Naoshima

Japan · Chūgoku & Shikoku · Reiseguide

Naoshima

Was zwei Tage auf der Kunstinsel wirklich kosten, warum du Chichu Wochen vorher reservierst, wo du schläfst, wenn Benesse House voll ist, und welche Nachbarinsel sich lohnt.

Foto: Mateusz Walendzik / Pexels

Was kostet deine Reise nach Naoshima?

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3'355 CHF
≈ 1'678 CHF pro Person
  • Flüge 2'200 CHF
  • Unterkunft 650 CHF
  • Essen 350 CHF
  • Transport vor Ort 75 CHF
  • Museumspass: Chichu, Benesse, Lee Ufan, Art House 80 CHF

Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Flüge & Hotels schwanken saisonal stark – aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.

Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Yen (JPY). 1'000 Yen sind ungefähr CHF 6. Kartenzahlung funktioniert in Städten und Hotels, kleine Lokale, Tempel und Landbahnhöfe wollen oft Bargeld. Die IC-Karte (Suica oder ICOCA) auf dem Handy zahlt Bahn, Bus und Konbini. Flugzeit: 12 bis 14 Stunden, meist mit einem Umstieg.

Hotel-Empfehlungen

Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.

Budget

Uno Port Inn

Hafen Uno, Tamano

Kleines, von Kunstfreunden geführtes Hotel direkt am Fähranleger in Uno mit Café und Bar, einfachen Zimmern und guten Tipps für alle Inseln. Erste Fähre um 6.10 Uhr vor der Tür.

ab CHF 60 / Nacht Ansehen →

Toyoko Inn Takamatsu Hyogomachi

Hyogomachi, Takamatsu

Standard der Kette, zehn Gehminuten vom Hafen Takamatsu und der Einkaufsarkade. Frühstück inklusive, Schnellboot nach Naoshima in 25 Minuten. Die sparsamste Basis für mehrere Inseltage.

ab CHF 55 / Nacht Ansehen →

Oyajino Umi

Honmura, Naoshima

Minshuku im Dorf Honmura, geführt von einem Fischer und seiner Familie, Tatami-Zimmer, Futon, Gemeinschaftsbad, Abendessen mit dem Fang des Tages auf Anfrage. Wenig Englisch, viel Herz, bar zahlen.

ab CHF 70 / Nacht Ansehen →

Mittelklasse

MY LODGE Naoshima

Miyanoura, Naoshima

2021 eröffnet, zehn Gehminuten vom Hafen Miyanoura: helle Zimmer mit Meerblick, Terrasse, Restaurant mit Abendessen und Leihfahrräder. Die verlässliche Mitte zwischen Minshuku und Benesse House.

ab CHF 150 / Nacht Ansehen →

Dormy Inn Takamatsu Chuo Koenmae

Chuo-Park, Takamatsu

Onsen-Bad auf dem Dach, Sauna, Gratis-Ramen am Abend und ein Frühstück mit Sanuki-Udon, 15 Gehminuten vom Hafen. Für Naoshima, Teshima und Shodoshima die bequeme Festlandbasis.

ab CHF 85 / Nacht Ansehen →

Rihga Hotel Zest Takamatsu

Furujinmachi, Takamatsu

Klassisches Stadthotel an der Arkade, grosse Zimmer nach westlichem Standard, Restaurants im Haus, zehn Minuten zum Hafen. Gute Wahl, wenn Dormy Inn voll ist oder du ein ruhiges Zimmer willst.

ab CHF 95 / Nacht Ansehen →

Luxus

Benesse House

Benesse Art Site, Naoshima

Museum und Hotel in einem, von Tadao Ando, vier Gebäude am Hang und am Strand. Als Gast gehst du nachts durchs Museum, isst im Terrace-Restaurant und fährst mit der Monorail ins Oval. Ab sechs Monaten vorher buchen.

ab CHF 350 / Nacht Ansehen →

Naoshima Ryokan Roka

Honmura, Naoshima

Elf Zimmer in einem Ryokan von 2022 am Dorfrand von Honmura, mit Innenhof, privaten Bädern und einem Kaiseki aus Inlandsee-Fisch und Gemüse der Insel. Die stille Alternative zum Benesse House.

ab CHF 300 / Nacht pro Person mit Halbpension Ansehen →

JR Hotel Clement Takamatsu

Bahnhof und Hafen, Takamatsu

Hochhaus direkt zwischen Bahnhof und Fähranleger, Zimmer in den oberen Stockwerken mit Blick auf die Inlandsee und die Inseln. Club-Etagen, mehrere Restaurants, und du gehst in drei Minuten aufs Schnellboot.

ab CHF 150 / Nacht Ansehen →

Buchst du über diese Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.

Erlebnisse, die sich lohnen

Chichu-Museum

Unterirdisches Museum von Tadao Ando für Monet, Turrell und De Maria, nur mit Online-Zeitticket, rund CHF 13. Buch so früh wie möglich, es gibt keine Kasse. Eine Stunde, Flüstern, keine Fotos.

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Benesse House Museum und Kusama-Kürbis

Museum mit Hockney, Warhol und Ortsarbeiten, rund CHF 8, danach der Strandweg zum gelben Kürbis. Zum Sonnenuntergang kommen, wenn die Tagesgäste auf der Fähre sitzen.

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Art House Project in Honmura

Sechs umgebaute Häuser für rund CHF 6.50, dazu Minamidera mit Zeitticket (morgens vor Ort holen). Zwei bis drei Stunden zu Fuss durchs Dorf, mit Kaffee dazwischen.

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Velo- oder E-Bike-Miete

Velo rund CHF 6, E-Bike CHF 10 bis 12 am Hafen Miyanoura. Damit bist du unabhängig vom Bus, der selten und voll fährt. Zwischen Honmura und Chichu ist der Hügel mit dem E-Bike angenehmer.

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Geführte Kunsttour Naoshima

Tagestouren ab Okayama oder Takamatsu mit Fähren, Chichu-Ticket und Guide, ab CHF 150. Teuer, aber die Reservierungen und Fahrpläne übernimmt jemand anderes. Für Alleinreisende mit wenig Zeit.

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Teshima Art Museum

Betonschale über Reisterrassen mit wandernden Wassertropfen, 20 Fährminuten ab Naoshima, Online-Reservierung Pflicht, rund CHF 11. E-Bike am Hafen Ieura mieten, Fähren sind rar.

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Inujima Seirensho

Museum in den Ruinen einer Kupferschmelze von 1909, selbstklimatisiert, dazu Kunsthäuser im Dorf, rund CHF 13. Ab Teshima oder ab Hoden bei Okayama, zwei Stunden auf der Insel reichen.

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Badehaus I Love Yu

Funktionierendes Sento von Shinro Ohtake mit Elefant, Mosaiken und Collagen, rund CHF 4, offen bis 21 Uhr. Als Abschluss vor der letzten Fähre, Handtuch mitbringen oder kaufen.

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Setouchi Triennale 2028

Alle drei Jahre Kunst auf zwölf Inseln in drei Saisonblöcken, Passport rund CHF 30 für alle Werke. Mehr Werke und Fähren, aber auch Schlangen. Unterkunft ein Jahr vorher buchen.

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Essen & Trinken

Auf Naoshima isst du einfach: Fisch der Fischer, Gemüse der Insel, Kaffee in umgebauten Häusern. Die grosse Küche liegt gegenüber in Takamatsu, der Hauptstadt der Sanuki-Udon. Plane Essenszeiten, die Insel kennt keine Küche nach 14 Uhr und vor 17 Uhr.

Sanuki-Udon

Udon-Läden rund um den Bahnhof Takamatsu und im Hafen Uno

Dicke, bissfeste Weizennudeln aus Kagawa, kalt mit Sojasauce und Ingwer oder heiss in Brühe, Selbstbedienung mit Tempura vom Tablett. CHF 2 bis 4 pro Schale, ehrlich.

Tipp:Viele Läden öffnen um 6 Uhr und schliessen, wenn der Teig aus ist, oft um 14 Uhr.

Tagesgericht im Insel-Café

Cafés in Honmura und Miyanoura, Naoshima

Reis, Misosuppe, Fisch oder Gemüse der Saison und kleine Beilagen, das Mittagessen in den Cafés von Honmura. CHF 8 bis 12.

Tipp:Vor 13 Uhr kommen, danach ist das Tagesgericht oft aus.

Hamachi-Sashimi

Izakayas in der Hyogomachi-Arkade, Takamatsu

Gelbschwanzmakrele aus den Zuchten der Inlandsee, fest und fettig, die Fischspezialität Kagawas. Ein Teller CHF 8 bis 14.

Tipp:Im Herbst und Winter am besten, dann heisst er Kanburi.

Benesse-House-Abendessen

Benesse House, Naoshima

Französisch inspiriertes Menü oder japanisches Kaiseki mit Inlandsee-Fisch im Terrace- oder Issen-Restaurant, mit Blick auf Meer und Kunst. CHF 60 bis 120 pro Person.

Tipp:Auch ohne Übernachtung mit Reservierung möglich, dann aber Taxi oder Shuttle zurück prüfen.

Olivenhamachi und Olivenprodukte

Shodoshima, Souvenirläden am Hafen Takamatsu

Von Shodoshima, der Oliveninsel nebenan: Olivenöl, eingelegte Oliven, Oliven-Softeis und Fisch, der mit Olivenblättern gefüttert wird. Softeis CHF 3, Öl ab CHF 15.

Tipp:Das Öl ist ein Mitbringsel, das sonst niemand aus Japan bringt.

Kaffee und Kuchen im Minka

Cafés im Dorf Honmura, Naoshima

Filterkaffee und hausgemachter Kuchen in umgebauten alten Häusern mit Garten, der Rhythmus der Insel. Kaffee CHF 4, Kuchen CHF 4 bis 5.

Tipp:Bar zahlen, viele Cafés nehmen keine Karte.

Honetsukidori (Hähnchenschenkel)

Lokale in der Arkade Katahara-machi, Takamatsu

Ganzer Hähnchenschenkel am Knochen, mit Pfeffer und Knoblauch im Ofen gebraten, die Spezialität aus Marugame, in Takamatsu überall. CHF 6 bis 9.

Tipp:Hinadori (jung) ist zart, Oyadori (alt) ist zäh und würzig, beides probieren.

Food-Tour buchen: Naoshima

Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.

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Geschichte & Hintergrund

Naoshima war bis in die 1980er eine Industrieinsel: Seit 1917 betreibt Mitsubishi im Norden eine Kupferhütte, deren Abgase die Hügel kahl frassen, und die Bevölkerung schrumpfte von 8'000 auf heute rund 3'000. 1985 trafen sich der Bürgermeister Chikatsugu Miyake und Tetsuhiko Fukutake, Gründer des Bildungskonzerns Fukutake Shoten (heute Benesse), mit der Idee, den Süden der Insel für Kinder und Kultur zu nutzen. Fukutake starb 1986, sein Sohn Soichiro führte den Plan weiter und holte den Architekten Tadao Ando: 1992 eröffnete das Benesse House, Museum und Hotel in einem, in Beton in den Hang gebaut. 1994 stellte Yayoi Kusama ihren gelben Kürbis auf den Steg, 1998 begann das Art House Project, bei dem Künstler leerstehende Häuser im Fischerdorf Honmura in Kunstwerke verwandelten. 2004 folgte das Chichu-Museum, das komplett unterirdisch liegt und für drei Künstler gebaut wurde: Monet, Walter De Maria und James Turrell. 2010 fand die erste Setouchi Triennale statt, seither alle drei Jahre, zuletzt 2025 mit rund einer Million Besuchern auf zwölf Inseln, die nächste folgt 2028. Teshima bekam 2010 sein Museum von Ryue Nishizawa und Rei Naito, Inujima 2008 die Kunsthalle in der alten Kupferschmelze. Im Mai 2025 eröffnete auf Naoshima das neue Kunstmuseum von Ando über dem Dorf Honmura. Ein Taifun riss 2021 den Kusama-Kürbis ins Meer, seit Oktober 2022 steht ein neuer.

Insider-Tipps

Anreise: ab Uno oder Takamatsu, und was auf der Insel fährt

Zwei Häfen führen nach Naoshima. Von Okayama fährst du mit der Bahn nach Uno, 50 Minuten mit Umsteigen in Chayamachi (rund CHF 3.50), dann 20 Minuten Fähre nach Miyanoura für CHF 1.80, etwa stündlich, die letzte um 20 Uhr. Von Takamatsu auf Shikoku braucht die Fähre 50 Minuten (CHF 3.10) oder das Schnellboot 25 Minuten (CHF 7.30). Takamatsu hat den Flughafen (TAK, Flüge ab Tokio) und ist mit dem Zug 55 Minuten von Okayama entfernt. Auf der Insel fährt der Gemeindebus zwischen Miyanoura, Honmura und Tsutsujiso für CHF 0.60 pro Fahrt, aber nur alle 30 bis 60 Minuten und oft voll. Ab Tsutsujiso bringt dich der kostenlose Benesse-Shuttle zu Museen und Hotel. Besser mietest du am Hafen Miyanoura ein Velo (CHF 6 pro Tag) oder ein E-Bike (CHF 10 bis 12), die Insel hat Hügel, und zwischen Honmura und Chichu steigt die Strasse ordentlich. Der Museumsbereich ist für Velos gesperrt, du stellst ab und läufst. Koffer lässt du im Schliessfach am Hafen oder im Bahnhof Okayama.

Chichu, Benesse House, Lee Ufan: Reservieren und Reihenfolge

Das Chichu-Museum verkauft nur Zeitfenster-Tickets online, rund CHF 13, und an Wochenenden, in den Ferien und während der Triennale sind sie Wochen vorher weg. Buch, sobald deine Daten feststehen, es gibt keine Kasse vor Ort. Innen sind fünf Seerosenbilder von Monet in einem weissen Raum, den du in Pantoffeln betrittst, Turrells Lichtraum, in den du hineingehst, und De Marias Granitkugel unter dem Himmel. Fotografieren verboten, Zeit nehmen, eine Stunde. Das Benesse House Museum (CHF 8) ist offener und zeigt Hockney, Warhol, Basquiat und Ortsarbeiten von Sugimoto und Richard Long, dazu gehört der Spaziergang am Strand mit dem gelben Kürbis. Das Lee Ufan Museum (CHF 6.50) zwischen den beiden ist still und klein. Seit Mai 2025 kommt das Naoshima New Museum of Art oberhalb von Honmura dazu, ebenfalls von Ando, mit asiatischer Gegenwartskunst (CHF 9). Die Museen liegen an einer Strasse, mach sie von oben nach unten: Chichu, Lee Ufan, Benesse, dann der Kürbis am Steg zum Sonnenuntergang. Montags sind die meisten Häuser geschlossen, dann ist der Benesse-Bereich die Rettung.

Honmura: Art House Project und das Badehaus

Das Fischerdorf Honmura im Osten ist die zweite Hälfte der Insel: Sieben alte Häuser, ein Schrein und ein Zahnarzthaus wurden von Künstlern umgebaut. Das Kombiticket für sechs Häuser kostet rund CHF 6.50 und gibt es im Honmura Lounge and Archive. Pflicht ist Minamidera: Ando baute einen schwarzen Holzbau für James Turrell, du tastest dich in völliger Dunkelheit zu einer Bank und siehst nach zehn Minuten, was da ist. Dafür brauchst du ein Zeitticket, das du morgens vor Ort holst, oft ist es bis mittags vergeben. Kadoya mit den Lichtzahlen im Wasser und Go'o Shrine mit der Glastreppe in die unterirdische Kammer sind die anderen zwei, die bleiben. Im Hafen Miyanoura steht I Love Yu, ein funktionierendes Badehaus von Shinro Ohtake mit Elefant über dem Becken, Eintritt CHF 4, offen bis 21 Uhr, ideal als Abschluss vor der letzten Fähre. Honmura hat die besseren Cafés, mehrere Minshuku und eine Bäckerei, aber die Läden schliessen früh, und am Montag ist fast alles zu.

Unterkunft: knapp, früh buchen, oder in Takamatsu schlafen

Naoshima hat vielleicht 300 Betten. Das Benesse House ist das Haus, in dem du nachts im Museum spazieren darfst, mit vier Gebäuden: Museum, Oval (nur per Monorail, mit Innenhofteich), Park und Beach. Zimmer ab CHF 350 fürs Doppelzimmer ohne Essen, Oval und Beach deutlich mehr, und sie sind sechs Monate vorher weg. Roka, ein Ryokan von 2022 in Honmura, ist die neue Luxusadresse mit Kaiseki ab CHF 300 pro Person. Dazwischen gibt es My Lodge Naoshima in Miyanoura ab CHF 150 und ein gutes Dutzend Minshuku und Gästehäuser in Honmura und Miyanoura ab CHF 60 bis 100 fürs Doppelzimmer, meist mit Futon, Gemeinschaftsbad und ohne Englisch, aber herzlich. Diese kleinen Häuser sind oft nur über Booking oder per Mail buchbar und nehmen bar. Die Alternative ist Takamatsu: Businesshotels ab CHF 55, Dormy Inn mit Onsen ab CHF 85, und du bist mit dem Schnellboot um 8 Uhr in 25 Minuten auf der Insel. Für Teshima und Inujima ist Takamatsu oder Uno sowieso die bessere Basis. Während der Triennale rechne mit Preisen, die doppelt so hoch sind.

Kosten und Timing: was ein Tag kostet und wann du kommst

Naoshima ist für Japan teuer, aber überschaubar: Fähre hin und zurück CHF 4, Velo CHF 6, Chichu CHF 13, Benesse House CHF 8, Lee Ufan CHF 6.50, Art House CHF 6.50, Bad CHF 4, Mittagessen CHF 10, zusammen rund CHF 60 pro Tag ohne Unterkunft. Kinder unter 15 zahlen in den Benesse-Museen nichts. Essen ist das Problem: Es gibt wenige Lokale, sie schliessen zwischen 14 und 17 Uhr, und abends kochen fast nur die Unterkünfte. Nimm ein Bento aus dem Konbini in Uno oder Takamatsu mit, auf der Insel gibt es keinen. Beste Zeit sind April, Mai, Oktober und November, der Sommer ist heiss und die Insel bietet kaum Schatten, die Regenzeit im Juni ist mild. Die Setouchi Triennale findet 2028 wieder statt, in drei Blöcken im Frühling, Sommer und Herbst: mehr Kunst auf zwölf Inseln, dafür Schlangen und volle Fähren. Wer Ruhe will, kommt im Jahr dazwischen unter der Woche, dann ist Naoshima an einem Dienstag im November so, wie es gemeint ist.

Ausflug: Teshima und Inujima

Teshima liegt 20 Fährminuten östlich von Miyanoura (CHF 3.70), und das Teshima Art Museum ist für viele das stärkere Erlebnis: eine Betonschale von Ryue Nishizawa auf einem Hügel über Reisterrassen, ohne Stützen, mit zwei Öffnungen zum Himmel, darin lässt Rei Naito Wassertropfen über den Boden wandern. Kein Bild, nur Licht, Wind und Wasser, Reservierung online Pflicht, CHF 11. Dazu kommen Christian Boltanskis Herzschlag-Archiv am Strand und ein Dutzend verstreute Werke. Die Insel ist hügelig, E-Bike am Hafen Ieura mieten (CHF 12 für vier Stunden), Fahrplan der Fähren vorher prüfen, es sind wenige am Tag. Inujima, die kleinste der drei, erreichst du ab Teshima oder ab Hoden auf Honshu (ab Okayama Bus und Fähre, zusammen 90 Minuten): 40 Einwohner, die Ruine einer Kupferschmelze von 1909, die Hiroshi Sambuichi in ein Museum verwandelte, das sich mit Sonne und Erdwärme selbst klimatisiert, dazu kleine Kunsthäuser im Dorf, CHF 13. Alle drei Inseln an einem Tag gehen nicht, zwei schon, wenn du früh startest.

Häufige Fragen zu Naoshima

Reicht ein Tagesausflug nach Naoshima?

Für Chichu, Benesse House und den Kürbis ja, wenn du mit der ersten Fähre kommst und Chichu reserviert hast. Honmura und das Art House Project kommen dann zu kurz. Mit einer Übernachtung siehst du beide Inselhälften ohne Hetze und hast den Strand am Abend für dich. Für Teshima brauchst du einen weiteren Tag.

Wie weit im Voraus muss ich Chichu reservieren?

Tickets gehen online zwei Monate im Voraus in den Verkauf. Unter der Woche ausserhalb der Ferien reichen ein bis zwei Wochen, an Wochenenden, in der Kirschblüte, in Golden Week und während der Triennale buchst du am ersten Verkaufstag. Es gibt keine Tageskasse. Das Teshima Art Museum läuft nach demselben System.

Ist Naoshima etwas für Kinder?

Ja, mehr als man denkt: Kürbisse zum Anfassen, ein Strand, Velos, das Badehaus mit Elefant, Kinder unter 15 zahlen in den Benesse-Museen nichts. Minamidera in der Dunkelheit und die stillen Räume im Chichu verlangen Geduld, dort gilt Flüstern. Kinderwagen sind auf der Insel wegen der Hügel mühsam, eine Trage ist besser.

Wo esse ich auf der Insel?

Mittags in den Cafés in Honmura und Miyanoura, mit einfachen Tagesgerichten für CHF 8 bis 12, oder im Benesse House Café mit Meerblick für etwas mehr. Zwischen 14 und 17 Uhr ist fast alles zu, abends kochen die Unterkünfte und zwei oder drei Izakayas in Miyanoura. Einen Konbini gibt es nicht, ein Bento aus Uno oder Takamatsu rettet den Abend.

Welche Insel, wenn ich nur eine Nachbarinsel schaffe?

Teshima. Das Teshima Art Museum ist ein Raum, den du nicht vergisst, die Insel ist grüner als Naoshima und die Fähre ab Miyanoura dauert nur 20 Minuten. Inujima ist mit der Kupferschmelze eindrücklich, aber umständlicher zu erreichen und in zwei Stunden gesehen. Shodoshima mit Olivenhainen und Schlucht ist eine ganz andere, grössere Reise.

Kann ich Naoshima mit Hiroshima oder Kyoto verbinden?

Ja, Okayama ist der Knoten: ab Kyoto 1 Stunde mit dem Shinkansen, ab Hiroshima 35 Minuten, dann 50 Minuten nach Uno und 20 Minuten Fähre. Ab Kyoto bist du morgens um 10 Uhr auf der Insel. Eine gute Route: Kyoto, eine Nacht Kurashiki, eine Nacht Naoshima, weiter nach Takamatsu und Matsuyama oder zurück nach Hiroshima.

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