Unterschätzt: die Bankenstrasse, der Tenguyama und das Heringsschloss
Hinter dem Kanal, in der Ironai-Strasse, stehen die Bankpaläste aus der Zeit um 1910, als Otaru das Finanzzentrum Hokkaidos war. Die ehemalige Bank of Japan (Eintritt frei, mit Tresorraum und Ausstellung) und das Nippon Yusen-Gebäude zeigen den Reichtum, den die Glasläden übertünchen. Von dort gehst du in zehn Minuten zum Bahnhof, hinter dem der Bus (oder Taxi, CHF 10) zum Tenguyama fährt: Seilbahn CHF 9 hin und zurück, oben ein Blick über Stadt, Hafen und die Bucht bis Sapporo, der nachts zu den drei grossen Nachtsichten Hokkaidos zählt und viel weniger besucht ist als der Moiwa in Sapporo oder der Hakodate-Berg. Im Winter ein kleines Skigebiet mit Pulverschnee (Tagespass CHF 25). Dritte Ecke: Shukutsu, 20 Minuten mit dem Bus nach Norden, mit dem Nishin Goten (Heringsschloss, CHF 2), der Villa eines Heringsbarons von 1897 mit Schlafsälen für 120 Fischer, und dem Aquarium (CHF 10, mit Pinguinen, die nicht gehorchen). Daneben, im Sommer, der Strand Shukutsu mit klarem Wasser. Das ist das Otaru, das die Sapporo-Leute am Wochenende besuchen.