Toyoko Inn Kagoshima Chuo-eki Higashi-guchi
Drei Minuten vom Ostausgang des Shinkansen-Bahnhofs, Gratisfrühstück, kleine Zimmer. Praktisch für die frühe Abfahrt zum Hafen oder zum Flughafenbus, zum Ausgehen fährst du 15 Minuten Tram nach Tenmonkan.
Japan · Kyūshū & Okinawa · Reiseguide
Was die Vulkanstadt im Süden und die Regeninsel mit den tausendjährigen Zedern wirklich kosten, wie du die zehn Stunden zur Jomon-Sugi überstehst und warum das Sandbad in Ibusuki kein Touristen-Gag ist.
Foto: Karolina / Pexels
Schieb die Werte auf deine Reise zurecht – der Rechner aktualisiert live (CHF).
Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Flüge & Hotels schwanken saisonal stark – aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.
Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Yen (JPY). 1'000 Yen sind ungefähr CHF 6. Kartenzahlung funktioniert in Städten und Hotels, kleine Lokale, Tempel und Landbahnhöfe wollen oft Bargeld. Die IC-Karte (Suica oder ICOCA) auf dem Handy zahlt Bahn, Bus und Konbini. Flugzeit: 12 bis 14 Stunden, meist mit einem Umstieg.
Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.
Budget
Drei Minuten vom Ostausgang des Shinkansen-Bahnhofs, Gratisfrühstück, kleine Zimmer. Praktisch für die frühe Abfahrt zum Hafen oder zum Flughafenbus, zum Ausgehen fährst du 15 Minuten Tram nach Tenmonkan.
Gegenüber dem Bahnhof, Grossbad im Haus, kompakte Zimmer mit grossem Bett. Oft das günstigste Angebot der Stadt, wenn du zwei Wochen vorher buchst.
Mitten in Tenmonkan, fünf Minuten zu den Arkaden und zehn zum Fährhafen. Onsen-Bad auf dem Dach, gratis Nachtramen, Frühstück mit Satsuma-age und Schwarzschwein. Das beste Budget-Haus für den Stadtaufenthalt.
Mittelklasse
Direkt über dem Bahnhof Chuo, Zimmer ab dem 10. Stock mit Blick auf Sakurajima, ruhig, gross und modern. Bequemste Wahl, wenn du per Shinkansen kommst und früh zur Fähre musst.
Designhotel der Hankyu-Gruppe mitten in Tenmonkan, bekannt für Betten und Regenduschen, kleine Zimmer, aber durchdacht. Shirokuma, Schwarzschwein und die Fähre in Gehweite.
Inselhotel am Hafen von Anbo mit westlichen und japanischen Zimmern, Blick aufs Meer, Abendessen mit fliegendem Fisch. Nahe am Start des Jomon-Sugi-Shuttles, Frühstücksbento für Wanderer auf Bestellung.
Luxus
Auf dem Hügel über der Stadt, das Onsen-Aussenbad blickt direkt auf Sakurajima, dazu das beste Frühstücksbuffet Kyushus mit über 80 Gerichten. Gratis-Shuttle zu Bahnhof und Tenmonkan alle 20 Minuten. Nicht neu, aber ein Klassiker.
Kleines Resort am Südhang der Insel mit Villen im Wald, Pool mit Meerblick und französisch-japanischer Küche aus Inselprodukten. Halbpension inklusive, Shuttle zum Hafen, Guides für Wanderungen vermittelt das Haus. Das beste Hotel Südkyushus.
Grosses Ryokan am Strand von Ibusuki mit eigenem Sandbad, Edo-Zeit-Badehaus mit Zedernholzbecken, Satsuma-Keramikmuseum und Kaiseki. Für eine Nacht Kur statt Stadt, 50 Minuten mit dem Zug ab Kagoshima.
Buchst du über diese Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.
Halbtagestour mit Fähre (CHF 1.20), Island-View-Bus (CHF 3) zu Yunohira und dem Lavaweg mit Fussbad. Geführt ab CHF 50 mit Vulkanmuseum und Fahrt zum verschütteten Torii. Abends für den glühenden Krater noch einmal hin.
Der Fürstengarten der Shimazu von 1658 nutzt Sakurajima als geliehene Kulisse, daneben die Industrieanlagen von 1850, Welterbe. Garten CHF 6, mit Haus CHF 10, Bus ab Tenmonkan 20 Minuten. Zwei Stunden, die Katzenschrein-Ecke nicht auslassen.
Zehn Stunden, 22 Kilometer, Start um 4 Uhr, zur 2'000 bis 7'000 Jahre alten Zeder im Nebelwald. Guide CHF 80 bis 110 inklusive Organisation von Shuttle-Tickets, Bento und Regenausrüstung zum Mieten. Nur mit Puffertag buchen.
Drei bis fünf Stunden durch den Wald von Prinzessin Mononoke bis zum Felsen Taiko-iwa, Eintritt CHF 3, geführt CHF 50 bis 70 mit Transfer. Nach Regen am schönsten, Wanderschuhe Pflicht, Stöcke helfen beim Abstieg.
Von Mai bis Juli legen Unechte Karettschildkröten nachts Eier am Strand Nagata Inakahama, Beobachtung nur geführt (CHF 12, Anmeldung über das Schildkrötenzentrum, kein Blitz). Eine Stunde Stille im Dunkeln, die bleibt.
Kajak den Fluss Anbo hinauf unter Baumkronen (CHF 50 für drei Stunden) oder Schnorcheln an der Korallenbucht Isso (CHF 45 mit Ausrüstung), Wassertemperatur ab Juni über 24 Grad. Der Regentag-Ersatz, wenn die Berge geschlossen sind.
Im Saraku am Strand bis zum Hals im 50 Grad heissen Sand eingegraben, 15 Minuten, Yukata inklusive, CHF 7, danach Onsen. Mit dem Zug Ibusuki no Tamatebako (CHF 14, reservieren) eine schöne Anfahrt an der Bucht entlang.
Sieben erhaltene Gärten in einer Samurai-Gasse von 1750 (CHF 3.20) und das Museum für die Kamikaze-Piloten (CHF 3), ernst und ohne Pathos. Bus ab Kagoshima 1 Stunde 20 Minuten, mit Ibusuki an einem Tag nur mit Mietwagen.
Die Präfektur produziert den meisten Süsskartoffel-Shochu Japans, Brennereibesuch mit Degustation ab CHF 10, Bars in Tenmonkan schenken 50 Sorten aus. Geführte Abende mit Izakaya-Hopping CHF 60 bis 80.
Buchst du über diese Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.
Kagoshima isst Schwein: das schwarze Berkshire-Schwein als Tonkatsu und Shabu-shabu, dazu Fischpaste, kleine Sardinen, Süsskartoffeln in jeder Form und das Eis, das ganz Japan kennt. Auf Yakushima kommt fliegender Fisch auf den Tisch.
Paniertes Kotelett vom schwarzen Berkshire-Schwein, das hier mit Süsskartoffeln gefüttert wird: saftiger und süsser als normales Tonkatsu, mit Kohl, Reis und Miso-Suppe. CHF 12 bis 18 das Set.
Tipp:Das Set «Kurobuta Rosu» mit Fettrand nehmen, mit Salz statt Sauce probieren.
Hauchdünne Schwarzschwein-Scheiben, die du einige Sekunden durch kochende Dashi-Brühe ziehst, dazu Gemüse, Ponzu und Sesamsauce. Der festliche Weg, Kurobuta zu essen. CHF 25 bis 40 pro Person.
Tipp:Reservieren, und am Schluss Udon in die Brühe geben, das ist Teil des Menüs.
Berg aus geschabtem Eis mit Kondensmilch, Mandarinen, Kirschen, Rosinen und süssen Bohnen, von oben ein Eisbärengesicht. Süss, kalt, riesig. CHF 5 die normale, CHF 3 die kleine Portion.
Tipp:Die normale Portion zu zweit teilen, allein schafft sie kaum jemand.
Frittierte Fischpaste mit Süsskartoffel, Ingwer oder Käse, aussen golden, innen weich, der Snack der Region und das, was man anderswo in Japan «Satsuma-age» nennt. CHF 1 bis 2 das Stück.
Tipp:Warm mit etwas Soja und Ingwer, die Käsevariante ist für Kinder.
Kleine silberne Sardinen aus der Bucht, roh als Sashimi, kreisförmig auf dem Teller gelegt, mit süssem Miso-Essig statt Soja, oder frittiert als Tempura. Frisch und fein. CHF 6 bis 9.
Tipp:Als Vorspeise zum Shochu, der hier wie Wein zum Essen getrunken wird.
Milde Tonkotsu-Brühe mit Hühner- und Gemüseanteil, dicke Nudeln, Holzohrpilze, frittierte Zwiebeln, und vorneweg ein Teller eingelegter Rettich zum Knabbern. CHF 5 bis 7.
Tipp:Bei Tontoro ist die Schlange lang, nach 21 Uhr wird es ruhiger.
Fliegender Fisch, die Spezialität der Insel: als Sashimi, als Tsuke-age (frittierte Fischpaste) oder ganz frittiert mit abgespreizten Flügeln, zum Knabbern bis zur Flosse. CHF 8 bis 15.
Tipp:Die ganz frittierte Variante «Tobiuo no karaage» bestellen, die Flossen sind essbar.
Destillat aus Süsskartoffeln, 25 Prozent, erdig und süsslich, in Kagoshima das Alltagsgetränk statt Sake oder Bier. Getrunken mit heissem Wasser (oyuwari) oder auf Eis. CHF 3 bis 5 das Glas.
Tipp:Oyuwari im Verhältnis sechs zu vier bestellen, so trinken es die Einheimischen, und Satsuma-age dazu.
Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.
Buchst du über diese Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.
Kagoshima war 700 Jahre lang Satsuma, das Lehen der Familie Shimazu, die hier von 1185 bis 1871 ohne Unterbruch herrschte, länger als jede andere Fürstenfamilie Japans. Die Lage am Südende des Landes machte Satsuma zum Einfallstor: 1543 landeten Portugiesen auf Tanegashima und brachten die ersten Gewehre, 1549 betrat Franz Xaver in Kagoshima japanischen Boden, 1609 eroberte Satsuma das Königreich Ryukyu und kontrollierte über Okinawa den Handel mit China. 1863 beschoss die britische Flotte die Stadt, nachdem Samurai einen Engländer getötet hatten; Satsuma lernte daraus, schickte 1865 heimlich 19 Studenten nach Grossbritannien und baute die ersten Fabriken Japans, deren Reste beim Garten Sengan-en heute Welterbe sind. Aus Kagoshima kamen die Männer, die 1868 das Shogunat stürzten: Saigo Takamori und Okubo Toshimichi. Saigo wandte sich später gegen die eigene Regierung und starb am 24. September 1877 auf dem Hügel Shiroyama über der Stadt, der letzte Samurai. Gegenüber raucht Sakurajima, der 1914 beim grössten Ausbruch des Jahrhunderts so viel Lava ausstiess, dass die Insel mit der Osumi-Halbinsel verwuchs; er hustet bis heute mehrmals täglich Asche über die Stadt. 60 Kilometer südlich liegt Yakushima, eine fast runde Granitinsel mit Bergen bis 1'936 Meter, auf der Zedern über 1'000 Jahre alt werden; die Jomon-Sugi wird auf 2'000 bis 7'000 Jahre geschätzt. 1993 wurde die Insel als erstes Naturwelterbe Japans eingetragen, und der Wald von Shiratani lieferte die Vorlage für Prinzessin Mononoke.
Kagoshima-Chuo ist die Endstation des Kyushu-Shinkansen: ab Hakata 1 Stunde 20 Minuten für rund CHF 64 (Sakura, im JR Pass enthalten), ab Kumamoto 45 Minuten. Der Flughafen liegt 40 Minuten nördlich bei Kirishima, Bus CHF 8; ab Zürich fliegst du über Tokio-Haneda mit Anschluss. In der Stadt fährt eine Tram für CHF 1 pro Fahrt, der City-View-Bus verbindet die Sehenswürdigkeiten, und der Cute-Pass für CHF 7 pro Tag deckt Tram, Busse und die Sakurajima-Fähre ab. Nach Yakushima gibt es drei Wege: Die Tragflügelboote Toppy und Rocket ab dem Hafen Kagoshima brauchen zwei bis drei Stunden (je nach Zwischenhalt auf Tanegashima) und kosten CHF 55 pro Strecke, Reservierung online Pflicht, Sitzplatz zugewiesen, Gurte an, bei hohem Seegang Ausfall. Die normale Fähre Yakushima 2 fährt einmal täglich um 8.30 Uhr in vier Stunden für CHF 30 und nimmt Autos mit. Das Flugzeug der JAC braucht 35 Minuten ab Kagoshima-Flughafen für CHF 80 bis 110. Auf der Insel brauchst du einen Mietwagen (CHF 45 bis 60 pro Tag, früh reservieren, die Flotte ist klein) oder du richtest dich nach dem Bus, der zwei- bis fünfmal täglich fährt.
Die Fähre zum Vulkan legt alle 15 bis 20 Minuten ab, nachts stündlich, Überfahrt 15 Minuten, CHF 1.20, bezahlt wird erst auf der Insel. Du kannst also am Abend nach dem Essen noch rüber und den rot glühenden Krater anschauen, wenn er gerade aktiv ist. Auf der Insel fährt der Island-View-Bus eine Schleife zu den Aussichtspunkten (Tagespass CHF 3): Yunohira auf 373 Metern ist der höchste zugängliche Punkt, 2,5 Kilometer unter dem Gipfel, näher darfst du nicht. Der Lavaweg Nagisa führt eine Stunde am Meer entlang über die Lava von 1914, daneben ein 100 Meter langes Fussbad, gratis. Das Torii von Kurokami ragt nur noch mit dem Querbalken aus der Asche, drei Meter sind verschüttet, ein eindrückliches Mahnmal. In der Stadt lernst du schnell, warum Kagoshimas Einwohner Schirme gegen Asche tragen und die Wettervorhersage sagt, in welche Richtung sie heute fällt. Die Asche ist harmlos, aber knirscht zwischen den Zähnen, Kontaktlinsen sind an windigen Tagen unangenehm. Für Fotos fährst du am späten Nachmittag auf den Shiroyama-Hügel: Stadt, Bucht, Vulkan in einer Linie.
In Kagoshima wohnst du entweder am Bahnhof Chuo (Businesshotels ab CHF 50, praktisch für Shinkansen und Flughafenbus) oder in Tenmonkan, dem Ausgehviertel mit den Arkaden, Shirokuma-Eis und Schwarzschwein-Lokalen, 15 Minuten Tram vom Bahnhof. Für den ersten Besuch Tenmonkan, der Hafen für die Sakurajima-Fähre liegt in zehn Gehminuten. Das Shiroyama Hotel auf dem Hügel ist die Luxusadresse mit Vulkanblick aus dem Onsen, CHF 180 aufwärts. Auf Yakushima gibt es drei Orte: Miyanoura im Norden mit dem Hauptfährhafen, Supermarkt und den meisten Minshuku; Anbo im Osten, näher am Start zur Jomon-Sugi und mit eigenem Hafen; und der Süden um Onoaida mit heissen Quellen am Meer und den beiden guten Hotels. Minshuku, Familienpensionen mit Tatami-Zimmer und Abendessen, kosten CHF 60 bis 90 pro Person inklusive zwei Mahlzeiten, das ist auf der Insel die ehrlichste Wahl, weil es ausserhalb der Dörfer kaum Restaurants gibt. Im Juli, August und zur Golden Week sind sie Monate vorher voll. Zwei Nächte auf der Insel sind das Minimum, drei sind richtig.
Die Wanderung zur ältesten Zeder der Insel ist lang, aber technisch einfach: Von der Arakawa-Trailhead folgst du acht Kilometer einer alten Holzbahntrasse, flach, Schwellen zählen, dann steigen drei Kilometer Wurzelpfad und Treppen 600 Höhenmeter hinauf zum Baum, der hinter einer Plattform steht. Denselben Weg zurück, insgesamt 22 Kilometer und zehn Stunden mit Pausen. Von März bis November ist die Zufahrt für Privatautos gesperrt, du nimmst den Shuttle-Bus ab Yakusugi-Museum (CHF 8 hin und zurück, Ticket am Vortag kaufen, erste Fahrt 5 Uhr) plus CHF 6 Waldschutzbeitrag. Du startest also um 4 Uhr, Bento vom Minshuku oder Konbini am Vorabend bestellen, Stirnlampe mitnehmen. Ein Guide kostet CHF 80 bis 110 pro Person und lohnt sich beim ersten Mal, nicht wegen der Orientierung, sondern wegen des Tempos, der Geschichten und der Notfall-Kompetenz. Zum Regen: Yakushima hat 4'000 bis 10'000 Millimeter pro Jahr, es regnet an jedem zweiten Tag, oft nur stundenweise. Gute Regenjacke, Regenhose, Wechselkleider in Plastiksack, Wanderschuhe mit Profil, keine Turnschuhe. Bei Starkregenwarnung wird der Shuttle gestrichen, dann hast du den Tag frei und keinen Ersatz, plan deshalb einen Puffertag.
Wer keine zehn Stunden will, geht nach Shiratani Unsuikyo, 30 Minuten mit Bus oder Auto oberhalb von Miyanoura, Eintritt CHF 3. Drei Routen von einer bis fünf Stunden führen durch den Mooswald mit Zedern von 1'000 bis 3'000 Jahren, Bächen und Granitblöcken; die lange Variante geht bis zum Felsen Taiko-iwa mit Blick über das ganze Tal, das ist für viele der schönere Tag als die Jomon-Sugi. Die Mononoke-Stimmung findest du hier, nach Regen am stärksten, wenn das Moos leuchtet. Yakusugi Land im Süden ist einfacher, Holzstege, Routen von 30 Minuten bis drei Stunden, CHF 3, gut mit Kindern. Dazu kommt die Küstenstrasse rund um die Insel, 100 Kilometer, drei Stunden ohne Halt: der Wasserfall Oko-no-taki mit 88 Metern, das Onsen Hirauchi Kaichu, das nur bei Ebbe in den Felsen am Meer auftaucht (CHF 1.20 in die Kasse, gemischt, nackt), die Mangoplantagen im Süden, die Strände von Nagata, wo von Mai bis Juli Meeresschildkröten nachts Eier legen (geführte Beobachtung CHF 12, Anmeldung Pflicht), und der Westküstenabschnitt Seibu Rindo, eine einspurige Strasse durch den Wald mit Makaken und Hirschen auf dem Asphalt.
Ibusuki liegt eine Stunde südlich, mit dem Zug Ibusuki no Tamatebako (reservieren, CHF 14) oder dem Regionalzug (CHF 6). Im Sandbad Saraku lässt du dich am Strand bis zum Hals in 50 Grad heissen, geothermal erwärmten Sand eingraben, zehn bis fünfzehn Minuten, Yukata inklusive, CHF 7. Es ist schwer, heiss und danach fühlst du dich wie neu gekocht; kein Gag, sondern eine jahrhundertealte Kur. Auf dem Rückweg Chiran: eine Samurai-Gasse mit sieben erhaltenen Gärten (CHF 3.20) und das Friedensmuseum für die Kamikaze-Piloten, die 1945 von hier starteten (CHF 3). Es zeigt Abschiedsbriefe von 17-Jährigen, respektvoll und ohne Verherrlichung, und braucht Ruhe. Mit Mietwagen geht beides an einem Tag, mit Bus nur eines. Timing: Kagoshima ist im Winter mit 10 Grad der mildeste Ort Kyushus, Yakushima hat auf den Gipfeln dann Schnee. Beste Monate für die Insel sind Mai und Oktober bis November, Juni ist Regenzeit, August heiss und voll, September Taifunzeit mit Fährausfällen. Kosten-Fallen: Sengan-en mit Haus kostet CHF 10, nur Garten CHF 6, ohne Haus reicht; Mietwagen auf Yakushima früh buchen, kurzfristig kostet er das Doppelte oder ist weg; Bargeld für Minshuku und Buseintritte.
Fünf Tage: ein Tag Kagoshima mit Sakurajima, ein Tag Ibusuki oder Chiran, drei Tage Yakushima mit Anreise am Vormittag, einem Wandertag und einem Puffertag für Regen oder den Rest der Insel. Wer nur Shiratani statt Jomon-Sugi machen will, kommt mit zwei Nächten auf der Insel aus. Nur Kagoshima ohne Insel lohnt sich für zwei Tage auf der Durchreise.
Nicht zwingend, der Weg ist markiert und viel begangen. Ein Guide (CHF 80 bis 110) hilft beim Tempo, kennt die Tagesprognose, trägt das Notfallset und organisiert Bus-Tickets und Bento. Für Erstbesucher und alle, die nicht regelmässig zehn Stunden gehen, empfehlen wir ihn. Für Shiratani Unsuikyo und Yakusugi Land brauchst du keinen.
Der Vulkan bricht fast täglich klein aus, das ist Alltag, nicht Alarm. Die Zone um den Krater ist gesperrt, die Aussichtspunkte liegen ausserhalb, und die Stadt hat Schutzräume und ein Warnsystem. Was dich betrifft, ist Asche: Sie legt sich auf Kleider, Kameras und Kontaktlinsen. Bei grösseren Ausbrüchen wird die Fähre gestoppt, das kommt selten vor.
Ein Berg geschabtes Eis mit gezuckerter Kondensmilch, Früchten und süssen Bohnen, der von oben wie ein Eisbärengesicht aussieht, daher der Name. Erfunden 1949 in Tenmonkan, im Stammhaus Mujyaki kostet die normale Portion CHF 5 und reicht für zwei. Im Sommer ist es das, was ganz Kagoshima isst, es gibt ihn auch als Mini-Version im Konbini.
Mai für frisches Grün und Schildkröten, Oktober bis November für stabileres Wetter und weniger Besucher. Juni ist Regenzeit mit den höchsten Niederschlägen, Juli und August sind heiss und ausgebucht, September bringt Taifune und Fährausfälle. Der Winter ist ruhig und günstig, die hohen Routen sind dann aber verschneit, Shiratani geht meistens.
Für Shiratani, Yakusugi Land und den Jomon-Sugi-Shuttle reichen die Busse, wenn du den Fahrplan genau planst und in Miyanoura oder Anbo wohnst. Für die Küstenrunde, den Westen mit Seibu Rindo und die Onsen brauchst du ein Auto. Kleinwagen CHF 45 bis 60 pro Tag, Monate vorher reservieren, Führerschein-Übersetzung der JAF für Schweizer und Deutsche nicht vergessen.
Was ein paar Tage in der Stadt der Garküchen wirklich kosten, wo die Ramen herkommen, die du aus Ichiran kennst, und warum Fukuoka der beste Einstieg nach Japan ist, wenn du über Seoul fliegst.
Was zwei Tage in Japans Tor zur Welt wirklich kosten, wie du den Friedenspark mit der nötigen Ruhe besuchst und warum die Nachtsicht vom Inasa-Berg mehr wert ist als jede Bootsfahrt.
Was eine Burgstadt und die grösste bewohnte Caldera der Welt wirklich kosten, wann du in den Krater darfst und warum eine Nacht in Kurokawa Onsen das Geld wert ist.
Was eine Woche auf Japans Südinseln wirklich kostet, warum du ohne Mietwagen nur die halbe Insel siehst und wie du die Kerama-Inseln und die Kriegsgeschichte in eine Reise bringst.