Sächsische Schweiz

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Sächsische Schweiz

Was eine Wanderwoche im Elbsandsteingebirge wirklich kostet, warum du die Bastei um 7 Uhr und nicht um 11 Uhr besuchst und wie du ohne Auto durch den ganzen Nationalpark kommst.

Foto: Ronny Siegel / Pexels

Was kostet deine Reise nach Sächsische Schweiz?

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1'405 CHF
≈ 703 CHF pro Person
  • Anreise 350 CHF
  • Unterkunft 475 CHF
  • Essen 350 CHF
  • Transport vor Ort 60 CHF
  • Geführte Klettertour (Tageskurs) 170 CHF

Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Anreise heisst hier Bahn oder Auto ab der Schweiz, hin und zurück pro Person. Hotels schwanken saisonal stark, aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.

Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Euro (EUR). Deutschland ist bargeldfreundlicher als die Schweiz: In Bäckereien, Kiosken und kleinen Lokalen heisst es oft «nur Bargeld», Kartenzahlung geht aber fast überall ab CHF 10. Trinkgeld 5 bis 10 Prozent, beim Bezahlen aufrunden und den Betrag nennen. Anreise: Anreise mit Bahn (DB), Auto oder Flug, je nach Ziel 1 bis 8 Stunden.

Hotel-Empfehlungen

Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.

Budget

Kurparkstübl Bad Schandau

Kurpark, Bad Schandau

Pension mit Gasthaus am Kurpark von Bad Schandau, Familienzimmer mit Kochnische, kleine Sauna, kostenlose Parkplätze, Frühstücksbuffet inklusive. Bushaltestelle und Elbfähre in Gehweite. Für Familien und Wanderer, die günstig und zentral wohnen wollen.

ab CHF 85 / Nacht Ansehen →

Hotel Lindenhof Bad Schandau

Zentrum, Bad Schandau

Einfaches, familiengeführtes Hotel am Rand des Zentrums von Bad Schandau, fünf Minuten zur Kirnitzschtalbahn und zur Fähre. Schlichte Zimmer, sächsische Küche im Haus, Garten. Für Wanderer, die nur Bett und Frühstück brauchen.

ab CHF 90 / Nacht Ansehen →

Berghotel Bastei

Bastei, Lohmen

Das Hotel direkt an der Basteibrücke, im Hauptgebäude schlicht und funktional, mit dem Vorteil, dass du abends und morgens die Aussicht ohne Tagesgäste hast. Restaurant und Panoramaterrasse. Für den einen Sonnenaufgang, der sich lohnt.

ab CHF 110 / Nacht Ansehen →

Mittelklasse

Hotel Elbresidenz an der Therme Bad Schandau

Elbufer, Bad Schandau

Grosses Hotel am Elbufer, direkt an der Toskana Therme, die für Gäste inklusive ist. Modern eingerichtete Zimmer, viele mit Elbblick, Restaurants im Haus. Für alle, die nach dem Wandern baden wollen.

ab CHF 120 / Nacht Ansehen →

Parkhotel Bad Schandau

Zentrum, Bad Schandau

Traditionsreiches Hotel von 1884 am Elbufer mit Jugendstil-Villa und modernem Anbau, Sauna, Restaurant und Garten zur Elbe. Zentral und ruhig, die Kirnitzschtalbahn fährt vor der Tür ab. Für Paare, die Wandern mit Komfort verbinden.

ab CHF 110 / Nacht Ansehen →

STEIGER Hotel Rathener Hof

Elbufer, Kurort Rathen

Vier-Sterne-Haus direkt am Elbufer im autofreien Kurort Rathen, neben der Fähre, mit Hallenbad, Sauna und Blick auf die Basteifelsen. Zimmer ruhig und gepflegt, Halbpension möglich. Für alle, die die Bastei am frühen Morgen für sich haben wollen.

ab CHF 130 / Nacht Ansehen →

Luxus

STEIGER Hotel Elbschlösschen Rathen

Kurort Rathen

Wellness-Hotel direkt an der Elbe in Rathen mit Pool, Sauna und Spa, viele Zimmer mit Balkon zum Fluss, Fähre und Basteiaufstieg vor der Tür. Für Paare, die nach dem Gipfel Ruhe und einen Pool wollen.

ab CHF 160 / Nacht Ansehen →

Bio-Hotel Helvetia

Schmilka, Bad Schandau

Flaggschiff des Bio-Refugiums Schmilka, einem ganzen Dorf am Fuss der Schrammsteine mit Mühle, Brauerei, Bäckerei und Badehaus mit Sauna. Zimmer mit Naturmaterialien, Bio-Küche, autofrei, mit S-Bahn und Fähre erreichbar. Für Geniesser mit Wanderschuhen.

ab CHF 170 / Nacht Ansehen →

Romantik Hotel Deutsches Haus Pirna

Altstadt, Pirna

Renaissance-Bürgerhaus in der Altstadt von Pirna, dem Tor zur Sächsischen Schweiz, mit gepflegten Zimmern und Restaurant. Mit der S-Bahn in 20 Minuten im Nationalpark und in 25 Minuten in Dresden. Für alle, die beides verbinden wollen.

ab CHF 140 / Nacht Ansehen →

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Erlebnisse, die sich lohnen

Bastei und Felsenburg Neurathen

Die Steinbrücke zwischen den Felsnadeln 190 Meter über der Elbe ist gratis, die Felsenburg dahinter mit Stegen über die Schluchten kostet CHF 3. Vor 8 Uhr oder nach 17 Uhr kommen, von Rathen 30 Minuten Aufstieg, insgesamt zwei Stunden.

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Rundwanderung Schwedenlöcher und Amselsee

Von Rathen durch den Amselgrund zum Amselsee, hinauf durch die Schwedenlöcher, eine enge Felsschlucht mit 700 Stufen, zur Bastei und zurück. Drei Stunden, gratis, Ruderboot auf dem Amselsee CHF 6 pro halbe Stunde.

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Festung Königstein

Die grösste Bergfestung Europas auf einem Tafelberg, nie erobert, mit Kasematten, 152 Meter tiefem Brunnen und Rundweg auf der Mauer. Eintritt CHF 14, Aufzug CHF 2, drei Stunden, von Königstein 40 Minuten zu Fuss oder mit dem Festungsexpress.

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Schrammsteinaussicht

Von Bad Schandau oder Schmilka über Stiegen und Leitern auf den Felsgrat mit dem besten Panorama des Nationalparks, mit Rückweg durch den Schrammsteingrund. Vier bis fünf Stunden, gratis, Trittsicherheit und Schuhe mit Profil nötig.

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Kirnitzschtalbahn und Kuhstall

Mit der historischen Strassenbahn von Bad Schandau 30 Minuten durch das Kirnitzschtal zum Lichtenhainer Wasserfall, CHF 8 hin und zurück, mit Gästekarte gratis, dann eine Stunde hinauf zum Kuhstall, dem Felsentor mit Himmelsleiter. Halber Tag.

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Malerweg-Etappe

Eine der acht Etappen des 116 Kilometer langen Rundwegs, etwa Etappe 2 von Stadt Wehlen über die Bastei nach Hohnstein oder Etappe 3 von Hohnstein zum Kuhstall, 12 bis 18 Kilometer. Gratis, Gepäcktransport buchbar ab CHF 15 pro Etappe.

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Kletterkurs im Elbsandstein

Tageskurs mit Bergführer und kompletter Ausrüstung auf einem echten Gipfel, nach den sächsischen Regeln, für Anfänger ab zehn Jahren. CHF 70 bis 100 pro Person, sechs bis sieben Stunden, nur bei trockenem Fels, April bis Oktober.

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Lilienstein oder Pfaffenstein

Zwei Tafelberge gegenüber der Festung: der Lilienstein in einer Stunde erstiegen, 360-Grad-Blick, meist leer; der Pfaffenstein mit der Barbarine-Felsnadel und Gaststätte, drei Stunden Rundweg. Beide gratis, von Königstein zu Fuss oder mit Bus.

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Tagesausflug Böhmische Schweiz: Prebischtor und Edmundsklamm

Mit S-Bahn und Fähre nach Hřensko, zum Prebischtor, dem grössten Sandsteintor Europas, Eintritt rund CHF 5, und Kahnfahrt durch die Edmundsklamm für CHF 5. Fünf bis sechs Stunden, geführt ab Dresden oder Bad Schandau CHF 50 bis 80.

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Essen & Trinken

Die Küche der Sächsischen Schweiz ist Berggaststätten-Küche mit böhmischem Einschlag: Wild aus dem Nationalpark, Forellen aus der Kirnitzsch, Klösse und Quark, dazu Bier aus kleinen Brauereien. Fein ist das selten, ehrlich fast immer, und nach sechs Stunden auf den Stiegen schmeckt eine Soljanka auf dem Gipfel besser als jedes Menü in Dresden.

Wildgulasch mit Klössen

Berggaststätten auf Bastei, Papststein und Pfaffenstein, Lokale in Hohnstein

Hirsch oder Wildschwein aus den Wäldern des Nationalparks, geschmort mit Wacholder und Preiselbeeren, dazu Kartoffelklösse und Rotkraut. CHF 16 bis 22 in den Berggaststätten.

Tipp:Im Herbst zur Jagdsaison frisch, im Sommer oft aus der Tiefkühltruhe, frag nach.

Forelle aus der Kirnitzsch

Gaststätten im Kirnitzschtal zwischen Bad Schandau und Lichtenhainer Wasserfall

Bachforelle, gebraten oder blau, mit Salzkartoffeln und Butter, aus den Teichen und Bächen des Kirnitzschtals. CHF 15 bis 20.

Tipp:Die Fischzuchten im Tal verkaufen auch geräucherte Forelle zum Mitnehmen, CHF 5 bis 7 pro Fisch, für die Brotzeit auf dem Gipfel.

Soljanka

Jede Gipfelgaststätte, etwa auf dem Brand bei Hohnstein oder am Kuhstall

Die säuerlich-scharfe Suppe mit Wurst, Fleisch, Gurken und Paprika ist ein DDR-Erbe und steht in jeder Berggaststätte auf der Karte, mit Brot und saurer Sahne. CHF 6 bis 8, sättigend.

Tipp:Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Berg, besonders bei kaltem Wetter.

Quarkkäulchen mit Apfelmus

Gaststätten in Bad Schandau und Rathen, Berggaststätte Bastei

Gebratene Quark-Kartoffel-Fladen mit Zimtzucker, die sächsische Süssspeise, hier im Gebirge oft als Hauptgericht serviert. CHF 7 bis 10.

Tipp:Nach einer Stiegentour die beste Belohnung, als Dessert nach Gulasch zu viel.

Böhmische Knödel mit Schweinebraten

Gasthäuser in Hřensko und am Prebischtor

Jenseits der Grenze in der Böhmischen Schweiz isst du den tschechischen Klassiker Vepřo knedlo zelo, Schweinebraten mit Semmelknödel und Sauerkraut, für CHF 7 bis 10, mit einem Pilsner für CHF 2.

Tipp:Tschechische Kronen oder Karte, Euro werden angenommen, aber schlecht gerechnet.

Bier aus Schmilka und Umgebung

Braumanufaktur Schmilka, Schmilka

Die Braumanufaktur Schmilka braut Bio-Bier in der alten Mühle am Fuss der Schrammsteine, dazu gibt es Biere aus Pirna und Dresden. Ein Halber CHF 4 bis 5, in Schmilka im Biergarten mit Blick auf die Elbe.

Tipp:Die Mühlenbäckerei daneben backt Holzofenbrot, das Picknick für den Schrammsteinweg.

Kuchen in der Berggaststätte

Berggaststätte Papststein, Gaststätten in Hinterhermsdorf und Hohnstein

Eierschecke, Streusel- und Mohnkuchen aus eigener Backstube, in den Gipfelgaststätten für CHF 3 bis 4 das Stück, mit Kaffee CHF 6 bis 7. Sächsische Kaffeekultur auf 400 Metern.

Tipp:Nachmittags um 15 Uhr sind die Terrassen voll, um 13 Uhr nicht, und der Kuchen ist derselbe.

Food-Tour buchen: Sächsische Schweiz

Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.

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Geschichte & Hintergrund

Das Elbsandsteingebirge entstand vor rund 90 Millionen Jahren als Meeresboden der Kreidezeit, Sand lagerte sich in mächtigen Schichten ab, wurde zu Stein gepresst und später gehoben. Die Elbe und ihre Nebenbäche schnitten dann Täler und Schluchten in die Platte, Frost und Wasser lösten die Risse zu den Tafelbergen, Felsnadeln und Schluchten, die heute das Bild prägen: Lilienstein, Pfaffenstein, Schrammsteine, Bastei. Siedler kamen im Mittelalter, meist von Böhmen her, die Grenze zwischen Sachsen und Böhmen verläuft seit 1459 mitten durch das Gebirge, der tschechische Teil heisst Böhmische Schweiz. Auf dem Königstein bauten die sächsischen Kurfürsten ab 1589 die grösste Bergfestung Europas, die nie erobert wurde und später als Staatsgefängnis diente, August der Starke liess dort den Alchemisten Böttger einsperren, bis er das Porzellan erfand. Den Namen «Sächsische Schweiz» prägten im 18. Jahrhundert zwei Schweizer Künstler, der Maler Adrian Zingg und der Kupferstecher Anton Graff, die an der Dresdner Akademie lehrten und sich an ihre Heimat erinnert fühlten. Die Romantiker folgten: Caspar David Friedrich malte den Wanderer über dem Nebelmeer nach Motiven aus dem Elbsandstein, Ludwig Richter zeichnete, Carl Maria von Weber liess den Freischütz in der Wolfsschlucht spielen. Ab 1826 fuhren Dampfer von Dresden, 1851 wurde die Basteibrücke in Stein gebaut, und mit der Eisenbahn 1851 wurde das Gebirge zum ersten Wanderziel Deutschlands. Im Elbsandstein erfanden Dresdner Turner um 1864 das Freiklettern mit festen Regeln, ohne Magnesia und Metallkeile, die bis heute gelten. Seit 1990 ist der sächsische Teil Nationalpark, der erste Felsennationalpark Deutschlands.

Insider-Tipps

Anreise: ICE nach Dresden, dann S-Bahn ins Elbtal

Ab Zürich oder Basel fährst du mit dem ICE über Frankfurt oder Berlin nach Dresden, 7 bis 8 Stunden, Sparpreis ab rund CHF 60 pro Strecke bei früher Buchung. Ab Dresden-Hauptbahnhof bringt dich die S-Bahn S1 im Halbstundentakt durch das Elbtal nach Rathen, Königstein, Bad Schandau und bis Schöna an der tschechischen Grenze, 45 Minuten bis Bad Schandau, rund CHF 8 die einfache Fahrt. Die S-Bahn hält auf der rechten Elbseite oft nur gegenüber des Ortes, in Rathen und Königstein setzt eine Fähre über, CHF 2 bis 3. Mit dem Auto sind es ab Zürich rund 780 Kilometer, 8 Stunden, keine Maut, aber vor Ort ist das Auto ein Problem: Die Parkplätze an der Bastei und in Bad Schandau sind an Sommerwochenenden ab 9 Uhr voll, kosten CHF 8 bis 12 pro Tag, und auf den schmalen Strassen hinauf stehst du im Stau. Der bessere Plan: Du wohnst in Bad Schandau oder Rathen, hast mit der Gästekarte den Nahverkehr gratis, nimmst die Kirnitzschtalbahn, die Wanderbusse und die Fähren und bist freier als mit Auto. Wer die Böhmische Schweiz dazunehmen will, fährt mit der S-Bahn bis Schöna und mit der Fähre nach Hřensko hinüber. Ab Wien geht es über Prag in 6 bis 7 Stunden, das letzte Stück Eurocity durch das Elbtal ist schon der Anfang der Reise.

Wohnen: Bad Schandau als Basis, Rathen für die Bastei

Bad Schandau ist der Hauptort des Nationalparks, mit Kirnitzschtalbahn, Fähre, Therme und der meisten Gastronomie, und die beste Basis ohne Auto. Ein Mittelklasse-Doppelzimmer kostet CHF 85 bis 120, Pensionen ab CHF 60, die Kurtaxe von rund CHF 3 pro Nacht ist zugleich die Gästekarte, mit der Busse, S-Bahn zwischen Pirna und Schöna und Kirnitzschtalbahn gratis fahren. Kurort Rathen, autofrei und nur per Fähre erreichbar, liegt direkt unter der Bastei: Wer dort schläft, ist morgens um 7 Uhr auf der Brücke, bevor die Busse aus Dresden kommen, und abends allein. Königstein ist ruhiger und günstiger, Stadt Wehlen und Pirna sind Alternativen flussabwärts, Hinterhermsdorf liegt tief im Nationalpark für alle, die Stille wollen. Preisfallen: die Wochenenden von Mai bis Oktober und die sächsischen Sommerferien, dann ist das Elbtal ausgebucht, buch zwei bis drei Monate vorher. Unter der Woche im Juni oder September findest du auch kurzfristig etwas. Viele Pensionen verlangen bei Kurzaufenthalten Aufschläge für eine oder zwei Nächte, drei Nächte sind der Standard. Dresden als Basis ist möglich, 45 Minuten S-Bahn, aber du verlierst die Morgenstunden am Berg.

Kostenfallen und Spartricks: Gästekarte, Bastei, Königstein

Das Wandern selbst ist gratis, der Nationalpark verlangt keinen Eintritt, und das macht die Sächsische Schweiz zu einem der günstigsten Berg-Ziele für Schweizer. Was kostet: der Blick von der Bastei ist frei, die Felsenburg Neurathen dahinter mit den Stegen über die Schluchten CHF 3, das lohnt sich. Die Festung Königstein kostet CHF 14, im Winter weniger, mit Aufzug statt Treppe CHF 2 extra, drei Stunden für Mauern, Kasematten und den tiefsten Brunnen Sachsens. Die Kirnitzschtalbahn, eine historische Strassenbahn von Bad Schandau zum Lichtenhainer Wasserfall, kostet CHF 8 hin und zurück, mit Gästekarte gratis. Die Fähren über die Elbe CHF 2 bis 3 pro Fahrt, auf Dauer eine Position im Budget, mit Gästekarte zum Teil inklusive. Die Elbdampfer von Dresden sind schön und mit CHF 30 bis 40 pro Strecke nach Bad Schandau teuer, die S-Bahn kostet ein Viertel und fährt an derselben Landschaft vorbei. Essen in den Berggaststätten auf Bastei, Papststein oder Brand ist mit CHF 14 bis 20 für Hauptgerichte fair, Getränke teurer. Mittagessen in Bad Schandau CHF 11 bis 16, ein Bier CHF 4, Kaffee und Kuchen CHF 6 bis 8. Die Toskana Therme in Bad Schandau kostet CHF 20 bis 25 für zwei Stunden, nach einem Regentag gut angelegt.

Timing: Nebensaison, Wochentage und die Morgenstunde

Die Bastei hat an einem sonnigen Samstag im August mehr Besucher als mancher Zermatter Aussichtspunkt, und das ist der entscheidende Punkt: Komm vor 8 Uhr oder nach 17 Uhr, dann hast du die Brücke fast allein, dazwischen ist sie ein Laufsteg. Die beste Zeit für das Gebirge ist Mai bis Juni und September bis Oktober, mit Laub und Licht, das Caspar David Friedrich gemalt hat, und Temperaturen zum Gehen. Juli und August sind heiss, voll und oft gewittrig, in den Schluchten aber angenehm kühl. Der Herbst mit Nebel im Elbtal und Sonne auf den Tafelbergen ist der schönste, Ende Oktober bis Anfang November kommen nur noch Wanderer. Im Winter sind die Stiegen mit Eisen und Leitern teils vereist und gesperrt, der Malerweg ist dann nur in Teilen zu gehen, dafür ist die Bastei im Schnee ein Bild für sich und die Hotels sind halb so teuer. Wichtig: 2022 brannte ein grosses Stück Nationalpark an der Grenze, einige Wege zwischen Schmilka und Hinterhermsdorf sind noch gesperrt oder umgelegt, informiere dich im Nationalparkzentrum Bad Schandau, Eintritt CHF 5. Bei Hitze gilt Waldbrandgefahr, dann sind Teile des Parks tabu, und Feuer, Rauchen und Grillen sind ohnehin verboten.

Unterschätzt: Schrammsteine, Pfaffenstein, Malerweg und Böhmische Schweiz

Die Bastei ist das Postkartenmotiv, aber die besseren Touren liegen weiter oben im Elbtal. Die Schrammsteinaussicht über Bad Schandau erreichst du in zwei Stunden über Leitern und Stiegen, mit einem Blick auf die Felsgrate, der die Bastei schlägt, die Häntzschelstiege dort ist eine Klettersteig-Variante ohne Sicherung, nur mit Trittsicherheit. Der Pfaffenstein bei Königstein hat die Barbarine, eine 43 Meter hohe Felsnadel, und ein Gipfelplateau mit Gaststätte, drei Stunden Rundweg. Der Lilienstein, der Tafelberg gegenüber der Festung, ist in einer Stunde erstiegen, mit 360-Grad-Blick über das ganze Elbtal und meist leer. Der Malerweg ist mit 116 Kilometern in acht Etappen der grosse Rundweg durch das Gebirge, von Pirna über Bastei, Schrammsteine und Hinterhermsdorf zurück über die linke Elbseite mit Königstein und Pfaffenstein, du kannst ihn in Teilen gehen, die Etappen 2 bis 4 sind die schönsten. Der Kuhstall, ein Felsentor bei Lichtenhain, ist mit der Kirnitzschtalbahn in 30 Minuten erreichbar. Jenseits der Grenze liegt die Böhmische Schweiz mit dem Prebischtor, dem grössten Sandsteinfelstor Europas, und der Kahnfahrt durch die Edmundsklamm, ab Hřensko mit Bus oder zu Fuss, Eintritt rund CHF 5, Kahnfahrt CHF 5. Ein Tag dort gehört in jede Woche hier, die Preise sind nochmals tiefer.

Klettern, Stiegen und was du können musst

Das Elbsandsteingebirge ist die Wiege des Freikletterns, mit 1'100 Gipfeln und 20'000 Routen, und mit eigenen Regeln: Gesichert wird nur mit Schlingen und den Ringen im Fels, Magnesia ist verboten, Klettern nur auf freistehenden Gipfeln, bei nassem Fels gar nicht, weil der Sandstein dann bröselt. Für Einsteiger gibt es geführte Kletterkurse ab Bad Schandau, Rathen und Königstein, ein Tag mit Ausrüstung CHF 70 bis 100, und das ist das Erlebnis, das du von hier mitnimmst, auch ohne jede Erfahrung. Wer nicht klettern will, hat die Stiegen: Wanderwege mit Eisenleitern, Treppen und Tritten durch die Felsen, Häntzschelstiege, Rübezahlstiege, Heilige Stiege, Wilde Hölle, alle ohne Sicherung und nur bei Trockenheit, mit Trittsicherheit und ohne Höhenangst. Die Schwedenlöcher und der Amselgrund bei Rathen sind die Schluchtenwanderung für alle, Treppen durch kühle Felsspalten, eine Stunde. Gute Wanderschuhe mit Profil sind Pflicht, Sandstein ist bei Nässe glatt wie Seife. Auf den Felsen gibt es keinen Handyempfang, Wasser nimmst du mit, Gaststätten liegen auf vielen Gipfeln, aber nicht auf allen. Die Bergwacht rückt jedes Wochenende aus, meist zu Leuten in Turnschuhen auf den Stiegen. Mit Kindern ab acht sind Bastei, Schwedenlöcher und Kuhstall gut machbar, die Stiegen nicht.

Häufige Fragen zu Sächsische Schweiz

Wie komme ich ab der Schweiz in die Sächsische Schweiz, brauche ich ein Auto?

ICE über Frankfurt oder Berlin nach Dresden in 7 bis 8 Stunden, Sparpreis ab rund CHF 60 pro Strecke, dann S-Bahn S1 in 45 Minuten nach Bad Schandau für CHF 8, insgesamt also einen langen Reisetag. Mit dem Auto rund 780 Kilometer, 8 Stunden, keine Maut. Vor Ort ist das Auto eher Last als Hilfe: Parkplätze an der Bastei sind an Wochenenden früh voll und kosten CHF 8 bis 12, mit Gästekarte fahren S-Bahn, Busse und Kirnitzschtalbahn gratis.

Wie viele Tage sind sinnvoll?

Drei bis vier Tage für die Klassiker: Bastei mit Schwedenlöchern, Schrammsteine, Festung Königstein mit Lilienstein oder Pfaffenstein, Kirnitzschtal mit Kuhstall. Eine Woche, wenn du den Malerweg in Etappen gehst oder einen Tag in die Böhmische Schweiz willst. Ein Tagesausflug ab Dresden reicht für die Bastei und Rathen, zeigt dir aber nur die vollste Ecke.

Wann ist die beste Zeit für die Bastei?

Morgens vor 8 Uhr oder abends nach 17 Uhr, unter der Woche, im Mai, Juni, September oder Oktober. Dann stehst du auf der Brücke mit zwanzig Leuten statt mit tausend. Die Busse aus Dresden kommen ab 10 Uhr. Wer in Rathen übernachtet, läuft in 30 Minuten hinauf. Bei Nebel im Elbtal und Sonne oben, typisch im Herbst, ist der Blick am schönsten. Die Brücke ist gratis und immer offen, die Felsenburg Neurathen kostet CHF 3.

Was kostet eine Wanderwoche im Vergleich zur Schweiz?

Etwa die Hälfte. Mittelklasse-Doppelzimmer CHF 85 bis 120 statt CHF 180, Hauptgericht CHF 12 bis 18, Bier CHF 4, Nahverkehr mit Gästekarte gratis, Wandern ohne Bergbahnkosten, weil es keine Bergbahnen gibt. Eintritte sind überschaubar: Königstein CHF 14, Neurathen CHF 3, Kirnitzschtalbahn CHF 8. Mit CHF 80 bis 100 pro Tag und Person ohne Anreise bist du gut unterwegs, in Pensionen mit CHF 60.

Wie anspruchsvoll ist das Wandern?

Von Spazieren bis Klettersteig ist alles dabei. Bastei, Amselgrund, Kuhstall und Lilienstein sind mit normaler Kondition und Wanderschuhen machbar, oft mit vielen Treppen. Die Stiegen durch die Schrammsteine und Affensteine haben Leitern und Eisentritte ohne Sicherung, dafür brauchst du Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, bei Nässe geht es nicht. Malerweg-Etappen haben 15 bis 20 Kilometer und 500 bis 800 Höhenmeter in Summe. Wanderschuhe mit Profil sind Pflicht, Sandstein ist nass extrem glatt.

Kann ich ohne Erfahrung klettern?

Ja, mit Führer. Kletterschulen in Bad Schandau, Rathen und Königstein bieten Tageskurse für Anfänger mit kompletter Ausrüstung für CHF 70 bis 100, ab zwei Personen, Kinder ab etwa zehn Jahren. Du stehst am Nachmittag auf einem echten Gipfel. Das Elbsandstein-Klettern hat strenge Regeln, kein Magnesia, keine Keile, nur bei trockenem Fels, und die Führer kennen sie. Alleine ohne Erfahrung ist es keine Option, die Ringe im Fels sind weit auseinander.

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