Garmisch-Partenkirchen und Zugspitze

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Garmisch-Partenkirchen und Zugspitze

Was der höchste Berg Deutschlands wirklich kostet, warum die Partnachklamm und der Wank den Tag retten, wenn der Gipfel in den Wolken hängt, und ob der Ausflug nach Neuschwanstein den Stress wert ist.

Foto: Ahmed Kadri / Pexels

Was kostet deine Reise nach Garmisch-Partenkirchen und Zugspitze?

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1'700 CHF
≈ 850 CHF pro Person
  • Anreise 200 CHF
  • Unterkunft 750 CHF
  • Essen 500 CHF
  • Transport vor Ort 100 CHF
  • Zugspitze hin und zurück (Zahnradbahn und Seilbahn) 150 CHF

Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Anreise heisst hier Bahn oder Auto ab der Schweiz, hin und zurück pro Person. Hotels schwanken saisonal stark, aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.

Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Euro (EUR). Deutschland ist bargeldfreundlicher als die Schweiz: In Bäckereien, Kiosken und kleinen Lokalen heisst es oft «nur Bargeld», Kartenzahlung geht aber fast überall ab CHF 10. Trinkgeld 5 bis 10 Prozent, beim Bezahlen aufrunden und den Betrag nennen. Anreise: Anreise mit Bahn (DB), Auto oder Flug, je nach Ziel 1 bis 8 Stunden.

Hotel-Empfehlungen

Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.

Budget

Hostel 2962

Partenkirchen, Garmisch-Partenkirchen

Modernes Hostel in einem umgebauten Hotel am Rand von Partenkirchen mit Doppelzimmern, Familienzimmern und Schlafsälen, Gemeinschaftsküche und Ski-Keller. Sauber, freundlich, mit Bergblick. Für Wanderer und Skifahrer mit kleinem Budget.

ab CHF 70 / Nacht Ansehen →

Gasthof Fraundorfer

Ludwigstrasse, Partenkirchen

Bemalter Gasthof an der historischen Ludwigstrasse, seit über hundert Jahren in Familienbesitz, mit Wirtsstube, Schuhplattler-Abenden und einfachen, urigen Zimmern. Laut am Abend, herzlich immer. Für alle, die Bayern mit Blaskapelle wollen.

ab CHF 95 / Nacht Ansehen →

Hotel Garmischer Hof

Garmisch Zentrum, Garmisch-Partenkirchen

Familiengeführtes Hotel in der Fussgängerzone von Garmisch, fünf Gehminuten vom Bahnhof und der Zugspitzbahn, mit Garten, Sauna und gutem Frühstück. Zimmer schlicht und sauber, teils mit Balkon. Für Reisende ohne Auto die praktischste Lage.

ab CHF 110 / Nacht Ansehen →

Mittelklasse

Mercure Hotel Garmisch-Partenkirchen

Garmisch, Garmisch-Partenkirchen

Grösseres Kettenhotel zwischen Bahnhof und Zentrum mit Pool, Sauna, Restaurant und Parkplatz, in Gehweite zur Zugspitzbahn. Zimmer funktional, viele mit Bergblick. Für Familien und Skifahrer, die Verlässlichkeit und Wellness zum fairen Preis wollen.

ab CHF 140 / Nacht Ansehen →

Reindl's Partenkirchener Hof

Bahnhofstrasse, Partenkirchen

Traditionshotel der Familie Reindl gegenüber dem Bahnhof, mit Pool, Dachterrasse mit Zugspitzblick und einem der besten Restaurants im Ort. Zimmer klassisch, teils im älteren Stil. Für Geniesser, die abends nicht mehr fahren wollen.

ab CHF 160 / Nacht Ansehen →

Hotel Zugspitze

Klammstrasse, Garmisch-Partenkirchen

Vier-Sterne-Haus im alpinen Stil zwischen Garmisch und Partenkirchen mit Hallenbad, Sauna, Garten und Zimmern mit viel Holz und Balkon. Ruhig gelegen, zehn Minuten zu Fuss in beide Ortsteile. Für Paare und Familien, die Komfort ohne Luxuspreise wollen.

ab CHF 170 / Nacht Ansehen →

Luxus

Schloss Elmau Luxury Spa Retreat & Cultural Hideaway

Elmau, Krün

Das Schlosshotel im Hochtal zwischen Wetterstein und Karwendel, 20 Minuten von Garmisch, mit Konzertsaal, sechs Spas, mehreren Restaurants bis zum Zwei-Sterne-Luce d'Oro und einem Programm aus Konzerten und Lesungen. Hier tagte der G7-Gipfel. Für alle, die Berge mit Kultur verbinden wollen.

ab CHF 550 / Nacht Ansehen →

Eibsee Hotel

Eibsee, Grainau

Das einzige Hotel direkt am Eibsee, mit Steg, Badebereich, Spa und Zimmern mit Blick auf den See und die Zugspitze darüber, die Seilbahn startet nebenan. Abends, wenn die Tagesgäste weg sind, gehört dir der See. Für Paare, die das Postkartenmotiv vor dem Fenster wollen.

ab CHF 280 / Nacht Ansehen →

Werdenfelserei

Partenkirchen, Garmisch-Partenkirchen

Boutique-Hotel in Partenkirchen mit modernem alpinem Design, Dachspa mit Blick auf Zugspitze und Alpspitze, Bar und Restaurant mit regionaler Küche. Nur Erwachsene, kleines Haus, persönlicher Service. Für Paare, die Design statt Hirschgeweih wollen.

ab CHF 320 / Nacht Ansehen →

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Erlebnisse, die sich lohnen

Zugspitze mit Seilbahn und Zahnradbahn

Berg- und Talfahrt für rund CHF 75, beide Bahnen inbegriffen, Gipfel auf 2'962 Metern mit Gletscherplatt und Blick in vier Länder. Erste Bahn um 8.15 Uhr, 4 bis 5 Stunden einplanen, nur bei klarer Sicht, Jacke auch im Sommer.

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Partnachklamm

Rund CHF 7 für 700 Meter Schlucht mit Tunneln, Galerien und Wasserfällen, ganzjährig offen, im Winter mit Eisvorhängen. Vom Olympia-Skistadion 25 Minuten zu Fuss, vor 9 Uhr fast allein, als Rundweg über das Graseck zwei bis drei Stunden.

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Eibsee-Rundweg mit Ruderboot

Zwei Stunden flacher Weg um den türkisen See mit acht Inseln am Fuss der Zugspitze, gratis, Parkplatz CHF 8, Zahnradbahn ab Garmisch 40 Minuten. Ruderboot oder SUP CHF 15 bis 20 pro Stunde. Früh kommen, am Wochenende ab 10 Uhr voll.

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Wankbahn und Wankhaus

Rund CHF 30 hin und zurück auf den 1'780 Meter hohen Aussichtsberg über Partenkirchen mit dem besten Blick auf Zugspitze und Wettersteinwand, Liegestühle am Wankhaus, kaum Gruppen. Abstieg zu Fuss in drei Stunden.

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Alpspitzbahn und AlpspiX

Seilbahn auf den Osterfelderkopf für rund CHF 35, oben die AlpspiX-Plattform, zwei Stahlarme über 1'000 Metern Abgrund mit Glasboden. Bei Sicht grossartig, bei Wolken sinnlos. Im Winter Teil des Skigebiets Garmisch-Classic.

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Skipass Garmisch-Classic und Zugspitze

Tagespass für beide Gebiete rund CHF 65, Kinder CHF 35, 60 Pistenkilometer inklusive der Kandahar-Abfahrt und des Gletscherplatts. Online im Voraus etwas günstiger, Skiverleih im Ort CHF 30 bis 40 pro Tag.

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Schloss Linderhof und Kloster Ettal

Ludwigs kleinstes und einziges vollendetes Schloss mit Venusgrotte und Park, Eintritt CHF 10, Führung ohne Reservierung, 30 Minuten von Garmisch. Auf dem Weg das Kloster Ettal mit Brauerei und Likörbrennerei. Halber Tag, geführt ab Garmisch ab CHF 60.

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Tagesausflug Schloss Neuschwanstein

Eine Stunde mit dem Auto, zwei mit dem Bus, Ticket online rund CHF 21 mit fester Einlasszeit, Führung 30 Minuten, Marienbrücke für das Foto. Geführte Tagestouren ab Garmisch mit Ticket ab CHF 90 nehmen dir die Organisation ab.

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Mittenwald mit Karwendelbahn

20 Minuten mit dem Zug, Geigenbaudorf mit bemaltem Hauptplatz, Geigenbaumuseum CHF 6 und Karwendelbahn auf 2'244 Meter für rund CHF 40 mit dem Fernrohr-Bau über dem Abgrund. Mit der GaPa Card ist der Bus gratis.

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Essen & Trinken

Garmisch isst oberbayerisch und auf der Hütte: Schweinsbraten, Kässpatzen, Kaiserschmarrn und Brotzeitbrettl, mit Weissbier, das hier fast zum Frühstück gehört. Die Preise auf den Almen sind für Schweizer eine angenehme Überraschung, und Fisch aus den Seen und Bächen der Region gibt es in den besseren Häusern.

Schweinsbraten mit Knödel

Gasthof Fraundorfer an der Ludwigstrasse, Bräustüberl Garmisch an der Fürstenstrasse

Krustenbraten in Dunkelbiersauce mit Semmelknödel und Krautsalat, in Garmisch meist mit sehr viel Sauce. Im Wirtshaus CHF 16 bis 20, auf der Hütte ähnlich.

Tipp:Im Bräustüberl Garmisch wird noch nach altem Rezept gebraut, dort ist die Halbe CHF 4.50.

Kässpatzen

Hütten am Wank, an der Partnach und am Kreuzeck, etwa die Partnachalm

Spätzle, in Schichten mit Bergkäse und Emmentaler gebacken, mit Röstzwiebeln, aus dem benachbarten Allgäu und auf jeder Hütte. Eine Portion CHF 12 bis 15 füllt für den Tag.

Tipp:Mit einem kleinen Salat bestellen, sonst ist es eine Käsemauer.

Kaiserschmarrn

Berggasthof Eckbauer oben an der Partnachklamm-Runde, Sonnalpin auf dem Zugspitzplatt

Zerrissener Pfannkuchen mit Rosinen, Puderzucker und Zwetschgenröster oder Apfelmus, als Hauptgericht gedacht. CHF 11 bis 14 auf der Hütte.

Tipp:Auf der Hütte eine Portion zu zweit bestellen, die Pfannen sind gross.

Brotzeitbrettl

Almen auf dem Weg zur Partnachklamm, Biergärten in Partenkirchen

Holzbrett mit Speck, Pressack, Bergkäse, Obatzda, Radieschen und Bauernbrot, die bayerische Nachmittagsmahlzeit. CHF 12 bis 16 für zwei.

Tipp:Brotzeit gibt es durchgehend, auch wenn die Küche zwischen 14 und 17 Uhr geschlossen ist.

Renke und Saibling aus den Bergseen

Restaurants der besseren Hotels in Partenkirchen und das Eibsee-Hotel am See

Renke ist der Felchen der oberbayerischen Seen, Saibling kommt aus den kalten Bächen, beide gebraten mit Butterkartoffeln. CHF 22 bis 28 im Restaurant.

Tipp:Nach der Herkunft fragen, nicht jeder Fisch auf der Karte ist aus der Region.

Weissbier und Ettaler Klosterbier

Klosterbräustüberl Ettal, Bräustüberl Garmisch, jeder Biergarten im Ort

Hefeweizen aus dem halben Liter Glas, in Garmisch zu jeder Tageszeit, CHF 4.50 bis 5. Das Kloster Ettal braut dunkles Klosterbier und destilliert den Ettaler Klosterlikör aus Alpenkräutern, Flasche ab CHF 15.

Tipp:Russ ist Weissbier mit Zitronenlimonade, das Radler der Weissbiertrinker, auf der Hütte am Mittag die vernünftige Wahl.

Auszogne und Apfelstrudel

Cafés in der Fussgängerzone Garmisch und an der Ludwigstrasse Partenkirchen

Auszogne sind in Schmalz gebackene Hefeteigkrapfen mit dünnem Boden und dickem Rand, Apfelstrudel kommt mit Vanillesauce. CHF 4 bis 7 im Café, auf der Hütte mit Sahne.

Tipp:Auszogne gibt es traditionell am Sonntag und an Kirchweih, frisch sind sie am besten.

Food-Tour buchen: Garmisch-Partenkirchen und Zugspitze

Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.

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Geschichte & Hintergrund

Garmisch und Partenkirchen waren tausend Jahre lang zwei Dörfer, die sich nicht mochten, und sind es im Herzen bis heute. Partenkirchen ist das ältere, eine römische Strassenstation namens Partanum an der Via Raetia von Augsburg nach Verona, über die später Fugger-Kaufleute und Dürer nach Venedig zogen; die Ludwigstrasse mit ihren Lüftlmalereien folgt noch der alten Route. Garmisch taucht 802 als bajuwarische Siedlung auf. Beide gehörten vom 13. Jahrhundert bis 1802 zur Grafschaft Werdenfels, einem Gebiet des Fürstbischofs von Freising, dessen Burgruine über Farchant steht; aus dieser Zeit stammen die Hexenprozesse, denen um 1590 über 50 Frauen zum Opfer fielen. Der Tourismus begann mit der Eisenbahn 1889 und dem Gipfel: Die Zugspitze, mit 2'962 Metern höchster Punkt Deutschlands, wurde 1820 vom Vermessungsleutnant Josef Naus erstbestiegen, 1930 fuhr die Bayerische Zugspitzbahn als Zahnradbahn durch einen 4,5 Kilometer langen Tunnel ans Platt, 1963 folgte die erste Seilbahn vom Eibsee, 2017 die neue mit der höchsten Stahlstütze der Welt. 1935 zwang Hitler die beiden Dörfer per Dekret zur Fusion, weil er für die Olympischen Winterspiele 1936 einen Austragungsort brauchte, der international klang; die Skisprungschanze, das Eisstadion und das Skistadion stammen aus dieser Zeit, und die Einheimischen sagen bis heute «Garmisch» oder «Partenkirchen», nie beides. Richard Strauss lebte von 1908 bis zu seinem Tod 1949 in seiner Villa in Garmisch und komponierte hier die Alpensinfonie, Michael Ende wurde hier geboren. Nach dem Krieg waren die Amerikaner da, mit einem Erholungszentrum für ihre Soldaten, das bis heute besteht. Heute hat die Marktgemeinde 27'000 Einwohner, ist Austragungsort des Neujahrsspringens der Vierschanzentournee und des Kandahar-Weltcuprennens, und sie war 2015 Schauplatz des G7-Gipfels auf Schloss Elmau.

Insider-Tipps

Anreise: über Innsbruck oder München, Vignette am Fernpass, Auto nützlich

Zwei Bahnwege führen ab Zürich nach Garmisch, beide um die 5 Stunden. Der erste: Railjet nach Innsbruck (3 Stunden 30), dort in die Regionalbahn über Seefeld und Mittenwald, die in 1 Stunde 20 über die Mittenwaldbahn mit Blick ins Karwendel nach Garmisch hinunterfährt, eine der schönsten Strecken der Alpen. Der zweite: EC nach München (3 Stunden 30), dann Regionalbahn durchs Werdenfelser Land, 1 Stunde 20. Sparbillette ab CHF 35, Vollpreis mit Halbtax rund CHF 65 pro Weg. Mit dem Auto sind es ab Zürich 260 Kilometer, 3 Stunden 30 über Bregenz, den Arlberg-Zubringer, Reutte und den Fernpass; das letzte Stück durch Tirol braucht die österreichische Vignette (10 Tage CHF 12), und der Fernpass staut an Winterwochenenden und zu Ferienbeginn. Ohne Vignette fährst du über Memmingen, Kempten und Füssen, 4 Stunden. In Garmisch selbst ist das Auto nützlich für Eibsee, Partnachklamm-Parkplatz, Ettal und Linderhof, aber nicht zwingend: Die Ortsbusse sind mit der GaPa Card, die du bei jeder Übernachtung bekommst, gratis, die Zugspitzbahn startet am Bahnhof, und der Eibsee ist mit der Zahnradbahn in 40 Minuten erreichbar. Am Eibsee-Parkplatz zahlst du CHF 8 pro Tag und findest an Sommerwochenenden ab 10 Uhr keinen Platz mehr.

Zugspitze: Zahnradbahn oder Seilbahn, Wetterfenster und was es kostet

Ein Zugspitz-Ticket für Berg- und Talfahrt kostet im Sommer rund CHF 75, im Winter als Skipass etwas weniger, und es gilt für beide Wege, deshalb nimmst du hin den einen und zurück den anderen. Die Zahnradbahn fährt ab Garmisch in 75 Minuten über Grainau und den Eibsee durch den Tunnel zum Zugspitzplatt auf 2'600 Metern, wo das Gletscherskigebiet und der Sonnalpin-Gasthof liegen, dann weiter mit der Gletscherbahn zum Gipfel. Die Seilbahn Zugspitze ab Eibsee braucht 10 Minuten und 1'945 Höhenmeter an einer einzigen Stütze, eine Ingenieurleistung und bei Höhenangst eine Prüfung. Oben stehst du auf 2'962 Metern mit Blick auf 400 Gipfel in vier Ländern und kannst zu Fuss über die Grenze auf die Tiroler Seite. Die ehrliche Regel: Der Gipfel lohnt sich nur bei klarem Himmel, in Wolken siehst du Nebel für CHF 75. Prüfe am Morgen die Webcam und geh beim ersten klaren Tag, nicht am letzten, mit der ersten Bahn um 8.15 Uhr, weil es im Sommer gegen Mittag oft zuzieht und ab 10 Uhr die Gruppen aus München kommen. Rechne mit 4 bis 5 Stunden inklusive Platt, wo es auch im August nur 5 bis 10 Grad hat. Mit der GaPa Card gibt es keinen Rabatt auf die Zugspitze, wohl aber Kombi-Tickets mit den Garmisch-Classic-Bahnen, die sich bei zwei Bergtagen rechnen.

Unterkunft: Garmisch oder Partenkirchen, Gästekarte, Ski-Weihnachten

Die beiden Ortsteile sind durch die Bahnlinie getrennt und zu Fuss in 20 Minuten verbunden. Partenkirchen ist das hübschere Dorf mit der Ludwigstrasse, den bemalten Häusern und den alten Gasthöfen, Garmisch ist grösser, hat die Fussgängerzone, den Kurpark und die Zugspitzbahn. Für Bergbahnen und Zug wohnst du besser in Garmisch, für Abende in Wirtshäusern in Partenkirchen, und beides ist mit dem Ortsbus zehn Minuten auseinander. Ein Mittelklasse-Doppelzimmer kostet CHF 130 bis 180, ein Gasthof mit Frühstück CHF 100 bis 130, dazu kommt die Kurtaxe von rund CHF 3 pro Person und Nacht, für die du die GaPa Card bekommst: gratis Ortsbusse und Regionalbusse bis Mittenwald und Oberammergau, ermässigte Eintritte in Bäder und Museen, im Sommer geführte Wanderungen. Grainau am Fuss der Zugspitze mit eigener Zahnradbahn-Station ist ruhiger und günstiger, Mittenwald 20 Minuten weiter ist das schönere Dorf. Teuer und voll ist es zu Silvester und Neujahr (Neujahrsspringen), in den bayerischen Weihnachts- und Faschingsferien, an den Kandahar-Rennwochenenden Ende Januar und im August. Dann buchst du zwei bis drei Monate voraus. Nebensaison heisst hier April bis Mitte Mai und November, wenn Bergbahnen in Revision sind; dann sind Zimmer 30 Prozent günstiger, aber ein Teil der Hotels geschlossen. Ferienwohnungen sind für Familien oft günstiger als zwei Zimmer, viele vermieten aber erst ab drei Nächten.

Partnachklamm, Eibsee und Wank: das Programm für jeden Wetterbericht

Die Partnachklamm ist das beste Stück Natur im Ort und kostet rund CHF 7: 700 Meter lange Schlucht mit 80 Meter hohen Wänden, durch die du auf einem in den Fels gesprengten Weg mit Tunneln und Galerien gehst, Wasser von oben und von der Seite, im Winter mit Eisvorhängen. Vom Olympia-Skistadion sind es 25 Minuten zu Fuss zum Eingang. Der Trick gegen die Menschen: vor 9 Uhr oder nach 16 Uhr gehen und oben nicht umdrehen, sondern über die Partnachalm oder die Eiserne Brücke und das Graseck zurück, eine Runde von zwei bis drei Stunden mit Einkehr. Der Eibsee am Fuss der Zugspitze ist das türkise Postkartenmotiv und am Wochenende überlaufen; die Umrundung dauert zwei Stunden auf einem fast flachen Weg mit acht kleinen Inseln, am schönsten früh morgens im Uhrzeigersinn, dann hast du die Sonne im Rücken. Ruderboote und SUP kosten CHF 15 bis 20 pro Stunde, der See ist auch im Juli kalt. Der Wank auf 1'780 Metern ist der unterschätzte Berg: Die Wankbahn (rund CHF 30 hin und zurück) fährt ab Partenkirchen in 20 Minuten auf einen Grasgipfel mit Blick auf das ganze Wettersteinmassiv und die Zugspitze von vorne, Liegestühle am Wankhaus, kaum jemand da. Bei Regen bleibt die Partnachklamm machbar, der AlpspiX am Osterfelderkopf (Alpspitzbahn rund CHF 35) lohnt nur bei Sicht.

Skifahren in Garmisch: ehrlich eingeordnet für Schweizer Massstäbe

Garmisch hat zwei Skigebiete, die nicht verbunden sind. Garmisch-Classic mit Hausberg, Kreuzeck und Alpspitze bietet 40 Pistenkilometer zwischen 700 und 2'050 Metern, darunter die Kandahar-Abfahrt, auf der die Weltcuprennen gefahren werden und die mit 92 Prozent Gefälle an der steilsten Stelle zu den härtesten Pisten der Alpen zählt. Die Zugspitze hat 20 Kilometer auf dem Gletscherplatt zwischen 2'000 und 2'720 Metern, schneesicher von November bis Mai, sanfte, breite Hänge, aber ohne Talabfahrt. Der Tagesskipass für beide Gebiete kostet rund CHF 65, Kinder bis 15 Jahre zahlen rund CHF 35. Zum Vergleich: In Zermatt bezahlst du CHF 100, in Laax CHF 90, in Engelberg CHF 80. Dafür bekommst du in Garmisch weniger: Garmisch-Classic ist in warmen Wintern unten oft grün, die Anlagen sind teils älter, und an Wochenenden ist der Andrang aus München gross. Ehrlich gesagt ist Garmisch ein gutes Skigebiet für zwei bis drei Tage und für Familien, kein Ersatz für eine Woche im Engadin oder in Ischgl. Wer eine Woche will, kombiniert mit der Tiroler Seite in Ehrwald und Lermoos (Top Snow Card, die alle Gebiete rund um die Zugspitze verbindet) oder fährt an Schlechtwettertagen zum Langlaufen: Das Loipennetz zwischen Garmisch, Kaltenbrunn und Mittenwald ist exzellent und gratis. Skiverleih kostet CHF 30 bis 40 pro Tag, Skikurse sind deutlich günstiger als in der Schweiz.

Neuschwanstein, Linderhof, Ettal und Mittenwald: Ausflüge ehrlich bewertet

Neuschwanstein liegt 60 Kilometer westlich bei Füssen, mit dem Auto eine Stunde über Ettal und Oberammergau, mit dem Bus 9606 ab Garmisch zwei Stunden, mit der GaPa Card in der Regel gratis. Die ehrliche Bilanz: 1,4 Millionen Besucher pro Jahr, Tickets nur online und in der Hochsaison Wochen voraus (rund CHF 21), feste Einlasszeit, Führung von 30 Minuten durch 15 fertige Räume, davor und danach Schlangen am Aufstieg und an der Marienbrücke, die an manchen Tagen wegen Überfüllung gesperrt wird. Das Schloss ist von aussen grossartig, von innen interessant, aber kein Erlebnis, das den Stress rechtfertigt. Wenn du hinfährst, dann mit dem ersten Ticket um 9 Uhr und zusammen mit Schloss Hohenschwangau nebenan, das persönlicher ist. Die bessere Alternative: Schloss Linderhof, 30 Minuten von Garmisch, Ludwigs einziges vollendetes Schloss, klein, verspielt, mit Venusgrotte und einem Park, in dem du Platz hast, Eintritt CHF 10, Führung ohne Reservierung. Auf dem Weg liegen das Kloster Ettal mit barocker Basilika, Brauerei und Likörbrennerei und Oberammergau mit den bemalten Häusern und dem Passionstheater, dessen nächste Spiele 2030 stattfinden. Mittenwald in der anderen Richtung erreichst du in 20 Minuten mit Zug oder Bus: Geigenbaudorf mit dem schönsten Hauptplatz Oberbayerns, Geigenbaumuseum (CHF 6) und der Karwendelbahn auf 2'244 Meter (rund CHF 40) mit dem Fernrohr-Gebäude über dem Abgrund.

Häufige Fragen zu Garmisch-Partenkirchen und Zugspitze

Wie komme ich von der Schweiz nach Garmisch-Partenkirchen, und was kostet es?

Mit der Bahn ab Zürich in rund 5 Stunden, entweder über Innsbruck und die Mittenwaldbahn (landschaftlich schöner) oder über München, Sparbillett ab CHF 35, Vollpreis mit Halbtax rund CHF 65 pro Weg. Mit dem Auto sind es 260 Kilometer und 3 Stunden 30 über Bregenz und den Fernpass, dafür brauchst du die österreichische Vignette für CHF 12; über Füssen ohne Vignette 4 Stunden. Vor Ort ist das Auto nützlich für Eibsee, Linderhof und Neuschwanstein, mit der GaPa Card sind aber alle Busse der Region gratis, und die Zugspitzbahn startet am Bahnhof.

Wie viele Tage sollte man für Garmisch und die Zugspitze einplanen?

Drei Nächte sind richtig: einen Tag für die Zugspitze mit Eibsee, einen für Partnachklamm und Wank, einen für Linderhof und Ettal oder Mittenwald. Weil der Gipfel vom Wetter abhängt, brauchst du den Spielraum, um den Zugspitz-Tag zu verschieben. Für ein verlängertes Wochenende ab Zürich reichen zwei Nächte mit Zugspitze und Klamm. Wer Ski fährt, bleibt vier bis fünf Tage, länger lohnt das Gebiet für geübte Fahrer nicht. Wanderer können hier zwei Wochen füllen, vom Kramerplateauweg bis zur Hüttentour über die Reintalangerhütte auf die Zugspitze.

Wann ist die beste Reisezeit für die Zugspitze?

Für den Gipfelblick September und Oktober: stabile Hochdrucklagen, klare Fernsicht, wenig Gewitter, weniger Leute als im Sommer. Juni bis August ist am wärmsten, aber nachmittags zieht es oft zu, und die Münchner Tagesgäste kommen ab 10 Uhr. Der Winter ist schneesicher und auf dem Platt wunderschön, bei Sturm steht die Seilbahn aber still. Partnachklamm und Eibsee lohnen sich zu jeder Jahreszeit, die Klamm im Januar mit Eis besonders. Meide die Weihnachts- und Faschingsferien, wenn du Ruhe willst, und den November, wenn Bahnen revidiert werden.

Zahnradbahn oder Seilbahn auf die Zugspitze?

Beides, das Ticket für rund CHF 75 gilt für beide Wege. Hinauf mit der Seilbahn ab Eibsee (10 Minuten, spektakulär, am Morgen leer), oben Gipfel, dann mit der Gletscherbahn zum Platt und von dort mit der Zahnradbahn 75 Minuten gemütlich hinunter. Wer Höhenangst hat, nimmt beide Richtungen die Zahnradbahn, sie fährt die grösste Höhendifferenz im Tunnel. Mit Kindern und älteren Menschen ist die Zahnradbahn hinauf besser, weil der Höhengewinn langsamer kommt. Die erste Bahn um 8.15 Uhr ist der beste Rat auf dieser Seite.

Was kostet Garmisch im Vergleich zu einem Schweizer Bergort?

Rund 30 Prozent weniger, bei Bergbahnen oft mehr. Zugspitze CHF 75 gegen Gornergrat CHF 130, Skipass CHF 65 gegen CHF 90 bis 100, Mittelklasse-Doppelzimmer CHF 130 bis 180 gegen CHF 180 bis 250 in Zermatt, Schweinsbraten auf der Hütte CHF 16 gegen CHF 28 für Rösti. Die Kurtaxe von CHF 3 pro Nacht kommt dazu, die GaPa Card gleicht sie mit gratis Bussen aus. Mit CHF 120 bis 150 pro Tag und Person inklusive Hotel und einer Bergbahn bist du gut unterwegs, im Winter mit Skipass CHF 180.

Lohnt sich der Ausflug von Garmisch nach Neuschwanstein?

Nur mit Vorbereitung und ehrlichen Erwartungen. Du brauchst ein Online-Ticket für rund CHF 21 mit fester Zeit, in der Hochsaison Wochen voraus, dann eine Stunde Autofahrt oder zwei Stunden Bus, 40 Minuten Aufstieg oder Shuttle, 30 Minuten Führung durch 15 Räume und Schlangen an der Marienbrücke. Von aussen und von der Brücke ist das Schloss grossartig, der Rest ist Massenabfertigung. Wer es sieht und zurückkommt, sagt meist: schön, einmal, nie wieder. Linderhof in 30 Minuten ist das persönlichere Ludwig-Schloss ohne Reservierung, und Ettal und Oberammergau liegen auf dem Weg.

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