Noge, Yamate und Sankeien: das Yokohama hinter dem Hafen
Noge, fünf Minuten vom Bahnhof Sakuragicho, ist das Gegenprogramm zu Minato Mirai: enge Gassen, 600 Kneipen, Yakitori-Rauch, Jazzbars seit den 1950ern, Standbars mit Bier für CHF 3 und Sake für CHF 4. Hier trinken die Hafenarbeiter neben den Büroleuten, Touristen sind selten, und die Preise sind halb so hoch wie am Wasser. Ab 18 Uhr lebendig, am Wochenende voll. Der Bluff Yamate oberhalb von Motomachi hat sieben restaurierte westliche Villen aus der Zeit der Ausländersiedlung, alle gratis, mit Gärten, Teestuben und Blick auf den Hafen; der Ausländerfriedhof mit 4'000 Gräbern aus 40 Ländern ist am Wochenende für eine Spende zugänglich. Die Einkaufsstrasse Motomachi darunter war die erste, in der westliche Waren verkauft wurden, heute mit Bäckereien und Boutiquen. Der Sankeien-Garten, 15 Minuten mit dem Bus südlich, ist ein 18 Hektar grosser Landschaftsgarten, den der Seidenhändler Hara Tomitaro ab 1906 anlegte und mit 17 historischen Gebäuden aus Kyoto und Kamakura bestückte, darunter eine dreistöckige Pagode. Eintritt CHF 5.50, zu jeder Jahreszeit schön und fast ohne Reisegruppen. Und für Ramen-Liebhaber: das Shin-Yokohama Ramen Museum, eine nachgebaute Strasse von 1958 mit neun Ramen-Läden aus ganz Japan, Eintritt CHF 3, Mini-Schalen für CHF 4 bis 6, damit du mehrere probieren kannst.