Klettern, Stiegen und was du können musst
Das Elbsandsteingebirge ist die Wiege des Freikletterns, mit 1'100 Gipfeln und 20'000 Routen, und mit eigenen Regeln: Gesichert wird nur mit Schlingen und den Ringen im Fels, Magnesia ist verboten, Klettern nur auf freistehenden Gipfeln, bei nassem Fels gar nicht, weil der Sandstein dann bröselt. Für Einsteiger gibt es geführte Kletterkurse ab Bad Schandau, Rathen und Königstein, ein Tag mit Ausrüstung CHF 70 bis 100, und das ist das Erlebnis, das du von hier mitnimmst, auch ohne jede Erfahrung. Wer nicht klettern will, hat die Stiegen: Wanderwege mit Eisenleitern, Treppen und Tritten durch die Felsen, Häntzschelstiege, Rübezahlstiege, Heilige Stiege, Wilde Hölle, alle ohne Sicherung und nur bei Trockenheit, mit Trittsicherheit und ohne Höhenangst. Die Schwedenlöcher und der Amselgrund bei Rathen sind die Schluchtenwanderung für alle, Treppen durch kühle Felsspalten, eine Stunde. Gute Wanderschuhe mit Profil sind Pflicht, Sandstein ist bei Nässe glatt wie Seife. Auf den Felsen gibt es keinen Handyempfang, Wasser nimmst du mit, Gaststätten liegen auf vielen Gipfeln, aber nicht auf allen. Die Bergwacht rückt jedes Wochenende aus, meist zu Leuten in Turnschuhen auf den Stiegen. Mit Kindern ab acht sind Bastei, Schwedenlöcher und Kuhstall gut machbar, die Stiegen nicht.