Japan · Onsen · 10 Tage

Winter in Japan

Fuji-Sicht in Tokio, Eisskulpturen in Sapporo, Pulverschnee bis zur Hüfte und heisses Wasser unter Schneeflocken: Japan im Februar ist der beste Winter, den es gibt.

Die Route, Tag für Tag

  1. Tag 1 bis 3

    Tokio: klare Luft, Fuji-Blick und Illuminationen

    Tokio im Winter ist trocken, kalt und klar, und das heisst: Fuji-Sicht. Wohn drei Nächte in Shinjuku, Businesshotel CHF 100 bis 130 für zwei, und geh am ersten Morgen auf das gratis zugängliche Rathaus-Deck im 45. Stock, bei Wintersicht steht der Berg weiss am Horizont. Tag 2: Senso-ji in Asakusa, danach Ueno mit dem Nationalmuseum, abends die Illuminationen in Marunouchi oder Roppongi, die bis Mitte Februar laufen. Tag 3: Meiji-Schrein, Harajuku, Shibuya, zwischendurch eine heisse Schale Oden aus dem Konbini, abends Izakaya mit Nabe-Eintopf. Wer schon Ski im Kopf hat, holt sich die Handwärmer (Kairo) im Konbini für CHF 1, sie werden in Niseko Gold wert sein. Weiter nach Sapporo: Flug ab Haneda nach Neu-Chitose, 95 Minuten, mit dem Ausländertarif von JAL oder ANA CHF 60 bis 100, dann der JR Rapid Airport in 37 Minuten nach Sapporo (CHF 7). Zugalternative: Hayabusa und Hokuto, acht Stunden, CHF 170.

    Touren an diesem Stopp: Tokio Food-Tour in Shinjuku ↗Tagesausflug Fuji und Kawaguchi-See ↗

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  2. Tag 4 bis 6

    Sapporo: Schneefestival, Miso-Ramen und Jozankei

    Das Sapporo-Schneefestival läuft jedes Jahr Anfang Februar für rund eine Woche, meist vom 4. bis 11., und zeigt im Odori-Park Schneeskulpturen so gross wie Häuser, in Susukino Eisskulpturen und auf dem Tsudome-Gelände Rutschbahnen für Kinder, alles gratis. Wohn drei Nächte in einem Businesshotel mit Onsen-Bad nahe Susukino, in der Festwoche CHF 130 bis 180 für zwei statt der üblichen CHF 100, buch im Herbst. Tag 4: Ankunft, abends durch den beleuchteten Odori-Park, dann Miso-Ramen in der Ramen Yokocho. Tag 5: Busfahrt 75 Minuten nach Jozankei Onsen (CHF 6), Tagesbad in einem der Hotels mit Rotenburo in der verschneiten Schlucht (CHF 6 bis 10), zurück zum Nijo-Markt für Krabbe. Tag 6: Hokkaido-Schrein im Schnee, Sapporo-Biermuseum mit Dschingis-Khan-Lamm, abends Susukino. Weiter nach Niseko: Skibus ab Sapporo (Chuo Bus oder Resort Liner) direkt nach Hirafu, 2 Stunden 30 bis 3 Stunden, CHF 25 bis 30, online reservieren; oder Zug nach Otaru und weiter mit dem Lokalzug nach Kutchan, 2 Stunden 30, CHF 15, dann Bus ins Dorf.

    Touren an diesem Stopp: Sapporo Schneefestival Rundgang ↗Jozankei Onsen Tagesausflug ↗

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  3. Tag 7 bis 9

    Niseko: Pulverschnee am Tag, Onsen am Abend

    Niseko bekommt rund 14 Meter Schnee pro Winter, trocken und leicht, und die Tage sind einfach: fahren, baden, essen, schlafen. Wohn drei Nächte in einer Pension oder Lodge im unteren Hirafu oder in Annupuri, CHF 200 bis 300 für zwei, die Apartments im oberen Hirafu kosten das Doppelte. Der Skipass Niseko United für alle vier Gebiete kostet CHF 55 bis 70 pro Tag, drei Tage rund CHF 180, nur Hirafu CHF 50, online vorgebucht zehn Prozent günstiger; Powder-Ski mietest du für CHF 40 bis 60 pro Tag. Tag 7 und 8: Pisten und Waldabfahrten in Hirafu und Hanazono, am Morgen nach Schneefall vor 8.30 Uhr am Lift stehen. Tag 9: Nachtskifahren bis 20.30 Uhr unter Flutlicht, oder ein Schneeschuh-Tag. Jeden Abend Onsen: Yukoro in Hirafu (CHF 6), Goshiki Onsen bei Annupuri im Schnee unter freiem Himmel (CHF 5), oder das Bad der Lodge. Weiter nach Otaru: Bus nach Kutchan, Lokalzug der Hakodate-Linie am Meer entlang nach Otaru, 75 Minuten, zusammen rund zwei Stunden, CHF 8.

    Touren an diesem Stopp: Niseko Skikurs oder Powder-Guide ↗Schneeschuh-Tour in Niseko ↗

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  4. Tag 10

    Otaru: Kerzen am Kanal und Sushi zum Abschied

    Otaru ist der richtige Schlusspunkt, weil die Hafenstadt im Februar den Snow Light Path feiert: Zehn Tage lang, meist überlappend mit dem Schneefestival, stehen Kerzen in Schneelaternen am Kanal und auf dem alten Bahndamm Temiya, und die Stadt ist nach 17 Uhr ein einziges Flackern. Komm am Vormittag an, lass das Gepäck im Hotel am Kanal (CHF 90 bis 130 für zwei) und geh an der Sakaimachi-Strasse entlang zu den Glasläden und der Spieluhren-Halle, dann Sushi an der Theke in einem Lokal ohne Fotos an der Tür, Set für CHF 25 bis 40, das beste auf Hokkaido. Nachmittags das Herring-Herrenhaus Nishin Goten am Kap Shukutsu, falls du noch Lust auf Geschichte hast, sonst Kaffee in einem der Lagerhaus-Cafés. Nach 17 Uhr der Kanal mit Kerzen, dann ein letzter Abend mit Krabbe. Rückreise am Morgen von Tag 11, falls dein Flug früh geht, oder am Abend von Tag 10: Der JR Rapid Airport fährt ab Otaru in 75 Minuten direkt zum Flughafen Neu-Chitose (CHF 12), Flug nach Tokio und weiter nach Hause.

    Touren an diesem Stopp: Otaru Snow Light Path Abendrundgang ↗

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Was die Route kostet

Grobe Gesamtkosten pro Person in CHF für die ganze Route, Mittelklasse, zu zweit unterwegs. Flüge und Hotels schwanken saisonal, Details stehen auf den Reiseziel-Seiten.

  • Anreise 1'100 CHF
  • Unterkunft 740 CHF
  • Essen 450 CHF
  • Mobilität vor Ort 220 CHF
2'510 CHF
Gesamt pro Person · 10 Tage

Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Yen (JPY). 1'000 Yen sind ungefähr CHF 6. Kartenzahlung funktioniert in Städten und Hotels, kleine Lokale, Tempel und Landbahnhöfe wollen oft Bargeld. Die IC-Karte (Suica oder ICOCA) auf dem Handy zahlt Bahn, Bus und Konbini.

Tipps für die Route

Die Skikosten kommen zu den Routenkosten dazu: drei Tage Niseko-United-Pass rund CHF 180, Ski und Schuhe CHF 120 bis 180 für drei Tage, Skikleidung zum Mieten CHF 30 pro Tag, falls du sie nicht mitschleppst. Zusammen CHF 350 bis 450 pro Person. Das ist unter Zermatt-Niveau, aber mit der Unterkunft in Hirafu bist du am Ende gleich teuer. Wer spart, wohnt in Kutchan, 15 Busminuten entfernt, zur Hälfte des Preises.

Buch in dieser Reihenfolge: zuerst Niseko-Unterkunft (die guten Häuser sind im September voll), dann Sapporo für die Festwoche (ab Oktober knapp), dann den Inlandflug (der Ausländertarif von JAL und ANA ist nur online ab dem Ausland buchbar und braucht den internationalen Flug als Referenz). Die Woche vor dem Festival ist überall günstiger und die Skulpturen stehen schon halb fertig, das ist der ehrliche Spartipp.

Die Route läuft auch umgekehrt: Flug direkt nach Neu-Chitose über Tokio, erst Niseko, dann Sapporo zum Festival, am Ende Tokio und Heimflug ab Haneda. Das lohnt sich, wenn dein Festivaltermin auf die zweite Februarwoche fällt oder du nach dem Skifahren noch Stadt willst. Vorwärts hast du den Vorteil, dass du Tokio noch ohne Muskelkater siehst und dein Heimflug ab Sapporo keinen zweiten Tokio-Aufenthalt braucht.

Pulverschnee in Niseko ist kein Marketing, und er verlangt Respekt: Die Gates ins Gelände neben den Pisten sind offiziell, aber jenseits davon ist Lawinengelände, und wer dorthin will, bucht einen Guide (CHF 150 bis 250 pro Tag) und trägt LVS, Schaufel und Sonde. Baumabfahrten innerhalb des Skigebiets sind erlaubt und das eigentliche Niseko-Erlebnis. Fahr nie allein in den Wald, Baumlöcher sind die häufigste Unfallursache.

Kleidung: In Sapporo und Niseko liegt die Temperatur tagsüber bei minus fünf, nachts bei minus zehn Grad, in Tokio um acht Grad. Rutschfeste Schuhe mit Profil sind in Sapporo Pflicht, die Trottoirs sind festgetretenes Eis; die Konbini verkaufen Spikes zum Überziehen für CHF 8. Handwärmer (Kairo) gibt es überall für CHF 1. Onsen nach dem Skifahren ist der beste Teil des Tages, Tattoos deckst du ab oder fragst in der Lodge nach einem Privatbad.

Otaru am letzten Tag funktioniert nur, wenn dein Heimflug am Abend oder am Folgetag geht. Ab Neu-Chitose fliegst du zuerst nach Haneda oder Narita und dann weiter, rechne mit drei Stunden Umsteigezeit, weil du in Tokio das Gepäck neu einchecken musst, wenn Inland- und Auslandflug getrennt gebucht sind. Wer einen Morgenflug hat, übernachtet in Otaru und nimmt um 6 Uhr den ersten Rapid Airport.

Häufige Fragen zur Route Winter in Japan

Reichen zehn Tage für Winter in Japan?

Für drei Tage Tokio, drei Tage Sapporo mit Festival, drei Skitage in Niseko und einen Abend in Otaru ja. Wer eine ganze Skiwoche will, streicht Tokio auf zwei Tage und nimmt zwei weitere Tage Niseko. Mit zwei Wochen passt noch ein Onsen-Abstecher nach Noboribetsu oder ein Tag mit dem Schneezug nach Hakodate.

Wann genau ist das Schneefestival?

Anfang Februar, in den letzten Jahren meist vom 4. bis 11. Februar, die Termine stehen im Sommer vorher auf der Festival-Website. Der Schnee in Niseko ist von Mitte Januar bis Ende Februar am besten, März ist sonniger mit schwererem Schnee und günstigeren Hotels. Der Snow Light Path in Otaru läuft rund zehn Tage um die Festivalwoche.

Brauche ich einen Mietwagen im Winter?

Nein, und ich rate davon ab: Die Strassen auf Hokkaido sind im Februar festgefahrener Schnee, Niseko und Sapporo haben Skibusse und Züge, und in den Dörfern läufst du. Wer fahren will, bekommt Winterreifen automatisch, braucht den internationalen Führerschein nach dem Genfer Abkommen und Erfahrung mit Eis. Für diese Route lohnt es sich nicht.

Was kostet die Winterreise?

Pro Person rund CHF 2'510 ohne Ski: Flug CHF 1'100, neun Nächte zu zweit CHF 740, davon rund CHF 350 für Niseko, Essen CHF 450 und Mobilität CHF 220 mit Inlandflug, Skibus und Zügen. Dazu kommen Skipass und Miete von rund CHF 350 bis 450. Insgesamt also knapp CHF 3'000, vergleichbar mit einer Woche Zermatt plus Städtereise.

Ist Skifahren in Japan sicher, und wie sind die Pisten?

Die Pisten sind breit, gut präpariert und für Schweizer eher flach, der Reiz liegt im Schnee und in den Baumabfahrten innerhalb des Gebiets. Pistenregeln entsprechen den unseren, Helm ist üblich. Lawinengefahr besteht ausserhalb der Gates, dort nur mit Guide. Niseko hat englischsprachige Skischulen und Kliniken, eine Reiseversicherung mit Wintersport und Helikopterbergung gehört dazu.

Gibt es eine Variante ohne Skifahren?

Ja, die Route funktioniert auch als reine Winter- und Onsen-Reise: In Niseko statt Ski Schneeschuhwandern, Onsen-Hopping und Blick auf den Yotei, oder Niseko gegen Noboribetsu Onsen tauschen, das mit dem Zug ab Sapporo in 70 Minuten erreichbar ist und das Höllental und riesige Bäder bietet. Das Schneefestival und Otaru bleiben, und die Reise wird rund CHF 400 günstiger.

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