Japan · Familie · 12 Tage

Japan mit Kindern

Roboter, Nudelmuseum, Hirsche, Super Nintendo World und Konbini-Essen, das Kinder lieben: die Golden Route in der Familienversion, mit weniger Tempeln und mehr Pausen.

Die Route, Tag für Tag

  1. Tag 1 bis 4

    Tokio: Roboter, Tempel und teamLab barfuss

    Tokio mit Kindern heisst: ein Highlight pro Tag, dazwischen Spielplatz, Konbini und früh ins Bett. Wohn vier Nächte in einem Apartment-Hotel oder Familienzimmer in Ueno oder Asakusa, dort gibt es Zimmer für vier ab CHF 180, in Shinjuku zahlst du mehr und bekommst weniger Platz. Tag 1: ankommen, Suica für alle (Kinder 6 bis 11 zahlen halb, die Kinder-Suica gibt es am Schalter), Abendessen im Konbini oder in einer Udon-Kette. Tag 2: Senso-ji mit der Einkaufsgasse, Sumida-Park, dann mit dem Wasserbus nach Odaiba zum lebensgrossen Gundam-Roboter. Tag 3: teamLab Planets in Toyosu, barfuss durch Wasser und Licht, Tickets online CHF 25 für Erwachsene, Kinder ab vier CHF 7, Zeitfenster am Morgen buchen; nachmittags der Park von Hama-rikyu. Tag 4: Harajuku mit Takeshita-Strasse und Crêpes, Pokémon Center in Shibuya, Blick von Shibuya Sky (CHF 15), oder das Ghibli-Museum in Mitaka, falls ihr Tickets habt. Weiter nach Yokohama: Tokyu-Toyoko-Linie ab Shibuya, 30 Minuten, CHF 2 bis 3, oder JR ab Tokyo Station in 25 Minuten.

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  2. Tag 5 bis 6

    Yokohama: Nudelmuseum, Riesenrad und Chinatown

    Yokohama ist 30 Minuten von Tokio entfernt und für Familien die bessere Stadt: breite Trottoirs, Hafenpromenade, Hotels, die 20 bis 30 Prozent günstiger sind, und Attraktionen, die für Kinder gemacht sind. Wohn zwei Nächte in Minato Mirai oder Kannai, Familienzimmer ab CHF 140. Tag 5: Cup-Noodles-Museum (Eintritt CHF 3, Kinder gratis), wo jedes Kind für CHF 3 seinen eigenen Becher gestaltet und füllt, Zeitfenster vorher online reservieren; dann das Riesenrad im Cosmo World (CHF 6), abends Dim Sum in einer Seitengasse von Chinatown statt in den All-you-can-eat-Lokalen an der Hauptstrasse. Tag 6: für Kleine das Anpanman-Museum (CHF 15, Kinder ab einem Jahr zahlen), für Grössere das Ramen-Museum in Shin-Yokohama mit Mini-Portionen aus neun Regionen oder das Meeresaquarium Hakkeijima (CHF 35). Weiter nach Kyoto: Shinkansen Nozomi ab Shin-Yokohama, zwei Stunden, CHF 80 pro Erwachsenen, Kinder 6 bis 11 halb, unter 6 gratis ohne eigenen Sitz; Ekiben und Snacks am Bahnhof kaufen, grosse Koffer brauchen den reservierten Platz hinter der letzten Reihe.

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  3. Tag 7 bis 9

    Kyoto: Tausend Tore, Affen und ein Samurai-Park

    Kyoto mit Kindern funktioniert, wenn du pro Tag einen Tempel wählst und den Rest den Kindern überlässt. Miet für drei Nächte eine Machiya, ein traditionelles Stadthaus mit Futon, Tatami und Holzbad, für vier Personen ab CHF 200 pro Nacht, das ist günstiger als zwei Hotelzimmer und für Kinder ein Abenteuer. Tag 7: Ankunft, nachmittags Nishiki-Markt mit Spiessen und Mochi, abends im Innenhof der Machiya. Tag 8: Fushimi Inari um 7.30 Uhr, die roten Tore sind für Kinder ein Tunnel, zwei Drittel des Wegs reichen; nachmittags Arashiyama mit Bambushain und dem Affenpark Iwatayama (CHF 4, 20 Minuten bergauf, Affen füttern von innen). Tag 9: Toei Kyoto Studio Park, ein Samurai-Filmstudio mit Ninja-Shows und Verkleidungen (CHF 15, Kinder CHF 7), oder das Eisenbahnmuseum mit Dampflokfahrt (CHF 9, Kinder CHF 3), abends Kaiseki für die Eltern, wenn die Machiya-Vermieterin einen Babysitter kennt, sonst Okonomiyaki für alle. Weiter nach Nara: Kintetsu ab Kyoto, Limited Express 35 Minuten für CHF 8 oder Express 50 Minuten für CHF 4.50, Kinder halb.

    Touren an diesem Stopp: Samurai- und Ninja-Erlebnis für Familien ↗Arashiyama Affenpark und Bambushain ↗

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  4. Tag 10

    Nara: Hirsche füttern und durch das Nasenloch des Buddha

    Nara ist der Tag, an den sich die Kinder erinnern werden: 1'300 frei lebende Hirsche, die sich für Kekse verbeugen. Komm am Vormittag an, bring das Gepäck ins Hotel in Naramachi oder beim Kintetsu-Bahnhof, Familienzimmer ab CHF 130, und geh in den Park. Die Hirschkekse kosten CHF 1.30 pro Bund, die Regeln erklärst du vorher: Kekse hochhalten, schnell verteilen, leere Hände zeigen, nicht wegrennen. Kleine Kinder füttern aus dem Arm der Eltern, die Hirsche schubsen. Dann Todai-ji mit dem Grossen Buddha (CHF 4, Kinder CHF 1.20): Hinter der Statue steht eine Holzsäule mit einem Loch so gross wie das Nasenloch des Buddha, wer durchkriecht, hat Glück im nächsten Leben, und Kinder passen genau. Nachmittags Kasuga-Taisha durch den Wald, Mochi-Stampfen bei Nakatanidou in der Einkaufsarkade, abends Naramachi, wenn der Park leer ist und die Hirsche sich hinlegen. Weiter nach Osaka: Kintetsu-Schnellzug nach Osaka-Namba, 40 Minuten, CHF 4, Kinder halb; wer zuerst zu den Universal Studios will, fährt mit JR über Tennoji nach Universal City.

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  5. Tag 11 bis 12

    Osaka: Super Nintendo World, Aquarium und Takoyaki

    Osaka ist das Finale, und der Tag 11 gehört den Universal Studios Japan. Wohn zwei Nächte in einem der Hotels direkt am Universal City Walk (Familienzimmer CHF 200 bis 280, dafür bist du um 8 Uhr am Tor) oder in Namba und fährst 20 Minuten mit JR. Tagesticket CHF 55 bis 70 für Erwachsene, Kinder 4 bis 11 CHF 40, online kaufen. Super Nintendo World braucht ein Zeitfenster, das du in der App ab dem Betreten des Parks ziehst, an vollen Tagen ist es vor 10 Uhr weg; sicher ist der Express Pass ab CHF 60 pro Person, der die Wartezeit halbiert, teuer, aber mit Kindern meist das Geld wert. Tag 12: Rückreise. Bei einem Abendflug am Morgen ins Kaiyukan-Aquarium mit Walhai (CHF 17, Kinder CHF 8), mittags Takoyaki in Dotonbori vor dem Glico-Mann, dann mit dem Nankai Rapi:t ab Namba in 40 Minuten zum Flughafen Kansai (CHF 9, Kinder halb). Restguthaben der Suica im Konbini für Süssigkeiten ausgeben, die Kinder-Suica verfällt nach dem zwölften Geburtstag ohnehin.

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Was die Route kostet

Grobe Gesamtkosten pro Person in CHF für die ganze Route, Mittelklasse, zu zweit unterwegs. Flüge und Hotels schwanken saisonal, Details stehen auf den Reiseziel-Seiten.

  • Anreise 1'000 CHF
  • Unterkunft 640 CHF
  • Essen 480 CHF
  • Mobilität vor Ort 240 CHF
2'360 CHF
Gesamt pro Person · 12 Tage

Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Yen (JPY). 1'000 Yen sind ungefähr CHF 6. Kartenzahlung funktioniert in Städten und Hotels, kleine Lokale, Tempel und Landbahnhöfe wollen oft Bargeld. Die IC-Karte (Suica oder ICOCA) auf dem Handy zahlt Bahn, Bus und Konbini.

Tipps für die Route

Die Kosten oben gelten pro Erwachsenem; für Kinder rechnest du so: Flug 75 Prozent des Erwachsenenpreises ab zwei Jahren, Bahn halb für 6 bis 11 und gratis darunter, Essen die Hälfte, Hotel ist im Familienzimmer inbegriffen. Für eine Familie mit zwei Kindern unter zwölf landest du bei rund CHF 7'500 bis 8'500 für zwölf Tage, plus Universal Studios mit Express Pass für vier CHF 450 bis 600.

Hotels sind das grösste Planungsthema: Japanische Standardzimmer sind für zwei gebaut, Kinderbetten selten, und viele Hotels erlauben Kinder nur bis sechs gratis im Bett der Eltern. Such nach «Familienzimmer», «Triple» oder Apartment-Hotels (Mimaru, Tokyu Stay) mit Küche, oder miet in Kyoto eine Machiya. Buch früh, Familienzimmer gibt es pro Hotel oft nur zwei bis vier.

Ghibli: Das Ghibli-Museum in Mitaka bei Tokio verkauft Tickets nur im Voraus, am 10. des Vormonats um 10 Uhr japanischer Zeit über Lawson, und sie sind in Minuten weg. Der Ghibli-Park bei Nagoya liegt an der Shinkansen-Strecke zwischen Yokohama und Kyoto, Tickets gehen zwei Monate im Voraus in den Verkauf, in Ferienzeiten teils per Lotterie, und ohne Ticket gibt es keinen Einlass. Plan einen Zwischenstopp mit Übernachtung in Nagoya ein, falls es klappt.

Konbini sind dein Familienrestaurant: Onigiri für CHF 1, Eiersandwich für CHF 1.50, Früchte, Joghurt, warme Karaage, Bananen, alles rund um die Uhr. Frühstück für vier kostet CHF 12. Mittags gehen Udon- und Ramen-Ketten mit Kinderportionen, abends Familienrestaurants wie Saizeriya oder Gusto mit Bildmenü und Spielecke. Kaiten-Sushi mit Laufband ist für Kinder das beste Abendessen der Reise, CHF 1 pro Teller.

Kinderwagen oder Trage: Tokio und Osaka haben Lifte in fast allen Bahnhöfen, aber oft am anderen Ende des Bahnsteigs, und in der Rushhour (7.30 bis 9.30 Uhr) ist ein Kinderwagen in der Metro ein Problem. Fushimi Inari, der Affenpark und Miyajima sind Treppen. Eine Trage für Kinder bis drei und ein leichter Buggy ab vier, dazu Taxis für die kurzen Wege, die gibt es überall und sie kosten CHF 5 bis 10.

Reisezeit mit Kindern: Oktober und November sind ideal, warm, trocken, ohne Taifune, mit Herbstfarben. Die Kirschblüte Ende März fällt in die Schweizer Frühlingsferien, ist aber die teuerste und vollste Zeit. Juli und August sind mit 35 Grad und Schwüle für Kinder anstrengend, dafür gibt es Feuerwerke und Sommerfeste, und Hotels mit Pool. Die Goldene Woche Anfang Mai meide, dann reisen alle Japaner.

Häufige Fragen zur Route Japan mit Kindern

Sind zwölf Tage mit Kindern zu lang oder zu kurz?

Genau richtig für die Strecke Tokio bis Osaka mit Pausen. Der Jetlag kostet Kinder zwei bis drei Tage, deshalb beginnt die Route ruhig. Mit zehn Tagen streichst du Yokohama und nimmst einen Tokio-Tag mehr. Unter neun Tagen wird es Hetze, dann lieber nur Tokio und Yokohama mit einem Tagesausflug nach Kamakura.

Ab welchem Alter lohnt sich Japan mit Kindern?

Ab etwa fünf Jahren wird es für alle schön: Hirsche, teamLab, Roboter, Shinkansen und Nintendo World funktionieren ab dann richtig, und die Kinder laufen die Distanzen. Mit Babys und Kleinkindern ist Japan praktisch (Wickelräume überall, Konbini-Milch, saubere Toiletten), aber der Flug ist lang. Teenager lieben Harajuku, Akihabara und Osaka.

Braucht man mit Familie einen Mietwagen?

Nein. Die Bahn ist mit Kindern einfacher als jedes Auto: Kinder unter sechs fahren gratis, 6 bis 11 halb, die Shinkansen haben Wickeltische und Platz, Taxis für die letzten Meter sind günstig. Ein Auto wäre in Tokio, Kyoto und Osaka nur Parkplatzsuche. Wer einen Kindersitz braucht, bekommt ihn im Taxi nicht, das ist in Japan erlaubt, aber für Kleine unangenehm.

Was kostet die Reise für eine vierköpfige Familie?

Rund CHF 7'500 bis 8'500 für zwei Erwachsene und zwei Kinder unter zwölf: Flüge CHF 3'500, Familienzimmer für elf Nächte CHF 2'500, Essen CHF 1'400, Bahn CHF 700. Universal Studios kommt mit CHF 250 bis 600 je nach Express Pass dazu, teamLab mit CHF 65, der Rest der Eintritte ist günstig. Mit Apartment und Konbini-Abenden sparst du CHF 1'000.

Wie sicher ist Japan für Kinder, und was ist mit dem Essen?

Japan ist so sicher, dass Erstklässler allein Metro fahren. Verlorene Kinder werden von Bahnpersonal und Polizei liebevoll betreut, ein Zettel mit Hotelname in der Jackentasche hilft trotzdem. Leitungswasser ist trinkbar, Essen überall sauber. Allergien erklärst du mit einer japanischen Allergie-Karte aus dem Internet, Nüsse und Erdnüsse sind selten, Soja und Weizen überall.

Welche Variante gibt es für Familien mit wenig Zeit oder mehr Zeit?

Kürzer: Tokio und Yokohama mit Tagesausflügen nach Kamakura und Hakone, sieben Tage, ein Hotel, kein Umziehen. Länger: zwei Nächte Hakone im Ryokan mit Familienzimmer zwischen Yokohama und Kyoto, oder nach Osaka zwei Tage Hiroshima und Miyajima mit Hirschen und Seilbahn. Ein Strandtag auf Okinawa ist ab Osaka ein Flug von zwei Stunden.

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