Dresden

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Dresden

Was ein verlängertes Wochenende in Elbflorenz wirklich kostet, warum du in der Neustadt wohnen solltest und nicht in der Altstadt, und wann die Frauenkirche dir fast allein gehört.

Foto: Andrés García / Pexels

Was kostet deine Reise nach Dresden?

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1'465 CHF
≈ 733 CHF pro Person
  • Anreise 340 CHF
  • Unterkunft 525 CHF
  • Essen 400 CHF
  • Transport vor Ort 50 CHF
  • Semperoper-Vorstellung (gute Kategorie) 150 CHF

Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Anreise heisst hier Bahn oder Auto ab der Schweiz, hin und zurück pro Person. Hotels schwanken saisonal stark, aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.

Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Euro (EUR). Deutschland ist bargeldfreundlicher als die Schweiz: In Bäckereien, Kiosken und kleinen Lokalen heisst es oft «nur Bargeld», Kartenzahlung geht aber fast überall ab CHF 10. Trinkgeld 5 bis 10 Prozent, beim Bezahlen aufrunden und den Betrag nennen. Anreise: Anreise mit Bahn (DB), Auto oder Flug, je nach Ziel 1 bis 8 Stunden.

Hotel-Empfehlungen

Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.

Budget

a&o Dresden Hauptbahnhof

Südvorstadt, Dresden

Grosses Hostel-Hotel der a&o-Kette direkt am Hauptbahnhof, mit Doppelzimmern, Familienzimmern und Schlafsälen. Nüchtern, sauber, mit der Strassenbahn in zehn Minuten in der Altstadt. Für Gruppen und alle, die das Geld lieber für Museen ausgeben.

ab CHF 45 / Nacht Ansehen →

Motel One Dresden am Zwinger

Altstadt, Dresden

Design-Budgethotel direkt am Postplatz, den Zwinger siehst du beim Hinausgehen. Kleine, gut gemachte Zimmer, Bar in der Lobby, kein Restaurant. Das beste Preis-Lage-Verhältnis der Altstadt, früh buchen.

ab CHF 80 / Nacht Ansehen →

Ibis Budget Dresden City

Altstadt, Dresden

Einfaches Kettenhotel an der Wilsdruffer Strasse, zwischen Altmarkt und Postplatz. Kleine Zimmer, Frühstück gegen Aufpreis, Strassenbahn vor der Tür. Für eine oder zwei Nächte, in denen du nur schlafen willst.

ab CHF 55 / Nacht Ansehen →

Mittelklasse

Hotel Bülow Residenz

Innere Neustadt, Dresden

Barockes Stadtpalais von 1730 in der Rähnitzgasse, ruhig und fünf Minuten vom Goldenen Reiter und der Augustusbrücke. Klassisch eingerichtete Zimmer, Innenhof, gutes Frühstück. Für Paare, die die Neustadt elegant mögen.

ab CHF 120 / Nacht Ansehen →

Hyperion Hotel Dresden am Schloss

Altstadt, Dresden

Modernes Vier-Sterne-Hotel in der Schlossstrasse, zwischen Residenzschloss und Altmarkt. Grosszügige Zimmer, Sauna, gutes Frühstück und eine Lage, die jeden Weg in der Altstadt zum Spaziergang macht.

ab CHF 125 / Nacht Ansehen →

Hotel Elbflorenz Dresden

Wilsdruffer Vorstadt, Dresden

Solides Vier-Sterne-Haus an der Rosenstrasse, zehn Gehminuten vom Zwinger und direkt am World Trade Center. Ruhige Zimmer, Spa mit Pool, Garage im Haus, was in Dresden selten ist. Gute Wahl, wenn du mit dem Auto kommst.

ab CHF 110 / Nacht Ansehen →

Luxus

Hotel Taschenbergpalais Kempinski Dresden

Altstadt, Dresden

Das Palais, das August der Starke für seine Mätresse bauen liess, zwischen Zwinger und Residenzschloss. Grosse Zimmer, Pool, im Winter eine Eisbahn im Innenhof. Das erste Haus der Stadt, mit entsprechendem Preis.

ab CHF 260 / Nacht Ansehen →

Hotel Suitess Dresden

Altstadt, Dresden

Kleines Boutique-Luxushotel direkt am Neumarkt, aus manchen Suiten schaust du auf die Frauenkirche. Persönlicher Service, Dachterrasse, Restaurant im Haus. Für alle, die die Altstadt bei Nacht für sich haben wollen.

ab CHF 230 / Nacht Ansehen →

Bilderberg Bellevue Hotel Dresden

Innere Neustadt, Dresden

Grosses Hotel am Neustädter Elbufer mit dem Canaletto-Blick auf die Altstadt aus den Elbseite-Zimmern, Pool, Garten und Biergarten. Etwas in die Jahre gekommen, aber die Lage an der Augustusbrücke ist nicht zu schlagen.

ab CHF 170 / Nacht Ansehen →

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Erlebnisse, die sich lohnen

Frauenkirche mit Kuppelaufstieg

Die wiederaufgebaute Barockkirche ist gratis, der Aufstieg auf die Kuppel kostet CHF 10 und gibt dir den besten Blick auf Altstadt und Elbe. Eine Stunde einplanen, am Vormittag ist die Schlange kurz, Orgelandacht täglich um 12 Uhr.

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Zwinger und Gemäldegalerie Alte Meister

August des Starken Festplatz, der Hof ist frei, die Galerie mit Raffaels Sixtinischer Madonna, Vermeer und Canaletto kostet rund CHF 14 inklusive Porzellansammlung und Mathematisch-Physikalischem Salon. Zwei bis drei Stunden.

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Residenzschloss mit Grünem Gewölbe

Das Historische Grüne Gewölbe mit Zeitticket für rund CHF 14, das Neue Grüne Gewölbe, die Rüstkammer und die Türckische Cammer im Tagesticket für rund CHF 23. Mindestens drei Stunden, das Historische Gewölbe früh online buchen.

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Semperoper: Führung oder Vorstellung

Führung durch Sempers Opernhaus für CHF 14, 45 Minuten. Besser: eine Vorstellung der Staatskapelle oder Oper ab CHF 25 in den hinteren Rängen, drei Stunden, direkt auf semperoper.de buchen.

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Altstadt-Stadtführung

Zwei Stunden von der Brühlschen Terrasse über Fürstenzug, Hofkirche und Theaterplatz zum Zwinger, mit der Geschichte von Zerstörung und Wiederaufbau. Geführt CHF 15 bis 25, es gibt auch Nachtwächter- und Stadtrundgänge in der Neustadt.

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Elbschlösser, Blaues Wunder und Bergbahnen

Mit Strassenbahn oder Velo nach Loschwitz, mit der Standseilbahn oder Schwebebahn hinauf (CHF 5 bis 7 hin und zurück), zu Fuss zurück über die Elbschlösser mit Biergarten am Lingnerschloss. Ein halber Tag, frei zugänglich.

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Elbdampferfahrt nach Pillnitz

Mit einem der historischen Raddampfer der Weissen Flotte flussaufwärts an den Elbschlössern vorbei bis Schloss Pillnitz, rund 90 Minuten pro Richtung, CHF 20 bis 30. Mit der Strassenbahn zurück, Parkeintritt Pillnitz CHF 5.

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Tagesausflug Meissen mit Porzellanmanufaktur

40 Minuten mit der S-Bahn, Altstadt, Dom und Albrechtsburg auf dem Burgberg, Schauwerkstatt der Porzellanmanufaktur für CHF 14. Geführt ab Dresden CHF 60 bis 90, auf eigene Faust für rund CHF 30 inklusive Zug und Eintritte.

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Kunsthofpassage und Äussere Neustadt

Hinterhöfe mit dem Haus der singenden Regenrinnen, Läden, Cafés und Street-Art zwischen Görlitzer und Alaunstrasse. Gratis, ein bis zwei Stunden, am besten nachmittags mit anschliessendem Abendessen im Quartier. Geführte Szene-Rundgänge ab CHF 15.

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Essen & Trinken

Sachsen isst deftig und trinkt Kaffee wie kaum eine andere deutsche Region: Die «Kaffeesachsen» haben die Kaffeefiltertüte erfunden, und zum Kaffee gehört Kuchen. Dresden steht für Eierschecke und Christstollen, für Sauerbraten und Klösse, und in der Neustadt für eine junge Küche, die mit alldem nichts zu tun hat und trotzdem dazugehört.

Dresdner Eierschecke

Konditoreien und Bäckereien in der Neustadt, etwa rund um den Albertplatz, oder das Café Schinkelwache am Theaterplatz

Blechkuchen aus drei Schichten: Hefeteig unten, Quarkmasse in der Mitte, eine Schicht aus Eiern, Butter und Zucker obendrauf, die beim Backen goldgelb stockt. Ein Stück CHF 3 bis 4, am besten noch leicht warm.

Tipp:Ohne Rosinen ist die Dresdner Variante, mit Rosinen die Freiberger: Wer fragt, bekommt Auskunft und meist ein Probierstück.

Dresdner Christstollen

Striezelmarkt im Advent, sonst grosse Dresdner Bäckereien mit Siegel

Schwerer Butterstollen mit Rosinen, Zitronat und Orangeat, ohne Marzipan, nur echt mit dem goldenen Siegel des Schutzverbandes. Ab CHF 12 pro Kilo, als Geschenk in der Dose CHF 20 bis 30.

Tipp:Das Stollenfest am zweiten Adventssamstag mit dem Riesenstollen ist voll, der Stollen schmeckt vier Wochen nach dem Backen am besten.

Sächsischer Sauerbraten

Traditionsgaststätten in der Altstadt rund um den Neumarkt und in der Inneren Neustadt

Rindfleisch, tagelang in Essig und Gewürzen eingelegt, mit Rotkraut, Klössen und einer Sauce, die in Sachsen oft mit Lebkuchen gebunden wird. CHF 16 bis 22.

Tipp:Mittags gibt es ihn oft als Tagesgericht für CHF 12 bis 14, abends wird er teurer.

Quarkkeulchen

Gaststätten mit sächsischer Küche in Altstadt und Neustadt, Imbissstände auf dem Striezelmarkt

Kleine, in Butter gebratene Fladen aus Quark, Kartoffeln und Mehl, mit Zimtzucker und Apfelmus. Dessert oder süsses Hauptgericht, CHF 7 bis 10.

Tipp:Als Hauptgericht bestellen, als Dessert nach dem Sauerbraten schaffst du sie nicht.

Pulsnitzer Pfefferkuchen

Striezelmarkt und Lebensmittelläden in Dresden, die Pfefferküchlereien in Pulsnitz selbst

Lebkuchen aus dem Städtchen Pulsnitz östlich von Dresden, seit 1558 gebacken, würzig und weich. Eine Packung CHF 4 bis 8, auch als Spitzen mit Schokolade.

Tipp:Pfefferkuchen gibt es ganzjährig, das Pulsnitzer Pfefferkuchenmarkt-Wochenende ist Anfang November.

Radeberger Pilsner und Elbwein

Biergärten am Neustädter Elbufer, Weinstuben in Loschwitz und Radebeul

Das Radeberger aus dem Nachbarort war das Hofbier des sächsischen Königs, CHF 4 bis 5 pro Halbliter. Der Sächsische Wein aus Radebeul und Meissen, meist Müller-Thurgau, Riesling und Goldriesling, kostet im Glas CHF 5 bis 8.

Tipp:Goldriesling gibt es nur hier, ein leichter Weisswein zum Sommerabend auf den Elbwiesen.

Bánh mì und Pho in der Neustadt

Äussere Neustadt, Alaunstrasse und Louisenstrasse

Die vietnamesische Gemeinschaft kam zu DDR-Zeiten als Vertragsarbeiter und hat geblieben: In der Neustadt gibt es Pho, Bánh mì und Sommerrollen für CHF 8 bis 14, oft besser als jedes Touristenlokal in der Altstadt.

Tipp:Mittagsmenüs für CHF 9 bis 11 sind das günstigste gute Essen der Stadt.

Food-Tour buchen: Dresden

Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.

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Geschichte & Hintergrund

Dresden war über Jahrhunderte die Residenz der sächsischen Kurfürsten und Könige, und die Stadt, die du heute siehst, ist vor allem das Werk eines einzigen Mannes: August der Starke, Kurfürst von Sachsen und König von Polen, regierte von 1694 bis 1733 und wollte ein Versailles an der Elbe. Er liess den Zwinger bauen, kaufte Gemälde in halb Europa zusammen, gründete die Porzellanmanufaktur Meissen, nachdem sein Alchemist Böttger statt Gold das europäische Porzellan erfunden hatte, und füllte das Grüne Gewölbe mit Juwelen. Sein Sohn baute die Hofkirche, und der Ratszimmermeister George Bähr schuf mit der Frauenkirche die grösste Steinkuppel nördlich der Alpen. Im 19. Jahrhundert kamen Gottfried Sempers Oper und die Gemäldegalerie dazu, die Stadt galt als eine der schönsten Europas, der Maler Canaletto hatte sie zuvor schon als «Elbflorenz» festgehalten. In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 zerstörten britische und amerikanische Bomber die Innenstadt vollständig, rund 25'000 Menschen starben. Die DDR baute Zwinger und Semperoper wieder auf, liess die Ruine der Frauenkirche aber als Mahnmal liegen. Erst nach 1990 begann der Wiederaufbau, finanziert zu grossen Teilen aus Spenden, auch aus Grossbritannien, das Kuppelkreuz schmiedete der Sohn eines britischen Bomberpiloten. 2005 wurde die Frauenkirche geweiht, seitdem ist der Neumarkt rundherum Stein für Stein nach alten Plänen wieder entstanden. Dresden ist deshalb eine Stadt, in der «barock» oft keine 20 Jahre alt ist, was sie nicht weniger sehenswert macht, nur ehrlicher betrachtet.

Insider-Tipps

Anreise: ICE via Frankfurt oder Berlin, Auto über Nürnberg

Ab Zürich oder Basel fährst du mit dem ICE über Frankfurt oder über Berlin nach Dresden, in 7 bis 8 Stunden mit ein bis zwei Umstiegen. Mit einem Sparpreis der Deutschen Bahn, früh gebucht, zahlst du CHF 60 bis 90 pro Strecke, der Flexpreis liegt bei über CHF 150. Buch das Ticket auf bahn.de oder in der SBB-App, beides geht, die DB hat oft die günstigeren Sparpreise. Ab Wien ist der Railjet nach Prag und der Eurocity weiter nach Dresden die schönste Variante, 7 Stunden, das letzte Stück durch das Elbtal. Mit dem Auto sind es ab Zürich rund 750 Kilometer über Nürnberg und Chemnitz, 7 bis 8 Stunden reine Fahrzeit, ohne Maut in Deutschland, Benzin und Abnutzung rund CHF 180 pro Fahrt. Vor Ort brauchst du das Auto nicht: Strassenbahn und Bus der DVB fahren dicht, ein Tagesticket kostet rund CHF 8, ein Einzelfahrschein CHF 3. Parkhäuser in der Altstadt verlangen CHF 15 bis 25 pro Tag, viele Hotels in der Neustadt haben keine eigenen Plätze. Wer die Sächsische Schweiz anhängen will, nimmt dafür die S-Bahn, nicht das Auto.

Wohnen: Äussere Neustadt schlägt Altstadt

Die Altstadt zwischen Frauenkirche und Zwinger ist abends nach 21 Uhr erstaunlich leer, die Lokale am Neumarkt kochen für Reisebusgruppen, und die Hotels dort kosten 30 bis 50 Prozent mehr als auf der anderen Elbseite. Die Innere Neustadt um die Königstrasse ist elegant und ruhig, die Äussere Neustadt zwischen Albertplatz und Alaunpark ist das Kneipen-, Café- und Kulturquartier mit der Kunsthofpassage, dem Hinterhof mit den singenden Regenrinnen. Von dort bist du zu Fuss in 20 Minuten über die Augustusbrücke an der Frauenkirche. Rechne mit CHF 90 bis 130 für ein Mittelklasse-Doppelzimmer, Budget-Ketten ab CHF 60. Preisfallen: der Striezelmarkt im Advent, die Dixieland-Tage im Mai, die Semperopernball-Woche Ende Januar und die Messe-Wochenenden, dann kostet dasselbe Zimmer schnell das Doppelte, und die Stadt ist voll. Früh buchen lohnt sich vor allem für den Advent: Wer im September reserviert, zahlt noch normale Preise. Die Gästetaxe von rund CHF 2 pro Nacht kommt dazu.

Kostenfallen und Spartricks: Museen, Semperoper, Elbe

Die Staatlichen Kunstsammlungen sind das teuerste und beste an Dresden. Einzeltickets kosten CHF 13 bis 15 pro Haus (Gemäldegalerie Alte Meister mit Sixtinischer Madonna, Neues Grünes Gewölbe, Rüstkammer), das Historische Grüne Gewölbe braucht ein Zeitticket für rund CHF 14, oft Tage im Voraus ausverkauft. Der Trick ist das Tagesticket Residenzschloss für rund CHF 23 oder das Zwei-Tage-Ticket für alle Häuser inklusive Zwinger für rund CHF 30. Die Frauenkirche ist gratis, der Kuppelaufstieg kostet CHF 10 und lohnt sich mehr als jede Aussichtsplattform. Die Semperoper: Eine Führung kostet CHF 14, aber eine Vorstellung in den hinteren Rängen gibt es ab CHF 25, und das ist das bessere Erlebnis. Buch direkt auf semperoper.de, nicht über Plattformen mit Aufschlag. Die Dampfer der Weissen Flotte verlangen CHF 20 bis 35 für eine Elbrundfahrt, dieselben Schlösser siehst du vom Elbradweg für nichts. Mittagsmenüs in der Neustadt kosten CHF 10 bis 14, ein Bier CHF 4.50, ein Kaffee mit Kuchen CHF 7 bis 9. Dresden ist für Schweizer Verhältnisse günstig, nur bei Museen summiert es sich.

Timing: Striezelmarkt, Sommer an der Elbe, stille Monate

Der Striezelmarkt auf dem Altmarkt ist einer der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands, seit 1434, und von Ende November bis 24. Dezember das grosse Ereignis: Pflaumentoffel, Stollen, Pyramide, dazu drei weitere Märkte in der Altstadt und der mittelalterliche Markt im Stallhof. Schön, aber an Wochenenden überfüllt, geh unter der Woche und früh am Nachmittag. Der Sommer von Juni bis August ist die zweitbeste Zeit: Die Filmnächte am Elbufer zeigen ab Ende Juni Kino und Konzerte mit der Altstadt als Kulisse, die Biergärten an der Elbe sind offen, und die Elbwiesen gehören allen. Frühling und Herbst sind ruhiger und oft günstiger, der Oktober mit dem Laub in den Elbschlössern ist unterschätzt. Januar und Februar sind kalt, grau und so leer, wie Dresden nur sein kann, dafür stehst du allein vor der Sixtinischen Madonna. Hochwasser: Die Elbe steigt nach Schneeschmelze und Starkregen, 2002 und 2013 stand die Altstadt unter Wasser, in normalen Jahren merkst du davon nichts.

Unterschätzt: Elbschlösser, Loschwitz, Pillnitz und Meissen

Oberhalb der Elbe stehen drei Schlösser im englischen Stil, Albrechtsberg, Lingnerschloss und Eckberg, mit Weinbergen davor und Biergarten im Lingnerschloss, der eine der besten Aussichten der Stadt hat. Du erreichst sie zu Fuss vom Blauen Wunder, der Stahlbrücke von 1893 in Loschwitz, wo auch die Standseilbahn und die Schwebebahn starten, beide fahren seit über 120 Jahren und kosten CHF 5 bis 7 hin und zurück. Im Dorf Loschwitz unten gibt es Weinstuben und das Künstlerhaus. Weiter flussaufwärts liegt Schloss Pillnitz, August des Starken Sommersitz im chinesischen Stil, mit einem Park, der CHF 5 kostet und einer über 250 Jahre alten Kamelie, die im März blüht, Dampfer oder Strassenbahn plus Fähre bringen dich hin. Für den Tagesausflug: Meissen mit Albrechtsburg, Dom und der Porzellanmanufaktur, 40 Minuten mit der S-Bahn, die Manufaktur verlangt CHF 14 für die Schauwerkstatt. Die Dresdner Heide im Norden ist ein Wald zum Velofahren, und Radebeul mit den Weingütern Schloss Wackerbarth und Hoflössnitz ist das Weinbaugebiet der Stadt.

Essen: Eierschecke, Sauerbraten und die Neustadt am Abend

Sächsische Küche ist deftig und süss zugleich. Mittags findest du in der Altstadt Sauerbraten mit Rotkraut und Klössen für CHF 16 bis 20, Quarkkeulchen als Nachtisch für CHF 7. Die Eierschecke, ein dreischichtiger Blechkuchen aus Hefeteig, Quark und einer Eierschicht obendrauf, ist das Pflichtgebäck, CHF 3 bis 4 pro Stück in jeder guten Bäckerei und Konditorei. Dresdner Christstollen gibt es nur mit dem goldenen Siegel des Schutzverbandes, ab CHF 12 pro Kilo, im Advent ist er überall, den Rest des Jahres bei den grossen Bäckereien. Für den Abend gehst du in die Äussere Neustadt: Alaunstrasse, Louisenstrasse, Görlitzer Strasse, dort stehen Bars, Vietnamesen, Pizzerien und Craft-Bier-Kneipen Tür an Tür, ein Hauptgericht CHF 12 bis 18. Die Biergärten am Neustädter Elbufer, etwa am Narrenhäusel und beim Japanischen Palais, haben den berühmten Canaletto-Blick inklusive. Kaffeehauskultur gibt es im Café Schinkelwache am Theaterplatz, teuer, aber mit Lage, und bei den Bäckereien in der Neustadt zum halben Preis.

Häufige Fragen zu Dresden

Wie komme ich ab der Schweiz nach Dresden und lohnt sich ein Auto?

Mit dem ICE über Frankfurt oder Berlin in 7 bis 8 Stunden ab Zürich oder Basel, Sparpreis ab rund CHF 60 pro Strecke, wenn du zwei bis drei Monate vorher buchst, sonst CHF 100 bis 150. Mit dem Auto über Nürnberg rund 750 Kilometer und 7 bis 8 Stunden, keine Maut. Vor Ort brauchst du kein Auto: Strassenbahn, Velo und Füsse reichen, Parken in der Altstadt kostet CHF 15 bis 25 pro Tag.

Wie viele Tage sollte ich für Dresden einplanen?

Drei volle Tage sind ein guter Richtwert: ein Tag Altstadt mit Frauenkirche, Zwinger und Residenzschloss, ein Tag Neustadt mit Elbschlössern, Loschwitz und Blauem Wunder, ein Tag Pillnitz oder Meissen. Wer die Sächsische Schweiz anhängen will, bleibt vier bis fünf Tage. Ein Wochenende reicht für die Altstadt und einen Abend in der Neustadt, dann hast du aber nur einen Teil gesehen.

Wann ist die beste Reisezeit für Dresden?

Mai bis September für die Elbe, die Biergärten und die Filmnächte am Elbufer, der Advent für den Striezelmarkt. Am schönsten und ruhigsten ist der Oktober. Juli und August können heiss werden, die Stadt liegt im Elbtal, dann sind die Elbwiesen und Pillnitz die Rettung. Januar bis März ist es grau, aber leer und günstig, die Museen sind dann ein Genuss.

Was kostet Dresden im Vergleich zur Schweiz?

Deutlich weniger. Ein Mittelklasse-Doppelzimmer CHF 90 bis 130, ein Hauptgericht CHF 12 bis 18, ein Bier CHF 4.50, ein Tagesticket für den Nahverkehr CHF 8. Teuer sind nur die Museen mit CHF 13 bis 15 pro Haus und die Opernkarten in den vorderen Reihen. Mit CHF 90 bis 110 pro Tag und Person ohne Anreise bist du gut dabei, mit Museumsticket und Opernabend CHF 150.

Brauche ich Tickets im Voraus?

Für das Historische Grüne Gewölbe ja, die Zeitfenster sind oft Tage, im Advent Wochen vorher ausgebucht, buch auf skd.museum. Für die Semperoper ja, gute Plätze für Opern sind Monate vorher weg, Restkarten gibt es an der Abendkasse. Frauenkirche, Zwingerhof und Brühlsche Terrasse sind frei zugänglich, die Gemäldegalerie und die Kuppel kaufst du vor Ort. Für den Kuppelaufstieg am Nachmittag kann eine Schlange von 20 bis 30 Minuten entstehen.

Wie sicher und wie «ostdeutsch» ist Dresden?

Dresden ist so sicher wie jede deutsche Grossstadt, die Äussere Neustadt ist nachts belebt und unproblematisch. Die Stadt hat politisch einen schwierigen Ruf, der im Alltag als Gast kaum eine Rolle spielt, Montagabende am Altmarkt kannst du meiden. Was du merkst: Vieles ist noch Bargeld, der Ton ist direkt, und das Sächsische braucht einen Tag Eingewöhnung. Dafür sind die Dresdner stolz auf ihre Stadt und erklären sie gern.

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Aktivitäten in der Region

Veranstaltungen

Nov 25

Striezelmarkt Dresden und Christkindlesmarkt Nürnberg

Fest

25. November 2026 Mittwoch bzw. Freitag vor dem 1. Advent bis 24. Dezember; 2026: Dresden ab 25. November, Nürnberg ab 27. November; 2027: ab 24. und 26. November

Die beiden berühmtesten Weihnachtsmärkte Deutschlands: Der Dresdner Striezelmarkt auf dem Altmarkt gilt seit 1434 als ältester, mit der 14 Meter hohen Stufenpyramide aus dem Erzgebirge, Pflaumentoffeln, Stollen und dem Stollenfest am zweiten Adventssamstag, an dem ein tonnenschwerer Riesenstollen durch die Stadt gezogen wird. Der Nürnberger Christkindlesmarkt auf dem Hauptmarkt wird vom Christkind vom Balkon der Frauenkirche eröffnet, mit 180 rot-weiss gedeckten Buden, Lebkuchen, Rostbratwürsten und einer strengen Regel gegen Plastikdekoration. Glühwein kostet rund CHF 4 bis 5 (EUR 4 bis 5) plus Pfand, Essen CHF 5 bis 10, die Preise sind deutlich tiefer als in der Schweiz. Beide Märkte sind an Adventwochenenden ab 15 Uhr so voll, dass Besucherströme gelenkt werden, Reisebusse bringen Zehntausende, unter der Woche vormittags ist es ruhig. Hotels in Dresden und Nürnberg kosten im Advent gut das Anderthalbfache und sind an Wochenenden früh weg; Dresden erreichst du aus Zürich in rund sieben Zugstunden, Nürnberg in vier.

Für Reisende: In Dresden lohnt die Kombination mit den kleineren Märkten in der Neustadt und dem mittelalterlichen Markt im Stallhof, in Nürnberg mit dem Markt der Partnerstädte am Rathausplatz; beide Städte sind per Nachtzug oder ICE autofrei erreichbar, was im Advent die beste Wahl ist.

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