Shirakawa-go

Japan · Chūbu · Reiseguide

Shirakawa-go

Was das Dorf der steilen Strohdächer wirklich kostet, warum eine Nacht im Gassho-Haus den Unterschied macht, wie du die Busse ab Takayama und Kanazawa richtig buchst und wann die Winterbeleuchtung stattfindet.

Foto: Pitipat Usanakornkul / Pexels

Was kostet deine Reise nach Shirakawa-go?

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3'306 CHF
≈ 1'653 CHF pro Person
  • Flüge 2'000 CHF
  • Unterkunft 800 CHF
  • Essen 400 CHF
  • Transport vor Ort 50 CHF
  • Nohi-Bus ab Takayama (hin und zurück) 56 CHF

Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Flüge & Hotels schwanken saisonal stark – aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.

Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Yen (JPY). 1'000 Yen sind ungefähr CHF 6. Kartenzahlung funktioniert in Städten und Hotels, kleine Lokale, Tempel und Landbahnhöfe wollen oft Bargeld. Die IC-Karte (Suica oder ICOCA) auf dem Handy zahlt Bahn, Bus und Konbini. Flugzeit: 12 bis 14 Stunden, meist mit einem Umstieg.

Hotel-Empfehlungen

Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.

Budget

K's House Takayama

Bahnhof Takayama, Takayama

Hostel fünf Minuten vom Busterminal Takayama, von dem die Busse nach Shirakawa-go abfahren. Privatzimmer und Schlafsäle, Gemeinschaftsküche, englischsprachig. Die günstigste Basis für den Morgenbus.

ab CHF 35 / Nacht pro Person Ansehen →

Toyoko Inn Kanazawa-eki Higashi-guchi

Bahnhof Kanazawa, Kanazawa

Businesshotel direkt am Busterminal Kanazawa Ost, Abfahrtsort der Busse nach Shirakawa-go. Einfache Zimmer, Frühstück inklusive, für die Nacht vor oder nach dem Ausflug.

ab CHF 60 / Nacht Ansehen →

Shirakawa-go Terrace

Hatogaya, Shirakawa-go

Pension mit Hotelzimmern und Café fünf Autominuten vom Dorf, ohne Strohdach, dafür günstiger und ohne Vollpension. Für alle, die in der Nähe schlafen wollen, aber kein Minshuku bekommen haben. Shuttle auf Anfrage.

ab CHF 90 / Nacht Ansehen →

Mittelklasse

Shiroyamakan

Ogimachi, Shirakawa-go

Ryokan am Fusse des Aussichtspunkts im Dorf, kein Gassho-Haus, aber mit Bad, Tatami-Zimmern und Abendessen mit Hida-Rind. Leichter zu buchen als die Gassho-Minshuku, dieselbe Lage, dieselben leeren Morgen.

ab CHF 150 / Nacht pro Person mit Halbpension Ansehen →

Minsyuku Koshiyama

Hatogaya, Shirakawa-go

Familiengeführtes Minshuku im Ortsteil Hatogaya, rund zehn Gehminuten vom Busterminal, mit Tatami-Zimmern, Abendessen aus der Region und Gratis-Parkplatz. Einfacher zu bekommen als die Gassho-Häuser im Dorfkern. Früh buchen.

ab CHF 110 / Nacht pro Person mit Halbpension Ansehen →

Oyado Koto No Yume

Hanasato-machi, Takayama

Kleines, englischsprachiges Ryokan in Takayama mit privaten Onsen-Bädern, zwei Gehminuten zum Busterminal. Für alle, die das Ryokan-Erlebnis in Takayama mit einem Shirakawa-go-Tagesausflug verbinden.

ab CHF 160 / Nacht Ansehen →

Luxus

Honjin Hiranoya Kachoan

Honmachi, Takayama

Das Ryokan am Fluss in Takayama mit Onsen und Hida-Rind-Kaiseki, Shuttle zum Busterminal. Die komfortable Basis, wenn du Shirakawa-go als Morgenausflug machst und abends im Luxus landen willst.

ab CHF 320 / Nacht pro Person mit Halbpension Ansehen →

Wanosato

Ichinomiya-machi, Takayama

Altes Bauernhaus-Ryokan am Miya-Fluss südlich von Takayama, mit Michelin-Schlüssel, nur wenigen Zimmern, Irori-Feuerstelle und Kaiseki aus Fluss und Bergen. Das Gassho-Gefühl mit Luxus, kostenloser Shuttle ab Bahnhof Takayama mit Reservation.

ab CHF 450 / Nacht pro Person mit Halbpension Ansehen →

Hyatt Centric Kanazawa

Bahnhof Kanazawa, Kanazawa

Designhotel direkt am Bahnhof Kanazawa, zwei Minuten zum Busterminal für Shirakawa-go. Für alle, die das Dorf von Kanazawa aus machen und abends westlichen Komfort und ein gutes Restaurant wollen.

ab CHF 220 / Nacht Ansehen →

Buchst du über diese Links, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Aufpreis.

Erlebnisse, die sich lohnen

Aussichtspunkt Shiroyama

Der Blick über alle 60 Gassho-Häuser, von dem jedes Foto stammt. Zu Fuss 15 Minuten hinter dem Wada-Haus bergauf oder Shuttle für CHF 1.30. Die zweite Plattform links hat denselben Blick ohne Schlange.

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Wada-Haus

Das grösste Gassho-Haus des Dorfes, über 300 Jahre alt, Sitz der Familie des Dorfvorstehers, mit Dachboden voller Seidenraupen-Gerät. Eintritt CHF 2.50, Blick aus dem Dachfenster über die Felder.

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Kanda-Haus mit Tee an der Irori

Ein Haus der Edo-Zeit mit Feuerstelle, an der du einen Tee bekommst, und vier Etagen Dachboden bis zum Giebel. Eintritt CHF 2.50. Das persönlichste der offenen Häuser.

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Freilichtmuseum Gassho-zukuri Minkaen

25 Gassho-Häuser, die beim Staudammbau umgesetzt wurden, am anderen Flussufer, mit Soba-Lokal und Handwerksvorführungen. Eintritt CHF 4. Wer die Häuser ohne Gedränge sehen will, geht hierher.

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Winterbeleuchtung (Januar und Februar)

Sechs Abende, 17.30 bis 19.30 Uhr, Zugang nur mit Übernachtung, Parkplatzreservation oder registrierter Bustour ab Takayama oder Kanazawa, CHF 60 bis 100. Buchung ab September, Plätze gehen schnell weg.

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Gokayama: Ainokura und Suganuma

Die beiden kleineren UNESCO-Dörfer 20 Minuten nördlich, mit Washi-Papiermachen und einem Zehntel der Besucher. Mit dem Kanazawa-Bus für CHF 5 bis 9 weiterfahren, Zwischenhalt möglich.

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Tempel Myozenji

Buddhistischer Tempel mit Strohdach-Glockenturm und Priesterwohnhaus im Gassho-Stil, 1748 gebaut, mit kleinem Museum zum Alltag im Dorf. Eintritt CHF 2.50. Dazu die 200 Jahre alte Eibe im Hof.

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Tagestour ab Takayama oder Kanazawa

Für alle, die keinen Busplatz mehr bekommen: geführte Halbtages- und Tagestouren mit Bus ab Takayama (ab CHF 60) oder ab Kanazawa (ab CHF 80), teils mit Gokayama oder Hida Furukawa kombiniert.

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Essen & Trinken

Shirakawa-go isst, was Berge und Fluss hergeben: Flussforelle und Saibling am Spiess über der Feuerstelle, Wildgemüse im Frühling, Pilze im Herbst, Hoba-Miso und Reis aus den eigenen Feldern. Das beste Essen des Dorfes gibt es nicht im Restaurant, sondern abends an der Irori im Minshuku.

Iwana am Spiess

Stände an der Hauptstrasse von Ogimachi und jedes Minshuku-Abendessen

Bachsaibling, gesalzen, auf einen Spiess gesteckt und schräg ins Feuer der Irori gesteckt, bis die Haut knuspert. Mit Kopf und Schwanz gegessen. CHF 5 bis 8 am Stand, im Minshuku Teil des Abendessens.

Tipp:Am Minshuku-Abend fragen, ob du den Fisch selbst ans Feuer stecken darfst, die meisten Gastgeber lassen dich.

Gohei-Mochi

Stände an der Hauptstrasse und im Minkaen-Freilichtmuseum

Gestampfter Reis, flach auf einen Holzspatel gedrückt, mit Walnuss-Sesam-Miso bestrichen und gegrillt. Süss, salzig, nussig. CHF 3 bis 4 pro Stück.

Tipp:Heiss essen, kalt wird der Reis hart.

Hoba-Miso

Lokale an der Hauptstrasse, etwa Irori oder Kitanosho, und alle Minshuku

Miso mit Lauch und Pilzen auf einem Magnolienblatt gegrillt, dazu Reis. Im Dorf oft mit Sansai-Wildgemüse statt Fleisch. CHF 8 bis 12, im Minshuku-Frühstück Standard.

Tipp:Den Reis direkt ins blubbernde Miso tunken, das Blatt bleibt liegen.

Hida-Rind-Croquette

Stände an der Hauptstrasse nahe dem Busterminal

Kartoffelkroketten mit Hida-Rind-Hack, frittiert, im Papier auf die Hand. Der Snack für den Spaziergang. CHF 2.50 bis 4.

Tipp:Es gibt auch Hida-Rind-Man, gedämpfte Teigtaschen, für denselben Preis, im Winter die wärmere Wahl.

Soba mit Sansai

Soba-Lokale im Dorf und im Minkaen-Freilichtmuseum

Buchweizennudeln in warmer Brühe mit Wildgemüse aus den Bergen (Farnsprossen, Bambus, Fuki). Leicht und erdig. CHF 9 bis 13 als Mittagessen.

Tipp:Mittags um 12 Uhr volle Lokale, um 11 oder 14 Uhr ohne Wartezeit.

Doburoku

Doburoku-Festmuseum beim Shirakawa-Hachiman-Schrein, Souvenirläden an der Hauptstrasse

Trüber, unfiltrierter Reiswein, den die Schreine selbst brauen, säuerlich und milchig, 14 bis 17 Prozent. Beim Doburoku-Fest im Oktober gratis ausgeschenkt, sonst in Flaschen für CHF 8 bis 15 oder als Softeis.

Tipp:Das Museum zeigt das Fest im Film und schenkt gegen Eintritt (CHF 2) ein Glas aus.

Food-Tour buchen: Shirakawa-go

Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.

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Geschichte & Hintergrund

Shirakawa-go liegt im Tal des Sho-Flusses zwischen den Bergen der Präfektur Gifu, einem der schneereichsten bewohnten Gebiete der Welt mit zwei bis drei Metern Schnee im Winter. Bis zum Bau der Strassen im 20. Jahrhundert war das Tal einen Grossteil des Jahres abgeschnitten, und genau diese Isolation erklärt die Häuser. Die Gassho-zukuri, benannt nach den zum Gebet gefalteten Händen, haben Dächer mit 60 Grad Neigung, damit der Schnee abrutscht, und sind ohne einen einzigen Nagel gebaut, nur mit Seilen und Holzverbindungen, die im Erdbebenfall nachgeben. Unter den riesigen Dachböden, drei bis vier Etagen hoch, züchteten die Familien Seidenraupen, im Keller gewannen sie Salpeter für Schiesspulver, das sie an die Fürsten von Kaga verkauften. Bis zu 40 Menschen lebten als Grossfamilie unter einem Dach. Die ältesten Häuser im Hauptort Ogimachi stammen aus dem 17. Jahrhundert. Alle 30 bis 40 Jahre wird ein Dach neu gedeckt, und das gesamte Dorf hilft in einem Tag, ein System der Nachbarschaftshilfe namens Yui, das bis heute funktioniert. Der Bau des Miboro-Staudamms 1961 überflutete mehrere Dörfer, viele Gassho-Häuser wurden abgerissen oder verkauft. 1971 gründeten die Bewohner von Ogimachi eine Schutzvereinigung mit drei Regeln: nicht verkaufen, nicht vermieten, nicht zerstören. 1995 wurden Shirakawa-go und das benachbarte Gokayama UNESCO-Welterbe. Heute leben rund 1'500 Menschen im Dorf, und es kommen über zwei Millionen Besucher im Jahr.

Insider-Tipps

Anreise: Nohi-Bus reservieren, sonst stehst du am Terminal

Es gibt keinen Bahnhof. Du kommst mit dem Bus oder dem Auto. Ab Takayama fährt der Nohi-Bus in 50 Minuten, einfach CHF 16, hin und zurück CHF 28, etwa stündlich von 7.50 bis 17 Uhr. Ab Kanazawa fährt derselbe Bus in 75 bis 85 Minuten für CHF 14 einfach. Ab Toyama 85 Minuten, CHF 12. Ab Nagoya fährt der Gifu-Bus direkt in knapp 3 Stunden für CHF 25. Alle diese Busse sind reservationspflichtig und online buchbar (Nohi-Bus-Website oder Japan Bus Online), und die Morgenbusse ab Takayama sind an Wochenenden und im Oktober oft zwei bis drei Wochen vorher ausgebucht. Buch, sobald deine Daten stehen. Die Kombination Takayama, Shirakawa-go, Kanazawa in einer Linie ist die beste Routenführung: Gepäck am Busterminal Shirakawa-go in Schliessfächern (CHF 3 bis 6) oder per Gepäckdienst für CHF 8 bis 10 pro Stück an das Hotel in Kanazawa oder Takayama schicken lassen, das geht am Schalter im Terminal bis etwa 13 Uhr. Ein Mietwagen (ab Takayama CHF 60 bis 80 pro Tag) lohnt sich nur, wenn du zusätzlich Gokayama anfahren willst; im Winter brauchst du Winterreifen und Nerven. Im Dorf selbst läufst du, von einem Ende zum anderen sind es 20 Minuten, zum Aussichtspunkt Shiroyama 15 Minuten bergauf oder CHF 1.30 mit dem Shuttle.

Unterkunft: Minshuku im Gassho-Haus, begrenzt und früh zu buchen

Rund 20 Familien in Ogimachi vermieten Zimmer in ihren Gassho-Häusern als Minshuku, insgesamt vielleicht 100 Betten für zwei Millionen Besucher im Jahr. Du schläfst auf Futon in einem Tatami-Raum mit Papierschiebetüren, das Bad ist gemeinsam, das Abendessen wird an der Irori-Feuerstelle serviert: Flussfisch am Spiess, Hoba-Miso, Wildgemüse, Hida-Rind in kleinen Mengen, Reis aus dem eigenen Feld. Preis CHF 130 bis 200 pro Person mit Abendessen und Frühstück, Doppelbelegung. Gebucht wird über die Website des Tourismusverbands Shirakawa-go, die eine zentrale Reservationsstelle führt, oder bei einzelnen Häusern über Booking und Japanican. Die Buchungsfenster öffnen meist drei bis sechs Monate im Voraus, für Oktober, die Winterbeleuchtung und Golden Week sind die Zimmer innert Tagen weg. Es gibt kein WLAN in jedem Zimmer, keine Minibar, Zimmer sind nur durch Schiebewände getrennt, und abends um 21 Uhr ist Ruhe. Das ist der Deal. Wer das nicht will, schläft in Takayama oder Kanazawa und kommt als Tagesgast, oder nimmt eine der kleinen Pensionen am Dorfrand ohne Strohdach ab CHF 80. Im benachbarten Gokayama (Ainokura, Suganuma) gibt es weitere Minshuku mit einem Bruchteil der Besucher.

Kosten-Fallen: Eintritte, Tagestouren und das Mittagessen

Das Dorf kostet keinen Eintritt, nur die offenen Häuser: Wada-Haus (das grösste, Familie der Dorfältesten), Kanda-Haus und Nagase-Haus je CHF 2.50, der Tempel Myozenji mit seinem Strohdach-Glockenturm CHF 2.50, das Freilichtmuseum Gassho-zukuri Minkaen am anderen Flussufer mit 25 umgesetzten Häusern CHF 4. Zwei Häuser reichen, am besten Wada und Kanda, letzteres hat Tee am Feuer inklusive. Die Falle sind organisierte Tagestouren ab Nagoya oder Kanazawa für CHF 80 bis 150, die dich für zwei Stunden mittags ins Dorf setzen, wenn es am vollsten ist, und oft mit einem Zwischenstopp zum Einkaufen. Mit dem Linienbus bist du für CHF 28 selbstbestimmt. Das Mittagessen entlang der Hauptstrasse kostet CHF 12 bis 20 für Soba oder Hida-Rind-Curry, in Ordnung, aber nicht gut; besser am Morgen in Takayama einen Bento kaufen und auf der Bank am Fluss essen. Die Souvenirläden verkaufen Sarubobo und Sake wie in Takayama, nur teurer. Im Winter kostet der Shuttle zum Aussichtspunkt CHF 1.30, zu Fuss ist der Weg oft vereist: gut angelegtes Geld.

Timing: Winterbeleuchtung per Los, sonst Oktober oder Mai

Die berühmten Bilder mit beleuchteten Häusern im Schnee entstehen an sechs Abenden im Januar und Februar, meist sonntags und an je einem weiteren Tag, von 17.30 bis 19.30 Uhr. Seit 2019 ist der Zugang streng reglementiert: Nur Übernachtungsgäste, Teilnehmer registrierter Bustouren und Besitzer eines vorab reservierten Parkplatzes dürfen an diesen Abenden ins Dorf, die Minshuku-Zimmer werden per Los vergeben, die Anmeldung läuft im Sommer über die Website des Tourismusverbands. Realistisch kommst du über eine Bustour ab Takayama oder Kanazawa rein, CHF 60 bis 100, Buchung im Herbst. Ausserhalb der Beleuchtungsabende ist der Winter trotzdem die stärkste Zeit, Januar und Februar bringen zwei Meter Schnee, und es sind halb so viele Besucher wie im Herbst. Die zweitbeste Zeit ist Mitte bis Ende Oktober mit Herbstlaub an den Hängen und dem Doburoku-Fest (14. bis 19. Oktober), bei dem die Schreine selbstgebrauten trüben Reiswein ausschenken. Ende Mai werden die Reisfelder geflutet und spiegeln die Häuser, Anfang Juni wird gepflanzt. Zur Golden Week und an Oktober-Wochenenden ist das Dorf überlastet. Unabhängig von der Saison: vor 9 Uhr und nach 16 Uhr sind die Tagesbusse weg.

Unterschätzt: Gokayama, der Weg zum Aussichtspunkt und das Dorf am Abend

Zwanzig Autominuten nördlich, schon in der Präfektur Toyama, liegen die beiden UNESCO-Dörfer von Gokayama: Suganuma mit neun und Ainokura mit zwanzig Gassho-Häusern. Sie sind kleiner, steiler, stiller, und die Bewohner machen noch Washi-Papier und spielen das Kokiriko, Japans ältestes Volkslied, auf Holzlatten. Der Kanazawa-Bus hält in beiden Dörfern, du kannst also ab Shirakawa-go für CHF 5 bis 9 weiterfahren, ein bis zwei Stunden bleiben und den nächsten Bus nehmen. In Ainokura gibt es fünf Minshuku, die leichter zu buchen sind als in Ogimachi. Zweiter Tipp: Zum Aussichtspunkt Shiroyama, von dem alle Postkartenfotos stammen, nicht den Shuttle nehmen, sondern den Fussweg hinter dem Wada-Haus, 15 Minuten bergauf durch den Wald. Oben links vom Hauptpunkt ist eine zweite Plattform mit demselben Blick und keiner Schlange. Dritter Tipp, der eigentlich der erste ist: Bleib bis nach 17 Uhr. Die Souvenirläden schliessen, der Parkplatz leert sich, die Familien kommen aus den Häusern, Kinder fahren Velo auf der Hauptstrasse, und aus den Dächern steigt Rauch, weil die Irori angefacht werden. Dann ist es ein Dorf.

Tagesausflug oder Zwischenstopp: so baust du Shirakawa-go in die Route

Es gibt drei Arten, das Dorf zu sehen. Erstens als Tagesausflug ab Takayama: Bus um 7.50 oder 8.50 Uhr hin, 3 bis 4 Stunden vor Ort, Bus um 13 oder 14 Uhr zurück. Du bist vor den Gruppen da, die ab 10 Uhr aus Kanazawa und Nagoya eintreffen, und mittags wieder weg. Kosten CHF 28 Bus plus CHF 5 Eintritte. Zweitens als Zwischenstopp auf der Fahrt von Takayama nach Kanazawa oder umgekehrt: Gepäck per Kuriersdienst vorausschicken oder ins Schliessfach, 3 Stunden Dorf, weiter mit dem Nachmittagsbus. Das ist für die meisten Rundreisen die effizienteste Variante, du verlierst keinen Tag. Drittens mit Übernachtung: Nachmittagsbus hin, Abend und Morgen im leeren Dorf, Mittagsbus weiter. Teurer (CHF 130 bis 200 pro Person für die Nacht), aber das einzige Erlebnis, das in Erinnerung bleibt. Wer nur einen Tag in der Region hat und zwischen Shirakawa-go und Takayama wählen muss: Takayama. Wer zwei Tage hat: Takayama mit Shirakawa-go als Morgenausflug. Wer drei hat: eine Nacht im Minshuku.

Häufige Fragen zu Shirakawa-go

Wie lange braucht man in Shirakawa-go?

Als Tagesgast 3 bis 4 Stunden: Aussichtspunkt, zwei offene Häuser, Spaziergang durch die Reisfelder, Tempel Myozenji und die Hängebrücke über den Fluss. Länger lohnt sich nur, wenn du bleibst. Mit Übernachtung planst du einen Nachmittag, den Abend und einen Morgen, also rund 20 Stunden, von denen die besten vor 9 und nach 17 Uhr liegen.

Wie buche ich ein Gassho-Minshuku?

Über die zentrale Reservationsseite des Tourismusverbands Shirakawa-go, drei bis sechs Monate im Voraus, oder einzelne Häuser über Booking und Japanican. Die meisten nehmen nur Reservationen mit Halbpension, Preis CHF 130 bis 200 pro Person. Bezahlung bar vor Ort, nicht alle nehmen Karten. Für die Winterbeleuchtungsabende werden die Zimmer per Los vergeben, Anmeldung im Sommer.

Kann ich Shirakawa-go ab Kanazawa als Tagesausflug machen?

Ja, der Nohi-Bus braucht 75 bis 85 Minuten und kostet CHF 14 einfach, mit Reservation. Erster Bus ab Kanazawa um 8.10 Uhr, Ankunft kurz vor 10 Uhr, zurück um 14.30 oder 15.50 Uhr. Du bist dann zur vollsten Zeit da, aber der Ausflug funktioniert. Als Dreieck Kanazawa, Shirakawa-go, Takayama mit Weiterfahrt ist es sinnvoller.

Wann ist die Winterbeleuchtung und komme ich rein?

An sechs Abenden im Januar und Februar, die Daten werden im Sommer vorher bekannt gegeben, meist Sonntage und einzelne Werktage von 17.30 bis 19.30 Uhr. Zugang nur mit Übernachtung im Dorf (Losverfahren), registrierter Bustour (CHF 60 bis 100 ab Takayama oder Kanazawa, Buchung ab September) oder reserviertem Parkplatz. Ohne eines davon kommst du an diesen Abenden nicht ins Dorf. An allen anderen Wintertagen ist das Dorf normal offen und mit Schnee genauso schön, nur ohne Scheinwerfer.

Ist das Dorf im Winter überhaupt erreichbar?

Ja, die Busse fahren das ganze Jahr, Strassen werden geräumt, die Busgesellschaften fahren mit Winterausrüstung. Nimm wasserdichte Schuhe mit Profil, die Wege im Dorf sind oft vereist, und Handschuhe für die Kamera. Es kann bei starkem Schneefall zu Verspätungen kommen, plane keinen Shinkansen-Anschluss mit weniger als einer Stunde Puffer. Mietwagen im Winter nur mit Erfahrung auf Schnee.

Was esse ich in Shirakawa-go?

Dasselbe wie in Takayama, in einfacherer Form: Hoba-Miso, Soba, Flussfisch (Iwana oder Ayu) am Spiess über dem Feuer, Hida-Rind-Croquetten und Gohei-Mochi, gegrillte Reiskuchen mit Walnuss-Miso. Mittags in den Lokalen an der Hauptstrasse CHF 10 bis 20, Snacks an den Ständen CHF 2 bis 5. Das Abendessen im Minshuku an der Irori ist das beste Essen des Dorfes und im Zimmerpreis enthalten.

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