Schweiz · Städte & Kultur · 6 Tage

Städte-Trio

Die drei grossen Schweizer Städte liegen auf einer Bahnlinie, und jede ist anders: Zürich urban und am See, Bern mittelalterlich und am Fluss, Genf international und französisch. Du fährst mit dem Zug, wohnst zentral und brauchst kein einziges Mal ein Auto.

Die Route, Tag für Tag

  1. Tag 1 bis 2

    Zürich: Altstadt, Kreis 5 und ein Tag am Wasser

    Du kommst am Hauptbahnhof an, mitten in der Stadt, und kaufst die Zürich Card, 24 Stunden CHF 29, 72 Stunden CHF 56, mit ÖV, Schiff bis Küsnacht und Museen inklusive, oder nur die ZVV-Tageskarte für CHF 9 mit Halbtax. Der erste Tag gehört der Altstadt: Lindenhof, Grossmünster mit Turm, Fraumünster mit den Chagall-Fenstern, Niederdorf, dann durch die Bahnhofstrasse zum See und in die Badi Utoquai oder im Winter ins Thermalbad Hürlimann. Abends Kreis 4 und 5, Langstrasse, Frau Gerolds Garten, Markthalle im Viadukt. Am zweiten Tag Kunsthaus mit dem Chipperfield-Bau, danach mit der S10 auf den Uetliberg und über den Planetenweg zur Felsenegg, eineinhalb Stunden, Gondel hinunter, oder bei Hitze das Schiff nach Rapperswil mit Rosengärten und Schloss. Schlafen in Zürich West oder beim Hauptbahnhof, Mittelklasse CHF 180 bis 240, am Wochenende oft CHF 50 günstiger. Weiter nach Bern: IC ab Hauptbahnhof, 56 Minuten, halbstündlich, mit Halbtax rund CHF 26, Sparbillett ab CHF 15.

    Touren an diesem Stopp: Altstadt-Rundgang Zürich ↗Food-Tour Kreis 4 ↗Zürichsee Schifffahrt ↗

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  2. Tag 3 bis 4

    Bern: Lauben, Münster und die Aare als Verkehrsmittel

    Bern ist die kleinste der drei Städte und die, in der du am meisten zu Fuss gehst. Das Bern Ticket aus dem Hotel macht Tram und Bus gratis, aber die Altstadt ist ein Kilometer lang, und du brauchst sie kaum. Der erste Tag: Zytglogge zur vollen Stunde, Einsteinhaus in der Kramgasse, Münster mit Turmaufstieg und Plattform über der Aare, Bärenpark, Rosengarten für den Blick zurück. Mittags Tagesmenü in einer Altstadtbeiz für CHF 20 bis 25, abends dasselbe Gericht für 35, also lieber mittags warm. Im Sommer am Nachmittag das, was Bern ausmacht: in der Aare vom Bärenpark bis zum Marzili treiben, nur für sichere Schwimmer. Der zweite Tag gehört dem Zentrum Paul Klee, dem Kunstmuseum mit dem Gurlitt-Erbe oder dem Gurten, Berns Hausberg mit Standseilbahn und Wiese über der Stadt. Schlafen in der unteren Altstadt, Mittelklasse CHF 170 bis 220, an Sessionswochen des Parlaments voll. Weiter nach Genf: IC über Fribourg und Lausanne, 1 Stunde 45, mit Halbtax rund CHF 26, mit Zwischenhalt im Lavaux ein Nachmittag.

    Touren an diesem Stopp: Altstadtführung Bern ↗Zentrum Paul Klee ↗Gurten Standseilbahn ↗

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  3. Tag 5 bis 6

    Genf: Lavaux unterwegs, dann Jet d'eau, Carouge und Salève

    Dein Billett Bern nach Genf gilt den ganzen Tag, und du darfst die Fahrt unterbrechen: Steig in Lausanne um in die S-Bahn nach Lutry, wandere anderthalb Stunden durch die Rebterrassen des Lavaux nach Cully, trink ein Glas Chasselas im Caveau und fahr am späten Nachmittag weiter nach Genève Cornavin, 40 Minuten. Vom Hotel bekommst du die Geneva Transport Card, mit der Tram, Bus und die gelben Mouettes-Fähren gratis sind. Abends an die Rade: Jet d'eau, Bains des Pâquis mit Fondue oder Fisch auf der Mole für CHF 25, einer der günstigsten Tische der Stadt. Der letzte Tag beginnt in der Altstadt um die Kathedrale Saint-Pierre, dann Plainpalais mit dem Flohmarkt am Mittwoch und Samstag und mit dem Tram 12 nach Carouge, dem sardischen Quartier mit Innenhöfen und Ateliers. Bei klarem Wetter nachmittags Bus zum Salève, Seilbahn auf französischer Seite, Blick auf See und Mont Blanc. Schlafen in Pâquis hinter dem Bahnhof, Mittelklasse CHF 170 bis 220, in Konferenzwochen das Doppelte. Rückreise: IC nach Zürich 2 Stunden 45, nach Basel 2 Stunden 40, direkt ab Cornavin.

    Touren an diesem Stopp: Altstadtführung Genf ↗Lavaux Weinwanderung ↗Genfersee Schifffahrt ↗

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Was die Route kostet

Grobe Gesamtkosten pro Person in CHF für die ganze Route, Mittelklasse, zu zweit unterwegs. Flüge und Hotels schwanken saisonal, Details stehen auf den Reiseziel-Seiten.

  • Anreise 60 CHF
  • Unterkunft 500 CHF
  • Essen 360 CHF
  • Mobilität vor Ort 120 CHF
1'040 CHF
Gesamt pro Person · 6 Tage

Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Schweizer Franken (CHF). Karten und Twint funktionieren praktisch überall, auch auf der Alp. Viele Läden nehmen Euro an, geben aber Franken zurück, zu einem schlechten Kurs. Trinkgeld ist im Preis inbegriffen, Aufrunden ist üblich.

Tipps für die Route

Umgekehrt ab Genf ist die Route genauso logisch, besonders für Gäste, die über den Flughafen Genf anreisen oder aus Frankreich mit dem TGV kommen. Dann endet die Reise in Zürich mit Anschluss an ICE und Railjet. Der Lavaux-Halt funktioniert in beide Richtungen, die Rebberge liegen auf der Strecke Lausanne nach Montreux, nicht auf der Direktlinie nach Genf, also ab Lausanne mit der S-Bahn.

Hotels buchst du nach dem Messekalender: Zürich ist bei Swiss-Moto, Giardina und zur Street Parade doppelt so teuer, Genf während Watches and Wonders im Frühling und bei UNO-Konferenzen, Bern in Sessionswochen des Parlaments. An normalen Wochenenden sinken die Preise in Zürich und Genf um CHF 40 bis 80, weil die Geschäftsreisenden fehlen. Freitag bis Sonntag ist also die beste Zeit für die beiden grossen Städte.

Städtepässe ehrlich gerechnet: Die Zürich Card lohnt sich ab zwei Museen und einer Schifffahrt pro Tag, sonst reicht die Tageskarte. In Bern und Genf bekommst du den ÖV gratis aus dem Hotel, dazu gibt es in Bern den Museumspass für 24 oder 48 Stunden und in Genf den City Pass ab rund CHF 30, der nur mit Salève, Schiff und drei Museen aufgeht. Die städtischen Museen Genfs sind in der Dauerausstellung gratis.

Mit Halbtax kosten die drei Zugfahrten zusammen rund CHF 100, mit Sparbilletten ab 60 Tage im Voraus die Hälfte. Wer aus dem Ausland anreist, prüft den Swiss Travel Pass für drei Tage, rund CHF 245, der aber nur aufgeht, wenn Schiffe und Museen dazukommen. Ein Supersaver-Ticket bindet dich an einen Zug, bei dieser Route mit festen Hotelnächten ist das kein Problem.

Essen ist der Posten, an dem die Schweiz wehtut: CHF 25 bis 35 für einen Teller, CHF 7 bis 9 für ein Bier. Die Einheimischen essen mittags das Tagesmenü für CHF 20 bis 25 und abends leicht. Die Markthallen, Coop-Restaurants und die Bains des Pâquis in Genf sind die ehrlichen Adressen. Leitungswasser ist überall trinkbar, Brunnen in Bern und Zürich sind gratis, die Flasche im Restaurant kostet CHF 8.

Juni bis September bringt Seen und Aare zum Baden, Dezember die Weihnachtsmärkte in allen drei Städten und in Genf die Escalade am zweiten Wochenende. Im Juli ist Zürich während der Street Parade und Genf während der Fêtes de Genève voll. Oktober ist ruhig und günstig, die Rebberge des Lavaux leuchten dann gelb und die Weinlese läuft.

Häufige Fragen zur Route Städte-Trio

Wie lange braucht man für Zürich, Bern und Genf?

Sechs Tage mit zwei Nächten in Zürich und Bern und einer in Genf reichen, weil alle drei Zentren zu Fuss machbar sind. In vier Tagen schaffst du je eine Nacht pro Stadt ohne Lavaux. Mit acht Tagen hängst du in Genf eine zweite Nacht und in Zürich einen Ausflug nach Rapperswil oder an den Rheinfall an.

Wann ist die beste Zeit für die Städtereise?

Mai bis Oktober für Badi, Aare und Seepromenaden, Dezember für Weihnachtsmärkte und die Escalade in Genf. Juli und August sind heiss und in Zürich und Genf wegen Festivals voll, September und Oktober mild und günstiger. Im Winter ausserhalb der Feiertage sind die Hotels am billigsten, dafür fehlen Schiff und Baden.

Braucht man ein Auto für die drei Städte?

Nein, es wäre ein Nachteil. Die Züge fahren halbstündlich, der Bahnhof liegt überall im Zentrum, und Parkhäuser kosten CHF 30 bis 50 pro Tag. Bern und Genf schenken dir mit der Hotelübernachtung den ÖV, Zürich hat die Tageskarte. Für den Lavaux-Halt nimmst du die S-Bahn ab Lausanne, zu Fuss durch die Reben ist der Sinn der Sache.

Was kostet die Städtereise pro Person?

Rechne mit rund CHF 1'040 pro Person zu zweit in der Mittelklasse: Rückfahrt ab Genf mit Halbtax 60, fünf Hotelnächte 500, Essen 360, Zugfahrten, Tageskarten und Bergbahnen 120. Museen kommen mit CHF 20 bis 25 pro Haus dazu. Wer am Wochenende in Zürich und Genf schläft und mittags warm isst, bleibt darunter.

Sind die Schweizer Städte sicher und einfach zu bereisen?

Ja, zu den sichersten Europas. Nachts an der Langstrasse in Zürich und in Pâquis in Genf ist es belebt, nicht gefährlich. Taschendiebe gibt es an Bahnhöfen wie überall. Gezahlt wird mit Karte oder Twint, Bargeld brauchst du fast nie, in Genf gelegentlich Euro-Münzen für den Bus auf den Salève, der in Frankreich liegt.

Gibt es eine kürzere oder längere Variante?

Kürzer: Zürich und Bern in vier Tagen, Genf weglassen, dafür Luzern als Tagesausflug ab Zürich. Länger: Basel am Anfang mit zwei Nächten und Museen, Lausanne als eigene Station statt nur Lavaux-Halt, dann sind es acht bis neun Tage und du hast alle fünf grossen Städte des Landes gesehen.

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