Dormy Inn Matsumoto
Businesshotel zwischen Bahnhof und Burg mit Onsen-Bad, Sauna und gratis Ramen am Abend. Zehn Gehminuten in beide Richtungen, früher Kamikochi-Start problemlos. Zimmer klein, Preis fair.
Japan · Chūbu · Reiseguide
Was ein paar Tage in der Stadt mit der schwarzen Burg wirklich kosten, wie du Kamikochi als Tagesausflug schaffst, wo die Soba am besten ist und ob sich die Alpenroute lohnt.
Foto: Robs Quiambao / Pexels
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Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Yen (JPY). 1'000 Yen sind ungefähr CHF 6. Kartenzahlung funktioniert in Städten und Hotels, kleine Lokale, Tempel und Landbahnhöfe wollen oft Bargeld. Die IC-Karte (Suica oder ICOCA) auf dem Handy zahlt Bahn, Bus und Konbini. Flugzeit: 12 bis 14 Stunden, meist mit einem Umstieg.
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Budget
Businesshotel zwischen Bahnhof und Burg mit Onsen-Bad, Sauna und gratis Ramen am Abend. Zehn Gehminuten in beide Richtungen, früher Kamikochi-Start problemlos. Zimmer klein, Preis fair.
Günstiges Businesshotel fünf Minuten vom Bahnhof und Busterminal, Frühstück inklusive. Für die Nacht vor dem 5.30-Uhr-Bus nach Kamikochi die praktischste Lage.
Kompaktes Hotel direkt am Bahnhofsvorplatz mit Grossbad und gutem Frühstücksbuffet mit Shinshu-Gerichten. Zimmer eng, aber modern, Lage für Ausflüge unschlagbar.
Mittelklasse
Das grösste Stadthotel, fünf Minuten vom Bahnhof, mit Zimmern ab dem 10. Stock mit Alpenblick, mehreren Restaurants und einer Bar im obersten Stock. Klassisch, geräumig, gutes Frühstück.
Kleines Hotel in einem Backsteinbau fünf Gehminuten von der Burg, mit Restaurant und ruhigen, hellen Zimmern. Für alle, die lieber bei Burg und Nakamachi als am Bahnhof wohnen.
Japanisch gestaltetes Hotel der Dormy-Gruppe mit Tatami-Böden, Onsen-Bad und Yukata, zwischen Bahnhof und Burg. Ryokan-Gefühl mit Hotelkomfort und ohne Halbpensionspflicht.
Luxus
Hoshino-Ryokan im Thermalviertel Asama, 15 Busminuten vom Zentrum, mit 13 verschiedenen Bädern, Kaiseki mit Shinshu-Zutaten und abendlichen Konzerten, passend zur Musikstadt. Preise pro Person mit Halbpension.
Ehemaliges grosses Onsen-Hotel, 2021 zum Designhotel umgebaut, mit Bibliothek, Kino, Onsen und Restaurant mit lokalem Wein. Modernes Japan-Design, Zimmer mit Bergblick, ruhig.
Das rote Holzhotel von 1933 im Hochtal selbst, geführt vom Imperial Hotel Tokio, nur von Ende April bis Mitte November offen. Dämmerung am Azusa-Fluss ohne Tagesgäste. Teuer, aber einzigartig gelegen.
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Schwarzer Hauptturm von 1593, Nationalschatz, mit steilen Holztreppen über sechs Stockwerke und Feuerwaffensammlung. Eintritt CHF 7, zur Öffnung um 8.30 Uhr kommen, sonst 60 Minuten Schlange. Englische Gratisführer am Eingang.
Hochtal auf 1500 Metern mit Azusa-Fluss, Kappa-Brücke und Hotaka-Gipfeln, April bis November. Bahn und Bus ab Matsumoto CHF 32 hin und zurück, flacher Rundweg 4 bis 5 Stunden. Geführte Wanderungen ab CHF 80.
Durchquerung der Nordalpen mit Seilbahn, Trolleybus und Standseilbahn über Murodo (2450 m) zum Kurobe-Staudamm, Schneemauer Mitte April bis Juni. Rund CHF 70 pro Richtung, als Verbindung nach Toyama buchen.
Dauerausstellung der in Matsumoto geborenen Künstlerin mit Spiegelraum und gepunktetem Kürbis vor dem Eingang. Eintritt CHF 3, montags geschlossen, zehn Minuten von der Burg.
Strasse der weissen Kura-Speicher mit Handwerk und Sake-Läden, parallel dazu die Froschgasse am Fluss mit Buden. Gratis, 1 Stunde, ideal zwischen Bahnhof und Burg. Soba-Lokale auf dem Weg.
Grösste Wasabi-Pflanzung Japans mit Quellbächen und Wassermühlen, Eintritt frei, Wasabi-Softeis CHF 3. Zug nach Hotaka 30 Minuten, Leihvelo 10 Minuten durch Reisfelder mit Alpenblick.
Shinshu-Soba aus Buchweizenmehl kneten, ausrollen, schneiden und essen, 1,5 bis 2 Stunden, CHF 30 bis 50 pro Person. Mehrere Soba-Schulen in der Stadt und in Azumino bieten Kurse auf Englisch an.
Hochplateau auf 2000 Metern östlich der Stadt mit Rindern, Rundblick auf Fuji, Nord- und Südalpen und einem Freiluft-Skulpturenmuseum (CHF 6). Bus ab Matsumoto 80 Minuten, Mai bis November.
Die Makaken im heissen Becken bei Yudanaka, am besten Dezember bis März. Ab Matsumoto mit Zug nach Nagano und Bus, 2,5 Stunden pro Weg, Eintritt CHF 5. Geführte Tagestouren ab Nagano ab CHF 70.
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Shinshu, die alte Bezeichnung für Nagano, steht in Japan für Soba, Äpfel, Wasabi, Miso und eine Vorliebe für Dinge, die anderswo niemand isst: Pferdefleisch roh, Heuschrecken süss-salzig, Bienenlarven. Matsumoto ist dazu eine Stadt mit eigenen Sake-Brauereien und einer wachsenden Weinszene aus den Hängen von Shiojiri.
Dunkle, kernige Buchweizennudeln mit hohem Buchweizenanteil, kalt auf dem Bambusgitter (Zaru) mit Dip, frisch geriebenem Wasabi und Lauch. CHF 7 bis 12. Der Grund, warum man in Nagano Nudeln isst.
Tipp:Nomugi macht nur eine begrenzte Menge am Tag und ist oft vor 13 Uhr ausverkauft.
Ein ganzes Pouletbrust- oder Schenkelstück, in Knoblauch und Soja mariniert und knusprig frittiert, so gross wie der Teller. Deftig, saftig, das Nationalgericht der Stadt. CHF 9 bis 14 als Set.
Tipp:Mit Zitrone und Kohl, und einen zweiten Reis bestellen, der ist meist gratis.
Pferdefleisch, roh, hauchdünn geschnitten, mit geriebenem Ingwer, Knoblauch und Sojasauce. Mager, süsslich, zarter als Rindertatar. CHF 10 bis 15 die Portion. Eine Shinshu-Spezialität neben Kumamoto.
Tipp:Wer sich nicht traut: Sakura-nabe, Pferdefleisch im Eintopf, ist der sanfte Einstieg.
Gedämpfte oder gebratene Teigtaschen aus Weizen- oder Buchweizenmehl, gefüllt mit Nozawana-Senfkohl, Kürbis, Aubergine oder süssen Bohnen. Das Bauernessen der Berge, CHF 1.50 bis 2.50 pro Stück.
Tipp:Nozawana ist die klassische Füllung, leicht salzig und sauer, gut zum Zug.
Nagano ist nach Aomori die zweitgrösste Apfelregion Japans, Sorten wie Shinano Sweet und Fuji im Oktober und November. Ein Apfel CHF 1.50 bis 3, Apfelkuchen in den Cafés von Nakamachi CHF 4 bis 6.
Tipp:Im Oktober sind die Hänge um Azumino voller Apfelplantagen mit Selbstpflücken für CHF 5 bis 8.
Echter Wasabi aus den Quellbächen von Azumino, auf Haifischhaut gerieben, schmeckt süss und scharf zugleich, nicht beissend wie die Paste. Zu Soba oder Sashimi, im Lokal CHF 2 bis 4 Aufpreis für die frische Wurzel.
Tipp:Eine frische Wurzel für CHF 8 bis 15 übersteht die Heimreise im Kühlschrank zwei Wochen.
Nagano produziert die Hälfte des japanischen Miso, hell und mild. Als Suppe in jedem Set, als Miso-Ramen in den Läden rund um den Bahnhof für CHF 6 bis 9, oder als Miso-Softeis beim Hersteller Ishii Miso.
Tipp:Die Gratisführung bei Ishii Miso zeigt dreijähriges Miso in Zedernfässern, mit Probe.
Heuschrecken in Soja und Zucker gekocht und Bienenlarven in Sirup: die alten Proteinquellen der Berge, heute Delikatesse in Gläsern. Knusprig und süss-salzig. CHF 5 bis 10 das Glas, im Izakaya CHF 4 pro Schale.
Tipp:Inago sind der einfache Einstieg, sie schmecken wie knusprige Teriyaki-Garnelen.
Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.
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Matsumoto liegt auf 600 Metern in einem Becken zwischen den Nordalpen im Westen und dem Utsukushigahara-Hochland im Osten, und die Berge bestimmen seit jeher, was hier passiert. Die Burg, deren schwarz lackierter Hauptturm ihr den Beinamen Krähenburg eintrug, wurde ab 1593 unter den Ishikawa gebaut und ist eine von nur fünf Burgen Japans, die als Nationalschatz gelten; der Turm ist der älteste erhaltene fünfstöckige Burgturm des Landes. Anders als die meisten Burgen steht sie in der Ebene, nicht auf einem Hügel, verteidigt durch drei Wassergräben. In der Edo-Zeit wechselten die Herren mehrfach, die Stadt lebte vom Handel an der Zweigstrasse der Nakasendo und von der Seide. 1872, kurz nach der Meiji-Restauration, sollte die Burg abgerissen und das Holz versteigert werden; ein Bürgerkomitee kaufte sie zurück. 1876 eröffnete die Kaichi-Schule, eine der ersten modernen Grundschulen Japans, deren Gebäude im westlich-japanischen Mischstil noch steht. Im 20. Jahrhundert wurde Matsumoto die Stadt der Musik und der Kunst: Shinichi Suzuki entwickelte hier ab 1946 die Suzuki-Methode für Geigenunterricht, der Dirigent Seiji Ozawa gründete 1992 das Saito-Kinen-Festival, und die 1929 in Matsumoto geborene Künstlerin Yayoi Kusama hat im Stadtmuseum eine Dauerausstellung. 1927 erreichte die Bahn Kamikochi-Richtung Shin-Shimashima, 1971 öffnete die Tateyama-Kurobe-Alpenroute, 1998 kamen die Olympischen Winterspiele ins benachbarte Nagano. Heute hat die Stadt 240'000 Einwohner und gilt als Tor zu den Japanischen Alpen.
Ab Tokio fährt der Limited Express Azusa ab Shinjuku in 2 Stunden 30 Minuten direkt nach Matsumoto, die einfache Fahrt kostet rund CHF 40 mit Sitzplatz, halbstündlich bis stündlich. Das ist kein Shinkansen, aber bequem, und die Strecke durch das Kofu-Becken mit Blick auf die Südalpen lohnt den Fensterplatz rechts. Alternativ der Hochgeländebus ab Shinjuku-Busterminal für CHF 22, gut 3 Stunden. Ab Nagoya nimmst du den Limited Express Shinano, 2 Stunden durch das Kiso-Tal, CHF 36. Ab Nagano 50 Minuten mit dem Shinano (CHF 15) oder 70 Minuten mit dem Regionalzug (CHF 7). Ab Takayama fährt der Nohi-Bus über Hirayu in 2 Stunden 30 Minuten für CHF 22, die Verbindung über die Alpen, die auf der Karte unmöglich aussieht und sehr gut funktioniert. Der Flughafen Shinshu-Matsumoto hat nur Inlandsflüge, für dich zählt Tokio Haneda. In der Stadt brauchst du keinen Bus: Bahnhof bis Burg 15 Minuten zu Fuss, dazwischen liegen Nawate-dori und Nakamachi. Der Town-Sneaker-Minibus fährt für CHF 1.30 im Kreis, falls es regnet. Für Kamikochi und Utsukushigahara zählt der Busbahnhof neben dem Bahnhof, die Matsumoto-Dentetsu-Bahn fährt vom Gleis 7.
Matsumoto hat viele Betten für seine Grösse und entsprechend faire Preise. Drei Varianten: Erstens rund um Bahnhof und Burg, dazwischen liegt alles, was du brauchst. Businesshotels wie Dormy Inn, Richmond, Toyoko Inn oder Premier Hotel Cabin kosten CHF 65 bis 100 für ein Doppelzimmer, oft mit Onsen-Bad auf dem Dach. Zweitens Asama Onsen, 15 Busminuten nordöstlich (CHF 2), ein altes Thermalviertel mit Ryokan ab CHF 130 pro Person mit Halbpension, ruhig, mit Blick auf die Alpen, abends Yukata-Spaziergang zwischen den öffentlichen Bädern. Drittens Utsukushigahara Onsen, am Osthang, ähnlich, etwas gehobener. Für zwei Nächte mit Kamikochi-Ausflug würde ich am Bahnhof wohnen, weil der erste Bus um 5.30 Uhr fährt. Für drei Nächte eine davon in Asama. Was du nicht brauchst: ein Hotel in Kamikochi selbst, dort kostet die Nacht CHF 200 bis 400 pro Person, ausser du willst die Dämmerung am Taisho-Teich. Zum Saito-Kinen-Festival (August bis September) und am ersten Oktoberwochenende zum Soba-Festival sind die Zimmer knapp.
Die Tateyama-Kurobe-Alpenroute ist das teuerste Tagesprogramm der Region: Von Shinano-Omachi bis Tateyama mit Trolleybus, Seilbahn, Standseilbahn und Bus über den 2450 Meter hohen Murodo-Pass kostet die Durchquerung rund CHF 70 pro Person, mit An- und Rückreise ab Matsumoto CHF 100 bis 120. Mit Gepäckversand (CHF 15 bis 20 pro Stück nach Toyama oder Kanazawa) als Verbindung nach Hokuriku sinnvoll, als Hin- und Zurück-Ausflug überteuert. Die Schneemauer, der Hauptgrund für die meisten, steht von Mitte April bis Ende Juni, danach ist es eine schöne, aber gewöhnliche Alpenlandschaft. Zweite Falle: die Burg. Eintritt CHF 7 ist fair, aber am Wochenende und in der Kirschblüte wartest du 60 bis 90 Minuten für den Aufstieg über die steilen Holztreppen in den Turm. Komm um 8.30 Uhr zur Öffnung oder nach 15.30 Uhr. Dritte Falle: Taxi nach Kamikochi. Der Weg mit Bahn und Bus kostet CHF 32 hin und zurück, ein Taxi ab Matsumoto CHF 90 einfach. Wer früher als der erste Bus will, nimmt ein Taxi ab Sawando-Parkplatz für CHF 25, nicht ab Matsumoto. Ausserdem: Der Matsumoto-Pass für die Dentetsu-Bahn plus Busse (CHF 18 für 2 Tage) lohnt sich nur, wenn du ausser Kamikochi noch Utsukushigahara machst.
Matsumoto selbst ist ganzjährig zugänglich, die Berge nicht. Kamikochi öffnet jedes Jahr am 17. April mit der Kaizan-Zeremonie und schliesst am 15. November, dazwischen ist die Strasse für Privatautos gesperrt, der Bus fährt. Die beste Zeit dort ist Ende Mai bis Juni, wenn die Birken frisch sind und der Schnee noch auf den Gipfeln liegt, und Mitte Oktober mit gelben Lärchen vor den Hotaka-Gipfeln. Juli und August sind voll, aber immerhin 10 Grad kühler als Tokio. Die Alpenroute ist von Mitte April bis Ende November offen, Schneemauer bis Juni. Die Kirschblüte in Matsumoto fällt auf Mitte April, der Burggraben mit Blüten vor dem schwarzen Turm ist eines der besten Kirschblütenbilder Japans und deutlich weniger überlaufen als Kyoto; abends ist die Burg eine Woche lang gratis beleuchtet. Das Herbstlaub im Stadtgebiet kommt Anfang November. Der Winter bringt Schnee und blauen Himmel, die Burg mit Schnee und Alpenpanorama ist spektakulär, und die Hotels sind dann am günstigsten; im Februar werden auf dem Burggelände Eisskulpturen gezeigt. Golden Week meiden. Das Saito-Kinen-Festival mit Ozawas Orchester findet von Mitte August bis Anfang September statt, Tickets ab CHF 30, aber monatelang vorher.
Zwischen Bahnhof und Burg liegen zwei Strassen, die viele im Vorbeigehen verpassen. Nakamachi-dori hat weisse Kura-Speicherhäuser mit schwarzen Gittermustern, heute Handwerksläden, Cafés und Sake-Läden, kein Souvenirkitsch. Parallel dazu, am Fluss Metoba, die Nawate-dori mit Froschstatuen und kleinen Buden, morgens mit Taiyaki-Stand. Das Stadtmuseum Matsumoto City Museum of Art zeigt dauerhaft Yayoi Kusama, die hier geboren wurde: der gepunktete Kürbis vor dem Eingang, ein Spiegelraum, frühe Arbeiten. Eintritt CHF 3, montags geschlossen, zehn Minuten zu Fuss von der Burg. Danach die Kaichi-Schule von 1876, Nationalschatz, mit Engeln über dem Eingang und Klassenzimmern aus der Meiji-Zeit (CHF 3, nach Erdbebensanierung wieder offen). Ausserhalb der Stadt, 30 Minuten mit dem Zug nach Hotaka (CHF 2) und 10 Minuten Velo, liegt die Daio-Wasabi-Farm, die grösste Wasabi-Pflanzung Japans, mit klaren Quellbächen unter schwarzen Netzen und drei Wassermühlen aus einem Kurosawa-Film. Eintritt frei, Wasabi-Softeis CHF 3, Wasabi-Bier CHF 5. Der Veloweg dorthin führt durch Reisfelder mit Alpenblick, Leihvelo am Bahnhof Hotaka CHF 3 pro Stunde.
Kamikochi ist ein Hochtal auf 1500 Metern im Chubu-Sangaku-Nationalpark, mit dem glasklaren Azusa-Fluss, der Kappa-Brücke und den 3000er-Gipfeln des Hotaka-Massivs direkt darüber. Keine Privatautos, keine Hotelhochhäuser, nur Wege. Ab Matsumoto fährst du mit der Dentetsu-Bahn 30 Minuten nach Shin-Shimashima (CHF 4.50) und weiter mit dem Bus 65 Minuten zum Kamikochi-Busterminal (CHF 15), zusammen CHF 32 hin und zurück mit Kombiticket, erste Verbindung um 5.30 Uhr ab Matsumoto, Ankunft gegen 7.30 Uhr. Der klassische Weg: Vom Taisho-Teich (eine Haltestelle früher aussteigen) am Fluss entlang zur Kappa-Brücke, 1 Stunde flach, dann weiter zum Myojin-Teich, nochmals 1 Stunde, Eintritt dort CHF 3. Zurück auf der anderen Flussseite. Insgesamt 4 bis 5 Stunden gemütlich, 12 Kilometer, keine Höhenmeter. Wer mehr will, geht weiter nach Tokusawa (zusätzlich 2 Stunden) oder bucht eine Nacht in einer Berghütte Richtung Karasawa. Verpflegung: Kamikochi hat ein paar Lokale an der Kappa-Brücke mit Soba und Curry für CHF 10 bis 15, aber bring Wasser und einen Bento mit, es gibt keinen Konbini. Bären gibt es, Glöckchen am Rucksack sind üblich. Der letzte Bus zurück fährt gegen 17 Uhr, im Herbst früher.
Zwei Nächte: Ankunft mit Burg, Nakamachi und Kusama-Museum am ersten Tag, Kamikochi am zweiten mit frühem Start, Weiterreise am dritten Morgen. Drei Nächte, wenn du die Daio-Wasabi-Farm oder Utsukushigahara mitnehmen willst oder eine Nacht in Asama Onsen. Die Alpenroute als Durchquerung Richtung Toyama kommt dazu, nicht als Rückfahrt.
Offiziell nicht. Vom 16. November bis 16. April fahren keine Busse, die Hotels sind geschlossen, der Tunnel ist nur zu Fuss passierbar. Erfahrene Schneeschuhwanderer gehen vom Kama-Tunnel aus hinein, das sind 6 Kilometer bis zur Kappa-Brücke ohne jede Infrastruktur, bei bis zu zwei Metern Schnee. Für normale Reisende: April bis November, am schönsten Ende Mai bis Juni und Mitte Oktober.
Als Durchquerung von Matsumoto nach Toyama oder Kanazawa zwischen Mitte April und Juni, wenn die bis zu 20 Meter hohe Schneemauer bei Murodo steht: ja, trotz CHF 70 plus Anreise. Als Hin- und Zurück-Ausflug und ausserhalb der Schneemauer-Zeit ist es viel Geld und Umsteigerei für Aussichten, die du in Kamikochi günstiger hast. Im Oktober ist das Herbstlaub am Kurobe-Stausee ein zweiter guter Grund.
Die Treppen in den oberen Stockwerken sind steil wie Leitern, mit Stufen bis 40 Zentimeter Höhe, und du läufst in Socken auf Holz. Mit Knieproblemen oder Kleinkindern auf dem Arm ist der sechste Stock mühsam. Die Burg ist nicht barrierefrei. Von aussen, vom Park und von der roten Brücke über den Graben, ist sie ohnehin am schönsten, und das ist gratis.
Buchweizen wächst in den kühlen, kargen Höhenlagen von Shinshu, wie die Präfektur Nagano traditionell heisst, besser als Reis, und das Bergwasser ist weich. Shinshu-Soba gilt als die beste des Landes, kernig, dunkel, mit hohem Buchweizenanteil. Eine Portion Zaru-Soba kostet CHF 7 bis 12, in Matsumoto gibt es Dutzende Läden, und Anfang Oktober ein Soba-Festival am Burgpark.
Nach Takayama fährt der Nohi-Bus über Hirayu Onsen in 2 Stunden 30 Minuten für CHF 22, zwei- bis viermal täglich, Reservation online. Unterwegs kannst du in Hirayu zum Baden oder zur Shinhotaka-Seilbahn aussteigen. Nach Nagano mit dem Shinano-Express in 50 Minuten (CHF 15), dort Zenkoji-Tempel und die Schneeaffen in Jigokudani, dann weiter mit dem Shinkansen nach Tokio oder Kanazawa. Die Route Tokio, Matsumoto, Takayama, Kanazawa, Kyoto geht ohne Umweg auf.
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