jedem Basler Sportgeschäft oder am Kiosk. Einstieg ist beim Museum Tinguely oder an der Schaffhauserrheinweg-Treppe, Ausstieg spätestens bei der Johanniterbrücke, vorher an den Treppen des Kleinbasler Ufers. Die Strecke dauert 20 bis 40 Minuten, du schwimmst nicht, du lässt dich treiben und steuerst zum Ufer. Regeln: Nur bei grüner Fahne, nie bei Hochwasser, nicht unter den Brücken-Pfeilern, kein Alkohol vorher, und die Schiffe haben Vortritt. Das Wasser hat im Sommer 20 bis 24 Grad. Danach sitzt du mit den Baslern auf der Buvette am Kleinbasler Ufer, den Sommerbars zwischen Mittlerer Brücke und Wettsteinbrücke, mit Bier für CHF 5 bis 6 und Blick auf das Münster. Wer nicht treiben will: Die Rheinbadhüsli Breite und St. Johann sind Holzbäder im Fluss mit Eintritt um CHF 5. Und für CHF 2 setzen dich die Fähren jederzeit trocken ans andere Ufer.
Die Basler Fasnacht beginnt am Montag nach Aschermittwoch um 4 Uhr morgens mit dem Morgestraich: Alle Lichter gehen aus, Tausende Piccolos und Trommeln setzen gleichzeitig ein, und die bemalten Laternen ziehen durch die dunkle Stadt. Das ist protestantisch, diszipliniert und das Gegenteil des rheinischen Karnevals. Drei Tage lang laufen die Cliquen, am Dienstag ist der Kinder- und Guggemusik-Tag, am Donnerstag um 4 Uhr ist alles vorbei. Für Zuschauer: Keine Kostüme, das machen nur Aktive, du kaufst eine Blaggedde (Fasnachtsabzeichen, CHF 10 bis 50), die die Fasnacht finanziert, und du stellst dich nicht in den Weg. Hotels sind Monate vorher ausgebucht, also früh planen oder aus Zürich für den Morgestraich anreisen, der erste Zug um 5 Uhr ist zu spät, die Basler Hotels haben dafür Nachtpauschalen. Sonst: Juni bis September für den Rhein, aber die Art Basel in der dritten Juniwoche meiden, wenn du nicht wegen der Kunst kommst. Der Herbstmesse Ende Oktober mit Riesenrad auf dem Münsterplatz und der Weihnachtsmarkt auf dem Barfüsserplatz sind die anderen Höhepunkte. Januar und Februar sind grau, aber ideal für Museen zu normalen Preisen.
Basel ist der einzige Ort in Mitteleuropa, an dem du in einer Stunde in drei Ländern sein kannst. Das Dreiländereck selbst ist ein Pylon im Rheinhafen Kleinhüningen, mit dem Tram 8 erreichbar, nicht spektakulär, aber die Hafenbars und das Silo mit Aussichtsplattform lohnen den Abend. Mit dem Tram 8 fährst du weiter nach Weil am Rhein zum Vitra Campus, mit dem Tram 3 nach Saint-Louis ins Elsass. Die Deutschen und Franzosen kommen zum Arbeiten nach Basel, die Basler fahren zum Einkaufen rüber: Lebensmittel sind in Weil und Lörrach 30 bis 40 Prozent günstiger, und für Reisende heisst das, dass ein Abendessen in einem elsässischen Winstub in Huningue oder Saint-Louis CHF 20 bis 30 kostet statt CHF 40. Für Geschichte: Augusta Raurica in Augst, 15 Minuten mit der S-Bahn, ist die grösste römische Ruinenstadt nördlich der Alpen, mit Theater für 10'000 Zuschauer, das Gelände ist gratis, das Museum mit dem Silberschatz kostet CHF 8. Für Wein und Dörfer ist das Markgräflerland zwischen Basel und Freiburg der Ausflug: Badenweiler mit Thermalbad, Staufen, die Weinstuben um Schliengen, mit der S-Bahn oder dem Auto in 30 bis 45 Minuten, zum halben Schweizer Preis.
Mit der Bahn: ab Zürich in 53 Minuten, ab Bern 55 Minuten, ab Luzern eine Stunde, Retour mit Halbtax CHF 35 bis 45. Aus Deutschland ICE ab Frankfurt in drei Stunden, ab Freiburg in 40 Minuten, aus Wien der Railjet über Zürich. Ein Auto brauchst du nicht: Jedes Hotel gibt dir ein Mobility-Ticket, mit dem Tram und Bus gratis sind, und die Altstadt ist weitgehend autofrei.
Für zwei Personen und zwei Nächte rund CHF 360 bis 440 für ein Mittelklasse-Hotel, CHF 55 pro Person und Tag fürs Essen und CHF 50 bis 60 pro Person für zwei bis drei Museen mit BaselCard. Nahverkehr ist mit dem Hotel-Ticket gratis. Insgesamt CHF 650 bis 800 ohne Anreise. Während der Art Basel im Juni das Doppelte bis Dreifache.
Juni bis September für das Rheinschwimmen und die Buvetten am Ufer, mit Ausnahme der Art-Basel-Woche Mitte Juni, in der die Hotels explodieren. Die Fasnacht im Februar oder März ist einzigartig, muss aber Monate vorher gebucht werden. Für Museen sind Oktober bis April ideal, dann ist die Stadt ruhig und die Preise sind normal.
Du musst sie nicht kaufen, du bekommst sie bei jeder Hotelübernachtung automatisch. Sie enthält gratis Tram und Bus, 50 Prozent auf fast alle Museen, den Zoo und Stadtführungen und gratis WLAN. Zwei Museumsbesuche sparen damit rund CHF 25 pro Person. Wer ohne Hotelübernachtung kommt, nimmt eine Tageskarte des TNW für CHF 11.
Ja, von Juni bis September tun das Tausende täglich. Du brauchst einen wasserdichten Wickelfisch für deine Kleider (ab CHF 30), steigst beim Museum Tinguely ein und treibst 20 bis 40 Minuten bis zu den Treppen in Kleinbasel. Nur bei grüner Fahne, nur als sicherer Schwimmer, nicht bei Hochwasser oder nach starkem Regen. Die Schiffe haben immer Vortritt.
Zwei volle Tage für Altstadt, Münster, Fondation Beyeler, Kunstmuseum und einen Abend am Rhein. Mit Tinguely, Vitra Campus, Augusta Raurica und einem Ausflug ins Elsass oder Markgräflerland werden es drei bis vier Tage. Basel eignet sich auch als Basis für den Schwarzwald und das Elsass, beide in 30 bis 60 Minuten erreichbar.
Die «drey scheenschte Dääg»: Am Montag nach Aschermittwoch erlischt um Punkt 4 Uhr die Strassenbeleuchtung der Innenstadt, und Tausende Pfeifer und Tambouren ziehen mit bemalten Laternen los, der Morgestraich. 72 Stunden lang folgen Cortèges am Montag- und Mittwochnachmittag, Guggenkonzerte am Dienstagabend und Schnitzelbänke, gereimte Spottverse in Basler Dialekt, in den Beizen. Die Basler Fasnacht ist UNESCO-Kulturerbe und das Gegenteil von Köln: Zuschauer verkleiden sich nicht, Konfetti (Räppli) wird nur von den Cliquen geworfen, und die Stimmung ist melancholisch-feierlich statt partylaut. Eintritt gibt es keinen, die Fasnachtsplakette ab CHF 10 finanziert die Cliquen und gilt als Anstandspflicht. Hotels in Basel sind für den Montag seit Monaten weg und doppelt so teuer, Zürich ist eine Stunde entfernt, die ersten Züge sind aber zu spät für den Morgestraich.
Für Reisende: Für den Morgestraich eine Nacht in Basel oder in Lörrach und Weil am Rhein buchen, dort ist es günstiger; danach Mehlsuppe und Zwiebelwähe in einer Beiz, die ab 4 Uhr öffnen.
Was ein Wochenende in Zürich wirklich kostet, warum du im Sommer eine Badi brauchst statt eines Museums und wie du mit Halbtax und Tageskarte die Stadt und den Uetliberg zum halben Preis bekommst.
Was drei Tage in Luzern mit einem Berg und einem Schiff wirklich kosten, warum du Pilatus, Rigi und Titlis nicht alle brauchst und wie du mit Halbtax und Saver Day Pass die Bergbahnen halbierst.
Was ein Tag oder ein Wochenende am grössten Wasserfall Europas wirklich kostet, warum die Nordseite besser ist als Schloss Laufen und weshalb du Schaffhausen nicht nur als Umsteigebahnhof sehen solltest.
Was ein Wanderwochenende im Alpstein wirklich kostet, wann du zum Äscher musst, damit du ihn nicht nur auf dem Handy der anderen siehst, und warum zwei Nächte besser sind als der Tagesausflug.