Schweiz · Roadtrip · 14 Tage

Grand Tour of Switzerland

Die offizielle Grand Tour ist 1'600 Kilometer lang und braucht drei Wochen. Diese Version nimmt die besten 900 Kilometer davon: Seen, Matterhorn, Weinterrassen und zwei Altstädte in zwei Wochen, mit sieben Quartieren statt täglichem Zügeln.

Die Route, Tag für Tag

  1. Tag 1 bis 2

    Zürich: Altstadt, Badi und noch kein Auto

    Du startest in Zürich, aber ohne Mietwagen: Den holst du erst am Morgen des dritten Tages am Hauptbahnhof oder am Flughafen, denn zwei Tage Parkhaus kosten CHF 70 und bringen dir nichts. Mit der 24-Stunden-Tageskarte der Zone 110 fährst du Tram, Bus und Schiff. Am ersten Tag Niederdorf, Grossmünster, Lindenhof, dann die Bahnhofstrasse nur durchqueren und am See entlang zur Badi Utoquai oder im Frühsommer an den Oberen Letten an der Limmat. Abends Kreis 4 oder 5, Langstrasse, Markthalle im Viadukt. Am zweiten Tag mit der S10 auf den Uetliberg, eine Stunde Gratwanderung zur Felsenegg, Gondel hinunter nach Adliswil. Nachmittags Kunsthaus oder Landesmuseum, je nach Wetter. Schlafen in einem Mittelklassehotel in Zürich West oder Oerlikon, rund CHF 200 das Doppelzimmer, am Wochenende günstiger als unter der Woche. Weiter nach Luzern: Auto übernehmen, 55 Kilometer über die A4 und A14, knapp eine Stunde, mit Abstecher zum Ägerisee anderthalb.

    Touren an diesem Stopp: Altstadt-Rundgang Zürich ↗Schifffahrt auf dem Zürichsee ↗

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  2. Tag 3 bis 4

    Luzern: Kapellbrücke, Pilatus und das Schiff als Tram

    In Luzern stellst du das Auto für zwei Tage ins Parkhaus beim Bahnhof oder ins Hotel, CHF 30 bis 40 pro Tag, und bewegst dich zu Fuss und per Schiff. Am Ankunftstag Kapellbrücke vor neun oder nach achtzehn Uhr, wenn die Gruppen weg sind, dann Museggmauer mit den begehbaren Türmen, gratis, und abends ein Tisch in der Altstadt abseits der Reussgassen. Der zweite Tag gehört einem Berg, nicht dreien: Die Goldene Rundfahrt auf den Pilatus kombiniert Schiff nach Alpnachstad, die steilste Zahnradbahn der Welt, Luftseilbahn nach Kriens und Bus zurück, rund CHF 115 ohne, CHF 58 mit Halbtax. Bei Föhnsturm fährt die Bahn nicht, dann Rigi oder Verkehrshaus. Schlafen in einem Mittelklassehotel zwischen Bahnhof und Altstadt, im Sommer CHF 220 bis 280 das Doppelzimmer, in Weggis am See günstiger. Weiter nach Interlaken: 70 Kilometer über Sarnen und den Brünigpass, eine gute Stunde, mit Halt am Lungernsee und in Brienz eher drei.

    Touren an diesem Stopp: Pilatus Goldene Rundfahrt ↗Stadtführung Luzern ↗Vierwaldstättersee Schifffahrt ↗

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  3. Tag 5 bis 6

    Interlaken: Zwei Seen und ein Blick auf die Jungfrau

    Interlaken ist die Basis, nicht das Ziel, und das Auto nützt dir hier endlich etwas. Am ersten Nachmittag fährst du die Südseite des Brienzersees nach Iseltwald, parkierst oberhalb des Dorfs und gehst eine Stunde dem Ufer entlang zu den Giessbachfällen, zurück mit dem Schiff. Am zweiten Tag entscheidest du dich: Jungfraujoch über Grindelwald Terminal und Eiger Express, rund CHF 125 mit Halbtax, Reservation inklusive, oder für ein Viertel des Preises die Schynige Platte mit der alten Zahnradbahn ab Wilderswil und der Panoramawanderung Richtung Oberberghorn. Bei bedecktem Himmel ist das Joch verschwendetes Geld, schau morgens auf die Webcam. Abends Harder Kulm mit der Standseilbahn, Aussichtsplattform über beiden Seen. Schlafen in Unterseen oder Matten statt am Höheweg, Mittelklasse CHF 180 bis 240, Parkplatz meist gratis. Weiter nach Täsch: 170 Kilometer über Meiringen, den Grimselpass und das Goms, vier Stunden mit Fotohalten, Abstecher auf die Furka zum Rhonegletscher eine Stunde extra. Alternative bei Passwetter: Autoverlad Kandersteg bis Goppenstein, zwei Stunden.

    Touren an diesem Stopp: Jungfraujoch ab Interlaken ↗Paragliding Tandem Interlaken ↗

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  4. Tag 7 bis 9

    Zermatt: Auto in Täsch, Gornergrat vor acht

    Zermatt ist autofrei, deshalb stellst du den Wagen für drei Tage ins Matterhorn Terminal Täsch, rund CHF 17 pro Tag, und fährst mit dem Shuttlezug in zwölf Minuten hinauf, alle zwanzig Minuten, rund CHF 9 pro Strecke. Drei Nächte sind hier Pflicht, weil das Matterhorn Wetterlaunen hat und du einen klaren Morgen brauchst. Für den nimmst du die erste Gornergratbahn gegen sieben Uhr, mit Halbtax rund CHF 65 retour, steigst auf dem Rückweg in Rotenboden aus und gehst am Riffelsee vorbei nach Riffelberg hinunter, das Spiegelbild gibt es nur bei Windstille vor neun. Der zweite Tag gehört dem Glacier Paradise auf 3'883 Metern oder, günstiger, der Wanderung von Sunnegga über Findeln nach Zermatt mit Rösti im Weiler. Der dritte Tag ist Puffer: Zmutt, Gornerschlucht, Dorfkern mit den alten Stadeln. Schlafen in einem Mittelklassehotel in Winkelmatten oder in Täsch selbst, wenn du sparen willst, CHF 220 bis 300 statt 350. Weiter nach Lausanne: Täsch, Visp, A9 durch das Rhonetal, 170 Kilometer, 2 Stunden 15.

    Touren an diesem Stopp: Gornergrat und Riffelsee ↗Matterhorn Glacier Paradise ↗

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  5. Tag 10 bis 11

    Lausanne und Montreux: Lavaux, Chillon und der See

    Am Genfersee ist das Auto wieder Nebensache, aber für einen Tag perfekt: Du fährst von Montreux nach Chillon, Schlossbesuch am Morgen, dann die schmale Corniche durch das Lavaux über Chexbres, Rivaz und Epesses, hältst an einem Caveau für ein Glas Chasselas, nicht für den Fahrer, und schläfst in Vevey oder Montreux, wo das Parkhaus CHF 25 bis 30 kostet. Am zweiten Tag lässt du es stehen und nimmst Zug und Schiff: nach Lausanne mit der Metro M2 vom See hinauf zur Kathedrale, Olympisches Museum oder nur der Park davor, nachmittags das CGN-Dampfschiff zurück nach Montreux, mit Halbtax die Hälfte, eineinhalb Stunden Panorama. Wer die Weinberge zu Fuss will, steigt in Lutry aus und wandert anderthalb Stunden nach Cully, flach, mit Rebbergmauern auf beiden Seiten. Im Juli ist das Montreux Jazz Festival, dann sind die Hotels doppelt so teuer und du buchst ein halbes Jahr voraus. Mittelklasse sonst CHF 180 bis 220. Weiter nach Bern: A12 über Fribourg, 100 Kilometer, 1 Stunde 15, über Gruyères mit Schlossbesuch ein halber Tag.

    Touren an diesem Stopp: Schloss Chillon Eintritt ↗Lavaux Weintour ↗Genfersee Schifffahrt ↗

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  6. Tag 12

    Bern: Ein Tag Altstadt und ein Bad in der Aare

    Bern ist die einzige Station mit nur einer Nacht, und das reicht, weil die UNESCO-Altstadt kompakt ist und du zu Fuss schneller bist als mit allem anderen. Auto ins Parkhaus Casino oder Rathaus, CHF 30 bis 40 für 24 Stunden, dann sechs Kilometer Lauben: Zytglogge zur vollen Stunde, Münster mit Turm, Münsterplattform über der Aare, Bärenpark, Rosengarten für den Blick zurück auf die Dächer. Nachmittags im Sommer das, was Berner tun: oberhalb des Bärenparks in die Aare steigen und bis zum Marzili treiben, Ausstiegsstangen beachten, nur für sichere Schwimmer und nur bei Wassertemperatur über 18 Grad. Im Regen ersetzt das Zentrum Paul Klee den Fluss. Abends Berner Platte oder Tagesmenü in einer Beiz in der Gerechtigkeitsgasse, dazu Meringues mit Doppelrahm. Schlafen in einem Mittelklassehotel in der unteren Altstadt, CHF 180 bis 220, das Bern Ticket aus dem Hotel macht Tram und Bus gratis. Weiter nach Basel: A1 und A2, 100 Kilometer, 1 Stunde 10, über Solothurn und die Aare-Altstadt eine Stunde mehr.

    Touren an diesem Stopp: Altstadtführung Bern ↗Zentrum Paul Klee ↗

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  7. Tag 13 bis 14

    Basel: Museen, Rheinschwimmen und Rückgabe

    Basel beendet die Runde dort, wo die Schweiz an zwei Länder stösst. Den Mietwagen gibst du am besten gleich am Ankunftsnachmittag am Bahnhof SBB ab, dann sparst du eine Nacht Parkhaus und bist das Auto los, bevor du mit der BaselCard aus dem Hotel gratis Tram fährst und die Hälfte der Museumseintritte sparst. Am ersten Abend Münster, Pfalz-Terrasse über dem Rhein, Fähre hinüber nach Kleinbasel, Bier an der Rheingasse. Der zweite Tag gehört der Fondation Beyeler in Riehen, mit dem Tram 6 in zwanzig Minuten, dem besten Kunstmuseum des Landes, und am Nachmittag im Sommer dem Rheinschwimmen: Wickelfisch kaufen, am Museum Tinguely einsteigen, bis zur Johanniterbrücke treiben, 20 Minuten, nur bei Pegel und Temperatur, die die Stadt freigibt. Schlafen in Kleinbasel, Mittelklasse CHF 160 bis 200, aber nicht in Messewochen wie der Art Basel im Juni, dann kosten dieselben Zimmer CHF 400. Rückreise: Ab Basel SBB nach Zürich 53 Minuten, nach Bern 55 Minuten, oder den Mietwagen erst hier abgeben und selbst fahren.

    Touren an diesem Stopp: Fondation Beyeler ↗Altstadtführung Basel ↗

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Was die Route kostet

Grobe Gesamtkosten pro Person in CHF für die ganze Route, Mittelklasse, zu zweit unterwegs. Flüge und Hotels schwanken saisonal, Details stehen auf den Reiseziel-Seiten.

  • Anreise 60 CHF
  • Unterkunft 1'300 CHF
  • Essen 840 CHF
  • Mobilität vor Ort 850 CHF
3'050 CHF
Gesamt pro Person · 14 Tage

Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Schweizer Franken (CHF). Karten und Twint funktionieren praktisch überall, auch auf der Alp. Viele Läden nehmen Euro an, geben aber Franken zurück, zu einem schlechten Kurs. Trinkgeld ist im Preis inbegriffen, Aufrunden ist üblich.

Mietwagen für diese Route

Mietwagen-Vergleich folgt, sobald der Partnerlink freigeschaltet ist. Bis dahin: direkt beim Vermieter oder am Zielflughafen vergleichen.

Tipps für die Route

Die Route funktioniert auch umgekehrt, ab Basel über Bern an den Genfersee, dann Zermatt, Berner Oberland, Luzern und zuletzt Zürich. Das lohnt sich, wenn du aus Deutschland oder Frankreich anreist und in Basel günstig ein Auto bekommst. Die offizielle Grand Tour ist im Uhrzeigersinn beschildert, du fährst dann gegen die braunen Schilder, was nichts macht.

Mietwagen in der Schweiz kosten im Sommer CHF 60 bis 90 pro Tag für eine Mittelklasse, zwei Wochen also rund CHF 900 bis 1'200 plus Benzin. Einwegmiete Zürich nach Basel kostet bei den meisten Vermietern wenig oder nichts, weil beides Inland ist. Die Autobahnvignette für CHF 40 ist bei Schweizer Mietwagen immer dabei, bei einem Auto aus Deutschland oder Österreich kaufst du sie online als E-Vignette.

Pässe sind der Luxus dieser Route und ihr Risiko: Grimsel und Furka öffnen je nach Schnee Ende Mai oder erst Mitte Juni und schliessen im Oktober. Der Lötschberg-Autoverlad Kandersteg bis Goppenstein fährt das ganze Jahr, alle 30 Minuten, rund CHF 30 pro Auto, und ist bei Nebel oder Regen die ehrlichere Wahl. Zustand aller Pässe: TCS oder die Webcams der Kantone.

Halbtax für CHF 190 im Jahr lohnt sich schon auf dieser einen Reise, weil alle Bergbahnen dieser Route es anerkennen: Pilatus, Jungfraujoch, Gornergrat, Harder Kulm, Rochers-de-Naye, dazu die Schiffe. Wer im Ausland wohnt, kauft die Swiss Half Fare Card für einen Monat, rund CHF 120, oder prüft den Swiss Travel Pass, der aber nur ohne Auto wirklich aufgeht.

In den Städten parkierst du im Hotel oder im Parkhaus und läufst, auf der Strasse ist die blaue Zone auf 90 Minuten begrenzt und die Busse kostet CHF 40. Tempolimits ernst nehmen: 120 auf der Autobahn, 80 ausserorts, 50 innerorts, 30 in vielen Quartieren, die Radarbussen sind hoch und kommen über den Vermieter nach Hause. Benzin kostet CHF 1.80 bis 2.00 pro Liter.

Hotels sind der grösste Posten, und zwei Regeln drücken ihn: In Städten wohnst du an Wochenenden günstiger, in den Bergen unter der Woche. Juni und September haben dieselbe Landschaft wie der Juli, aber 20 bis 30 Prozent tiefere Preise und offene Pässe. Buch Zermatt und Interlaken drei Monate voraus, die Städte reichen sechs Wochen, ausser Montreux im Jazz-Juli und Basel während der Art.

Häufige Fragen zur Route Grand Tour of Switzerland

Wie lange braucht man für die Grand Tour of Switzerland?

Die komplette offizielle Grand Tour mit 1'600 Kilometern braucht mindestens drei Wochen, und selbst dann bist du täglich am Fahren. Diese verkürzte Version mit 900 Kilometern und sieben Quartieren schaffst du in 14 Tagen ohne Hetze. In zehn Tagen geht es, wenn du Zürich und Basel auf je eine Nacht kürzt und Bern auslässt.

Wann ist die beste Zeit für die Route?

Mitte Juni bis Ende September, weil dann Grimsel und Furka offen sind, die Seen Badetemperatur haben und die Bergbahnen den Sommerfahrplan fahren. Juni und September sind günstiger und leerer als Juli und August. Im Winter ist die Route mit Auto trotzdem machbar, dann über Kandersteg und ohne Pässe, dafür mit Winterreifen und Schneeketten im Kofferraum.

Geht die Route auch ohne Auto?

Ja, sogar besser, als du denkst: Alle sieben Orte liegen am Bahnnetz, und der Swiss Travel Pass oder ein Halbtax mit Sparbilletten kostet weniger als Mietwagen plus Parkhäuser. Du verlierst die Pässe und Iseltwald zur frühen Stunde, gewinnst dafür den Glacier Express, den GoldenPass und die Schiffe, die in beiden Pässen inbegriffen sind.

Was kostet die Grand Tour pro Person?

Rechne mit rund CHF 3'050 pro Person zu zweit in der Mittelklasse: Anreise ab Zürich oder Basel 60, 13 Hotelnächte 1'300, Essen 840, Mietwagen mit Benzin, Vignette, Parkhäusern und Bergbahnen 850. Die Schweiz ist ehrlich teuer, aber Mittagsmenüs, Coop-Picknicks und das Halbtax drücken die Summe spürbar.

Wie ist das Fahren in der Schweiz?

Entspannt und streng zugleich: Strassen in Topzustand, klare Beschilderung, aber Tempokontrollen überall und hohe Bussen. Auf Passstrassen gilt Bergfahrt vor Talfahrt, Postautos haben immer Vortritt, auf engen Stellen hupen sie dreiklangig vor der Kurve. Bergab im kleinen Gang fahren, nicht auf der Bremse. In Zermatt endet die Fahrt in Täsch, das ist keine Option, sondern Gesetz.

Gibt es eine kürzere oder längere Variante?

Kürzer: Zürich, Luzern, Interlaken, Zermatt und zurück nach Zürich in acht Tagen, dann ohne Genfersee, Bern und Basel. Länger: Nach Zermatt zwei Tage ins Tessin über den Nufenen und von Lugano über den San Bernardino nach Chur zurück, dann bist du nahe an der offiziellen Grand Tour und brauchst 18 bis 21 Tage.

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