Hakodate

Japan · Hokkaidō · Reiseguide

Hakodate

Was zwei Tage in der Hafenstadt am Südzipfel Hokkaidos kosten, warum du den Morgenmarkt um sieben Uhr brauchst und wie du mit dem Shinkansen ab Tokio hinkommst.

Foto: Guohua Song / Pexels

Was kostet deine Reise nach Hakodate?

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3'455 CHF
≈ 1'728 CHF pro Person
  • Flüge 2'300 CHF
  • Unterkunft 425 CHF
  • Essen 400 CHF
  • Transport vor Ort 50 CHF
  • Shinkansen ab Tokio nach Hakodate (einfach) 280 CHF

Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Flüge & Hotels schwanken saisonal stark – aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.

Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Yen (JPY). 1'000 Yen sind ungefähr CHF 6. Kartenzahlung funktioniert in Städten und Hotels, kleine Lokale, Tempel und Landbahnhöfe wollen oft Bargeld. Die IC-Karte (Suica oder ICOCA) auf dem Handy zahlt Bahn, Bus und Konbini. Flugzeit: 12 bis 14 Stunden, meist mit einem Umstieg.

Hotel-Empfehlungen

Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.

Budget

Toyoko Inn Hokkaido Hakodate Ekimae Asaichi

Bahnhof, Hakodate

Direkt gegenüber dem Morgenmarkt, der Name sagt es schon. Kleine, saubere Standardzimmer, gratis Frühstück, Tram-Haltestelle vor der Tür. Für zwei Nächte mit Markt-Frühstück und frühem Zug die praktischste Adresse.

ab CHF 50 / Nacht Ansehen →

Hakodate Kokusai Hotel

Otemachi, Hakodate

Grosses, älteres Stadthotel zwischen Bahnhof und Hafen, 2018 teilweise renoviert, mit Onsen-Bad im obersten Stock und Blick auf den Hafen. Zimmer im Hauptgebäude sind modern, der Ostflügel ist einfacher und günstiger. Gutes Frühstück mit Markt-Fisch.

ab CHF 65 / Nacht Ansehen →

Hotel Resol Hakodate

Wakamatsucho, Hakodate

Drei Minuten vom Bahnhof, ruhig in einer Seitenstrasse, Zimmer etwas grösser als bei Toyoko und APA. Kein Bad, kein Frühstücksbuffet, dafür fair im Preis und mit Tram-Zugang. Solides Kettenhotel ohne Überraschungen.

ab CHF 60 / Nacht Ansehen →

Mittelklasse

La Vista Hakodate Bay

Toyokawacho, Hakodate

Das Hotel mit dem berühmtesten Frühstück Japans: Du belegst deine Reisschale selbst mit Seeigel, Lachsrogen, Krabbe und Tintenfisch, so viel du willst. Dazu Onsen-Bad auf dem Dach mit Blick auf den Hakodate-Berg, direkt bei den Backsteinlagerhäusern. Früh buchen.

ab CHF 130 / Nacht Ansehen →

Hakodate Danshaku Club Hotel & Resorts

Otemachi, Hakodate

Suiten-Hotel am Hafen, alle Zimmer mit Wohnbereich und Küche ab 50 Quadratmetern, benannt nach dem Baron, der die Hokkaido-Kartoffel einführte. Zwei Minuten zum Markt, gutes Restaurant. Für Familien oder längere Aufenthalte sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

ab CHF 120 / Nacht Ansehen →

Hotel & Spa Century Marina Hakodate

Otemachi, Hakodate

Neueres Hotel (2019) am Hafen mit Onsen-Bad und Bar auf dem Dach, von wo du den Hakodate-Berg und die Bucht siehst. Grosses Frühstücksbuffet mit Hokkaido-Produkten, Zimmer hell und ausreichend gross. Fünf Minuten zum Bahnhof und zum Markt.

ab CHF 110 / Nacht Ansehen →

Luxus

Bourou Noguchi Hakodate

Yunokawa, Hakodate

Modernes Onsen-Ryokan im Hochhausformat in Yunokawa: Bad im 13. Stock über dem Meer, Zimmer mit eigenen Zypressenwannen, Kaiseki mit Hakodate-Fisch. Ruhig, erwachsen, ohne Kinder unter 13. Das Haus für den einen besonderen Abend der Reise.

ab CHF 320 / Nacht Ansehen →

Yunokawa Prince Hotel Nagisatei

Yunokawa, Hakodate

Grosses Onsen-Hotel direkt am Strand von Yunokawa, mit Aussenbad, aus dem du im Winter die Tintenfischboote mit ihren Lichtern auf dem Meer siehst. Zimmer im japanischen oder westlichen Stil, Buffet oder Kaiseki. Weniger intim als Noguchi, dafür günstiger und familienfreundlich.

ab CHF 200 / Nacht Ansehen →

Hanabishi Hotel

Yunokawa, Hakodate

Grosses Onsen-Ryokan im Herzen von Yunokawa mit Innen- und Aussenbädern, Sauna und Massage auf Reservation. Japanische Zimmer mit Futon, Abendessen mit Meeresfrüchten aus der Region im hauseigenen Restaurant, Frühstück und Abendessen vorher buchen. Weniger poliert als Noguchi, dafür traditionell und mit herzlichem Service, zehn Autominuten vom Flughafen.

ab CHF 200 / Nacht Ansehen →

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Erlebnisse, die sich lohnen

Nachtsicht vom Hakodate-Berg

Seilbahn CHF 11 hin und zurück, oben 334 Meter, Blick über die Landbrücke zwischen zwei Meeren. 30 Minuten vor Sonnenuntergang hochfahren, Handschuhe und Mütze auch im Oktober. Geführte Abendtouren inklusive Seilbahn ab CHF 30.

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Hakodate Morgenmarkt (Asaichi)

Rund 250 Stände und Lokale neben dem Bahnhof, 6 bis 14 Uhr. Kaisendon-Schale CHF 15 bis 25, Tintenfisch-Angeln CHF 10, Melone am Stück CHF 3. Eine Food-Tour mit Guide (CHF 50 bis 80) erklärt, was du da isst.

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Goryokaku-Festung und Turm

Die sternförmige Festung von 1864 siehst du als Stern nur vom 107 Meter hohen Goryokaku Tower (CHF 6). Der Park ist frei, die rekonstruierte Magistratur kostet CHF 3. Ende April Kirschblüte, im Winter Beleuchtung des Sterns. Tram bis Goryokaku-koen-mae, dann 10 Minuten zu Fuss.

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Motomachi und die Kirchenhänge

Hachiman-zaka mit dem Hafenblick, die russisch-orthodoxe Kirche (CHF 1.50 Spende), das britische Konsulat (CHF 2), die alte Public Hall (CHF 2). Alles fussläufig, ab 7 Uhr leer, Kombiticket für vier Gebäude CHF 5.

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Kanemori Backsteinlagerhäuser und Hafenrundfahrt

Die roten Lagerhäuser von 1909 sind heute Läden und Restaurants, die Bierhalle darin braut eigenes Bier. Vom Pier fährt das Ausflugsboot Blue Moon (CHF 12, 30 Minuten) zur Hafenrundfahrt. Abends beleuchtet, schöner als tagsüber.

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Yunokawa Onsen und der Affen-Onsen

Tagesbad in einem der grossen Ryokan ab CHF 8 bis 15, oder für CHF 3 in das Fussbad an der Tram-Haltestelle Yunokawa Onsen. Im Tropengarten nebenan baden von Dezember bis Mai Japanmakaken im heissen Becken (CHF 2 Eintritt), kleiner, aber näher als Nagano.

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Onuma-Quasi-Nationalpark

30 Minuten mit dem Zug, Seen mit 126 Inseln vor dem Vulkan Komagatake. Leihvelo CHF 5, Bootsrundfahrt CHF 8, im Winter Schneemobil und Eisfischen. Mit Guide als Halbtag ab CHF 60, auf eigene Faust mit dem Lokalzug für CHF 10.

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Trappistinnenkloster und Trappistenkloster

Das Frauenkloster (1898) in Yunokawa ist von aussen zu sehen, der Laden verkauft Madeleines und Butterbonbons (CHF 3 bis 6). Das Männerkloster in Hokuto, 40 Minuten mit Bus, liegt an einer Pappelallee und macht die berühmte Trappisten-Butter. Ruhige, ungewöhnliche Ecke Japans.

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Essen & Trinken

Hakodate ist eine Fischerstadt, und das Frühstück ist die Hauptmahlzeit: Tintenfisch (Ika), Seeigel, Krabbe und Lachsrogen auf Reis, bevor die Sonne richtig aufgeht. Dazu kommen eine eigene Ramen-Variante mit klarer Salzbrühe und ein Burger-Lokal, das die ganze Stadt liebt. Günstig isst du hier auch, weil die Konkurrenz am Markt gross ist.

Ika-Somen (rohe Tintenfisch-Nudeln)

Hakodate-Morgenmarkt, Donburi Yokocho oder die Tintenfisch-Angelstände

Fangfrischer Kalmar, in dünne Streifen wie Nudeln geschnitten, mit Sojasauce und Ingwer. Durchsichtig, süsslich, knackig, nicht gummig, weil er nur Stunden alt ist. CHF 8 bis 12 als Teller, am Markt auch als «selbst geangelt» für CHF 10.

Tipp:Der Tintenfisch hat von Juni bis Dezember Saison, im Frühling ist es meist Tiefkühlware, dann lieber Jakobsmuschel bestellen.

Kaisendon mit Seeigel (Uni-don)

Donburi Yokocho im Morgenmarkt, zum Beispiel Kikuyo Shokudo

Reisschale mit rohem Seeigel, Lachsrogen und Krabbe, in Hakodate oft als Fünf-Farben-Schale. Seeigel aus der Tsugaru-Strasse ist cremig und ohne Bitterkeit. CHF 15 bis 35, je nach Anteil Seeigel.

Tipp:Kikuyo Shokudo ist das Original mit Schlange ab 7 Uhr; ein paar Türen weiter sind die Schalen gleich gut und die Schlange kürzer.

Shio-Ramen (Salz-Ramen)

Ajisai Honten beim Goryokaku oder Ajisai im Bahnhofsgebäude

Hakodates Antwort auf Sapporos Miso: klare Brühe aus Schwein, Huhn und Kombu, gerade Nudeln, ein Stück Chashu, Bambus und Frühlingszwiebel. Leicht, fast elegant. CHF 5 bis 8.

Tipp:Ajisai macht Salz-Ramen seit 1930 und hat eine Filiale direkt im Bahnhof, perfekt für die Zeit bis zum Zug.

Lucky Pierrot Burger

Lucky Pierrot, Filiale Bay Area bei den Lagerhäusern (mit Hafenblick)

Die einzige Burgerkette, die es nur in Hakodate gibt, 17 Filialen, jede anders dekoriert. Der Chinese Chicken Burger (frittiertes Huhn in süss-saurer Sauce) ist der Klassiker, CHF 3 bis 4. Dazu Fritten mit Käse und Fleischsauce.

Tipp:Nach 21 Uhr fast leer, mittags Schlange. Die Portionen sind gross, ein Burger plus Fritten reicht zu zweit als Zwischenmahlzeit.

Hakodate-Krabbe (Kegani und Zuwai)

Stände im Morgenmarkt, abends die Izakaya in der Daimon Yokocho

Haarkrabbe im Winter, Schneekrabbe fast immer, gedämpft und am Tisch geknackt. Das Fleisch süsser als jede Nordsee-Krabbe. Am Markt ein gegrilltes Bein CHF 10 bis 15, eine ganze Haarkrabbe CHF 25 bis 50 je nach Grösse.

Tipp:Lass dir die Krabbe am Marktstand dämpfen und iss sie dort, das ist günstiger als jedes Restaurant und schmeckt gleich.

Yakitori-Bento (Hasegawa Store)

Hasegawa Store, Filiale Bay Area oder beim Bahnhof

Berühmte Konbini-Spezialität: Reis in der Box, darauf Spiesse mit Schweinefleisch (hier heisst auch Schwein «Yakitori») in süsser Sauce, frisch gegrillt, während du wartest. CHF 4 bis 5. Das Mittagessen für den Zug oder den Berg.

Tipp:Bestell die Sauce-Variante (Tare), nicht Salz, und nimm die Schachtel mit auf die Hachiman-zaka zum Picknick mit Hafenblick.

Shio-Butter-Karamell und Soft-Ice

Milkissimo in den Kanemori-Lagerhäusern, Trappistinnenkloster-Laden in Yunokawa

Hakodate ist stolz auf seine Milchprodukte, vom Trappistenkloster bis zur Milchbar. Softeis mit Salzkaramell oder Yubari-Melone CHF 3 bis 4, die Trappisten-Butterbonbons (CHF 4 die Dose) sind das beste Mitbringsel.

Tipp:Snaffle's, eine kleine Konditorei beim Bahnhof, macht gebackene Käsekuchen-Omelettes, acht Stück für CHF 8, die halbe Stadt steht dafür an.

Food-Tour buchen: Hakodate

Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.

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Geschichte & Hintergrund

Hakodate liegt auf einer Sandnehrung zwischen dem Hakodate-Berg und dem Festland, und genau diese Lage hat seine Geschichte bestimmt. Der Name geht auf eine Festung zurück, die der Krieger Kono Masamichi 1454 baute und die wie eine Kiste (hako) aussah. Lange war die Stadt ein Fischerhafen am Rand des Ainu-Landes, das die Matsumae-Fürsten vom Süden her kontrollierten. 1854 zwang Commodore Perry Japan zur Öffnung, und Hakodate wurde mit Shimoda einer der ersten beiden Häfen, in denen Ausländer anlegen durften; 1859 folgte der Status als internationaler Handelshafen. Russen, Engländer, Amerikaner und Franzosen bauten Konsulate, Kirchen und Handelshäuser am Hang von Motomachi, die russisch-orthodoxe Kirche von 1859 steht in ihrer Form von 1916 bis heute. 1868 bis 1869 spielte sich hier das letzte Kapitel des Bürgerkriegs ab: Admiral Enomoto Takeaki floh mit der Shogunats-Flotte nach Hakodate, rief in der sternförmigen Festung Goryokaku die «Republik Ezo» aus und kapitulierte nach fünf Monaten vor den kaiserlichen Truppen. Die Stadt blieb bis in die 1930er Jahre die grösste Hokkaidos, bis Sapporo sie überholte. Der Grossbrand von 1934 zerstörte ein Drittel der Häuser. Seit 2016 hält der Hokkaido-Shinkansen in Shin-Hakodate-Hokuto, und die Strassenbahn, die seit 1913 fährt, ist immer noch das beste Verkehrsmittel.

Insider-Tipps

Anreise: Shinkansen ab Tokio oder Flug, und die 20 Kilometer dazwischen

Hakodate ist der einzige Ort Hokkaidos, den du mit dem Shinkansen erreichst: Der Hayabusa fährt ab Tokio in 4 Stunden nach Shin-Hakodate-Hokuto, Preis CHF 140 einfach, mit JR Pass inklusive (reservierungspflichtig). Der Haken: Der Shinkansen-Bahnhof liegt 18 Kilometer ausserhalb; der Anschlusszug Hakodate Liner braucht 20 Minuten und kostet CHF 2.50. Ab Sapporo fährt der Limited Express Hokuto in 3,5 bis 4 Stunden nach Hakodate (CHF 55), eine der schönsten Zugstrecken Japans entlang der Uchiura-Bucht. Fliegen geht ab Tokio Haneda in 80 Minuten (ANA, JAL, Air Do, ab CHF 50 bis 90), der Flughafen Hakodate liegt nur 20 Minuten mit dem Bus vom Bahnhof (CHF 3). In der Stadt nimmst du die Strassenbahn: zwei Linien, Einzelfahrt CHF 1.50 bis 2, Tageskarte CHF 4 (am Hotel oder in der Tram zu kaufen, Suica geht auch). Vom Bahnhof zum Morgenmarkt sind es zwei Minuten zu Fuss, nach Motomachi 10 Minuten mit der Tram.

Unterkunft: beim Bahnhof, am Hafen oder im Onsen-Viertel Yunokawa

Drei Optionen, drei Charaktere. Rund um den Bahnhof liegen die Businesshotels (CHF 55 bis 90), du bist morgens in zwei Minuten am Markt und abends mit der Tram überall. Das ist für zwei Nächte die praktischste Wahl. Das Hafenviertel bei den roten Backsteinlagerhäusern (Kanemori) hat Hotels mit Meerblick wie das La Vista, berühmt für sein Frühstück mit Seeigel- und Lachsrogenschale zum Selbstbelegen (CHF 110 bis 160). Yunokawa im Osten, 20 Minuten mit der Tram, ist eines der ältesten Onsen-Viertel Hokkaidos mit grossen Ryokan am Meer (ab CHF 150 pro Person mit Kaiseki). Dort schläfst du ruhig, wirst aber für alles die Tram nehmen. Hostels gibt es wenige, Businesshotels sind hier so billig, dass sich ein Hostel kaum lohnt. Buch für das Hafenfest Anfang August und den Shinkansen-Ferienverkehr im Mai früh, sonst ist Hakodate preislich entspannt.

Kosten-Fallen: Markt-Menüs, Seilbahn-Schlangen und das Lagerhaus-Shopping

Der Morgenmarkt ist ehrlich, aber nicht billig. Die berühmte Fünf-Farben-Schale (Goshiki-don) mit Seeigel, Krabbe, Lachsrogen, Jakobsmuschel und Tintenfisch kostet CHF 20 bis 35; die Lokale mit grossen Fotos und englischen Anwerbern an der Hauptgasse nehmen das obere Ende. In der Donburi Yokocho (einer Halle mit 20 kleinen Lokalen) findest du die gleiche Schale für CHF 15 bis 20. Die Tintenfisch-Angelstände (du fischst dir dein Kalmar selbst, CHF 8 bis 12) sind Spass, aber ein Stück, nicht ein Essen. Die Seilbahn auf den Hakodate-Berg kostet CHF 11 hin und zurück; in der Hauptsaison stehst du oben zum Sonnenuntergang 40 Minuten für die Rückfahrt an. Alternativen: Bus für CHF 3 bis zum Gipfel (April bis November) oder zu Fuss in 60 Minuten hoch und mit der Bahn runter. Die Kanemori-Lagerhäuser sind hübsch, die Läden darin verkaufen aber die gleichen Souvenirs wie der Flughafen zum gleichen Preis.

Timing: Hafenfest, Kirschblüte in Goryokaku und der klare Winterhimmel

Hakodate hat das mildeste Klima Hokkaidos, aber mild heisst im Januar immer noch minus 2 Grad und Wind vom Meer. Die beste Zeit für die Nachtsicht ist Oktober bis Februar: klare, trockene Luft, früher Sonnenuntergang (17 Uhr im Dezember), du bist um 18 Uhr wieder unten beim Abendessen. Die Kirschblüte im Goryokaku-Park kommt Ende April bis Anfang Mai, 1'600 Bäume rund um den Stern, und fällt leider genau in die Golden Week; wer dann kommt, zahlt doppelt und sieht die Blüte trotzdem. Das Hafenfest (Hakodate Minato Matsuri) Anfang August bringt Feuerwerk und den Tintenfisch-Tanz, bei dem 20'000 Leute durch die Stadt tanzen, lustig und unverkrampft. Der Sommer ist mit 22 Grad perfekt, aber nebliger als Sapporo, die Nachtsicht fällt dann öfter aus. Im Februar gibt es die Winterillumination in Motomachi, und der Seeigel hat im Juni bis August Saison, Krabbe im Winter.

Unterschätzt: Motomachi am frühen Morgen und das Stadtteil Yachigashira

Motomachi, der Hang unter dem Hakodate-Berg, ist tagsüber von Gruppen besucht, aber um 7 Uhr morgens gehören die steilen Gassen (Hachiman-zaka mit dem Blick auf den Hafen, Daisan-zaka, Nijukken-zaka) dir allein. Die russisch-orthodoxe Kirche, die anglikanische und die katholische stehen auf 200 Metern nebeneinander, dazu das ehemalige britische Konsulat (CHF 2, Teestube im Garten) und die alte Public Hall in Gelb und Blau (CHF 2). Von dort geh westlich weiter nach Yachigashira: ein Wohnquartier mit dem öffentlichen Onsen Yachigashira Onsen (CHF 3, grosses Bad mit braunem Salzwasser, Einheimische nach dem Markt), dem Fremdenfriedhof mit russischen und britischen Gräbern über dem Meer und dem Kap Tachimachi, wo im Winter der Wind so stark ist, dass du dich festhalten musst. Dieser Spaziergang kostet nichts und zeigt mehr von Hakodate als die Lagerhäuser. Im Café Jolly Jellyfish beim Tachimachi-Kap gibt es Pilaf, der seit 1970 gleich schmeckt.

Tagesausflug: Onuma-Quasi-Nationalpark oder die Burg Matsumae

Onuma liegt 30 Minuten nördlich mit dem Zug (CHF 4 mit dem Lokalzug, 20 Minuten mit dem Limited Express) und ist eine Seenlandschaft mit über 100 kleinen Inseln vor dem Vulkan Komagatake. Leihvelo am Bahnhof CHF 5 für zwei Stunden, die Seerunde ist 14 Kilometer flach, im Winter Schneemobil oder Eisfischen. Die Bäckerei Numa no Ie am Bahnhof macht den Onuma-Dango, Reisbällchen in Sesam und Sojasauce, CHF 3. Zweite Option für Geschichtsinteressierte: Matsumae, die südlichste Stadt Hokkaidos, zwei Stunden mit Zug bis Kikonai und Bus, mit der einzigen Burg Hokkaidos im Edo-Stil (1854 gebaut, 1949 abgebrannt, 1961 rekonstruiert) und 10'000 Kirschbäumen in 250 Sorten, die wegen der Sorten vom 20. April bis Ende Mai gestaffelt blühen. Ohne Mietwagen ist Matsumae ein langer Tag (Bus ab Kikonai CHF 8 einfach), mit Wagen zwei Stunden an der Küste entlang.

Häufige Fragen zu Hakodate

Wie viele Tage sollte man für Hakodate einplanen?

Zwei Nächte reichen: ein Abend für die Nachtsicht vom Hakodate-Berg, ein früher Morgen für den Markt, ein halber Tag Motomachi und ein halber Tag Goryokaku. Mit Onuma oder einem Onsen-Nachmittag in Yunokawa werden es drei Tage. Als Zwischenstopp zwischen Tokio und Sapporo ist Hakodate ideal, weil beide Strecken 4 Stunden dauern.

Lohnt sich der Shinkansen ab Tokio nach Hakodate?

Mit JR Pass ja, dann kostet er nichts extra und du siehst die 54 Kilometer lange Seikan-Tunnelfahrt unter der Tsugaru-Strasse. Ohne Pass kostet er CHF 140 einfach und dauert 4 Stunden plus 20 Minuten Anschluss; der Flug ab Haneda kostet CHF 50 bis 90 und dauert 80 Minuten plus Flughäfen. Wer in Aomori oder Sendai halten will, nimmt den Zug, wer nur ankommen will, fliegt.

Ist die Nachtsicht vom Hakodate-Berg wirklich so besonders?

Ja, aus einem einfachen Grund: Die Stadt liegt auf einer schmalen Landbrücke, und von 334 Metern siehst du Lichter auf beiden Seiten vom Meer eingerahmt. Komm 30 Minuten vor Sonnenuntergang hoch, dann siehst du den Übergang von Tag zu Nacht, der schönste Moment. Im Sommer ist es oben oft neblig, im Winter klar und sehr kalt. Dienstags bis donnerstags ist weniger los.

Wann ist der Morgenmarkt am besten?

Zwischen 6 und 8 Uhr. Die Lokale öffnen ab 5 oder 6 Uhr, gegen 9 Uhr kommen die Gruppen aus den Hotels und den Kreuzfahrtschiffen, ab Mittag schliessen viele Stände. Nimm eine Kaisendon-Schale (CHF 15 bis 25) in der Donburi Yokocho, kauf danach eine Melone oder gegrillte Jakobsmuscheln an den Ständen und geh dann mit der Tram nach Motomachi.

Kann man Hakodate mit Tohoku kombinieren?

Sehr gut, das ist sogar die logischste Route: Tokio, Sendai, Aomori, Hakodate, Sapporo mit dem Shinkansen und dem Limited Express. Aomori liegt nur eine Stunde Shinkansen südlich von Hakodate. Mit einem 7-Tage-JR-Pass (rund CHF 320) oder dem günstigeren JR East-South Hokkaido Pass (6 Tage, rund CHF 170) rechnet sich das schnell.

Braucht man in Hakodate einen Mietwagen?

Nein. Die Strassenbahn deckt Bahnhof, Markt, Motomachi, Goryokaku und Yunokawa ab, der Flughafenbus den Rest. Nur für Matsumae, das Kap Esan oder die Fahrt die Küste entlang nach Sapporo lohnt sich ein Wagen (ab CHF 45 pro Tag). Wer von Hakodate weiter in den Süden Hokkaidos fährt, nimmt den Wagen am Bahnhof und gibt ihn in Sapporo ab, Einwegmiete kostet CHF 20 bis 40 Aufpreis.

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Kirschblüte in Hokkaido (Hakodate, Sapporo)

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1. Mai 2027 Ende April bis Mitte Mai, Vollblüte in Hakodate und Sapporo meist in der ersten Maiwoche

Das Finale der Kirschblüte, mitten in der Golden Week: In Hakodate blühen rund 1500 Bäume auf den Wällen des sternförmigen Forts Goryokaku, von der Aussichtsplattform des Goryokaku Tower siehst du den rosa Stern von oben, abends sind die Alleen beleuchtet. Sapporo feiert im Maruyama-Park und am Hokkaido-Schrein, wo Grillen unter den Bäumen ausdrücklich erlaubt ist, eine Hokkaido-Spezialität mit Lamm (Jingisukan). Matsumae im Süden hat 250 Sorten und blüht bis Mitte Mai. Hier geht es weniger um Perfektion als um das Ende des langen Winters, die Temperaturen liegen bei 10 bis 15 Grad.

Für Reisende: Die Blüte fällt auf die Golden Week, Hakodate ist dann voll und teuer; ab 7. Mai wird es schlagartig ruhiger, und in Matsumae und in höheren Lagen blüht es noch.

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