Hotel Nassereinerhof
Dreisternhaus in Nasserein, wenige Schritte von der Nassereinbahn und doch abseits vom Après-Ski-Lärm. Einfache Zimmer, Sauna, Halbpension möglich. Für Skifahrer, die am Lift wohnen und ruhig schlafen wollen.
Österreich · Arlberg, Ötztal & Vorarlberg · Reiseguide
Was eine Skiwoche im grössten Skigebiet Österreichs wirklich kostet, warum der Zug hier das Auto schlägt und wo du am Arlberg auch ohne Après-Ski glücklich wirst.
Foto: Harry Dona / Pexels
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Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Anreise heisst hier Bahn oder Auto ab der Schweiz, hin und zurück pro Person. Hotels schwanken saisonal stark, aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.
Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Euro (EUR). Karten gehen fast überall, Hütten und Würstelstände wollen oft Bargeld. Trinkgeld ist Pflicht im Gefühl der Österreicher: 5 bis 10 Prozent, beim Bezahlen «stimmt so» sagen. Die Kurtaxe von CHF 2 bis 4 pro Nacht kommt in Skiorten zum Hotelpreis dazu. Anreise: Anreise mit Bahn (ÖBB Railjet), Auto oder Flug nach Wien, 2 bis 8 Stunden.
Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.
Budget
Dreisternhaus in Nasserein, wenige Schritte von der Nassereinbahn und doch abseits vom Après-Ski-Lärm. Einfache Zimmer, Sauna, Halbpension möglich. Für Skifahrer, die am Lift wohnen und ruhig schlafen wollen.
Familiengeführte Pension mit Frühstück im Ortsteil Nasserein, 100 Meter zum Skibus und zur Nassereinbahn, ins Zentrum eine Viertelstunde zu Fuss. Schlichte Zimmer mit Balkon, Skiraum, persönliche Betreuung. Für alle, die das Budget für den Skipass brauchen. Es gibt mehrere Pensionen Strolz in St. Anton, diese liegt am Gomperz-Weg 11.
Kleines Garni am Gomperz-Weg in Nasserein mit gutem Frühstück, Sauna und fünf Minuten zur Nassereinbahn. Zimmer sauber und solide, Preise für St. Anton fair, Anzahlung per Überweisung. Für Paare und Solo-Skifahrer, die nur schlafen und frühstücken wollen.
Mittelklasse
Traditionshaus mitten in der Fussgängerzone, Galzigbahn und Bahnhof in drei Minuten. Grosser Wellnessbereich mit Pool, gute Halbpension, Zimmer im Tiroler Stil. Für alle, die das Dorf vor der Tür und trotzdem Komfort wollen.
Modernes Designhotel direkt am Bahnhof, zwei Minuten zur Galzigbahn, mit Sauna auf dem Dach und einer Bar, die abends auch Einheimische anzieht. Keine Halbpension, dafür Restaurant im Haus. Für Bahnreisende ideal.
Historischer Gasthof von 1570 mit bemalter Fassade, seit Generationen in Familienhand, mit Spa und Haubenküche. Zimmer zwischen Tradition und Alpin-Design, zentral an der Dorfstrasse. Für alle, die St. Anton mit Geschichte wollen.
Luxus
Kleines Fünfsternhaus mit nur sieben Suiten oberhalb des Dorfes, mit Gourmetrestaurant, Spa und Chauffeurservice zur Bahn. Diskret, persönlich, sehr teuer. Für alle, denen Privatsphäre wichtiger ist als eine Hotelhalle.
Fünfsternhaus am Ortseingang, familiengeführt, mit Pool, Spa und Restaurant auf hohem Niveau. Der Skibus hält vor der Tür, zur Galzigbahn sind es zehn Minuten zu Fuss. Für Gäste, die klassischen Luxus und Ruhe wollen.
Vier-Sterne-Superior-Haus mit asiatischem Spa und modernem Design direkt gegenüber der Galzigbahn und wenige Schritte vom Bahnhof. Zimmer mit Blick auf die Piste, gutes Frühstück. Für Skifahrer, die Komfort und kürzeste Wege kombinieren.
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Mit Galzig- und Vallugabahn in zwei Sektionen auf 2'811 Meter, Aussichtsplattform mit Blick auf Zugspitze, Silvretta und Säntis. Berg- und Talfahrt rund CHF 45, mit Skipass inklusive, Gipfelsektion für Fussgänger offen. Zwei bis drei Stunden.
305 Pistenkilometer von St. Anton bis Warth mit einem Pass, Tageskarte rund CHF 75, Sechstagepass CHF 390 bis 420. Skikurs in der Gruppe ab CHF 70 pro Tag, Privatlehrer ab CHF 300. Online im Vorverkauf buchen.
Schindlergrat, Mattun und Albona am Tag nach dem Schneefall mit einem geprüften Guide, inklusive Lawinenausrüstung. Gruppe bis sechs Personen ab CHF 400 pro Tag, Einzelplätze ab CHF 120. Einen Tag Puffer fürs Wetter.
Skimuseum in der Villa Trier mit der Geschichte von Hannes Schneider, dem Ski-Club Arlberg und dem Arlberg-Kandahar-Rennen. Eintritt rund CHF 8, eine Stunde, danach Kaffee im Museumsrestaurant im Park.
Vier Kilometer Naturrodelbahn vom Gampen ins Dorf, an mehreren Abenden pro Woche beleuchtet. Bergfahrt rund CHF 15, Rodelverleih CHF 10. Mit Einkehr auf der Rodelalm ein Abendprogramm für zwei Stunden.
Sport- und Wellnesszentrum im Dorf mit Hallenbad, Saunalandschaft, Kletterhalle und Eislaufplatz. Bad rund CHF 15, mit Sauna CHF 25. Die günstige Alternative zum Hotelspa an einem Schlechtwettertag.
Vom Dorfende in einer Stunde zum Verwallsee, weiter auf dem Wasserlehrpfad oder in drei Stunden zur Konstanzer Hütte. Gratis, im Sommer fährt ein Shuttle bis zum See für wenige Franken. Flach und für Familien geeignet.
Gratklettersteig von der Vallugagrat-Bahn über den Weissschrofenspitz, Schwierigkeit C/D, 5 bis 6 Stunden, nur für Geübte mit Ausrüstung. Geführt mit Bergschule ab CHF 150 inklusive Leihmaterial, Bergbahn extra.
Auf Ski über Galzig und Flexenbahn, letzte Rückfahrt um 16 Uhr, oder mit dem Bus über den Flexenpass in 40 Minuten für rund CHF 8. Im Winter für den Weissen Ring, im Sommer für Rüfikopf und Formarinsee.
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St. Anton isst Tiroler Hüttenküche mit internationalem Einschlag, weil die Hälfte der Gäste aus Grossbritannien, Skandinavien und den Niederlanden kommt: Gröstl neben Burger, Kaiserschmarrn neben Pizza. Auf den Hütten am Galzig und Rendl ist es gut und teuer, im Dorf gibt es ein paar Adressen mit echter Küche, und in St. Christoph steht einer der berühmtesten Weinkeller der Alpen.
Bratkartoffeln mit Rindfleisch, Zwiebeln und Spiegelei, in der Pfanne serviert. Das Standard-Mittagessen am Arlberg, CHF 18 bis 24 auf der Hütte, im Dorf etwas günstiger.
Tipp:Auf der Rodelalm abends mit Rodelabfahrt kombinieren, dann ist das Gröstl das Nachtessen.
Gebratene Käseknödel aus Bergkäse und Brot, in Suppe oder mit Krautsalat. CHF 12 bis 16, als Hauptgang mit drei Knödeln sättigend.
Tipp:In der Verwallstube reservieren, dort zahlst du für die Aussicht mit, aber die Küche hält mit.
Kalb in Butterschmalz gebacken, mit Preiselbeeren und Kartoffelsalat, am Arlberg oft gross wie der Teller. Vom Kalb CHF 28 bis 36, vom Schwein CHF 18 bis 24.
Tipp:Nachfragen, ob Kalb oder Schwein, der Preisunterschied verrät es meist.
Fluffiger, karamellisierter Schmarrn mit Zwetschgenröster, in St. Anton gern mit Rum flambiert. CHF 13 bis 17, eine Portion für zwei.
Tipp:Die Hospiz Alm hat eine Rutsche in den Weinkeller, nimm sie vor dem Schmarrn.
Schwarztee mit Rum, Rotwein und Gewürzen, heiss serviert, der Treibstoff am Mooserwirt. CHF 8 bis 10 das Glas, ein Bier CHF 7.
Tipp:Nach dem zweiten Jagertee ist die Talabfahrt keine gute Idee mehr, der Weg ins Dorf zu Fuss dauert 15 Minuten.
Hartkäse aus Heumilch von den Alpen rund um den Pass, würzig und je nach Alter kräftig. Auf der Hütte als Käseplatte CHF 14 bis 18, im Laden CHF 25 bis 30 das Kilo.
Tipp:Für die Jause im Rucksack: Brot, Bergkäse und Speck aus dem Dorfladen kosten zusammen weniger als eine Suppe auf der Hütte.
Hefekloss mit Powidl-Füllung, Mohn, Zucker und zerlassener Butter, das Dessert der Skihütten. CHF 9 bis 12, heiss und schwer.
Tipp:Mit Vanillesauce statt Butter bestellen, wenn du danach noch fahren willst.
Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.
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St. Anton liegt am Ostfuss des Arlbergs, des Passes, der Tirol und Vorarlberg trennt und über Jahrhunderte eine der gefürchtetsten Strecken der Alpen war. 1386 gründete der Bauer Heinrich Findelkind in St. Christoph ein Hospiz für verirrte Reisende, aus dem die Bruderschaft St. Christoph hervorging, die es bis heute gibt. 1884 wurde der Arlbergtunnel der Bahn eröffnet, damals mit über zehn Kilometern der längste Österreichs, und St. Anton bekam seinen Bahnhof, der das Dorf bis heute prägt. Zwischen 1901 und 1930 entstand hier der moderne Skisport: 1901 gründeten Einheimische den Ski-Club Arlberg, 1921 eröffnete Hannes Schneider seine Skischule und entwickelte die Arlberg-Technik mit Stemmbogen und Parallelschwung, die in den 1920ern über Lehrfilme um die Welt ging. 1928 wurde erstmals das Arlberg-Kandahar-Rennen gefahren, das älteste alpine Rennen überhaupt. Schneider, der 1938 die Nationalsozialisten ablehnte, wurde verhaftet und emigrierte in die USA, wo er den Skisport in New Hampshire aufbaute. 1937 nahm die Galzigbahn als eine der ersten Seilbahnen Österreichs den Betrieb auf, 1955 die Vallugabahn. Die Ski-WM 2001 brachte den neuen Bahnhof am Ortsrand und die Verlegung der Gleise, 2016 verband die Flexenbahn St. Anton mit Zürs und Lech zum grössten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs. Heute hat das Dorf 2'500 Einwohner und im Winter an manchen Tagen zehnmal so viele Gäste.
St. Anton ist einer der wenigen Skiorte der Alpen, in dem der Fernzug mitten im Ort hält. Der ÖBB Railjet fährt ab Zürich HB alle zwei Stunden ohne Umsteigen nach St. Anton, Fahrzeit 2 Stunden 30 Minuten, über Sargans, Buchs und Feldkirch. Mit Halbtax und frühem Sparbillett kostet die einfache Fahrt CHF 20 bis 40, der Normalpreis liegt bei rund CHF 60; ab Basel oder Bern rechne eine bis anderthalb Stunden dazu. Vom Bahnhof sind es 5 Minuten zu Fuss zur Galzigbahn und zur Gampenbahn, fast alle Hotels holen dich mit dem Shuttle ab. Mit dem Auto brauchst du ab Zürich 2 Stunden über Feldkirch und den Arlbergtunnel (Maut CHF 12 je Richtung, dazu Vignette CHF 12 für 10 Tage) oder im Sommer gratis über den Arlbergpass. Im Winter bilden sich an Samstagen vor dem Tunnel Staus von einer Stunde und mehr, und in St. Anton kostet das Parken CHF 15 bis 20 pro Tag in den Garagen. Vor Ort brauchst du kein Auto: Der Ort ist im Zentrum autofrei, Skibusse nach St. Jakob, Nasserein, St. Christoph und Stuben sind mit Skipass gratis, und nach Lech kommst du mit dem Ski und der Flexenbahn. Fazit: Zug nehmen, das gilt hier mehr als irgendwo sonst am Arlberg.
Ski Arlberg hat 305 Pistenkilometer, 88 Bahnen und 200 Kilometer Tiefschneerouten, alles mit einem Skipass. Von St. Anton aus führen drei Richtungen hinauf: Galzig (2'185 Meter) ist der Hauptberg mit breiten Pisten und der Verbindung nach St. Christoph und weiter über die Flexenbahn nach Zürs und Lech. Von Galzig geht es weiter zur Valluga (2'811 Meter), dem höchsten Punkt; die zweite Sektion zum Gipfel darfst du mit Ski nur mit Bergführer nehmen, zum Schauen ist die Fahrt für alle offen und der Blick reicht bis zur Zugspitze. Kapall und Gampen auf der Dorfseite sind die Trainingshänge mit der WM-Abfahrt, Rendl auf der anderen Talseite ist sonniger, ruhiger und für Familien die bessere Wahl. Ehrlich gesagt: St. Anton hat wenige blaue Pisten, viele sind rot bis schwarz, und die Talabfahrten am Nachmittag sind buckelig und voll. Anfänger lernen hier auf dem Nasserein-Übungshang und sind in Lech oder Obergurgl besser aufgehoben. Der Run nach Lech und zurück über den Weissen Ring ist ein Tagesprogramm mit frühem Start, letzte Flexenbahn zurück um 16 Uhr. Freerider finden am Schindlergrat, im Mattun und am Rendl Varianten, die nach Neuschnee bis 10 Uhr verspurt sind; dafür lohnt ein Guide, rund CHF 400 pro Tag für die Gruppe.
St. Anton ist einer der teuersten Skiorte Österreichs, aber immer noch günstiger als Lech nebenan. Eine Pension mit Frühstück im Zentrum kostet im Januar CHF 130 bis 180 für ein Doppelzimmer, ein Viersternhaus mit Halbpension CHF 280 bis 400, Fünfsterne ab CHF 600. Weihnachten, Neujahr und die Februarferien schlagen 30 bis 60 Prozent drauf, und in diesen Wochen gilt fast überall Samstag bis Samstag. Dazu kommt die Ortstaxe von rund CHF 4 pro Person und Nacht. Die Lage entscheidet: Im Dorfzentrum zwischen Bahnhof und Galzigbahn wohnst du an den Liften, aber nach 16 Uhr im Lärm des Après-Ski, der sich bis 20 Uhr durch die Fussgängerzone zieht. Nasserein, 15 Minuten zu Fuss östlich, hat eine eigene Gondel, ist ruhiger und 20 bis 30 Prozent günstiger. St. Jakob, noch weiter draussen, ist mit dem Skibus angebunden und für Familien mit knappem Budget die beste Adresse. St. Christoph auf dem Pass ist ein Weiler mit wenigen, sehr guten Hotels direkt an der Piste und ohne Nachtleben. Buchen: Für Februar und Weihnachten im Frühsommer, für Januar und März reichen zwei bis drei Monate. Viele kleine Pensionen sind nur über die Tourismusseite von St. Anton buchbar, dort findest du häufig noch Zimmer, wenn Booking.com nichts mehr zeigt.
Die Tageskarte Ski Arlberg kostet in der Hauptsaison rund CHF 75, der Sechstagepass CHF 390 bis 420. Online buchen spart etwa 5 Prozent, die Vorsaison bis Mitte Dezember und April sind rund 15 Prozent günstiger. Kinder bis 15 zahlen die Hälfte, mit dem Arlberg-Familientarif noch weniger. Wer nur St. Anton fährt, zahlt trotzdem den vollen Pass, ein reiner St.-Anton-Tarif existiert nicht mehr. Das Après-Ski ist die stille Kostenfalle: Am Mooserwirt kostet das Bier CHF 7, der Jagertee CHF 9, und wenn um 16 Uhr auf den Tischen getanzt wird, hat niemand mehr den Überblick. Dazu kommt die letzte Talabfahrt im Dunkeln, nach drei Jagertee. Besser: eine Stunde, dann hinunter. Hüttenessen kostet CHF 18 bis 26 für Gröstl oder Schnitzel, auf der Verwallstube am Galzig deutlich mehr. Spartricks: Der Supermarkt im Dorf hat Brot und Käse für die Jause im Rucksack, die Selbstbedienungsrestaurants am Galzig und Rendl sind günstiger als die bedienten Hütten, und die Skibusse sind mit Skipass gratis. Skiverleih kostet CHF 35 bis 50 pro Tag für ein gutes Set, online vorreserviert rund 15 Prozent weniger. Und das Arlberg WellCom im Dorf hat ein Hallenbad mit Sauna für CHF 20, deutlich günstiger als der Hotelspa.
Die Saison in St. Anton läuft von Anfang Dezember bis Ende April, mit einem der schneereichsten Winter Österreichs; der Arlberg bekommt im Schnitt sieben Meter Neuschnee pro Jahr. Die teuersten und vollsten Wochen sind Weihnachten bis 6. Januar und die Februarferien bis Anfang März. Die besten Wochen sind Mitte bis Ende Januar (kalt, viel Schnee, Preise unter dem Durchschnitt) und die zweite Märzhälfte, wenn die Sonne lang scheint und die Hotels wieder günstiger werden. Anfang Dezember ist unsicher, der Ort öffnet oft erst zum zweiten Dezemberwochenende mit vollem Betrieb. Das Saisonende Mitte April wird mit dem «White Thrill» gefeiert, einem Massenstart-Rennen von der Valluga, und einer Woche mit Konzerten und tiefen Preisen. Im Sommer ist St. Anton ein anderer Ort: von Juli bis September fahren Galzig-, Gampen- und Rendlbahn, das Dorf ist ruhig, Hotels kosten die Hälfte des Winters, und die Sommerkarte von St. Anton macht Bergbahnen, Bus und Schwimmbad gratis. Wandern zum Verwallsee, biken am Rendl, der Arlberger Klettersteig: alles ohne Gedränge. Im Juni und Oktober ist wenig offen, viele Betriebe schliessen von Mitte April bis Ende Juni ganz.
St. Christoph auf 1'800 Metern am Pass ist ein Weiler mit Hospiz, Kapelle und einer Handvoll Hotels, fünf Minuten mit dem Skibus. Der Hospiz Alm, ein Restaurant mit Rutsche in den Weinkeller und dem grössten Bestand an Grossflaschen Bordeaux der Alpen, ist eine Attraktion für sich, auch wenn du nur eine Suppe isst. Stuben, auf der Vorarlberger Seite des Passes, ist ein Dorf mit 100 Einwohnern, Geburtsort von Hannes Schneider und mit der Albonabahn das Tiefschneerevier des Arlbergs, nordseitig, kalt, mit Pulver bis in den März. Im Sommer ist das Verwalltal der schönste Ausflug: ab Dorfende in einer Stunde zu Fuss oder mit dem Shuttle zum Verwallsee, dann weiter auf den Wasserlehrpfad oder bis zur Konstanzer Hütte, drei Stunden pro Weg. Das Museum St. Anton in der Villa Trier erzählt die Geschichte des Skisports und Hannes Schneiders, Eintritt CHF 8, mit Restaurant im Garten. Die Rodelbahn vom Gampen ins Dorf ist vier Kilometer lang, abends beleuchtet, Rodelverleih CHF 10, Bergfahrt CHF 15. Und wer nach Lech will, ohne Ski zu fahren: Der Bus über den Flexenpass braucht 40 Minuten, im Winter fährt er mehrmals täglich.
Mit dem ÖBB Railjet direkt ab Zürich HB in 2 Stunden 30 Minuten, mit Halbtax und Sparbillett CHF 20 bis 40 je Richtung, alle zwei Stunden. Der Bahnhof liegt im Ort, Hotels holen dich ab. Mit dem Auto brauchst du 2 Stunden, zahlst Vignette, Tunnelmaut und CHF 15 bis 20 Parkplatz pro Tag, und stehst samstags im Stau vor dem Arlbergtunnel. Vor Ort ist das Zentrum autofrei und die Skibusse sind gratis. Hier ist der Zug klar die bessere Wahl.
Für zwei Personen im Januar: sieben Nächte in einer Pension mit Frühstück CHF 1'000 bis 1'300, Sechstagepässe CHF 800, Essen auf der Piste und am Abend CHF 600 bis 800, Skiverleih CHF 400, Anreise mit Bahn CHF 160. Das sind rund CHF 1'600 bis 1'800 pro Person. Im Viersternhaus mit Halbpension liegst du bei CHF 2'300 bis 2'800. Das ist etwa das Niveau von Laax oder Davos, aber unter Zermatt und St. Moritz.
Nur bedingt. Es gibt Übungshänge in Nasserein und am Gampen und gute Skischulen, aber wenige blaue Pisten und steile, volle Talabfahrten. Familien mit Kindern, die schon fahren, sind am Rendl gut aufgehoben. Anfänger und Familien mit kleinen Kindern haben es in Lech, Obergurgl oder Serfaus einfacher. Wer das Après-Ski meiden will, wohnt in Nasserein, St. Jakob oder St. Christoph.
Mitte bis Ende Januar und die zweite Märzhälfte: viel Schnee, lange Tage im März, Preise unter dem Durchschnitt und weniger Andrang als in den Februarferien. Weihnachten und Februar sind am teuersten und vollsten. Tiefschneefahrer kommen im Januar und Februar, Sonnenskifahrer im März und April. Der Sommer von Juli bis September ist ruhig und halb so teuer, mit Sommerkarte für Bergbahnen und Bus.
Mooserwirt und Krazy Kanguruh an der Talabfahrt sind ab 15 Uhr voll, mit Schlagern, Tanz auf Tischen und Bier für CHF 7. Das ist eine Erfahrung, aber nach einer Stunde hast du sie gemacht, und die Talabfahrt danach ist steil und voll. Niemand zwingt dich: In Nasserein, St. Christoph und Stuben ist es ruhig, und im Dorf gibt es Bars ohne Schlagerbeschallung. Taxi vom Mooserwirt ins Dorf gibt es auch, rund CHF 15.
Ja, mit dem Skipass Ski Arlberg und auf Ski: über Galzig und St. Christoph zur Flexenbahn, dann nach Zürs und Lech. Rechne für die Runde einen ganzen Tag, starte vor 9 Uhr und sei um 15.30 Uhr an der Flexenbahn für den Rückweg, sonst wird es ein Taxi für CHF 90. Für den Weissen Ring in Lech brauchst du einen frühen Start und gute Beine. Ohne Ski fährt der Bus über den Flexenpass in 40 Minuten.
St. Anton · Ischgl · Innsbruck · Kitzbühel · Mayrhofen
Fünf Skigebiete in zehn Tagen, jeden zweiten Tag ein neuer Berg, nie länger als zwei Stunden im Auto: die Winterroute für alle, denen eine Woche am selben Lift zu wenig ist.
Bregenz · Lech · St. Anton · Ischgl
Vom Bodensee über den Bregenzerwald auf den Flexenpass und ins Paznaun: acht Wintertage zwischen Käsekeller, Pulverschnee und Après-Ski, zwei Stunden von Zürich entfernt.
Was eine Woche in Sölden oder Obergurgl wirklich kostet, warum das Tal im Sommer günstiger und ruhiger ist und wie du ab Zürich ohne Auto hinkommst.
Was eine Woche in der Silvretta Arena wirklich kostet, warum du von Ischgl aus in die Schweiz skifahren und dort zollfrei einkaufen kannst und wo im Paznaun die Ruhe wohnt.
Was der teuerste Skiort Österreichs wirklich kostet, warum er sein Geld trotzdem oft wert ist, und wie du mit Warth, Schröcken und dem Sommer am Lech deutlich günstiger davonkommst.
Was ein Festspielabend auf der Seebühne wirklich kostet, warum Bregenz auch ohne Oper eine Reise wert ist und wie du in 1,5 Stunden ab Zürich im Bregenzerwald beim Käse sitzt.