Unterschätzt: Bodetal, Hexenstieg, Stolberg und die Schmalspurbahnen
Das Bodetal zwischen Thale und Treseburg ist die wildeste Schlucht Norddeutschlands, zehn Kilometer Felsen, Fluss und Wald, mit Rosstrappe und Hexentanzplatz auf den Felsen darüber, drei bis vier Stunden auf einem Weg, der einfach ist, aber Schuhe braucht, mit der Seilbahn auf die Rosstrappe und zu Fuss hinunter. Der Harzer Hexenstieg ist mit 97 Kilometern von Osterode über den Brocken nach Thale der grosse Weitwanderweg, in fünf bis sechs Etappen, du kannst ihn in Teilen gehen, Etappe 3 über den Brocken und Etappe 5 durch das Bodetal sind die besten, Gepäcktransport ab CHF 15 pro Etappe. Die Harzer Schmalspurbahnen fahren nicht nur auf den Brocken: Die Selketalbahn von Quedlinburg über Alexisbad nach Harzgerode und Stiege ist die ruhige Schwester, mit Dampf durch ein stilles Tal, CHF 15 bis 25, kaum Touristen. Stolberg im Südharz ist eine Fachwerkstadt wie Quedlinburg, nur winzig und unbekannt, mit Schloss und dem Geburtshaus von Thomas Müntzer, 40 Minuten von Quedlinburg. Die Teufelsmauer bei Blankenburg und Weddersleben ist eine kilometerlange Sandsteinklippe mit Rundweg, eine Stunde, gratis. Im Westharz lohnt das Oberharzer Wasserregal, ein UNESCO-Teichsystem der Bergleute aus dem 16. Jahrhundert, mit Wanderwegen um die Teiche bei Clausthal-Zellerfeld, und die Okertalsperre. Bad Harzburg hat einen Baumwipfelpfad für CHF 10, für Familien gut, für Alpenländer kein Muss.