Japan · Vantour · 12 Tage

Kyushu im Van

Garküchen, eine Caldera mit Weiden und Vulkanen, Onsen in jedem Dorf und am Ende die Regeninsel mit den tausendjährigen Zedern: Kyushu ist Japans Van-Insel.

Die Route, Tag für Tag

  1. Tag 1 bis 3

    Fukuoka: Yatai, Ramen und die Van-Übergabe

    Fukuoka ist der praktischste Einstieg nach Japan: Der Flughafen liegt fünf Metrominuten vom Bahnhof Hakata, und ab Zürich kommst du über Seoul, Taipeh oder Tokio hin. Die ersten zwei Nächte wohnst du ohne Auto in Tenjin, Businesshotel CHF 80 bis 120 für zwei, und lernst die Stadt zu Fuss: Tag 1 abends an die Yatai am Nakasu-Ufer, Hocker, Oden, Yakitori und ein Bier für CHF 15 bis 25. Tag 2: Tonkotsu-Ramen in Hakata, der Kushida-Schrein, nachmittags mit der Nishitetsu-Bahn 30 Minuten nach Dazaifu zum Tenmangu-Schrein mit Umegae-Mochi, abends Motsunabe. Tag 3: Van-Übergabe beim Vermieter am Flughafen oder in Hakata (Kompakt-Camper mit Bett und Kocher CHF 90 bis 140 pro Tag, Kaution per Karte, internationaler Führerschein nach Genfer Abkommen Pflicht), Einkauf im Supermarkt, dann raus aus der Stadt. Weiter nach Nagasaki: 150 Kilometer über Kyushu- und Nagasaki-Autobahn, zwei Stunden, Maut rund CHF 25 mit der ETC-Karte des Vermieters.

    Touren an diesem Stopp: Yatai Food-Tour in Fukuoka ↗Dazaifu Halbtagestour ↗

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  2. Tag 4 bis 5

    Nagasaki: Hänge, Hafen und die Nachtsicht vom Inasa

    Nagasaki ist steil, eng und für einen Van unpraktisch, deshalb stellst du ihn für zwei Tage ab: auf einen bewachten Parkplatz am Hafen bei Dejima (CHF 12 bis 18 pro 24 Stunden, Übernachten im Van ist dort geduldet, frag beim Parkwächter) oder auf einen Michi-no-Eki am Stadtrand Richtung Unzen und pendelst mit der Tram (CHF 1 pro Fahrt). Tag 4: Friedenspark und Atombombenmuseum (CHF 1.20) mit einem halben Tag Zeit, nachmittags das Hafenviertel mit Dejima und dem Glover-Garten, abends mit der Seilbahn auf den Inasa (CHF 8) für eine der drei grossen Nachtsichten Japans, danach Champon in Chinatown. Tag 5: Bootstour zur Geisterinsel Gunkanjima (CHF 30, bei Wellengang abgesagt) oder die Kirchen von Oura und Urakami, Kastella-Kuchen zum Mitnehmen. Weiter nach Aso über die Shimabara-Halbinsel: eine Stunde nach Shimabara mit Halt in den Höllen von Unzen, Fähre Shimabara nach Kumamoto-Hafen (Ocean Arrow 30 Minuten, rund CHF 25 pro Person plus CHF 50 für den Van, oder die langsame Fähre günstiger), dann 70 Kilometer hinauf in die Caldera, 90 Minuten, zusammen rund vier Stunden.

    Touren an diesem Stopp: Gunkanjima Bootstour ↗Nagasaki Rundgang mit Dejima und Glover-Garten ↗

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  3. Tag 6 bis 8

    Aso: Krater, Weiden und Kurokawa Onsen

    Die Aso-Caldera ist 25 Kilometer breit, bewohnt, mit Weiden, Reisfeldern und fünf Gipfeln in der Mitte, und hier ist der Van zu Hause. Stellplatz ist der Michi-no-Eki Aso neben dem Bahnhof mit RV-Park (CHF 20 pro Nacht mit Strom) und Onsen in Gehdistanz. Tag 6: Kusasenri, die Grasebene mit Pferden, dann mit dem Bus oder Van zum Nakadake-Krater, sofern die Gasmesswerte es zulassen (Website prüfen, Eintritt CHF 5), abends Akaushi-Rind in Uchinomaki. Tag 7: Sonnenaufgang am Daikanbo-Aussichtspunkt am Nordrand der Caldera, um 5.30 Uhr mit Nebelmeer, danach über die Milchstrasse-Strasse nach Kurokawa Onsen, dem schönsten Badedorf Kyushus: Mit dem Holzpass (CHF 8) badest du in drei Rotenburo deiner Wahl, Stellplatz am Dorfparkplatz. Tag 8: Takachiho-Schlucht mit Ruderboot (CHF 25, 90 Minuten Fahrt) oder ein ruhiger Morgen. Weiter nach Kagoshima: 200 Kilometer, über die Kyushu-Autobahn ab Kumamoto, rund drei Stunden, Maut CHF 30. Abends gibst du den Van bei der Kagoshima-Filiale einweg ab (Zuschlag CHF 50 bis 100) oder parkst ihn für vier Tage am Hafen (CHF 10 pro Tag) und schläfst noch einmal drin.

    Touren an diesem Stopp: Aso Vulkan und Kusasenri Tour ↗Takachiho-Schlucht Bootsfahrt ↗

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  4. Tag 9 bis 12

    Yakushima: Moos, Zedern und Regen, der dazugehört

    Yakushima ist eine runde Insel mit 2'000 Meter hohen Bergen, Mooswald und tausendjährigen Zedern, und es regnet dort an 300 Tagen. Ab Kagoshima fährt das Tragflügelboot Toppy oder Rocket in zwei Stunden nach Miyanoura oder Anbo (CHF 50 pro Strecke, hin und zurück CHF 100, Tage vorher buchen). Auf der Insel mietest du einen Kleinwagen (CHF 40 pro Tag) oder nimmst die Busse, und wohnst drei Nächte in einem Minshuku mit Abendessen aus fliegenden Fischen und Schwarzschwein, CHF 100 bis 160 für zwei. Tag 9: Ankunft, nachmittags das Meeres-Onsen Hirauchi, das nur bei Ebbe zugänglich ist (CHF 1.20). Tag 10: Shiratani Unsuikyo, der Mooswald, der Prinzessin Mononoke inspiriert hat, vier Stunden Rundweg (CHF 3). Tag 11: Jomon Sugi, der 7'000-jährige Zedernriese, zehn Stunden hin und zurück ab dem Arakawa-Trailhead, Bus ab 5 Uhr, nur für Geübte mit Regenkleidung; sonst Yakusugi Land mit kürzeren Wegen. Tag 12: Rückreise. Tragflügelboot zurück nach Kagoshima, Flug nach Haneda in 1 Stunde 50 Minuten (CHF 60 bis 120) oder Shinkansen nach Hakata in 80 Minuten (CHF 64), dann der Heimflug.

    Touren an diesem Stopp: Shiratani Unsuikyo geführte Wanderung ↗Jomon Sugi Tageswanderung mit Guide ↗

    Zum Reiseguide Kagoshima & Yakushima →

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Was die Route kostet

Grobe Gesamtkosten pro Person in CHF für die ganze Route, Mittelklasse, zu zweit unterwegs. Flüge und Hotels schwanken saisonal, Details stehen auf den Reiseziel-Seiten.

  • Anreise 1'100 CHF
  • Unterkunft 280 CHF
  • Essen 480 CHF
  • Mobilität vor Ort 750 CHF
2'610 CHF
Gesamt pro Person · 12 Tage

Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Yen (JPY). 1'000 Yen sind ungefähr CHF 6. Kartenzahlung funktioniert in Städten und Hotels, kleine Lokale, Tempel und Landbahnhöfe wollen oft Bargeld. Die IC-Karte (Suica oder ICOCA) auf dem Handy zahlt Bahn, Bus und Konbini.

Mietwagen für diese Route

Mietwagen-Vergleich folgt, sobald der Partnerlink freigeschaltet ist. Bis dahin: direkt beim Vermieter oder am Zielflughafen vergleichen.

Tipps für die Route

Michi-no-Eki sind staatliche Raststätten an Landstrassen mit Parkplatz, Toiletten rund um die Uhr, Bauernmarkt und oft einem Onsen daneben, und das Übernachten im Fahrzeug ist geduldet, solange du dich benimmst: eine Nacht, kein Tisch und keine Stühle draussen, kein Grill, Motor aus, morgens etwas im Laden kaufen. Wer länger bleiben oder Strom will, nimmt einen RV-Park (CHF 20 bis 35 pro Nacht), davon gibt es auf Kyushu rund 40, buchbar über die Website der japanischen RV-Vereinigung.

Der Van ist in Japan klein, und das ist gut so: Kei-Camper oder Kompakt-Camper auf Hiace-Basis passen auf jeden Parkplatz und durch jede Dorfgasse, grosse Wohnmobile nicht. Rechne mit CHF 90 bis 140 pro Tag inklusive Versicherung, Bettzeug und Kochset, Hochsaison teurer, Einwegabgabe in Kagoshima mit Zuschlag von CHF 50 bis 100. Toiletten an Bord sind selten, du nutzt die der Michi-no-Eki und Konbini, die immer sauber sind.

Fahren mit dem Van: Linksverkehr, Automatik, Tempolimit 60 auf Landstrassen und 80 bis 100 auf der Autobahn, der Van ist langsamer als du denkst. Nimm die ETC-Karte des Vermieters für die Maut und frag nach dem Kyushu Expressway Pass für ausländische Mieter (rund CHF 60 bis 90 für sieben Tage), er deckt Fukuoka nach Nagasaki und Kumamoto nach Kagoshima ab. Tankstellen schliessen auf dem Land um 19 Uhr, tank ab halbem Tank.

Der Nakadake-Krater ist der aktivste Vulkan Kyushus und wird bei erhöhtem Schwefeldioxid oder Eruptionswarnung gesperrt, das kommt mehrmals im Jahr vor und steht morgens auf der Website des Aso-Vulkanmuseums. Plan den Krater für den Morgen mit Reservetag. Asthmatiker dürfen nicht an den Kraterrand. Die Caldera selbst, Kusasenri und Daikanbo sind immer offen und bei Nebel genauso schön.

Yakushima verlangt Vorbereitung: Regenjacke, Regenhose, Wanderschuhe mit Profil und ein Regenschutz für den Rucksack, keine Ausreden. Die Jomon-Sugi-Wanderung ist 22 Kilometer lang mit 700 Höhenmetern, startet um 5 Uhr mit dem Shuttlebus (CHF 11, am Vortag kaufen) und ist von März bis November mit Bus-Pflicht geregelt. Wer das nicht will, hat mit Shiratani Unsuikyo und Yakusugi Land zwei Tage Mooswald, die genauso eindrücklich sind.

Reisezeit: April und Mai mit Azaleen auf dem Aso und erträglichem Regen auf Yakushima, Oktober und November mit klarer Luft und Herbstfarben in Kurokawa. Juni ist Regenzeit, Juli und August schwül mit über 30 Grad im Van, September Taifunsaison mit Fährausfällen nach Yakushima. Im Winter ist der Van auf Kyushu machbar, nachts um null Grad, aber Kurokawa im Schnee ist der schönste Onsen-Moment der Insel.

Häufige Fragen zur Route Kyushu im Van

Wie viele Tage braucht die Kyushu-Van-Tour?

Zwölf Tage sind das ehrliche Minimum, wenn Yakushima dabei sein soll: drei Fukuoka, zwei Nagasaki, drei Aso, vier Yakushima inklusive An- und Rückreise. Ohne Yakushima sind es acht Tage mit Rückgabe in Kagoshima. Mit zwei Wochen nimmst du Beppu oder Kirishima dazu und fährst weniger pro Tag.

Wann ist die beste Reisezeit für Kyushu?

April, Mai, Oktober und November. Kyushu ist der Süden Japans: Die Kirschblüte kommt Ende März, der Sommer ist heiss und schwül, im September ziehen Taifune durch. Im Oktober ist Yakushima am trockensten, was dort immer noch feucht heisst. Der Winter ist mild, aber der Van wird nachts kalt und die Fähren fahren seltener.

Van oder Mietwagen mit Hotels?

Der Van ist auf Kyushu machbar und schön, aber nicht günstiger: Mietwagen plus Businesshotel kosten für zwei etwa gleich viel, mit mehr Komfort. Der Van gewinnt bei Freiheit, beim Sonnenaufgang am Kraterrand und in Kurokawa, wo Hotels Monate vorher voll sind. Wer noch nie im Van geschlafen hat, bucht ihn nur für Nagasaki bis Kagoshima und schläft in Fukuoka und Yakushima im Bett.

Was kostet die Van-Tour?

Pro Person rund CHF 2'610: Flug CHF 1'100, Übernachtungen CHF 280 (zwei Hotelnächte in Fukuoka, RV-Park-Gebühren und drei Minshuku-Nächte auf Yakushima), Essen CHF 480 und Mobilität CHF 750, davon der Van für sechs Tage rund CHF 400 pro Kopf, dazu Benzin, Maut, die Shimabara-Fähre, das Tragflügelboot nach Yakushima und der Kleinwagen dort.

Ist Van fahren in Japan für Anfänger geeignet?

Ja, wenn du Automatik gewohnt bist. Die Kompakt-Camper sind nicht breiter als ein Kombi, der Verkehr auf Kyushu ist ruhig, und die Michi-no-Eki nehmen dir die Stellplatzsuche ab. Ungewohnt sind Linksverkehr, enge Dorfstrassen mit Wassergräben am Rand und das Rückwärtseinparken, das in Japan alle machen. Null Promille gilt auch im stehenden Van, solange der Schlüssel steckt.

Gibt es eine kürzere oder längere Variante?

Kürzer: Fukuoka, Nagasaki, Aso und zurück nach Fukuoka in acht Tagen, der Van bleibt ohne Einwegzuschlag. Länger: Beppu mit den Höllen und dem Sandbad, Kirishima mit den Kraterseen und Ibusuki mit dem Sandbad am Strand auf dem Weg nach Kagoshima, dann sind es 15 Tage. Okinawa als Anschluss per Flug ab Kagoshima ist eine eigene Reise.

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