Furano & Biei

Japan · Hokkaidō · Reiseguide

Furano & Biei

Was die Lavendelfelder im Juli und die Hügel von Biei wirklich kosten, warum ohne Mietwagen die Hälfte fehlt und wie Furano im Winter zum ruhigen Skiort wird.

Foto: Natsuko Aoyama / Pexels

Was kostet deine Reise nach Furano & Biei?

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3'365 CHF
≈ 1'683 CHF pro Person
  • Flüge 2'200 CHF
  • Unterkunft 475 CHF
  • Essen 400 CHF
  • Transport vor Ort 150 CHF
  • Mietwagen für 2 Tage Furano und Biei (pro Person bei 2) 140 CHF

Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Flüge & Hotels schwanken saisonal stark – aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.

Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Yen (JPY). 1'000 Yen sind ungefähr CHF 6. Kartenzahlung funktioniert in Städten und Hotels, kleine Lokale, Tempel und Landbahnhöfe wollen oft Bargeld. Die IC-Karte (Suica oder ICOCA) auf dem Handy zahlt Bahn, Bus und Konbini. Flugzeit: 12 bis 14 Stunden, meist mit einem Umstieg.

Hotel-Empfehlungen

Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.

Budget

Furano Natulux Hotel

Bahnhof, Furano

Designhotel direkt gegenüber dem Bahnhof Furano, schlichte dunkle Zimmer, kleines Spa mit Sauna, gutes Frühstück im Café. Günstiger, als es aussieht, und die beste Basis für alle ohne Auto. Im Juli früh buchen.

ab CHF 75 / Nacht Ansehen →

Furano Hops Hotel

Kamifurano

Einfaches Hotel in Kamifurano, rund 20 Autominuten nördlich von Furano und auf halbem Weg nach Biei, zwischen Lavendelfeldern und Hügeln. Schlichte, saubere Zimmer, Restaurant im Haus, Gratis-Parkplatz und im Winter ein Skishuttle. Mit Mietwagen eine günstige Basis für Alleinreisende und Paare.

ab CHF 60 / Nacht Ansehen →

Hotel Lavenir Biei

Bahnhof, Biei

Das Hotel direkt am Bahnhof Biei, mit Fahrradverleih, Gemeinschaftsbad und einem Restaurant mit Biei-Gemüse. Zimmer einfach, aber für die Lage ohne Auto perfekt: Twinkle Bus, Leihvelo und Lokalzug vor der Tür.

ab CHF 80 / Nacht Ansehen →

Mittelklasse

La Vista Furano Hills Natural Hot Spring

Asahimachi, Furano

Hotel der Dormy-Inn-Gruppe wenige Gehminuten vom Bahnhof Furano, mit Onsen-Bad, Aussenbad, Sauna und dem bekannten Frühstücksbuffet mit Hokkaido-Produkten. Ruhige Lage am Hang mit Blick über die Stadt bis zum Tokachi-dake, zum Skigebiet sind es ein paar Minuten mit Bus oder Auto. Gratis Ramen am Abend.

ab CHF 120 / Nacht Ansehen →

Biei Shirogane Onsen Hotel Park Hills

Shirogane Onsen, Biei

Grosses Onsen-Hotel im Wald bei Shirogane, 10 Minuten vom Blauen Teich, mit Aussenbad, Buffet und Shuttle ab Biei-Bahnhof. Zimmer schlicht im japanischen und westlichen Stil. Für einen Abend mit beleuchtetem Teich und frühen Morgen ohne Busse die richtige Lage.

ab CHF 130 / Nacht Ansehen →

Furano Resort Orika

Nakafurano, Furano

Golfresort-Hotel zwischen Furano und der Farm Tomita, mit Onsen-Bad, grossen Zimmern und Blick über das Tal auf das Tokachi-Gebirge. Nur mit Auto sinnvoll, dafür ruhig und im Sommer preislich fair für die Zimmergrösse.

ab CHF 110 / Nacht Ansehen →

Luxus

New Furano Prince Hotel

Furano-Skigebiet, Furano

Der grosse Turm am Fuss der Furano-Zone, Ski-in-Ski-out, mit Onsen, Ningle Terrace und Waldcafé auf dem Gelände. Zimmer aus den 1990ern, aber mit Panoramablick. Im Winter voll und teuer, im Sommer mit Lavendelfeld direkt am Hotel und halbem Preis.

ab CHF 180 / Nacht Ansehen →

Fenix Furano

Kitanomine, Furano

Apartments im skandinavischen Stil mit Küche, Waschmaschine und Sauna, 300 Meter von der Kitanomine-Gondel. Für Familien und Gruppen über mehrere Tage günstiger als zwei Hotelzimmer. Kein Restaurant, aber das Dorf mit Izakaya liegt vor der Tür.

ab CHF 250 / Nacht Ansehen →

Hoshino Resorts Tomamu The Tower

Tomamu, Shimukappu

Eine Stunde südlich von Furano, das grösste Resort Hokkaidos: Wolkenterrasse Unkai im Sommer, Eisdorf und riesiges Skigebiet im Winter, Wellenbad, Dutzende Restaurants. Für eine Familie, die alles an einem Ort will, der Preis ist für das Gebotene fair.

ab CHF 220 / Nacht Ansehen →

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Erlebnisse, die sich lohnen

Farm Tomita und Lavender East

Eintritt und Parken frei, Lavendel-Softeis CHF 3, Blütezeit 10. bis 25. Juli. Vor 8 Uhr oder nach 17 Uhr kommen, Lavender East (4 Kilometer entfernt) ist grösser und leerer. Mit dem Sommerzug Halt Lavender Farm.

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Blauer Teich (Aoi-ike) und Shirahige-Wasserfall

Teich frei, Parken CHF 3, Bus ab Biei CHF 3. Morgens vor 9 Uhr oder bei bedecktem Himmel am blausten, im Winter abends beleuchtet. Der Wasserfall fünf Minuten weiter oben ist frei und meist leer.

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Patchwork-Strasse und Panorama-Weg in Biei

Zwei Rundstrecken durch die Hügel mit den berühmten Einzelbäumen (Ken-and-Mary-Baum, Seven-Stars-Baum, Eltern-Kind-Baum). Mit Auto je 1,5 Stunden, mit E-Bike (CHF 12 für drei Stunden) nur eine davon. Nicht in die Felder laufen, die Bauern haben wegen Touristen schon Bäume gefällt.

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Shikisai-no-Oka Blumenhügel

Sieben Hektar Blumenstreifen in Biei, Juni bis September, Eintritt CHF 3, Traktorbus CHF 3, Buggy CHF 12 für 15 Minuten. Im Winter Schneemobil und Schlitten. Kitschiger als Tomita, aber mit Alpakas und Blick auf das Tokachi-Gebirge.

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Furano-Käsefabrik, Weingut und Ningle Terrace

Käsefabrik mit Verkostung (frei, Käse-Workshop CHF 6), Furano-Weingut mit Probe (frei) und die Ningle Terrace, 15 Handwerksläden in Holzhütten im Wald beim Prince Hotel, abends beleuchtet. Alle drei mit dem Furano-Bus oder Auto an einem Nachmittag.

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Heissluftballon über Furano

Gefesselter Ballon im Sommer morgens und abends, CHF 15 für fünf Minuten in 30 Meter Höhe über den Feldern, freie Fahrten im Winter ab CHF 150. Anbieter in Nakafurano und Kamifurano, bei Wind abgesagt.

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Tokachidake Onsen und Vulkanwanderung

Tagesbad im Ryounkaku CHF 5 auf 1'280 Metern, Wanderung zum Ansei-Krater 2 Stunden, zum Gipfel 4 bis 5 Stunden (Juli bis September). Im Winter Schneeschuhtour mit Guide ab CHF 70. Bus ab Kamifurano dreimal täglich.

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Ski in Furano oder Asahidake

Furano-Tagespass CHF 40 bis 45, Skimiete CHF 30, Saison Ende November bis Anfang Mai. Asahidake (zwei Stunden mit Auto) hat nur eine Seilbahn (CHF 20 hin und zurück) und unpräparierten Tiefschnee, nur für sichere Fahrer. Geführte Tiefschnee-Tage ab CHF 150.

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Rafting und Kanu auf dem Sorachi-Fluss

Zwischen Mai und Oktober, zwei Stunden ab CHF 40, Kinder ab sechs. Im Winter bieten dieselben Anbieter Schneemobil-Touren (CHF 60) und Eisfischen auf dem Kanayama-See (CHF 50 mit Tempura des Fangs). Treffpunkt meist Furano-Zentrum.

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Essen & Trinken

Furano und Biei sind Bauernland, und das schmeckst du: Melonen, Mais, Kartoffeln, Spargel, Milch und Käse direkt vom Feld, dazu ein eigenes Omelett-Curry und Wein aus Hokkaido-Trauben. Spitzenrestaurants gibt es kaum, dafür Bauernläden und Pensionen, deren Frühstück besser ist als jedes Hotelbuffet.

Furano Omu-Curry

Lokale der Furano Omu-Curry-Vereinigung in Furano-Stadt, zum Beispiel Yuiga Doxon

Das lokale Gericht seit 2006 nach festen Regeln: Omelett über Reis, Furano-Curry daneben, ein Fähnchen mit Furano-Wappen, lokales Gemüse und ein Glas Furano-Milch oder -Wein. Mild, sättigend, CHF 10 bis 13.

Tipp:Yuiga Doxon beim Bahnhof hat die lange Schlange, Masaya ein paar Strassen weiter ist genauso gut und mit Curry-Schärfewahl.

Furano-Melone und Yubari-Melone

Stände an der Farm Tomita und die Melonenbauern an der Strasse 237 in Nakafurano

Orangefleischige Melonen mit 15 Prozent Zucker, Saison Juli bis August. Ein Stück am Stand CHF 3 bis 5, eine ganze CHF 15 bis 40, als Softeis-Kombination (Melonenstück mit Softeis) CHF 6.

Tipp:Melon House Tomita neben der Farm serviert halbe Melone mit Softeis, das ist das Mittagessen an einem Lavendeltag.

Furano-Käse und Milch-Softeis

Furano Cheese Factory, 10 Minuten mit dem Auto südlich der Stadt

Die Furano-Käsefabrik macht Camembert, einen Käse mit Tintenfischtinte (schwarz, mild) und Weinkäse. Milch-Softeis mit Frischmilch vom Morgen CHF 3, Käsestück CHF 8. Pizza aus dem Holzofen in der Fabrik CHF 12.

Tipp:Der Pizzaofen hat nur bis 16 Uhr offen, Käse-Workshop und Butterkurs vorher online anmelden.

Biei-Mais und Kartoffeln mit Butter

Biei Senka (Bauernladen an der Strasse 237) oder Shikisai-no-Oka

Der Mais aus Biei (Sorte Pure White) ist so süss, dass er roh gegessen wird. Gekocht oder gegrillt am Stand CHF 3, Ofenkartoffel mit Hokkaido-Butter und Ikasalz CHF 4, im Juli bis September.

Tipp:Biei Senka verkauft auch Mais-Softeis und Gemüse zum Mitnehmen; die Croissants der Bäckerei darin sind das Frühstück für die Hügel.

Biei-Weizen-Brot und Jun-Pei-Krokette

Biei Senka Bäckerei und Restaurant Jun-Pei beim Bahnhof Biei

Biei baut Weizen an, die Bäckerei in der Kita-Kobo-Halle backt daraus Brot, das für Japan erstaunlich knusprig ist. Die Kette Jun-Pei macht Kartoffelkroketten und Tonkatsu-Reis, Krokette CHF 2, Set CHF 11.

Tipp:Jun-Pei hat mittags Schlange und schliesst früh am Nachmittag, wer nach 14 Uhr kommt, bekommt nichts mehr.

Hokkaido-Wein aus Furano

Furano Winery am Hügel über der Stadt, mit Probe und Blick auf den Tokachi-dake

Das städtische Weingut Furano macht seit 1972 Rotwein aus den Sorten Seibel und Zweigelt und einen Lavendel-Weisswein. Glas CHF 4 bis 6, Flasche CHF 12 bis 25. Leicht, säurebetont, nicht gross, aber ehrlich.

Tipp:Das Traubensaft-Werk gleich nebenan verkauft den ungegorenen Saft für CHF 4, auch für Kinder ein Grund für den Hügel.

Pensions-Frühstück aus dem Garten

Jede Pension in Biei und Nakafurano

In den Pensionen von Biei und Furano ist das Frühstück das Hauptereignis: Spargel, Tomaten, Eier vom Nachbarn, Joghurt aus der Milch von nebenan, hausgebackenes Brot, oft auf einer Terrasse mit Hügelblick. Inklusive, oder CHF 10 bis 15 extra.

Tipp:Buch die Pension mit Abendessen, wenn du ohne Auto kommst; in Biei gibt es nach 19 Uhr sonst nichts zu essen.

Food-Tour buchen: Furano & Biei

Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.

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Geschichte & Hintergrund

Furano liegt im geografischen Mittelpunkt Hokkaidos, ein Dreieck im Zentrum der Stadt markiert den «Nabel» der Insel und wird jeden Juli mit dem Bauchtanz-Festival (Heso Matsuri) gefeiert, bei dem Tausende mit bemalten Bäuchen durch die Strassen ziehen. Besiedelt wurde das Tal des Sorachi-Flusses erst ab 1897 durch Siedler aus Honshu, die auf dem vulkanischen Boden des Tokachi-Gebirges Reis, Zwiebeln und Melonen anbauten. Der Lavendel kam 1948 aus Frankreich, als die Firma Soda Koryo in Furano Lavendel für die Parfümindustrie anbauen liess; in den 1960ern bedeckte er 230 Hektar. Als billiges synthetisches Lavendelöl den Preis 1970 einbrechen liess, rissen fast alle Bauern die Felder heraus. Nur Tadao Tomita in Nakafurano behielt seine Pflanzen, und als die Japanische Staatsbahn 1976 ein Foto seiner Felder im Kalender druckte, kamen die ersten Besucher. Daraus wurde die Farm Tomita, heute das meistbesuchte Lavendelfeld Asiens. Biei, 30 Kilometer nördlich, wurde durch den Fotografen Shinzo Maeda bekannt, der ab 1971 die gewellten Felder mit ihren Streifen aus Weizen, Kartoffeln und Rüben fotografierte und 1987 in einem alten Schulhaus die Takushinkan-Galerie eröffnete. Der Blaue Teich entstand 1988 als Nebenprodukt eines Erosionsschutzdamms nach dem Ausbruch des Tokachi-dake und wurde 2012 weltbekannt, als Apple ein Bild davon als Mac-Hintergrund verwendete. Die Fernsehserie «Kita no Kuni kara» (1981 bis 2002) machte Furano zudem für Japaner zum Inbegriff des einfachen Lebens auf dem Land.

Insider-Tipps

Anreise und warum du hier wirklich einen Mietwagen brauchst

Ab Sapporo fährt der Limited Express Lilac oder Kamui nach Asahikawa (85 Minuten, CHF 30), dann der Lokalzug der Furano-Linie über Biei nach Furano (70 Minuten, CHF 7). Im Sommer fährt zusätzlich der Direktzug Furano Lavender Express ab Sapporo (2 Stunden, CHF 35), und der Lavendel-Haltepunkt Lavender Farm Station liegt sieben Minuten zu Fuss von der Farm Tomita. Für die Farm Tomita allein reicht also der Zug. Für Biei nicht: Die Patchwork-Strasse, der Panorama-Weg, die berühmten Einzelbäume und der Blaue Teich liegen über 100 Quadratkilometer verstreut, der Zug fährt alle zwei Stunden, der Bus zum Blauen Teich fünfmal am Tag. Ein Mietwagen (ab CHF 50 pro Tag, in Asahikawa am Bahnhof oder am Flughafen, in Furano und Biei kleine Stationen, im Juli Wochen vorher reservieren) ist der Unterschied zwischen zwei Haltestellen und einem ganzen Tag Hügelland. Alternativ Leihvelo in Biei (E-Bike CHF 12 für drei Stunden, die Hügel sind steil) oder der Biei-Rundbus Twinkle Bus im Sommer (CHF 15, mit Guide auf Japanisch, Plätze knapp). Der nächste Flughafen ist Asahikawa (AKJ), 40 Minuten mit dem Bus von Biei.

Unterkunft: Pension in Biei, Hotel in Furano, Ski-Resort am Berg

Die Region lebt von kleinen Pensionen, meist von Ehepaaren geführt, mit Frühstück aus eigenem Garten und Zimmern für CHF 70 bis 120. In Biei sind sie zwischen den Hügeln verstreut, mit Auto perfekt, ohne Auto unerreichbar; frag bei der Buchung nach Abholung am Bahnhof, viele machen das. Furano-Stadt hat Businesshotels (Natulux, La Vista, CHF 70 bis 130) und ist mit Bahnhof, Restaurants und Lavendelfeldern in der Nähe die praktischere Basis ohne Auto. Das Furano-Skigebiet oberhalb der Stadt hat das New Furano Prince Hotel und ein paar Lodges; im Winter sind sie Ski-in-Ski-out, im Sommer leer und günstig. Zwischen Mitte Juli und Mitte August ist alles ausgebucht und teuer, buch im März. Wer Furano und Biei an einem Tag mit dem Auto macht, kann auch in Asahikawa übernachten, der Stadt mit den meisten und günstigsten Hotels (Businesshotel CHF 50), 40 Minuten entfernt. Ryokan gibt es in Tokachidake Onsen oben am Vulkan (ab CHF 130 pro Person mit Abendessen), spektakulär, aber abgelegen.

Kosten-Fallen: Lavendel-Parkplätze, Melonen und die Souvenir-Stände

Die Farm Tomita ist gratis, Parken auch, und genau deshalb kommen im Juli 2'000 Autos pro Tag. Die Falle sind die Privatparkplätze in den Nachbarfeldern, die CHF 5 bis 10 verlangen, während du 300 Meter weiter kostenlos stehst. Die zweite Farm, Lavender East, kostet ebenfalls nichts, der Traktorbus darüber CHF 2. Die Yubari- und Furano-Melonen an den Ständen sind erstklassig, aber eine ganze Melone kostet CHF 15 bis 40 und ist im Hotel schwer zu essen; ein Stück für CHF 3 reicht. Souvenirs mit Lavendel (Öl, Seife, Softeis) sind bei Tomita fair, an der Strasse in Biei nicht billiger. Der Blaue Teich war früher frei, seit 2022 kostet Parken CHF 3, der Teich selbst nichts; die Shuttlebusse ab Biei kosten CHF 3 einfach, Taxi CHF 25. Shikisai-no-Oka, der Blumenhügel in Biei, kostet seit 2023 CHF 3 Eintritt plus CHF 3 Parken, das Alpaka-Gehege nochmal CHF 3. Einzeln nichts, zusammen für eine Familie schnell CHF 40. Essen in Biei ist knapp: Die Lokale schliessen zwischen 14 und 17 Uhr, iss mittags oder kauf im Supermarkt Coop in Biei ein.

Timing: Lavendel-Woche, Herbstfelder und die leise Winter-Version

Der Lavendel bei Tomita blüht von Ende Juni bis Anfang August, der Höhepunkt liegt zwischen 10. und 25. Juli, und dann ist auch der Rest Japans dort. Komm an einem Wochentag vor 8 Uhr oder nach 17 Uhr (die Farm hat keine Schliesszeit, nur die Läden), zwischen 10 und 15 Uhr stehen dort Busse aus Taiwan und Korea in Reihen. Ab Anfang Juli blüht auch der frühe Lavendel am Hügel Hinode-koen in Kamifurano, mit weniger Leuten. Juni ist grün und ruhig, ohne Lavendel, dafür mit Lupinen und Mohn. August und September bringen Sonnenblumen, Kosmos und die Ernte, die Patchwork-Felder sind dann goldgelb, und die Hotels sind nach Obon (Mitte August) wieder frei. Der Oktober färbt den Tokachi-dake, der erste Schnee kommt Anfang November. Der Winter in Biei (Dezember bis März) ist eine eigene Reise: weisse Hügel, die berühmten Bäume schwarz im Schnee, der Blaue Teich abends beleuchtet (November bis April), kaum Besucher, und Furano hat ein Skigebiet mit Pulverschnee, aber ohne Niseko-Preise. Golden Week ist hier matschig, Mai hat nichts zu bieten.

Ski in Furano: Nisekos Qualität ohne Nisekos Preise

Das Furano-Skigebiet oberhalb der Stadt ist mit 1'000 Metern Höhenunterschied und 28 Pisten in zwei verbundenen Teilen (Furano-Zone und Kitanomine-Zone) eines der besten Hokkaidos; hier wurden Weltcup-Rennen gefahren. Der Schnee ist trockener und kälter als in Niseko, weil Furano im Landesinneren liegt (minus 20 Grad kommen vor), und fällt weniger häufig, dafür scheint öfter die Sonne. Der Tagespass kostet CHF 40 bis 45, das Hotel am Berg CHF 100 bis 200, die Pension unten CHF 80, die Skimiete CHF 30. Nachtleben gibt es keines, dafür ist die Kitanomine-Zone ein kleines Dorf mit zehn Izakaya und einer Bar in einem Baumhaus. Backcountry ist hier streng geregelt, nur durch die offiziellen Gates. Von Furano aus sind Tomamu (eine Stunde, das Hoshino-Resort mit Eishotel) und Asahidake (zwei Stunden, der höchste Berg Hokkaidos mit Seilbahn und wildem Tiefschnee) Tagesausflüge. Wer eine Woche Ski ohne englischsprachiges Resort-Leben will, ist in Furano richtig.

Tagesausflug: Tokachidake Onsen und der Aufstieg zum Vulkan

Von Biei oder Kamifurano führt eine Strasse in 40 Minuten auf 1'280 Meter nach Tokachidake Onsen, das höchstgelegene Onsen Hokkaidos, am aktiven Vulkan Tokachi-dake, der zuletzt 1988 ausbrach. Zwei Häuser haben Tagesbäder: Ryounkaku mit rostbraunem Eisenwasser und einem Aussenbecken über dem Tal (CHF 5), Kamihoroso mit klarem Wasser und Blick auf den Vulkan (CHF 6). Von hier startet der Wanderweg auf den Tokachi-dake (2'077 Meter, 4 bis 5 Stunden hin und zurück, Juli bis September, Lavafelder, Schwefelgeruch, kein Schatten), oder der leichtere Weg zum Ansei-Krater (2 Stunden). Unterwegs liegt der Shirahige-Wasserfall, aus dessen Felswand das blaue Wasser kommt, das weiter unten den Blauen Teich färbt; die Brücke darüber ist frei zugänglich und im Winter beleuchtet. Ohne Auto fährt im Sommer ein Bus ab Kamifurano Bahnhof (CHF 5, dreimal täglich). Dieser Tag kostet CHF 20 für Benzin und Bad und zeigt die wilde Seite der Postkarten-Region.

Häufige Fragen zu Furano & Biei

Wie viele Tage braucht man für Furano und Biei?

Zwei volle Tage mit Mietwagen: einen für Biei (Patchwork-Strasse, Panorama-Weg, Shikisai-no-Oka, Blauer Teich, Shirahige-Wasserfall), einen für Furano (Farm Tomita, Lavender East, Furano-Käsefabrik, Ningle Terrace). Mit Tokachidake Onsen werden es drei. Ohne Auto reicht ein Tag für Tomita und den Blauen Teich per Zug und Bus, den Rest siehst du dann nicht.

Wann blüht der Lavendel genau?

Früher Lavendel ab Ende Juni, der Hauptbestand bei Tomita (Sorten Okamurasaki und Yotei) vom 10. bis 25. Juli, spätere Sorten bis Anfang August. Nach der Ernte Ende Juli sind die berühmtesten Felder abgeschnitten, die Farm zeigt dann die anderen Blumenstreifen. Wer nur wegen Lavendel kommt, bucht die dritte Juliwoche und einen Wochentag.

Geht Furano und Biei ohne Mietwagen?

Für Furano ja: Farm Tomita hat im Sommer einen eigenen Bahnhalt, Furano-Stadt ist zu Fuss machbar, und der Furano-Bus verbindet Käsefabrik, Weingut und Ningle Terrace. Für Biei nur eingeschränkt: Blauer Teich und Shirahige-Wasserfall per Bus, Hügel per E-Bike (anstrengend) oder Twinkle Bus (nur Sommer, begrenzte Plätze). Mit zwei oder mehr Personen ist ein Mietwagen für CHF 50 pro Tag günstiger als Bus plus Taxi.

Lohnt sich der Blaue Teich wirklich?

Ja, mit richtiger Erwartung: Es ist ein kleiner Teich mit abgestorbenen Lärchen in milchig blauem Wasser, 15 Minuten Besichtigung, die Farbe hängt vom Licht ab und ist bei bedecktem Himmel am stärksten, bei Regen braun. Früh morgens oder abends ohne Busse ist er schön, mittags eine Fotowarteschlange. Im Winter beleuchtet und mit Schnee auf den Bäumen ein anderer Ort, oft schöner als im Sommer.

Kann man Furano als Skiort mit Niseko vergleichen?

Furano ist kleiner, kälter, trockener und viel günstiger: Tagespass CHF 40 bis 45 statt 55 bis 70, Hotels zur Hälfte, Pisten länger und präparierter, weniger Tiefschnee neben der Piste, kaum Nachtleben, fast nur japanische Gäste. Für Pistenfahrer und Familien, die Japan statt Australien wollen, ist Furano die bessere Wahl. Für Pulverschnee-Jäger bleibt Niseko die Nummer eins.

Was kostet ein Tag in Furano und Biei insgesamt?

Mit Pension (CHF 90 für zwei), Mietwagen (CHF 50 plus CHF 10 Benzin), Eintritten (CHF 10), einem Mittagessen und einer Izakaya am Abend (CHF 40 pro Person) kommst du auf rund CHF 120 bis 140 pro Person und Tag. Ohne Auto und mit Businesshotel in Furano auf CHF 90 bis 100. Die Farm Tomita und die Hügel kosten nichts, das Geld geht in Unterkunft und Mobilität.

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