Lech Zürs

Österreich · Arlberg, Ötztal & Vorarlberg · Reiseguide

Lech Zürs

Was der teuerste Skiort Österreichs wirklich kostet, warum er sein Geld trotzdem oft wert ist, und wie du mit Warth, Schröcken und dem Sommer am Lech deutlich günstiger davonkommst.

Foto: Tobi &Chris / Pexels

Was kostet deine Reise nach Lech Zürs?

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2'680 CHF
≈ 1'340 CHF pro Person
  • Anreise 180 CHF
  • Unterkunft 1'600 CHF
  • Essen 700 CHF
  • Transport vor Ort 50 CHF
  • Skipass Ski Arlberg (Tageskarte) 150 CHF

Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Anreise heisst hier Bahn oder Auto ab der Schweiz, hin und zurück pro Person. Hotels schwanken saisonal stark, aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.

Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Euro (EUR). Karten gehen fast überall, Hütten und Würstelstände wollen oft Bargeld. Trinkgeld ist Pflicht im Gefühl der Österreicher: 5 bis 10 Prozent, beim Bezahlen «stimmt so» sagen. Die Kurtaxe von CHF 2 bis 4 pro Nacht kommt in Skiorten zum Hotelpreis dazu. Anreise: Anreise mit Bahn (ÖBB Railjet), Auto oder Flug nach Wien, 2 bis 8 Stunden.

Hotel-Empfehlungen

Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.

Budget

Wellnesshotel Warther Hof

Dorfzentrum, Warth am Arlberg

Vier-Sterne-Superior-Haus in Warth mit Halbpension, Pool und Sauna, zu Preisen, für die du in Lech eine Pension bekommst. Skibus und Talstation in wenigen Minuten, Auenfeldjet nach Lech. Für Skifahrer, die das Lecher Gebiet ohne Lecher Preise wollen.

ab CHF 230 / Nacht Ansehen →

Hotel Mohnenfluh

Oberlech, Lech am Arlberg

Familiengeführtes Dreisternhaus in Oberlech mit Halbpension, Spa und Aussenpool, Ski-in und Ski-out direkt an der Piste, hinunter nach Lech mit der Bergbahn. Ruhig, herzlich und für Oberlech vergleichsweise günstig. Für Familien und Paare, die oben am Berg schlafen wollen.

ab CHF 250 / Nacht Ansehen →

Hotel Jägeralpe

Hochkrumbach, Warth am Arlberg

Familienhotel mit Halbpension und Kinderbetreuung direkt an der Piste in Hochkrumbach zwischen Warth und dem Hochtannbergpass. Grosse Zimmer, Hallenbad, Ski-in/Ski-out. Für Familien, die Lech an einzelnen Tagen per Lift besuchen.

ab CHF 220 / Nacht Ansehen →

Mittelklasse

Hotel Gotthard

Dorfzentrum, Lech am Arlberg

Vier-Sterne-Superior-Haus mitten in Lech, fünf Minuten zur Rüfikopfbahn und zur Schlegelkopfbahn, mit Spa, Pool und Halbpension. Zimmer mit Bergblick, familiengeführt seit Generationen. Für alle, die Lech zum Mittelklasse-Preis von Lech wollen.

ab CHF 420 / Nacht Ansehen →

Hotel Tannbergerhof

Dorfzentrum, Lech am Arlberg

Traditionshaus an der Dorfstrasse mit der bekannten Eisbar davor, Spa, Pool und Halbpension. Schlegelkopfbahn in zwei Minuten, das Dorf vor der Tür. Für Gäste, die am Nachmittag Lecher Après-Ski in der zivilisierten Form wollen.

ab CHF 450 / Nacht Ansehen →

Hotel Montana Oberlech

Oberlech, Lech am Arlberg

Vier-Sterne-Superior-Haus im autofreien Oberlech, Ski-in/Ski-out, mit Sonnenterrasse, Spa und bekannter Küche. Mit der Bergbahn von Lech erreichbar, Gepäck kommt durch den Tunnel. Für Skifahrer, die morgens direkt auf die Piste wollen.

ab CHF 480 / Nacht Ansehen →

Luxus

Hotel Arlberg Lech

Dorfzentrum, Lech am Arlberg

Fünfsternhaus der Familie Schneider im Zentrum von Lech, mit Spa, Aussenpool, mehreren Restaurants und einem Service, der seit Jahrzehnten Stammgäste hält. Zur Rüfikopfbahn drei Minuten. Für klassischen alpinen Luxus ohne Design-Effekte.

ab CHF 900 / Nacht Ansehen →

Almhof Schneider

Tannberg, Lech am Arlberg

Fünfsternhaus mit zurückhaltender Architektur am Tannberg, Ski-in/Ski-out an der Schlegelkopfbahn, Spa mit Pool und einer der besten Küchen am Arlberg. Diskret und sehr teuer. Für Gäste, denen Ruhe und Perfektion wichtiger sind als Sehen und Gesehenwerden.

ab CHF 1'100 / Nacht Ansehen →

Thurnhers Alpenhof

Dorfzentrum, Zürs am Arlberg

Fünf-Sterne-Superior-Haus in Zürs direkt an der Piste, mit Spa, Gourmetrestaurant und einem Weinkeller, der zu den besten Österreichs zählt. Höher und ruhiger als Lech. Für Skifahrer, die Schneesicherheit und Haute Cuisine am selben Ort wollen.

ab CHF 1'000 / Nacht Ansehen →

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Erlebnisse, die sich lohnen

Der Weisse Ring

Skirunde über 22 Pistenkilometer und 5'500 Höhenmeter durch Lech, Zürs, Zug und Oberlech, im Skipass enthalten. Vier bis fünf Stunden mit Pausen, für geübte Skifahrer. Früh starten, die Madlochbahn schliesst bei Wind.

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Rüfikopfbahn

Pendelbahn von Lech auf 2'350 Meter mit Blick auf das Dorf, die Rote Wand und bis zum Bodensee. Berg- und Talfahrt rund CHF 35, mit Skipass oder Lech Card inklusive. Im Sommer Geologiepfad und Panoramarestaurant, zwei Stunden.

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Skiwoche Ski Arlberg ab Lech

Breite, sonnige Pisten in Lech, Zürs und Warth, 305 Pistenkilometer mit St. Anton, Tageskarte rund CHF 75, Sechstagepass CHF 390 bis 420. Skikurs in der Gruppe ab CHF 75 pro Tag, Privatlehrer ab CHF 320. Online vorbuchen, in den Ferien gilt eine Tageskarten-Grenze.

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Skyspace Lech von James Turrell

Begehbarer Lichtraum am Tannegg oberhalb von Oberlech, bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang mit Lichtprogramm. Zugang gratis, 30 Minuten zu Fuss ab Oberlech, geführte Lichtshow rund CHF 20 mit Anmeldung. Eine Stunde, bei Dämmerung am stärksten.

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Formarinsee und Rote Wand

Bergsee auf 1'790 Metern unter der Roten Wand, im Sommer mit dem Wanderbus ab Lech in 30 Minuten, mit Lech Card gratis. Seerundgang eine Stunde, zur Freiburger Hütte 45 Minuten, zurück nach Lech auf dem Lechweg vier Stunden.

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Lechweg erste Etappe

Vom Formarinsee entlang des jungen Lech nach Lech, 14 Kilometer, meist bergab, vier Stunden, die erste von 15 Etappen bis Füssen. Gratis mit Wanderbus hinauf. Mehrtagesarrangements mit Gepäcktransport ab CHF 500 für drei Tage.

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Der Grüne Ring

Dreitägige Rundwanderung um Lech mit Kunstinstallationen, Hütten und Übernachtungen in Zürs und Zug, Etappen von vier bis sechs Stunden, auch einzeln mit Bergbahnen machbar. Bergbahnen mit Lech Card gratis, Hüttenübernachtung ab CHF 60.

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Pferdeschlittenfahrt nach Zug

Mit dem Pferdeschlitten von Lech durch das verschneite Tal nach Zug, dort Abendessen im Gasthof, zurück mit Schlitten oder Ortsbus. Schlitten für zwei bis vier Personen rund CHF 60 bis 80 je Richtung, Abendessen extra. Zwei bis drei Stunden.

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Tagesausflug Bregenzerwald

Über den Hochtannbergpass nach Schoppernau, Bezau und Schwarzenberg mit Holzarchitektur, Käsekeller Lingenau und dem Angelika-Kauffmann-Museum. Mit dem Bus 40 und Landbus etwa eine Stunde je Richtung, Käsekeller-Führung rund CHF 10. Ein ganzer Tag, im Sommer einfacher.

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Essen & Trinken

Lech ist Vorarlberg, und das schmeckst du: Kässpätzle heissen hier Käsknöpfle, der Bergkäse kommt vom Tannberg und aus dem Bregenzerwald, und die Walser haben ihre Riebel und Schmarren mitgebracht. Dazu hat der Ort mehr Hauben pro Einwohner als jede andere Gemeinde Österreichs, mit entsprechenden Preisen. Die ehrlichen Teller findest du in Zug, auf den bewirteten Alpen im Sommer und in Warth.

Käsknöpfle

Hus Nr. 8 in Lech, Gasthöfe in Zug

Vorarlberger Kässpätzle aus Mehl, Eiern und einer Mischung aus Bergkäse, Rässkäse und Sura Kees, mit Röstzwiebeln und Kartoffelsalat. CHF 16 bis 22, schwer und gut.

Tipp:Das Hus Nr. 8 ist ein 400 Jahre altes Walserhaus, reservieren ist nötig.

Kaiserschmarrn auf der Alpe

Kriegeralpe oberhalb von Oberlech, Rud-Alpe am Dorfrand von Lech

Karamellisierter Schmarrn mit Zwetschgenröster, auf den Sonnenterrassen von Oberlech gross und teuer: CHF 15 bis 20 pro Pfanne.

Tipp:Auf der Kriegeralpe wird er in der Pfanne am Tisch serviert, eine Pfanne reicht für drei.

Tannberger Bergkäse

Dorfladen in Lech, Käsekeller der Alpen im Sommer, Sennerei Schröcken

Heumilchkäse von den Alpen rund um Lech, Warth und Schröcken, mindestens sechs Monate gereift, kräftig und nussig. Als Platte CHF 15 bis 20, im Laden CHF 30 bis 38 das Kilo.

Tipp:Im Sommer wird auf einigen Alpen noch über dem Feuer gekäst, Führung über die Lech Card.

Riebel

Gasthöfe in Warth und Schröcken, einzelne Hotels in Lech zum Frühstück

Vorarlberger Maisgriess, in Butter geröstet und krümelig gebraten, mit Apfelmus oder Milchkaffee. Das alte Arme-Leute-Essen, heute CHF 10 bis 14 als Süssspeise oder Frühstück.

Tipp:Fast nur im Bregenzerwald und Vorarlberg zu haben, in Lech danach fragen.

Haubenküche am Arlberg

Griggeler Stuba im Burg Vital Resort, Oberlech

Lech hat Gourmetrestaurants in fast jedem Fünfsternhaus, mit Menüs ab CHF 150 bis 250 pro Person ohne Wein. Die Griggeler Stuba und das Restaurant im Almhof Schneider gehören zu den besten Österreichs.

Tipp:Mittags auf den Sonnenterrassen derselben Häuser gibt es einfachere Karten zu halben Preisen.

Wild aus dem Lechtal

Gasthöfe in Zug, Hotelrestaurants in Lech im Herbst

Hirsch, Gams und Reh aus den Revieren rund um Lech, als Ragout, Rücken oder Wildbratwurst. Ragout CHF 24 bis 30, Rücken CHF 38 bis 48.

Tipp:Wildwochen im Oktober, wenn das Dorf sonst leer ist, mit tiefen Hotelpreisen.

Sura Kees

Bewirtete Alpen rund um Lech und Warth im Sommer

Vorarlberger Sauermilchkäse aus dem Montafon, fettarm, säuerlich, mit Zwiebeln, Essig und Öl mariniert oder in den Käsknöpfle. Als Jause CHF 9 bis 13.

Tipp:Mit Most oder Bier, nicht mit Wein, und für Käseneulinge nur in kleiner Portion.

Food-Tour buchen: Lech Zürs

Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.

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Geschichte & Hintergrund

Lech wurde um 1300 von Walsern besiedelt, die aus dem Wallis über die Pässe kamen und auf 1'450 Metern am Oberlauf des Lech Höfe bauten, wo vorher niemand überwintern wollte. Sie bekamen vom Grafen von Montfort Freiheitsrechte gegen die Pflicht, den Flexenpass und den Tannberg offen zu halten. Über Jahrhunderte war Lech ein armes Bergbauerndorf, das im Winter von der Welt abgeschnitten war; Zürs auf 1'700 Metern bestand aus wenigen Höfen, die nur im Sommer bewohnt waren. Das änderte sich mit dem Skisport: 1906 fand in Zürs der erste Skikurs Vorarlbergs statt, 1937 ging dort der erste Schlepplift Österreichs in Betrieb. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Lech zum Treffpunkt von Industriellen, Adel und Politikern, die niederländische Königsfamilie fährt seit Jahrzehnten jedes Jahr her, und die Gemeinde beschloss früh, keine Bettenburgen zuzulassen: Die Bettenzahl ist bis heute gedeckelt, und ab einer bestimmten Zahl an Skifahrern werden keine Tageskarten mehr verkauft. 1956 entstand in Oberlech das autofreie Hoteldorf mit unterirdischen Gängen, über die das Gepäck transportiert wird. Der Weisse Ring, eine Skirunde über Lech, Zürs, Zug und Oberlech, wurde in den 1940ern erdacht und ist seit 2006 jedes Jahr ein Rennen mit tausend Teilnehmern. 2013 verband der Auenfeldjet Lech mit Warth-Schröcken, 2016 die Flexenbahn Zürs mit St. Anton, seither ist Ski Arlberg das grösste zusammenhängende Skigebiet Österreichs. 2012 kam Lech als erste Gemeinde Österreichs in den Kreis der «Best of the Alps», 2018 eröffnete der Künstler James Turrell seinen Skyspace in Oberlech.

Insider-Tipps

Anreise: Zug nach Langen, Bus über den Flexenpass

Lech hat keinen Bahnhof. Der ÖBB Railjet ab Zürich hält in Langen am Arlberg, Fahrzeit 2 Stunden 20 Minuten, mit Halbtax und Sparbillett CHF 20 bis 40 je Richtung. Ab Langen fährt der Bus 91 in 25 Minuten über Stuben und den Flexenpass nach Zürs und in 35 Minuten nach Lech, Fahrpreis rund CHF 5, im Winter im Halbstundentakt mit Anschluss an den Railjet. Die meisten Hotels holen dich auch in Langen oder St. Anton ab. Mit dem Auto brauchst du ab Zürich 2 Stunden 15 Minuten über Feldkirch, Bludenz und Klösterle, dann die Flexenstrasse hinauf, deren Galerien im Winter beeindruckend und bei Schneefall gelegentlich gesperrt sind; Vignette CHF 12 für 10 Tage, kein Tunnel nötig. Alternativ über Bregenz und den Bregenzerwald nach Warth, im Winter aber nur, wenn der Hochtannbergpass offen ist, was bei Lawinengefahr nicht immer der Fall ist. Im Ort brauchst du kein Auto: Lech, Zürs, Zug, Oberlech und Stubenbach sind mit dem Ortsbus verbunden, der mit Skipass und Gästekarte gratis ist, Oberlech ist autofrei und per Bergbahn erreichbar, und Parkplätze kosten CHF 15 bis 25 pro Tag. Wer in Warth oder Schröcken wohnt, nimmt den Bus 40 oder den Auenfeldjet auf Ski.

Das Skigebiet: Weisser Ring, Rüfikopf, Warth und die Tageskarten-Grenze

Lech Zürs hat mit Warth-Schröcken rund 200 Pistenkilometer und bildet mit St. Anton Ski Arlberg mit 305 Kilometern. Die Pisten von Lech sind das Gegenteil von St. Anton: breit, sonnig, überwiegend blau und rot, abends perfekt gewalzt, weil die Gemeinde die Zahl der Skifahrer begrenzt. Bei 14'000 verkauften Tageskarten ist Schluss, was in den Ferien tatsächlich vorkommt, deshalb Mehrtagespässe oder online vorher kaufen. Der Weisse Ring ist die klassische Runde: 22 Pistenkilometer und 5'500 Höhenmeter mit der Rüfikopfbahn von Lech nach oben, über den Monzabon nach Zürs, mit dem Madlochjoch nach Zug und über Oberlech zurück. Ein Tag mit frühem Start, mit Mittagspause in Zug oder auf der Kriegeralpe. Der Rüfikopf auf 2'350 Metern ist der Aussichtsberg mit Blick auf Lech, im Sommer mit Fussgängerbahn und Geologiepfad. Zürs ist höher, kälter und schneesicherer, mit den steilsten Hängen des Gebiets am Trittkopf und Madloch, dafür abends ein Dorf aus wenigen Hotels ohne Zentrum. Warth-Schröcken, über den Auenfeldjet in zehn Minuten erreichbar, hat die meiste Schneemenge aller Skiorte Europas (im Schnitt über zehn Meter pro Winter), nordseitige Pulverhänge und keine Prominenz. Freerider finden dort und am Madloch ihr Gelände, die Varianten sind weniger verspurt als in St. Anton. Snowboarder beachten: Lech hat einige Ziehwege, die mit dem Brett mühsam sind.

Unterkunft: Lech, Oberlech, Zürs, Zug oder die günstigen Nachbarn

Ehrlich: Lech ist der teuerste Skiort Österreichs. Es gibt praktisch keine Hostels, kaum Dreisternhäuser, und auch die Pensionen verlangen im Winter CHF 180 bis 260 für ein Doppelzimmer mit Frühstück. Ein Viersternhaus mit Halbpension kostet im Januar CHF 400 bis 600 für zwei, Fünfsterne CHF 800 bis 1'500, in Oberlech und Zürs eher mehr. Weihnachten, Neujahr und die Februarferien bringen 30 bis 60 Prozent Aufschlag, und in diesen Wochen gilt überall Samstag bis Samstag mit Mindestaufenthalt von sieben Nächten. Dazu kommt die Ortstaxe von rund CHF 4 pro Person und Nacht. Oberlech, autofrei auf 1'700 Metern über dem Dorf, ist das Ski-in/Ski-out-Hoteldorf mit den besten Sonnenterrassen und Preisen, die 20 Prozent über Lech liegen. Zürs ist höher, kühler und abends still. Zug, drei Kilometer taleinwärts, ist das ruhige Bauerndorf mit guten Gasthöfen und etwas tieferen Preisen. Der echte Spartrick heisst Warth und Schröcken im Bregenzerwald: dieselben Pisten mit demselben Pass, Hotels und Pensionen ab CHF 120 bis 180, dafür weniger Glamour und eine 20-minütige Fahrt mit Lift oder Bus. Stuben auf der St.-Antoner Seite des Flexenpasses ist die zweite günstige Adresse. Buchen: Für Februar und Weihnachten im Frühjahr des Vorjahres, viele Häuser nehmen Stammgäste zuerst. Januar und Ende März sind die einzigen Wochen mit Spielraum.

Kosten-Fallen und Spartricks: Tageskarten, Hütten, Taxi und Sommerkarte

Die Tageskarte Ski Arlberg kostet rund CHF 75, der Sechstagepass CHF 390 bis 420, online 5 Prozent weniger und in der Vorsaison bis Mitte Dezember sowie ab April rund 15 Prozent günstiger. In Lech gibt es keinen reinen Lech-Pass, du zahlst immer das ganze Gebiet, auch wenn du nie nach St. Anton fährst. Die Kostenfalle Nummer eins sind die Hütten: Ein Mittagessen auf der Kriegeralpe, Balmalp oder Rud-Alpe kostet mit Suppe, Hauptgang und Getränk CHF 40 bis 60 pro Person, ein Glas Wein CHF 8 bis 12, und am Wochenende brauchst du eine Reservation. Die Selbstbedienungsrestaurants am Rüfikopf und in Zürs sind spürbar günstiger, und im Dorfladen gibt es Brot und Käse für den Rucksack. Taxi zwischen Lech und Zürs am Abend kostet CHF 30 bis 40, der Ortsbus ist mit Gästekarte gratis, fährt aber nur bis etwa 1 Uhr. Skiverleih kostet CHF 40 bis 55 pro Tag, online vorgebucht weniger. Der zweite grosse Spartrick ist der Sommer: Ab einer Nacht bekommst du die Lech Card, mit der alle Bergbahnen, der Ortsbus, das Schwimmbad, der Skyspace und Führungen gratis sind, und die Hotels kosten dann 40 bis 60 Prozent weniger als im Winter. Drittens: Zimmer ohne Halbpension sind in Lech selten sinnvoll, weil das Abendessen draussen CHF 50 bis 80 pro Person kostet; mit Halbpension liegst du besser.

Timing: Januar und März, die Februar-Falle und der späte Schnee

Die Saison in Lech läuft von Anfang Dezember bis Ende April, Zürs und Warth halten oft bis Anfang Mai durch. Die Lage auf 1'450 bis 2'800 Metern und die Nordstaulage machen Lech zu einem der schneesichersten Orte der Alpen, mit im Schnitt sieben bis acht Metern Neuschnee, in Warth über zehn. Die teuersten Wochen sind Weihnachten bis 6. Januar und Mitte Februar bis Anfang März, wenn die Niederlande, Deutschland und die Schweiz gleichzeitig Ferien haben; dann ist die Tageskarten-Grenze an sonnigen Tagen tatsächlich erreicht. Die besten Wochen sind Mitte bis Ende Januar, kalt und ruhig mit tiefen Preisen, und die zweite Märzhälfte bis Mitte April mit Firn am Morgen und Sonnenterrassen am Nachmittag; Ende März sinken die Hotelpreise um 20 bis 30 Prozent. Anfang Dezember ist der Betrieb oft noch eingeschränkt, ab dem zweiten Dezemberwochenende läuft alles. Der Sommer von Ende Juni bis Mitte September ist Lechs stille Stärke: 350 Kilometer Wanderwege, der Grüne Ring als dreitägige Rundwanderung, der Lechweg flussabwärts, die Lech Card gratis. Juli und August sind angenehm kühl mit 18 bis 24 Grad und nachmittags Gewittern. Mitte April bis Mitte Juni und Oktober bis Ende November schliesst das Dorf praktisch komplett, viele Hotels renovieren dann.

Unterschätzt: Formarinsee, Lechweg, Skyspace, Zug und der Bregenzerwald

Der Formarinsee auf 1'790 Metern unter der Roten Wand ist der schönste Platz der Gegend und im Sommer mit dem Wanderbus ab Lech in 30 Minuten erreichbar (mit Lech Card gratis). Von dort beginnt der Lechweg, der 125 Kilometer dem Fluss folgt bis Füssen im Allgäu; die erste Etappe zurück nach Lech dauert vier Stunden, meist bergab, mit der Freiburger Hütte als Einkehr. Der Grüne Ring ist das Sommer-Pendant zum Weissen Ring: drei Tagesetappen rund um Lech mit Kunstinstallationen und Hüttenübernachtungen, auch einzeln machbar. Der Skyspace Lech von James Turrell in Oberlech ist ein begehbarer Lichtraum mit offenem Dach, der bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang den Himmel in Farben verwandelt; Zugang zu Fuss in 30 Minuten ab Oberlech, gratis, mit Führung CHF 20. Zug ist das Dorf, in dem Lech vor dem Tourismus aussah, mit der Kirche, dem Zugerbach und den besten Gasthöfen für ein Abendessen, im Winter mit Pferdeschlitten ab Lech erreichbar (CHF 60 bis 80 pro Schlitten). Und wer einen Tag ohne Ski will: Der Bregenzerwald liegt über den Hochtannbergpass eine Stunde entfernt, mit den Holzdörfern Schoppernau und Schwarzenberg, dem Käsekeller in Lingenau und der Architektur des Bregenzerwälder Umgangs. Im Winter mit dem Bus 40 bis Schröcken und weiter mit dem Landbus.

Häufige Fragen zu Lech Zürs

Wie komme ich ab Zürich nach Lech, und brauche ich ein Auto?

Mit dem Railjet ab Zürich in 2 Stunden 20 Minuten nach Langen am Arlberg (mit Halbtax und Sparbillett CHF 20 bis 40 je Richtung), dann 35 Minuten mit dem Bus 91 über den Flexenpass nach Lech. Hotels holen dich auch ab. Mit dem Auto 2 Stunden 15 Minuten über Bludenz, Vignette CHF 12, kein Tunnel. Vor Ort sind Ortsbus und Bergbahnen mit Skipass oder Gästekarte gratis, Oberlech ist autofrei, Parken kostet CHF 15 bis 25 pro Tag. Ein Auto brauchst du nicht.

Was kostet eine Skiwoche in Lech, ehrlich?

Für zwei Personen im Januar im Viersternhaus mit Halbpension: sieben Nächte CHF 2'800 bis 4'200, Sechstagepässe CHF 800, Mittagessen auf den Hütten CHF 500 bis 700, Skiverleih CHF 500, Anreise CHF 160. Das sind rund CHF 2'400 bis 3'200 pro Person, in den Februarferien gegen CHF 4'000. Das ist das Niveau von St. Moritz und Zermatt. In Warth oder Schröcken mit demselben Skipass halbierst du den Hotelposten.

Ist Lech sein Geld wert?

Für breite, sonnige, perfekt präparierte Pisten ohne Anstehen, Ruhe statt Après-Ski, Service und Schneesicherheit: ja. Für Nachtleben, Freeride-Gelände direkt am Dorf und Preis-Leistung: nein, da sind St. Anton und Warth besser. Lech ist ideal für Familien mit Budget, Paare und Geniesser, die am Abend gut essen wollen. Wer einfach nur viel Ski fahren will, bekommt in Warth, Schröcken oder Stuben dasselbe Gebiet für die Hälfte.

Was ist der Weisse Ring, und schaffe ich ihn?

Eine markierte Skirunde über 22 Pistenkilometer und 5'500 Höhenmeter: Rüfikopf, Zürs, Madloch, Zug, Oberlech und zurück nach Lech. Mit roten Pisten und einem längeren Ziehweg am Madloch ist sie für geübte Skifahrer in vier bis fünf Stunden mit Pausen gut machbar, Anfänger überfordert sie. Früh starten, weil die Madlochbahn bei Wind geschlossen wird. Im Januar findet das Rennen statt, dann ist die Strecke für einen Tag gesperrt.

Lohnt sich Lech im Sommer?

Ja, und es ist dann ein anderes Preisniveau: Hotels kosten 40 bis 60 Prozent weniger, die Lech Card ist ab einer Nacht inklusive und macht Bergbahnen, Wanderbus, Schwimmbad und Führungen gratis. Formarinsee, Lechweg, Grüner Ring, Rüfikopf und der Skyspace sind die Gründe. Es ist kühl, ruhig und ohne Gedränge, und die Gasthöfe in Zug haben Platz. Beste Zeit: Anfang Juli bis Mitte September, davor und danach ist vieles geschlossen.

Warth und Schröcken, was ist anders?

Dieselben Pisten mit demselben Skipass, aber Dörfer im Bregenzerwald statt in Lech: weniger Prominenz, einfachere Hotels ab CHF 120 bis 180, mehr Schnee (über zehn Meter pro Winter) und nordseitige Hänge, die bis in den April Pulver halten. Mit dem Auenfeldjet bist du in zehn Minuten auf den Lecher Pisten. Nachteil: abends wenig Auswahl, die Zufahrt über den Hochtannbergpass kann bei Lawinengefahr gesperrt sein, und die Talstation Warth liegt nicht in jedem Hotel vor der Tür.

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