Gstaad

Schweiz · Bern & Berner Oberland · Reiseguide

Gstaad

Was eine Woche im Saanenland im Sommer und im Winter wirklich kostet, warum Gstaad günstiger sein kann, als sein Ruf, und wo du die Berge ohne Pelzmantel bekommst.

Foto: Abhishek Navlakha / Pexels

Was kostet deine Reise nach Gstaad?

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3'010 CHF
≈ 1'505 CHF pro Person
  • Anreise 180 CHF
  • Unterkunft 1'150 CHF
  • Essen 650 CHF
  • Transport vor Ort 250 CHF
  • Skipass Gstaad Mountain Rides (6 Tage) 780 CHF

Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Anreise heisst hier Bahn oder Auto ab der Schweiz, hin und zurück pro Person. Hotels schwanken saisonal stark, aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.

Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Schweizer Franken (CHF). Karten und Twint funktionieren praktisch überall, auch auf der Alp. Viele Läden nehmen Euro an, geben aber Franken zurück, zu einem schlechten Kurs. Trinkgeld ist im Preis inbegriffen, Aufrunden ist üblich. Anreise: Anreise mit Bahn (SBB) oder Auto, ab Zürich 1 bis 4 Stunden.

Hotel-Empfehlungen

Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.

Budget

Gstaad Saanenland Youth Hostel

Saanen, Gstaad

Moderne Jugendherberge in Saanen, zwei Minuten vom Bahnhof, im Chaletstil mit Familienzimmern, Frühstück inklusive und Zugang zum Sportzentrum nebenan. Mit Gästekarte fahren Bahn und Bergbahnen gratis. Die günstigste Art, im Saanenland zu schlafen.

ab CHF 60 / Nacht Ansehen →

Hotel Landhaus Saanen

Dorf, Saanen

Einfacher Dorfgasthof in Saanen mit Holzzimmern, Restaurant mit Oberländer Küche und fairen Preisen, fünf Minuten zu Fuss vom Bahnhof. Für alle, die das Tal wollen und auf die Promenade verzichten können.

ab CHF 130 / Nacht Ansehen →

Hotel Bären Gsteig

Dorf, Gsteig bei Gstaad

Historischer Gasthof von 1756 im Bauerndorf Gsteig am Talende, mit geschnitzter Fassade, einfachen Zimmern und Beiz mit Käseküche. Postauto ab Gstaad in 15 Minuten, Startpunkt für Glacier 3000 und Wanderungen zum Arnensee.

ab CHF 140 / Nacht Ansehen →

Mittelklasse

Hotel Arc-en-ciel Gstaad

Eggli, Gstaad

Familiengeführtes Chalet-Hotel beim Eggli-Lift, zehn Minuten zu Fuss vom Dorfzentrum, mit Hallenbad, Spa und einer der besten Pizzerien des Tals. Für Familien, die Gstaad ohne Palace-Preise wollen.

ab CHF 220 / Nacht Ansehen →

Hotel Bernerhof Gstaad

Bahnhof, Gstaad

Vier-Sterne-Haus direkt beim Bahnhof und am Anfang der Promenade, mit Hallenbad, Spa, Kinderprogramm und mehreren Restaurants. Zentral, familienfreundlich, seit Jahrzehnten dieselbe Familie. Im Sommer deutlich günstiger als im Winter.

ab CHF 240 / Nacht Ansehen →

ERMITAGE Wellness- & Spa-Hotel

Schönried, Gstaad

Wellnesshotel am Sonnenhang in Schönried mit grossem Spa, Aussenpool und Blick über das Tal, fünf Bahnminuten von Gstaad, Pisten vor der Tür. Für alle, denen Spa wichtiger ist als Promenade; preislich ist das Fünf-Sterne-Haus eigentlich schon Luxusklasse.

ab CHF 450 / Nacht Ansehen →

Luxus

Gstaad Palace

Palacestrasse, Gstaad

Das Märchenschloss über dem Dorf seit 1913, in dritter Generation der Familie Scherz, mit Spa, Pool, dem GreenGo-Club im Keller und einer Gästeliste von Grace Kelly bis Madonna. Teuer, formell, einzigartig. Im Sommer ab CHF 700, im Winter ab CHF 1'200.

ab CHF 700 / Nacht Ansehen →

The Alpina Gstaad

Oberbort, Gstaad

Das jüngere Luxushaus von 2012 oberhalb des Dorfes, Chalet-Architektur mit Six Senses Spa, Sternerestaurant Sommet und japanischem Megu. Moderner als das Palace, ähnlich teuer, für alle, die Design mit Holz wollen.

ab CHF 800 / Nacht Ansehen →

Park Gstaad

Wispilenstrasse, Gstaad

Fünf-Sterne-Haus an der Wispile-Bahn mit grosszügigem Spa, Hallen- und Aussenpool und Garten, in Gehdistanz zur Promenade. Etwas weniger Mythos als Palace und Alpina, dafür oft CHF 200 bis 300 günstiger pro Nacht bei gleichem Standard.

ab CHF 550 / Nacht Ansehen →

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Erlebnisse, die sich lohnen

Glacier 3000 mit Peak Walk

Seilbahn ab Col du Pillon in 15 Minuten auf 2'971 Meter, Hängebrücke zwischen zwei Gipfeln, Alpine Coaster, Blick vom Mont Blanc bis zum Eiger. CHF 85 retour, Halbtax CHF 43, Skipass inklusive. Postauto ab Gstaad 30 Minuten, drei bis vier Stunden.

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Lauenensee und Geltenfälle

Postauto ab Gstaad in 25 Minuten (Gästekarte gratis), Rundweg um den Moorsee in 45 Minuten, Aufstieg zu den Geltenfällen in 90 Minuten, im Sommer Baden. Gratis bis aufs Postauto, halber bis ganzer Tag, Kinderwagen bis zum See möglich.

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Wispile-Höhenweg zum Lauenensee

Gondel ab Gstaad auf die Wispile (CHF 30 retour, Gästekarte gratis), dann über den Grat mit Blick auf Gummfluh und Wildhorn zum Lauenensee in drei Stunden, zurück mit Postauto. Eine der schönsten Höhenwanderungen des Oberlands, Juni bis Oktober.

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Käsekeller der Molkerei Gstaad

Unter dem Molkerei-Laden lagern 3'000 Laibe Saanenkäse, einige über zehn Jahre alt. Führung mit Degustation ab CHF 15 mit Voranmeldung, eine Stunde. Danach Hobelkäse und zweijährigen Saaner im Laden kaufen.

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Saanen: Kirche St. Mauritius und Holzhäuser

Spaziergang durch den Hauptort mit geschnitzten Chalets aus dem 17. und 18. Jahrhundert, Fresken von 1470 in der Kirche, Museum der Landschaft Saanen (CHF 8). Zwei Kilometer flach ab Gstaad dem Fluss entlang, zwei Stunden, gratis.

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GoldenPass nach Montreux

Panoramabahn über Rougemont, Château-d'Oex und die Kehren von Les Avants hinunter zum Genfersee, 1 Stunde 45, mit Halbtax rund CHF 20 pro Strecke, GoldenPass Express mit Prestige-Klasse gegen Zuschlag. Als Tagesausflug mit Schloss Chillon kombinieren.

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Ballonfahrt ab Château-d'Oex

Das Ballondorf der Schweiz, zehn Minuten mit der Bahn: Fahrten über das Pays-d'Enhaut ab CHF 400 pro Person, ganzjährig bei ruhigem Wetter, im Januar die internationale Ballonwoche gratis vom Boden aus. Ballonmuseum CHF 8.

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Gstaad Menuhin Festival

Sieben Wochen klassische Musik von Mitte Juli bis Anfang September in den Kirchen von Saanen, Rougemont und Lauenen und im Festivalzelt. Kirchenkonzerte ab CHF 30, Zelt CHF 80 bis 250, früh buchen. Ein Konzert in der Kirche Saanen ist der Gstaad-Abend schlechthin.

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Skitag Gstaad Mountain Rides

Zweihundert Pistenkilometer zwischen Zweisimmen, Saanenmöser, Eggli und Glacier 3000, sonnig und selten voll, im Februar am schneesichersten. Tagespass online CHF 70 bis 80, Mietski ab CHF 45, Skibus inklusive. Dezember bis März.

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Essen & Trinken

Das Saanenland ist Käseland: Der Saanenkäse reift jahrelang, der Hobelkäse kommt hauchdünn auf den Tisch, und auf jeder Alp wird im Sommer gekäst. Dazu kommt die Nähe zum Welschland mit Fondue und Meringues aus Gruyère. Die Spanne reicht vom Sternerestaurant im Alpina bis zur Käseschnitte in der Dorfbeiz in Gsteig, und die Beiz gewinnt meistens.

Saanenkäse und Hobelkäse

Molkerei Gstaad an der Promenade und Alpkäsereien auf Wispile und Eggli

Hart gereifter Alpkäse, zwei bis zehn Jahre alt, mit dem Hobel in Rollen geschnitten. CHF 5 pro 100 g für zweijährigen, CHF 10 für zehnjährigen, als Hobelkäse-Plättli in der Beiz CHF 18 bis 25.

Tipp:Den Hobelkäse als Rolle mit Brot und Birnen essen, dazu ein Glas Weisswein aus dem Waadtland.

Käsefondue moitié-moitié

Dorfgasthöfe in Saanen, Gsteig und Lauenen

Halb Gruyère, halb Vacherin Fribourgeois, die welsche Variante von gleich hinter dem Pass, im Saanenland oft mit Saanenkäse verfeinert. CHF 30 bis 45 pro Person, in Saanen und Gsteig günstiger als in Gstaad.

Tipp:Fondue im Tal ist welsch geprägt: mit Kirsch, Brot und am Schluss die Kruste, die Religieuse.

Meringues mit Doppelrahm

Cafés in Château-d'Oex und Rougemont, Confiserien in Gstaad

Hier mit Gruyère-Doppelrahm, der dicker ist als die Oberländer Nidle, und oft mit Beeren. CHF 10 bis 15 als Dessert, in Château-d'Oex und Rougemont ein Muss.

Tipp:Die Double-Crème wird extra serviert, du nimmst so viel, wie du magst, und das ist viel.

Käseschnitte

Bergbeizen auf Eggli, Wispile und Rinderberg

Brot in Weisswein getränkt, mit Saanenkäse überbacken, mit Schinken, Ei oder Tomaten. Das Mittagessen auf der Alp und in jeder Dorfbeiz, CHF 18 bis 26.

Tipp:Die «Saaner Schnitte» mit Hobelkäse ist die lokale Variante.

Alpabzug-Küche: Siedfleisch und Suppe

Dorffeste in Lauenen, Saanen und Gsteig im September

Im September beim Alpabzug in Lauenen und Saanen gibt es Siedfleisch mit Meerrettich, Gerstensuppe und Alpkäse von der Älplerin direkt, CHF 15 bis 25 am Fest.

Tipp:Der Alpabzug in Lauenen hat Zeitfenster, früh kommen, dann siehst du die geschmückten Kühe und bekommst noch Suppe.

Hot Chocolate und Kuchen auf der Promenade

Cafés und Confiserien an der Promenade Gstaad

Das einzige, was du an der Promenade kaufen solltest: heisse Schokolade mit Rahm für CHF 8 bis 9 und ein Stück Kuchen für CHF 7, mit Blick auf vorbeiflanierende Hunde im Mantel.

Tipp:Im Winter nach dem Skitag, im Sommer auf der Terrasse, drinnen ist es teurer als draussen gefühlt.

Saaner Bauernbrot und Rahmtäfeli

Bäckereien in Saanen und Gstaad, Hofläden im Lauenental

Dunkles Brot vom Dorfbäcker, dazu die kleinen Karamellbonbons aus Rahm, die das Saanenland wie das Nachbartal Simmental macht. Brot CHF 5 bis 7, Täfeli CHF 6 pro Säckchen.

Tipp:Rahmtäfeli halten wochenlang und sind das Mitbringsel für CHF 6 statt CHF 600.

Food-Tour buchen: Gstaad

Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.

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Geschichte & Hintergrund

Gstaad war bis ins 20. Jahrhundert ein Weiler der Gemeinde Saanen, und Saanen ist bis heute der politische Hauptort, mit der Kirche St. Mauritius von 1444 und den geschnitzten Holzhäusern, die das Saanenland prägen. Die Region gehörte im Mittelalter den Grafen von Greyerz und kam 1555 nach deren Konkurs an Bern, weshalb das Saanenland zwar bernisch spricht, aber kulturell zwischen Oberland und Welschland liegt; die Nachbarorte Rougemont und Château-d'Oex sind französischsprachig. Die Saaner lebten vom Käse: Der Saanenkäse, hart und jahrelang gelagert, wurde über die Pässe nach Italien gehandelt, und noch heute reifen im Molkerei-Keller in Gstaad Laibe, die älter als zehn Jahre sind. Alles änderte sich 1905, als die Montreux-Berner Oberland-Bahn den Ort erreichte und die Engländer aus Montreux den Weg in die Berge fanden. 1913 eröffnete das Gstaad Palace auf dem Hügel über dem Dorf, ein Märchenschloss mit Türmen, das bis heute im Besitz der Familie Scherz ist. Internate wie das Institut Le Rosey, das seit 1916 im Winter von Rolle nach Gstaad zieht, brachten die Kinder der reichen Familien, die später selber kamen: Julie Andrews, Elizabeth Taylor, Roger Moore, Bernie Ecclestone. Yehudi Menuhin gründete 1957 das Festival, das heute Gstaad Menuhin Festival heisst und jeden Sommer sieben Wochen klassische Musik in die Kirchen und ein Zelt bringt. Seit 1915 spielt das Tennisturnier, seit 1997 gibt es das Beachvolleyball-Turnier auf 1'050 Metern. 1999 eröffnete die Seilbahn Glacier 3000 nach Plänen von Mario Botta auf den Scex Rouge über dem Col du Pillon. Gstaad hat rund 3'000 Einwohner, Saanen als Gemeinde 7'000, und das Chaletreglement von 1950 verbietet bis heute Bauten, die nicht wie ein Chalet aussehen, auch dem Palace-Nachbarn.

Insider-Tipps

Anreise und Mobilität: GoldenPass und Postauto statt Privatjet

Gstaad erreichst du mit der Bahn von zwei Seiten: Ab Zürich über Bern und Zweisimmen in 2 Stunden 45, ab Bern in 1 Stunde 45, ab Basel in drei Stunden, oder vom Genfersee ab Montreux mit dem GoldenPass in 1 Stunde 45 durch die Kehren über Les Avants, eine der schönsten Bahnstrecken der Schweiz. Seit 2022 fährt der GoldenPass Express mit Spurwechsel direkt von Interlaken über Zweisimmen nach Montreux, in Gstaad hält er. Mit Halbtax kostet Zürich retour rund CHF 90, Sparbillette ab CHF 30 pro Strecke. Mit dem Auto ab Zürich 2 Stunden 30 über Bern und das Simmental, Vignette CHF 40, ab Genf zwei Stunden über den Col des Mosses. Parken in Gstaad CHF 15 bis 25 pro Tag, die Promenade ist autofrei. Vor Ort brauchst du im Sommer kein Auto: Die Gästekarte (mit der Kurtaxe von CHF 4 bis 6 pro Nacht) gibt freie Fahrt mit Bahn und Postauto zwischen Zweisimmen, Château-d'Oex, Gsteig und Lauenen und ab zwei Nächten im Sommer auch die Bergbahnen gratis, mit Ausnahme von Glacier 3000. Das ist eines der grosszügigsten Gästeangebote der Schweiz, und es macht Gstaad im Sommer günstiger als jedes andere Oberländer Tal. Im Winter fährt der Skibus mit dem Skipass. Für Glacier 3000 nimmst du das Postauto ab Gstaad zum Col du Pillon in 30 Minuten.

Unterkunft: Saanen, Schönried und Gsteig statt Promenade

Die Preise im Saanenland haben eine Spannweite wie nirgends sonst: Ein Mittelklasse-Doppelzimmer kostet im Sommer CHF 180 bis 250, im Winter CHF 250 bis 400, das Gstaad Palace und das Alpina ab CHF 900 bis 1'500, in der Weihnachtswoche das Doppelte mit Mindestaufenthalt von sieben Nächten. Gstaad selbst ist das teuerste Dorf, aber es gibt Auswege im Umkreis von fünf Minuten Bahn. Saanen, der Hauptort, hat die schöneren Holzhäuser, die Kirche, zwei gute Gasthöfe und die Jugendherberge, Preise ein Drittel tiefer. Schönried und Saanenmöser liegen am Sonnenhang auf 1'250 Metern mit direktem Pistenanschluss und Familienhotels. Gsteig und Lauenen am Talende sind Bauerndörfer mit je einem Gasthof und Stille; von Lauenen gehst du zu Fuss zum Lauenensee. Château-d'Oex und Rougemont sind französischsprachig, fünf bis zehn Minuten Bahn, und nochmals günstiger. Ferienwohnungen sind im Saanenland zahlreich, ab CHF 150 pro Nacht für vier Personen im Sommer, und in Gstaad selbst oft erst ab einer Woche vermietet. Buch für Weihnachten und die Februar-Ferien sechs Monate voraus, für Juli und August und das Menuhin Festival zwei bis drei Monate, für Juni und September reicht ein Monat, und die Preise fallen dann um ein Drittel. Preisfalle: «Gstaad» in der Adresse, wenn das Haus in Wirklichkeit in Schönried steht und du den Aufschlag für den Namen zahlst.

Kostenfallen und Spartricks: Winterpreise ehrlich, Sommer mit Gästekarte

Im Winter ist Gstaad ehrlich teuer, aber nicht teurer als Zermatt oder St. Moritz. Der Skipass Gstaad Mountain Rides kostet CHF 70 bis 80 pro Tag im Vorverkauf online, sechs Tage CHF 380 bis 420, Glacier 3000 ist dabei, aber nur ein kleiner Teil der 200 Pistenkilometer liegt über 2'000 Metern; Schneesicherheit haben nur Glacier 3000 und die Hänge über Saanenmöser und Zweisimmen. Deshalb unser Rat: Für Ski ist Gstaad ein Februar-Ort, im Dezember und März oft grün unten. Mietski CHF 45 bis 60 pro Tag, Skischule CHF 80 pro Halbtag Gruppe. Essen: Mittagessen auf der Piste CHF 25 bis 35, in Gstaad ein Abendessen CHF 50 bis 80, in Saanen CHF 35 bis 50, ein Kaffee auf der Promenade CHF 6, im Dorfladen Saanen CHF 3. Im Sommer dreht sich die Rechnung: Ab zwei Nächten fahren Bergbahnen (Eggli, Wispile, Rinderberg, Horneggli, Rellerli, Videmanette) mit der Gästekarte gratis, das spart CHF 30 bis 40 pro Person und Tag, und Hotels sind ein Drittel günstiger als im Winter. Glacier 3000 kostet CHF 85 retour vom Col du Pillon, mit Halbtax CHF 43, inklusive Peak Walk, bei Nebel sinnlos. Das Menuhin Festival hat Konzerte ab CHF 30 in den Kirchen, das Zelt kostet CHF 80 bis 250. Tennis Swiss Open im Juli: Qualifikationstage gratis, Hauptfeld ab CHF 40.

Timing und Saison: Sommer ist Gstaads bestgehütetes Geheimnis

Gstaad hat zwei Gesichter. Von Mitte Dezember bis Ende März ist es ein Wintersportort mit Jetset in der Weihnachtswoche und den Februar-Ferien, mit hohen Preisen, vollen Restaurants und Skipisten, die auf 1'000 bis 2'000 Metern liegen und bei warmem Winter leiden. Von Juni bis Oktober ist es ein Wandertal mit Kühen, Festival und halb leeren Hotels, in dem die Gästekarte die Bergbahnen bezahlt. Die beste Zeit ist für uns Mitte Juni bis Mitte Juli (Alpenblumen, Menuhin Festival ab Mitte Juli, noch keine Sommerferien) und September bis Mitte Oktober (Alpabzüge, Herbstlicht, Hotels am günstigsten). Im Juli findet das Tennisturnier Swiss Open statt, im Juli das Beachvolleyball, im August das Country Night Festival und das Hublot Polo Gold Cup, im September der Alpabzug in Lauenen, im Januar und Februar die Ballonwoche in Château-d'Oex und das Snow Bike Festival. Der Weihnachts- und Neujahrszeitraum ist für Normalreisende nicht zu empfehlen, weil Hotels Mindestaufenthalte von sieben bis zehn Nächten verlangen und das Dorf dann denjenigen gehört, für die der Preis keine Rolle spielt. Zwischensaison von Mitte April bis Anfang Juni und von Mitte Oktober bis Anfang Dezember: Bergbahnen stehen still, viele Hotels schliessen, das Tal ist leer und grün, Preise auf dem Tiefpunkt. Glacier 3000 läuft bis auf Revisionswochen ganzjährig, im Sommer mit Skifahren bis Anfang Mai.

Glacier 3000, Lauenensee, Wispile, Rinderberg: wohin für was

Glacier 3000 ist das einzige Hochgebirge des Saanenlandes: Vom Col du Pillon schwebt die Seilbahn in 15 Minuten auf den Scex Rouge auf 2'971 Meter, oben Bottas Betonhaus, der Peak Walk, eine Hängebrücke zwischen zwei Gipfeln (gratis), der Alpine Coaster (CHF 9 pro Fahrt), Blick auf Mont Blanc, Matterhorn und Eiger an klaren Tagen, und im Winter die einzige schneesichere Abfahrt der Region. CHF 85 retour, Halbtax CHF 43, mit Skipass inklusive. Der Lauenensee am Talende hinter Lauenen ist der schönste Ausflug für wenig Geld: Postauto ab Gstaad in 25 Minuten (Gästekarte gratis), Rundweg um den See mit Moorwiesen in 45 Minuten, dann hinauf zu den Geltenfällen in 90 Minuten oder zur Geltenhütte in drei Stunden; im Sommer kannst du im See baden. Die Wispile über Gstaad ist der Familienberg: Gondel ab Dorf, oben Rundweg mit Kühen und Käserei, Wanderung über den Grat zum Lauenensee in drei Stunden, eine der schönsten Höhenwanderungen im Oberland ohne Gletscher. Der Rinderberg ab Zweisimmen hat die längste Rodelbahn im Sommer und im Winter die schneesichereren Hänge. Das Eggli ist der Hausberg mit der neuen Gondel von 2021 und dem Verbindungsweg zum Horneggli. Alle vier kosten mit Gästekarte im Sommer nichts, einzeln CHF 25 bis 40 retour.

Unterschätzt: Saanen, Käsekeller, Rougemont, Château-d'Oex und die Promenade richtig

Die Promenade von Gstaad ist 300 Meter lang, und du bist in zehn Minuten durch: Schaufenster von Louis Vuitton bis Prada, zwei gute Cafés, ein Charly's mit Hot Chocolate für CHF 9 und die Fassaden mit geschnitzten Sprüchen, die sich zu lesen lohnen. Danach geh nach Saanen, zwei Kilometer flach dem Fluss entlang oder eine Bahnstation. Dort stehen die wirklich alten Holzhäuser des Tals mit Fassadenmalereien aus dem 18. Jahrhundert, die Kirche St. Mauritius mit Fresken von 1470 und das Museum der Landschaft Saanen (CHF 8). Im Molkerei-Laden in Gstaad lagern unter der Erde 3'000 Laibe Saanenkäse und Hobelkäse, der Käsekeller ist mit Voranmeldung zu besichtigen, Degustation CHF 15, und der zehnjährige Käse kostet CHF 10 pro 100 g und ist ein Erlebnis. Rougemont, zehn Minuten mit der Bahn Richtung Montreux, ist das erste welsche Dorf, mit einer Klosterkirche aus dem Jahr 1080 und einem Dorfbild, das Gstaad an Schönheit schlägt. Château-d'Oex ist der Ballonort: Jeden Januar steigen hundert Heissluftballone zur internationalen Ballonwoche auf, und Fahrten ab CHF 400 pro Person gibt es ganzjährig; das Ballonmuseum Espace Ballon kostet CHF 8. Und wer Gstaad im Winter ohne Ski erleben will: Winterwanderwege, Schlitteln ab Eggli und Wispile (Schlitten CHF 10), Langlauf im Lauenental und ein Nachmittag im Spa des Palace für Tagesgäste ab CHF 80, so kommst du für den Preis eines Abendessens ins Schloss.

Häufige Fragen zu Gstaad

Wie komme ich nach Gstaad, und brauche ich ein Auto?

Mit der Bahn ab Zürich über Bern und Zweisimmen in 2 Stunden 45, ab Bern in 1 Stunde 45, ab Montreux mit dem GoldenPass in 1 Stunde 45, Halbtax-Retourbillett ab Zürich rund CHF 90. Mit dem Auto ab Zürich 2 Stunden 30, ab Genf zwei Stunden, Parken CHF 15 bis 25 pro Tag. Ein Auto brauchst du nicht: Die Gästekarte gibt freie Fahrt mit Bahn und Postauto im ganzen Saanenland, im Sommer ab zwei Nächten auch mit den Bergbahnen.

Ist Gstaad nicht viel zu teuer für normale Reisende?

Im Winter, in der Weihnachtswoche und in den Februar-Ferien ja, wenn du in Gstaad selbst wohnst: CHF 300 bis 400 für ein Mittelklasse-Zimmer, Mindestaufenthalte, CHF 70 Abendessen. Im Sommer nein: Zimmer in Saanen oder Schönried ab CHF 150, Bergbahnen gratis mit Gästekarte, Picknick mit Saanenkäse am Lauenensee. Dann ist Gstaad günstiger als Grindelwald oder Zermatt, und du siehst die Promenade, ohne dort zu zahlen.

Was kostet eine Woche in Gstaad?

Im Sommer für zwei Personen mit sieben Nächten Mittelklasse in Saanen (CHF 1'400), Essen (CHF 900), Glacier 3000 mit Halbtax (CHF 86), Bergbahnen mit Gästekarte (CHF 0), Anreise ab Zürich mit Halbtax (CHF 180) rund CHF 2'600, also CHF 1'300 pro Person. Im Winter mit Skipass (CHF 400 pro Person) und Winterpreisen eher CHF 2'200 pro Person. Mit Jugendherberge Saanen und Picknick im Sommer CHF 700 pro Person.

Lohnt sich Glacier 3000?

Bei klarem Wetter ja: der Peak Walk zwischen zwei Gipfeln, Blick vom Mont Blanc bis zum Eiger, Gletscher, Alpine Coaster. CHF 85 retour ohne Ermässigung, CHF 43 mit Halbtax, mit Skipass inklusive. Bei Wolken ist es ein Betonhaus im Nebel, also morgens die Webcam prüfen. Im Sommer ist der Lauenensee mit Wispile-Höhenweg der schönere und gratis Tag, Glacier 3000 ist das Extra für einen klaren Morgen.

Ist Gstaad ein gutes Skigebiet?

Für Familien und Geniesser ja: 200 Pistenkilometer verteilt auf mehrere Teilgebiete zwischen Zweisimmen und Glacier 3000, breit, sonnig, selten voll. Für Könner und Schneesicherheit eingeschränkt: Die meisten Pisten liegen zwischen 1'000 und 2'000 Metern, nur Glacier 3000 ist hoch. Beste Zeit ist Februar, Dezember und März sind unten oft grün. Skipass CHF 70 bis 80 pro Tag im Vorverkauf, günstiger als Zermatt, teurer als Österreich.

Wann ist die beste Reisezeit für Gstaad?

Mitte Juni bis Mitte Juli und September bis Mitte Oktober für Wandern, Bergbahnen gratis mit Gästekarte und tiefe Hotelpreise, Mitte Juli bis Anfang September zusätzlich mit dem Menuhin Festival, Tennis und Beachvolleyball. Für Ski der Februar. Weihnachten und Neujahr nur, wenn Preis und Mindestaufenthalt keine Rolle spielen. Im Januar die Ballonwoche in Château-d'Oex. Zwischensaison April, Mai und November: leer und günstig, aber Bahnen und viele Hotels geschlossen.

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