Toyoko Inn Nagasaki Ekimae
Fünf Gehminuten vom Bahnhof, Tramhaltestelle vor der Tür, Gratisfrühstück. Kleine Zimmer, aber alles, was du für zwei Nächte brauchst, und meist das günstigste Haus der Stadt.
Japan · Kyūshū & Okinawa · Reiseguide
Was zwei Tage in Japans Tor zur Welt wirklich kosten, wie du den Friedenspark mit der nötigen Ruhe besuchst und warum die Nachtsicht vom Inasa-Berg mehr wert ist als jede Bootsfahrt.
Foto: jason hu / Pexels
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Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Flüge & Hotels schwanken saisonal stark – aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.
Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Yen (JPY). 1'000 Yen sind ungefähr CHF 6. Kartenzahlung funktioniert in Städten und Hotels, kleine Lokale, Tempel und Landbahnhöfe wollen oft Bargeld. Die IC-Karte (Suica oder ICOCA) auf dem Handy zahlt Bahn, Bus und Konbini. Flugzeit: 12 bis 14 Stunden, meist mit einem Umstieg.
Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.
Budget
Fünf Gehminuten vom Bahnhof, Tramhaltestelle vor der Tür, Gratisfrühstück. Kleine Zimmer, aber alles, was du für zwei Nächte brauchst, und meist das günstigste Haus der Stadt.
Direkt gegenüber dem Bahnhof, mit Grossbad im Haus. Kompakte Zimmer, verlässliche Ausstattung, gute Basis für die Tram zum Friedenspark und den Zug nach Fukuoka.
Am Rand von Chinatown, drei Minuten zu Dejima und Hamanomachi. Onsen-Bad im obersten Stock, Nachtramen gratis, Frühstück mit lokalen Gerichten. Preislich knapp über Budget, qualitativ darüber.
Mittelklasse
Das klassische Stadthotel sieben Gehminuten vom Bahnhof, grosse Zimmer, mehrere Restaurants, etwas in die Jahre gekommen, aber gepflegt. Für Familien und alle, die mehr Platz wollen als im Businesshotel.
Im portugiesischen Stil gebaut, fünf Minuten zu Glover Garden und zur Oura-Kirche, Tramhaltestelle vor der Tür. Zimmer mittelgross, ruhige Lage, gutes Frühstück. Passt zur Stimmung der Stadt wie kein zweites Haus.
Modernes Haus in der Einkaufsarkade Hamanomachi, Chinatown und Shianbashi in fünf Minuten. Geräumige Zimmer mit Tablets und guten Betten, Frühstück mit Champon-Option.
Luxus
Von Kengo Kuma gebaut, am Hang gegenüber der Stadt, jedes Zimmer mit Terrasse und Blick über Hafen und Inasa-Berg. Kleines Spa, gutes Restaurant, Shuttle in die Stadt. Die Lage ist abgelegen, die Aussicht entschädigt.
Seit 2024 im umgebauten Gebäude der ehemaligen Kwassui-Schule, direkt an der Strasse zu Glover Garden. Historische Fassade, Design-Zimmer, Dachterrasse mit Hafenblick. Für alle, die das Europa-Erbe der Stadt auch im Hotel wollen.
Eröffnet 2024 im Hochhaus über dem Bahnhof, Zimmer ab dem siebten Stock mit Hafenblick, Club-Lounge, Fitness. Die bequemste Adresse für Shinkansen-Reisende und die modernste der Stadt.
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Mit lokaler Begleitung, teils mit Nachkommen von Überlebenden, verstehst du Hypozentrum, Museum und Urakami-Kathedrale als Ganzes. Drei Stunden, CHF 40 bis 60. Allein ist es ebenso möglich, mit Führung bleibt mehr hängen.
Drei Stunden zur verlassenen Kohleinsel mit Landgang, CHF 25 bis 35 plus Landegebühr. Früh buchen, wetterabhängig, im Winter häufige Ausfälle. Ferngläser und Sonnenschutz mitnehmen.
Die Kaufmannsvillen des 19. Jahrhunderts am Hang mit Blick über den Hafen (CHF 3.70) und daneben die älteste Kirche Japans von 1864 (CHF 6). Mit dem Glover Sky Road von oben einsteigen und nach unten laufen.
Rekonstruierte Lagerhäuser, Wohnungen und die Küche des Opperhoofd, mitten in der Stadt (CHF 3.10). Der Audioguide lohnt sich, in 90 Minuten verstehst du 200 Jahre Abschottung. Direkt an der Tramhaltestelle Dejima.
Seilbahn auf 333 Meter (CHF 7.50 hin und zurück), oben die Lichter der Bucht in einem Rund. Gratis-Shuttle von grossen Hotels zur Talstation ab 19 Uhr. Vor Sonnenuntergang hochfahren, Jacke mitnehmen.
Die Brillenbrücke von 1634, die Tempelstrasse mit chinesischen Tempeln Sofuku-ji und Kofuku-ji und das Ausgehviertel Shianbashi. Zwei bis drei Stunden, geführt rund CHF 40, allein gratis bis auf CHF 2 Tempeleintritt.
Tagesausflug zu den dampfenden Schwefelfeldern, einem Bad in saurem Vulkanwasser und der Burgstadt Shimabara mit Karpfen in den Strassengräben. Mit Bus CHF 11 je Strecke, geführt mit Mietwagen CHF 90 bis 120.
Eine Stunde Fahrt zwischen 208 kleinen Inseln vor Sasebo (CHF 11), dazu das Aquarium und der Sasebo-Burger, den die US-Marine hierher brachte. Mit dem Zug 1,5 Stunden ab Nagasaki.
Die Nudelsuppe der Stadt selbst kochen, mit Erklärung zur chinesischen Herkunft und einer Castella zum Dessert. Zwei bis drei Stunden, CHF 50 bis 70. Gute Option für den Regentag, den es in Nagasaki geben wird.
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Nagasakis Küche ist das Ergebnis von 400 Jahren Hafen: chinesische Nudelsuppen, portugiesischer Biskuit, holländische Einflüsse und ein Teller aus den 1950ern, der alles auf einmal will. Nirgendwo in Japan isst du so gemischt.
Dicke Nudeln in milchiger Schweine-Hühner-Brühe mit Kohl, Sprossen, Shrimps, Tintenfisch und Fischkuchen, 1899 für chinesische Studenten erfunden, die günstig satt werden mussten. CHF 6 bis 9.
Tipp:Im Shikairou mittags um 11.30 Uhr kommen, dann ist der Saal mit Hafenblick noch halb leer.
Dieselben Zutaten wie Champon, aber als dicke Sauce über knusprig frittierten dünnen Nudeln, mit Worcestersauce und Senf nach Geschmack. Günstiger als es aussieht, CHF 6 bis 8.
Tipp:Eine Portion reicht für zwei, dazu Gyoza bestellen, das ist das lokale Mittagessen.
Lockerer Biskuit aus Eiern, Zucker und Mehl, von den Portugiesen gebracht und in 400 Jahren japanisch verfeinert, mit einer Schicht grobem Zucker am Boden. Ein Riegel CHF 6 bis 12.
Tipp:Die kleine Zwei-Scheiben-Packung «Cube» von Fukusaya kostet CHF 2 und ist das perfekte Geschenk ohne Übergepäck.
Geschmorter Schweinebauch, weich wie Butter, in einem gedämpften Hefeteig-Brötchen, ein Abkömmling der chinesischen Festküche Nagasakis. CHF 3 bis 4 das Stück, auf die Hand.
Tipp:Warm essen, direkt vor dem Laden, und beim Kauf nach dem Senf fragen.
Ein Teller mit Schweinsschnitzel, Pilaw-Reis und Spaghetti in Tomatensauce, erfunden in den 1950ern, der Name hat mit der Türkei nichts Bewiesenes zu tun. Das Kinderessen der Stadt, CHF 7 bis 10.
Tipp:Dazu den Milk Seki, einen gefrorenen Milchshake mit Ei, der ebenfalls hier erfunden wurde.
Festmahl an einem runden chinesischen Tisch mit japanischen, chinesischen und europäischen Gängen, vom Fischsud bis zur süssen Bohnensuppe zum Schluss. Ab CHF 35 pro Person mittags, abends CHF 60 bis 120.
Tipp:Im Kagetsu ist Reservierung Pflicht und mindestens zwei Personen, Mittagsmenü ab CHF 45.
Handgemachter Burger mit Speck und Spiegelei nach dem Rezept der US-Marine, die seit 1945 in Sasebo stationiert ist. Grösser und saftiger als Fast Food, CHF 7 bis 10.
Tipp:Mit Kujukushima kombinieren, dann lohnt sich der Ausflug doppelt.
Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.
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Nagasaki war ein Fischerdorf, bis 1571 das erste portugiesische Handelsschiff in der tiefen Bucht anlegte. Innerhalb weniger Jahre wurde der Hafen zur christlichsten Stadt Asiens mit Kirchen, einem Jesuitenkolleg und einem Druck mit lateinischen Lettern. Dann drehte der Wind: 1597 liess Toyotomi Hideyoshi 26 Christen auf dem Nishizaka-Hügel kreuzigen, 1614 verbot das Shogunat den Glauben ganz. Als Japan sich 1639 abschottete, blieb Nagasaki die einzige Tür: Die Niederländer wurden 1641 auf die künstliche Fächerinsel Dejima verlegt, 120 mal 75 Meter, und handelten dort 218 Jahre lang unter Aufsicht. Über diese Insel kamen Medizinbücher, Teleskope, Kaffee, Billard und Bier ins Land. Die chinesische Gemeinde bekam ein eigenes Quartier, aus dem Chinatown Shinchi wurde. Nach der Öffnung 1859 bauten Kaufleute wie der Schotte Thomas Glover Villen an den Hang; Glover brachte die erste Dampflokomotive, half beim Sturz des Shogunats und legte den Grundstein für die Mitsubishi-Werft, die bis heute den Hafen prägt. Genau diese Werft war ein Grund, warum am 9. August 1945 um 11.02 Uhr die zweite Atombombe über dem Stadtteil Urakami explodierte, nachdem Kokura wegen Wolken verschont blieb. Bis Jahresende starben rund 74'000 Menschen. Die Stadt hat 400'000 Einwohner, eine Strassenbahn von 1915, seit 2022 einen Shinkansen und die erklärte Aufgabe, die letzte Stadt zu bleiben, die das erlebt hat.
Der Flughafen Nagasaki liegt auf einer künstlichen Insel in der Omura-Bucht, der Bus braucht 45 Minuten in die Stadt (CHF 7). Ab Zürich fliegst du über Tokio oder Seoul mit Anschluss, einfacher ist der Weg über Fukuoka: Seit 2022 fährt der Shinkansen Kamome ab Takeo-Onsen nach Nagasaki, ab Hakata bist du mit Umstieg am selben Bahnsteig in 1 Stunde 20 Minuten da, Ticket rund CHF 40. Der günstigere Schnellbus braucht 2,5 Stunden für CHF 17. In der Stadt fährst du Tram: fünf Linien, Einheitspreis CHF 0.85, Tagespass CHF 3.60 am Hotel oder im Bahnhof (nicht in der Tram), IC-Karten funktionieren. Nagasaki ist steil, die Quartiere kleben am Hang, und viele Treppen haben keine Alternative. Für Glover Garden gibt es den Glover Sky Road, einen schrägen Lift plus Aufzug, gratis, Einstieg bei der Tramhaltestelle Ishibashi. Zwischen Bahnhof, Dejima, Chinatown und Hamanomachi läufst du alles in 20 Minuten. Mietwagen brauchst du nur für Unzen oder die Halbinsel Nishisonogi.
Drei Lagen kommen in Frage. Rund um den neuen Bahnhof (2020 umgebaut, mit Shinkansen und Einkaufszentrum) stehen Businesshotels ab CHF 50 bis 75 für ein Doppelzimmer, praktisch für die Ankunft und die Tram zum Friedenspark. Shinchi und Hamanomachi sind das Zentrum mit Chinatown, der Einkaufsarkade und dem Ausgehviertel Shianbashi; hier wohnst du mitten im Essen und bist in zehn Minuten in Glover Garden. Der Hang von Minami-Yamate über dem Hafen hat die Aussichten, aber die Treppen abends nach ein paar Gläsern Shochu sind kein Spass. Für Komfort lohnt sich das Garden Terrace von Kengo Kuma auf der anderen Hafenseite mit Blick auf die ganze Bucht, CHF 250 aufwärts. Rund um den 9. August (Gedenkfeier), beim Laternenfest im Januar oder Februar und beim Kunchi-Fest vom 7. bis 9. Oktober sind Hotels Monate vorher voll und doppelt so teuer. Ein Dormy Inn in Shinchi gibt dir Onsen-Bad und Nachtramen, bei den Preisen hier eine klare Empfehlung.
Fahr mit der Tram nach Heiwa-koen und geh zuerst zum Hypozentrum, einem schwarzen Monolithen im Park, 500 Meter unter dem Explosionspunkt. Daneben steht ein Stück der alten Urakami-Kathedrale, die damals die grösste Kirche Ostasiens war. Das Museum (CHF 1.20, Audioguide CHF 1) zeigt geschmolzene Rosenkränze, eine Uhr, die um 11.02 Uhr stehen blieb, und Zeugenberichte, nüchtern und ohne Zuspitzung. Die Nationale Gedenkhalle nebenan ist gratis und still. Oben im Friedenspark sitzt die zehn Meter hohe Statue, deren rechte Hand zum Himmel weist (Bedrohung), die linke zur Seite (Frieden). Rechne mit drei Stunden, nicht mit einer, und plan danach nichts Lautes. Zwei Orte vertiefen das Bild: die wiederaufgebaute Urakami-Kathedrale mit der kopflosen Marienstatue und das Nagai-Takashi-Gedenkmuseum über den Arzt, der verstrahlt in einer Zwei-Tatami-Hütte weiterarbeitete. Fotografieren ist erlaubt, Posieren nicht. Viele Schweizer berichten, dass Nagasaki sie stärker beschäftigt hat als Hiroshima, weil es kleiner, näher und weniger besucht ist.
Gunkanjima, offiziell Hashima, ist die betonierte Kohleinsel 19 Kilometer vor der Küste, auf der 1959 über 5'000 Menschen auf 6,3 Hektar lebten, die dichteste Besiedlung der Welt. Seit 1974 verlassen, seit 2015 Welterbe, bekannt aus Skyfall. Fünf Reedereien fahren hin, Gunkanjima Concierge und Yamasa Kaiun sind die verlässlichsten, Tour drei Stunden, CHF 25 bis 35 plus CHF 2 Landegebühr. Du siehst nur einen abgesperrten Pfad am Rand, das Betreten der Ruinen ist verboten, und bei Wellen über einem halben Meter wird nicht angelegt, dann gibt es eine Umrundung und Teilrückerstattung. Im Winter fallen rund die Hälfte der Landungen aus, im Sommer kaum. Buch früh, die Boote sind oft eine Woche vorher voll. Das zweite Wetterthema ist die Nachtsicht vom Inasa-Berg, 333 Meter, offiziell eine der drei schönsten Japans. Die Seilbahn kostet hin und zurück CHF 7.50, von grossen Hotels fahren abends Gratisbusse zur Talstation. Komm 30 Minuten vor Sonnenuntergang, dann hast du Tag, Dämmerung und Nacht in einem.
Beste Zeit sind März bis Mai und Oktober bis November. Das Laternenfest zum chinesischen Neujahr (meist zwei Wochen im Januar oder Februar) hängt 15'000 Laternen über Chinatown und das Zentrum, kalt, aber der schönste Anblick des Jahres. Die Regenzeit dauert von Anfang Juni bis Mitte Juli und ist hier ernst, Nagasaki gehört zu den regenreichsten Städten Japans. Juli und August sind heiss, dafür gibt es am 9. August die Gedenkfeier und am 15. August Shoro Nagashi, bei dem Familien Boote für ihre Verstorbenen unter Feuerwerk durch die Strassen ziehen. Kunchi vom 7. bis 9. Oktober ist das grosse Schrein-Fest mit Drachentanz, Tribünenplätze kosten CHF 30 bis 50, von der Strasse siehst du oft genauso viel. Zu den Kosten: Glover Garden CHF 3.70, Dejima CHF 3.10, Oura-Kirche CHF 6, Konfuzius-Schrein CHF 4, das summiert sich. Die Megane-Brücke, Teramachi mit Sofuku-ji (CHF 2) und Kofuku-ji, Shianbashi und der Hafen sind gratis oder fast. Castella in der Geschenkpackung am Bahnhof kostet CHF 12, im Stammhaus Fukusaya dasselbe Stück die Hälfte.
Östlich von Nagasaki liegt die Halbinsel Shimabara mit dem Vulkan Unzen, dessen Fugendake 1991 nach fast 200 Jahren ausbrach und 43 Menschen tötete. Der Kurort Unzen Onsen auf 700 Metern erreichst du mit dem Bus in 1 Stunde 40 Minuten (CHF 11) oder mit Mietwagen. Die «Höllen» (Jigoku), dampfende Schwefelfelder mit Holzstegen, kannst du in einer Stunde gratis abgehen, dazu Eier, die im Dampf gekocht werden, CHF 1. Die Bäder der Ryokan sind tagsüber für CHF 5 bis 8 offen, das Wasser ist stark sauer und milchig. Weiter östlich liegt Shimabara mit Burg, Samuraigasse mit Bachlauf und Karpfen in den Strassengräben, eine Stadt, in der die Zeit stehen blieb; von hier fährt eine Fähre in 30 Minuten nach Kumamoto, falls du weiterreist. Wer stattdessen Meer will, nimmt den Zug nach Sasebo (1,5 Stunden, CHF 10) und die Bootsfahrt durch die 208 Inseln von Kujukushima (CHF 11). Huis Ten Bosch, der holländische Themenpark, ist gross, teuer (CHF 45) und für Schweizer ehrlich gesagt verzichtbar.
Zwei volle Tage: einer für Friedenspark, Urakami und den Inasa-Berg am Abend, einer für Dejima, Chinatown, Glover Garden und die Oura-Kirche. Gunkanjima kostet einen halben Tag extra, Unzen oder Sasebo einen ganzen. Als Tagesausflug ab Fukuoka schaffst du nur den Friedenspark und Glover Garden im Laufschritt, das wird der Stadt nicht gerecht.
Ja, mit Augenmass. Das Atombombenmuseum empfehlen wir ab etwa zwölf Jahren, jüngere Kinder sollten begleitet und vorbereitet werden. Dafür begeistert der Rest: die Tram, Dejima mit nachgebauten Lagerhäusern, der Pinguin-Aquarium (CHF 3), die Seilbahn auf den Inasa-Berg und die Champon-Portionen, die für zwei reichen. Gunkanjima ist für Kinder unter sechs nicht erlaubt.
Wenn du Industriegeschichte oder Ruinen magst, ja. Du siehst von einem Pfad aus die eingestürzten Wohnblöcke, hörst die Geschichte und bist zwei Stunden auf dem Wasser. Der Haken: Die Landung ist nicht garantiert, und bei Verzicht darauf bleibt eine Bootsrunde um eine Betoninsel. Im Sommer gibt es kaum Ausfälle, im Winter rund die Hälfte. Das Gunkanjima Digital Museum in der Stadt ist eine Ergänzung, kein Ersatz.
Mit dem Relay Kamome ab Hakata bis Takeo-Onsen und dem Shinkansen weiter, Umstieg am selben Bahnsteig, 1 Stunde 20 Minuten, rund CHF 40 mit reserviertem Sitz. Mit dem JR Kyushu Rail Pass ist die Fahrt inbegriffen. Der Schnellbus ab Hakata-Busterminal braucht 2,5 Stunden und kostet CHF 17, Tickets im Viererpack günstiger. Mit Mietwagen zwei Stunden über die Autobahn, Maut CHF 25.
Champon, die chinesisch-japanische Nudelsuppe mit Meeresfrüchten und Gemüse in Schweinebrühe, und Sara Udon, dieselben Zutaten als Sauce auf knusprigen Nudeln. Dazu Castella, der portugiesische Biskuit, Kakuni-Manju mit geschmortem Schweinebauch und Toruko Rice, ein Teller mit Schnitzel, Pilaw und Spaghetti aus den 1950ern. Chinatown und Shianbashi sind die Viertel dafür, Castella kaufst du im Stammhaus Fukusaya.
April mit Kirschblüte und mildem Wetter oder Oktober und November mit klarem Himmel für die Nachtsicht. Das Laternenfest im Januar oder Februar ist der stimmungsvollste Termin, wenn du Kälte verträgst. Juni ist Regenzeit, August heiss und feucht. Wer am 9. August da sein will, bucht das Hotel ein halbes Jahr vorher.
Was ein paar Tage in der Stadt der Garküchen wirklich kosten, wo die Ramen herkommen, die du aus Ichiran kennst, und warum Fukuoka der beste Einstieg nach Japan ist, wenn du über Seoul fliegst.
Was eine Burgstadt und die grösste bewohnte Caldera der Welt wirklich kosten, wann du in den Krater darfst und warum eine Nacht in Kurokawa Onsen das Geld wert ist.
Was die Vulkanstadt im Süden und die Regeninsel mit den tausendjährigen Zedern wirklich kosten, wie du die zehn Stunden zur Jomon-Sugi überstehst und warum das Sandbad in Ibusuki kein Touristen-Gag ist.
Was eine Woche auf Japans Südinseln wirklich kostet, warum du ohne Mietwagen nur die halbe Insel siehst und wie du die Kerama-Inseln und die Kriegsgeschichte in eine Reise bringst.