Heuriger, Marille, Veltliner: was du essen und trinken solltest
Die Wachauer Küche ist Weinbauernküche: Schweinsbraten, Blunzengröstl, Donaufisch, dazu Marillen in jeder Form und vor allem Wein. Der Heurige ist hier echter als in Wien, weil er oft nur drei Wochen im Jahr öffnet, wenn der Winzer Zeit hat; das Schild «Ausg'steckt» und ein Föhrenbuschen über der Tür zeigen es an, die Termine stehen auf den Websites der Gemeinden. Ein Brettljause mit Speck, Schmalz, Liptauer und Brot kostet CHF 10 bis 14, ein Viertel Federspiel CHF 4 bis 5. Die drei Wachauer Kategorien sind leicht zu merken: Steinfeder ist leicht und bis 11,5 Prozent, Federspiel ist der Alltagswein bis 12,5 Prozent, Smaragd ist kräftig, spät gelesen und ab 12,5 Prozent, nach der Smaragdeidechse benannt, die sich auf den Terrassenmauern sonnt. Grüner Veltliner und Riesling sind die Rebsorten, alles andere ist Nebensache. Die Marille gibt es als Knödel, Marmelade, Schnaps und Nektar, und die Bezeichnung «Wachauer Marille» ist geschützt; kauf sie ab Hof oder am Strassenstand im Juli, nicht als Kiste im Souvenirladen. Die Winzer der Domäne Wachau in Dürnstein verkaufen ab Kellerei, die Gasthöfe Prandtauerhof in Joching und Jamek in Joching sind Institutionen, die es seit Jahrzehnten gibt. Reservieren solltest du am Wochenende überall.