Davos Youth Hostel
Die Jugendherberge in einem ehemaligen Sanatorium oberhalb von Davos Platz, mit Doppel- und Familienzimmern, Halbpension und Blick auf das Jakobshorn. Ehrlich günstigste Art, in Davos zu schlafen, Bus hält vor der Tür.
Schweiz · Graubünden & Tessin · Reiseguide
Was eine Woche in der höchstgelegenen Stadt Europas wirklich kostet, welcher Berg zu dir passt, warum Klosters oft die bessere Basis ist und wann du Davos auf keinen Fall buchen solltest.
Foto: Ollie Craig / Pexels
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Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Anreise heisst hier Bahn oder Auto ab der Schweiz, hin und zurück pro Person. Hotels schwanken saisonal stark, aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.
Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Schweizer Franken (CHF). Karten und Twint funktionieren praktisch überall, auch auf der Alp. Viele Läden nehmen Euro an, geben aber Franken zurück, zu einem schlechten Kurs. Trinkgeld ist im Preis inbegriffen, Aufrunden ist üblich. Anreise: Anreise mit Bahn (SBB) oder Auto, ab Zürich 1 bis 4 Stunden.
Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.
Budget
Die Jugendherberge in einem ehemaligen Sanatorium oberhalb von Davos Platz, mit Doppel- und Familienzimmern, Halbpension und Blick auf das Jakobshorn. Ehrlich günstigste Art, in Davos zu schlafen, Bus hält vor der Tür.
Einfaches Hotel an der Talstrasse in Davos Platz, fünf Minuten vom Bahnhof und von der Jakobshornbahn, mit Restaurant und fairen Preisen. Für Skifahrer, die am Abend nur ein sauberes Bett brauchen.
Familiengeführtes Dreisternhaus an der Landstrasse auf halbem Weg zwischen Klosters Platz und Klosters Dorf, der Gratisbus hält vor der Tür, mit Hallenbad, Sauna und einfacher, guter Küche. Die preiswerte Dorfalternative zu Davos mit demselben Skipass.
Mittelklasse
Traditionshaus direkt gegenüber der Parsennbahn in Davos Dorf, mit Spa, gutem Frühstück und Zimmern mit Balkon. Für Parsenn-Skifahrer die bequemste Lage, im Sommer mit dem See fünf Minuten entfernt.
Modernes Viersternhaus direkt beim Bahnhof Davos Platz mit mehreren Restaurants, Sauna und Zimmern aus Holz und Stein. Gute Wahl, wenn du mit der Bahn kommst und alles zu Fuss erreichen willst.
Viersternhaus im Chaletstil mitten in Klosters, mit Hallenbad, Spa und Blick auf die Silvretta. Gemütlicher als die Davoser Häuser, Gotschnabahn in drei Gehminuten.
Luxus
Das Jugendstil-Sanatorium von 1900 auf 1'861 Metern, nur mit der Standseilbahn erreichbar, Vorbild für Thomas Manns Zauberberg. Keine fünf Sterne im klassischen Sinn, aber ein Erlebnis mit Liegeterrasse, Park und Ruhe über dem Tal.
Das weisse Grandhotel an der Promenade, seit 1875 das erste Haus von Davos und während des WEF dessen Zentrum. Grosses Spa, Hallenbad, klassische Zimmer mit Südbalkon. Ausserhalb des Januars fair bepreist.
Das goldene Ei über dem Davosersee, früher InterContinental, mit grossem Spa, Pool und Blick auf das ganze Tal. Modern und etwas abseits, Shuttle zur Parsennbahn. Für alle, die Design und Aussicht über Dorfcharme stellen.
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Die Standseilbahn von 1931 ab Davos Dorf auf 2'663 Meter, weiter mit der Luftseilbahn auf den Weissfluhgipfel. Hin und zurück rund CHF 55, mit Gästekarte im Sommer gratis, zwei bis drei Stunden mit Rundweg oben. Im Winter das Herz des Skigebiets.
Standseilbahn ab Davos Platz zum Zauberberg-Hotel, im Sommer mit Alpengarten (CHF 6), im Winter mit 2,8 Kilometer Schlittelbahn hinunter. Bahn rund CHF 18 hin und zurück, Schlittenmiete CHF 12, zwei Stunden. Nachmittags auf der Terrasse bleiben.
Mit dem Postauto oder zu Fuss in das schönste Seitental von Davos, das in einem Walserdorf mit weisser Kirche vor den Felswänden endet. Postauto mit Gästekarte gratis, Wanderung 2 bis 3 Stunden, flach. Weiter zum Sertigwasserfall nochmals eine Stunde.
Luftseilbahn ab Davos Platz auf 2'590 Meter, der Sonnen- und Snowboardberg mit Blick auf Piz Kesch und Landwassertal. Sommer rund CHF 45 hin und zurück, mit Gästekarte gratis, Rundweg oben 90 Minuten. Im Winter Freestyle-Park und Jatzhütte.
Die weltweit grösste Sammlung von Ernst Ludwig Kirchner in einem lichtdurchfluteten Bau in Davos Platz, mit den Davoser Bergbildern und der Geschichte seiner letzten Jahre. Eintritt CHF 12, 90 Minuten, der beste Regentag in Davos. Montags geschlossen.
Rund 100 Kilometer Loipen, die flach aus dem Zentrum in die Seitentäler führen, Tagespass CHF 10, Ausrüstung ab CHF 30 pro Tag, Einsteigerkurs ab CHF 60. Das Langlaufzentrum beim Golfplatz ist der Startpunkt, Dischma bis Teufi die schönste Runde.
Das älteste Klubturnier im Eishockey, jedes Jahr vom 26. bis 31. Dezember, mit HC Davos und Team Canada. Tickets CHF 50 bis 120, ab Herbst im Verkauf, ein Spiel dauert zweieinhalb Stunden. Stimmung mit Alphorn und Stehrampe ist einmalig.
Mit dem Mietvelo oder E-Bike dem Landwasser entlang und über Wolfgang hinunter nach Klosters, 15 Kilometer, zurück mit der RhB (Gästekarte). Velomiete ab CHF 35, E-Bike ab CHF 55, geführte Trailtouren ab CHF 90. Für Könner die Freeride-Trails ab Jakobshorn.
Gondelbahn ab Klosters Dorf auf die Madrisa mit Kinderland, Rutschen, Streichelzoo und flachen Wanderwegen auf 1'900 Metern. Sommer mit Gästekarte gratis, sonst rund CHF 40 hin und zurück, ein halber Tag. Im Winter das ruhigste Familiengebiet.
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Davos isst bündnerisch und walserisch: Capuns, Pizokel, Gerstensuppe und Bündnerfleisch in den Dorfbeizen, dazu überraschend viel Internationales entlang der Promenade, das vom Kongresspublikum lebt. Die besten Teller stehen in den Seitentälern und in Klosters, nicht an der Hauptstrasse. Teuer ist es überall, auf dem Berg noch etwas mehr.
Mangoldwickel mit Spätzliteig, Salsiz und Bündnerfleisch, in Rahm und Bouillon gegart und mit Bergkäse überbacken. Das Gericht, das du in Graubünden einmal gegessen haben musst, CHF 24 bis 32.
Tipp:Als halbe Portion zur Gerstensuppe bestellen, dann hast du beides zum Preis eines Hauptgangs.
Buchweizen- oder Weissmehlnocken mit Speck, Wirz und Käse, kräftig und sättigend. CHF 22 bis 28, oft als Pfanne für zwei.
Tipp:Im Sertig nach der Wanderung, nicht vorher.
Rollgerste, Rauchfleisch, Lauch, Rüebli und Rahm, langsam gekocht, das Hüttenessen Nummer eins. CHF 12 bis 16 mit Brot, auf dem Berg bis CHF 18.
Tipp:Das günstigste warme Mittagessen auf der Piste, mit einem Stück Brot reicht es bis zum Abend.
Luftgetrocknetes Rindfleisch und die kleinen Bündner Rohwürste, als Plättli mit Bergkäse, Gurken und Brot. CHF 22 bis 30, als Vesper für zwei gedacht.
Tipp:Beim Metzger ein Salsiz für den Rucksack kaufen, CHF 6 bis 9 das Stück.
Geriebene Kartoffeln in Butter zu Bröseln geröstet, mit Apfelmus und Bergkäse serviert, altes Bündner Armeleuteessen. CHF 20 bis 26, schwerer als es klingt.
Tipp:Nicht überall auf der Karte, frag danach, wenn du Bündner Küche willst.
Baumnuss-Karamell im Mürbeteig, kommt aus dem Engadin, ist aber in jeder Davoser Bäckerei zu haben. Ein Stück CHF 5 bis 7, eine ganze Torte ab CHF 22.
Tipp:Als Mitbringsel die kleine Torte nehmen, sie hält wochenlang.
Die höchstgelegene Brauerei Europas im Walserdorf Monstein braut Bündner Hell, Wätterguoge und Dunkles, ein Glas CHF 6 bis 8, die Brauereiführung mit Degustation rund CHF 25.
Tipp:Führung vorher anmelden, danach im Dorf eine Gerstensuppe.
Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.
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Davos liegt auf 1'560 Metern in einem breiten, nach Nordosten offenen Hochtal und war bis Mitte des 19. Jahrhunderts ein Bauerndorf der Walser, die im 13. Jahrhundert aus dem Wallis eingewandert waren. 1865 kam der deutsche Arzt Alexander Spengler auf die Idee, Lungenkranke in der trockenen Höhenluft zu behandeln, und innerhalb von dreissig Jahren wuchs das Dorf zu einem der grössten Kurorte Europas. Dutzende Sanatorien mit Liegehallen nach Süden entstanden, Robert Louis Stevenson schrieb hier an «Die Schatzinsel», und Thomas Mann besuchte 1912 seine Frau im Waldsanatorium, woraus «Der Zauberberg» wurde. Die Schatzalp, 1900 als Luxussanatorium eröffnet, ist heute ein Hotel und das Vorbild für Manns Berghof. Ernst Ludwig Kirchner zog 1917 nach Davos und malte die Berge, bis er sich 1938 das Leben nahm; sein Werk zeigt das Kirchner Museum. Mit der Entdeckung der Antibiotika verloren die Sanatorien ihren Zweck, Davos erfand sich als Sportort neu: Die Parsennbahn fuhr ab 1931, der erste Skilift der Welt mit Bügel stand 1934 am Bolgen, der Eishockeyclub HCD und der Spengler Cup gehören seit 1923 zu Weihnachten. Seit 1971 trifft sich jeden Januar das World Economic Forum im Kongresszentrum, was Davos weltweit bekannt macht und das Dorf für eine Woche in eine Festung verwandelt. Heute ist Davos mit rund 11'000 Einwohnern eine echte Stadt mit Hochhäusern aus den Siebzigern, nicht hübsch, aber mit sechs Skigebieten und 700 Kilometern Wanderwegen.
Ab Zürich fährst du mit dem IC nach Landquart und steigst in die Rhätische Bahn um, die durch das Prättigau über Klosters nach Davos Dorf und Davos Platz fährt. Insgesamt 2 Stunden 30 Minuten, Vollpreis einfach rund CHF 60, mit Halbtax CHF 30, Sparbillette ab CHF 19. Ab Basel und Bern eine Stunde mehr, ab Stuttgart und München über Zürich oder Lindau in 4 bis 5 Stunden. Die Alternative führt über Chur und Filisur, dauert länger, nimmt aber den Landwasserviadukt mit. Mit dem Auto sind es ab Zürich 2 Stunden über die A3 und A13 bis Landquart, dann die Prättigauerstrasse hinauf, Vignette CHF 40. Im Winter kann die Strecke zwischen Klosters und Davos nach Schneefall kurz gesperrt sein. Vor Ort brauchst du kein Auto: Die Ortsbusse (VBD) fahren im Zehnminutentakt die ganze Talachse ab, und mit der Davos Klosters Card der Unterkunft sind Busse und RhB zwischen Klosters und Filisur gratis, im Sommer dazu alle Bergbahnen. Parkplätze in Davos kosten CHF 1.50 bis 3 pro Stunde, Hotels verlangen CHF 10 bis 25 pro Nacht.
Davos Klosters hat sechs Skigebiete, die nicht verbunden sind, der Skipass gilt aber überall. Parsenn ist das grosse Klassikergebiet ab Davos Dorf: breite Pisten bis auf das Weissfluhjoch auf 2'693 Meter, die zwölf Kilometer lange Abfahrt nach Küblis und direkte Verbindung hinüber nach Klosters über die Gotschnabahn. Für Geniesser und Familien die erste Wahl, am Wochenende voll. Jakobshorn ab Davos Platz ist der Snowboard- und Freestyle-Berg mit Park, Jatzhütte und lauter Musik, die Pisten sind steiler und sonniger, die Stimmung jünger. Rinerhorn in Glaris und Madrisa in Klosters sind die Familienberge, ruhig, günstig, mit Kinderland. Pischa ist ein Freeride- und Schneeschuhgebiet fast ohne Lifte. Im Sommer gilt dasselbe Muster: Parsenn für Höhenwege, Jakobshorn für den Blick auf die Berge des Landwassertals, Rinerhorn für Alpwanderungen mit Kindern. Die Weissfluhjoch-Bahn kostet im Sommer hin und zurück rund CHF 55 ohne Gästekarte, mit Davos Klosters Card ist sie inklusive, und das gilt für alle Bahnen ab der ersten Nacht.
Der Tagesskipass Davos Klosters kostet im Hochwinter rund CHF 80 bis 95, dynamisch, online im Voraus günstiger als an der Kasse. Der Sechstagepass liegt bei CHF 400 bis 450. Kinder bis fünf fahren gratis, bis zwölf zum halben Preis. Mietski kosten CHF 40 bis 55 pro Tag, ein Mittagessen auf dem Berg CHF 25 bis 40, die Jatzhütte und das Parsennhütte-Restaurant sind am oberen Ende. Rechne mit CHF 140 bis 180 pro Skitag und Person, bevor du schläfst. Sparen: Viele Hotels bieten im Januar nach dem WEF und im März Pauschalen mit Skipass an, die das Ganze um ein Viertel drücken. Wer in Klosters oder Davos Glaris schläft, zahlt für dieselben Pisten weniger fürs Bett. Nichtskifahrer brauchen keinen Pass: Die Winterwanderwege nach Sertig und Dischma, die Schlittelbahnen von Rinerhorn (CHF 35 Tageskarte) und Schatzalp sowie die Loipen (Tagespass CHF 10) kosten einen Bruchteil. Die Eisbahn am Sportzentrum ist mit Gästekarte gratis.
Davos Platz ist das Zentrum mit Bahnhof, Kongresszentrum, Jakobshornbahn und den meisten Restaurants. Davos Dorf liegt zwei Kilometer nördlich am See mit der Parsennbahn, ruhiger, aber abends tot. Dazwischen reihen sich auf drei Kilometern Hotels an der Promenade, der Bus macht die Lage fast egal. Mittelklasse-Doppelzimmer kosten im Winter CHF 180 bis 260, im Sommer CHF 140 bis 200, die Jugendherberge und das Youthpalace sind die Budgetanker ab CHF 50 pro Person. Klosters, 25 Minuten mit der Bahn oder 15 mit dem Auto, ist ein echtes Dorf mit Chalets, zehn Grad gemütlicher und oft CHF 30 bis 50 pro Nacht günstiger, mit Gotschnabahn direkt ins Parsenn. Die WEF-Woche (meist dritte Januarwoche) ist für Touristen keine Option: Hotels verlangen das Drei- bis Fünffache oder sind komplett ausgebucht, die Promenade ist gesperrt, überall Polizei und Zäune, Restaurants von Firmen gemietet. Auch die Woche davor und danach ist teuer. Über Weihnachten und Neujahr mit Spengler Cup ist ebenfalls fast alles voll, buch dann sechs Monate vorher.
Die Schatzalp ist das Davos, das in Büchern vorkommt: Standseilbahn von 1899 ab Davos Platz, oben das Jugendstil-Sanatorium als Hotel, ein Alpinum mit 5'000 Pflanzenarten (Sommer, CHF 6) und im Winter eine 2,8 Kilometer lange Schlittelbahn hinunter, Bahnfahrt rund CHF 18 hin und zurück, mit Gästekarte inklusive. Nachmittags auf der Terrasse sitzen, wo einst die Kranken lagen, ist der ruhigste Ort über Davos. Langlauf: 100 Kilometer Loipen, klassisch und Skating, flach durch das Tal und in die Seitentäler, das Zentrum ist das Langlaufzentrum beim Golfplatz, Miete CHF 30 pro Tag. Die drei Seitentäler sind der eigentliche Grund für Davos: Sertig endet in einem Walserdorf mit weisser Kirche vor einer Felswand, Dischma führt zum Dürrboden, Flüela auf den Pass. Alle drei fährst du mit dem Postauto (Gästekarte) oder dem Velo auf flachen Wegen in 90 Minuten, zu Fuss sind es 2 bis 3 Stunden. Im Sertig ist der Walserhuus-Garten die beste Mittagsstation, Rösti mit Spiegelei für rund CHF 22. Im Winter sind alle drei Täler gewalzt und fast ohne Bergbahn-Lärm.
Der Sommer ist in Davos die günstigere und oft bessere Saison: Ab der ersten Übernachtung sind mit der Davos Klosters Card alle Bergbahnen, Busse und die RhB bis Filisur inklusive, das sind leicht CHF 50 bis 80 pro Tag, die du nicht ausgibst. Dazu die Eisbahn, das Freibad und der Davosersee mit Strandbad, der im August 20 Grad erreicht. Hochsaison ist Mitte Juli bis Mitte August, dann sind die Hotels zu drei Vierteln voll, aber nie so eng wie im Winter. Der September ist der beste Monat: stabiles Wetter, leere Höhenwege, die Lärchen beginnen Ende Monat zu färben, Hotels CHF 30 bis 40 günstiger. Die Bahnen fahren meist bis Mitte, teils Ende Oktober. Zwischensaison heisst hier Mitte April bis Anfang Juni und Ende Oktober bis Anfang Dezember: Viele Hotels und Restaurants haben zu, die Bahnen stehen still. Davos ist dann günstig, aber auch leer, nur das Kirchner Museum (CHF 12), die Eishalle und das Hallenbad bleiben. Im Winter ist der März der klügste Monat: Schnee liegt noch, die Tage sind lang, die Preise fallen nach den Sportferien, und das Jakobshorn hat Sonne bis 17 Uhr.
Mit der Bahn ab Zürich in 2 Stunden 30 Minuten über Landquart und Klosters, mit Halbtax rund CHF 60 hin und zurück, Sparbillette ab CHF 38. Mit dem Auto ab Zürich 2 Stunden über Landquart durch das Prättigau, Vignette CHF 40. Vor Ort brauchst du kein Auto: Busse, RhB und im Sommer alle Bergbahnen sind mit der Davos Klosters Card der Unterkunft inklusive. Im Winter ist Parkieren in Davos knapp, die Hotels verlangen bis CHF 25 pro Nacht.
Im Sommer zu zweit im Mittelklassehotel mit allen Bergbahnen inklusive, Mittag aus dem Rucksack und Abendessen in der Beiz: CHF 1'500 bis 1'900 für sieben Nächte. Im Winter mit Sechstagepass, Mietski und Pistenverpflegung sind es realistisch CHF 2'600 bis 3'200 zu zweit, in Klosters etwas weniger. Jugendherberge mit Halbpension und Winterwandern statt Ski: unter CHF 1'200.
Das World Economic Forum findet jedes Jahr in der Regel in der dritten Januarwoche statt, Montag bis Freitag. Die Hotels sind von Delegationen und Firmen Monate vorher gebucht, die Restpreise liegen beim Drei- bis Fünffachen, die Promenade ist abgesperrt, Restaurants und Läden sind an Konzerne vermietet, überall Polizei und Kontrollen. Skifahren geht zwar, aber das Dorf ist unbenutzbar. Rechne auch die Tage davor und danach mit ein.
Klosters, wenn du ein Dorf mit Chalets, Ruhe und direktem Zugang zum Parsenn über die Gotschnabahn willst und Davos nur zum Essen oder fürs Hockey besuchst. Davos Platz, wenn du Restaurants, Läden, Kongresszentrum und Jakobshorn vor der Tür brauchst oder ohne Auto im Winter möglichst viel Flexibilität willst. Davos Dorf nur für die Parsennbahn und den See. Preislich ist Klosters meist CHF 30 bis 50 pro Nacht günstiger.
Ja, für Wanderer und Velofahrer mehr als im Winter. Mit der Davos Klosters Card sind alle Bergbahnen gratis, das gibt es in dieser Form in kaum einem anderen Schweizer Ort ab der ersten Nacht. Die Seitentäler Sertig, Dischma und Flüela, der Höhenweg Strela bis Schatzalp, der Davosersee zum Baden und die Bikewege nach Klosters füllen locker eine Woche. Das Ortsbild bleibt nüchtern, die Berge nicht.
Das älteste Eishockey-Klubturnier der Welt, seit 1923 jedes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr in der Eishalle von Davos, mit dem HC Davos, Team Canada und drei bis vier Gastklubs. Tickets kosten CHF 50 bis 120, gehen ab Herbst in den Verkauf und sind für die Abendspiele schnell weg. Die Stimmung mit Alphornbläsern und Stehplatz ist einmalig, aber Hotelzimmer in dieser Woche musst du ein halbes Jahr vorher buchen.
Was eine Woche im Oberengadin wirklich kostet, warum du nicht in St. Moritz selbst schlafen musst und wie du Diavolezza, Seenwanderung und Bergbahnen bezahlst, ohne dich zu ärgern.
Was die berühmteste Bahnfahrt der Alpen wirklich kostet, warum der Regionalzug mit offenem Fenster oft besser ist als der Panoramawagen und weshalb du im Puschlav übernachten solltest statt nur durchzufahren.
Was zwei, drei Tage in der ältesten Stadt der Schweiz kosten, warum Chur die klügste Basis für Rheinschlucht, Arosa und Berninabahn ist und wo du Capuns isst, die nicht aus der Tiefkühltruhe kommen.
Was ein verlängertes Wochenende am Luganersee wirklich kostet, welcher der beiden Hausberge zu dir passt, wie du mit Schiff und Postauto nach Gandria und Morcote kommst und wo das Grotto noch ein Grotto ist.