Zermatt

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Zermatt

Was ein paar Tage unter dem Matterhorn wirklich kosten, warum du den Gornergrat vor 8 Uhr fahren solltest und wie du mit Halbtax, Peak Pass und dem richtigen Monat ein Drittel sparst.

Foto: Ilia Bronskiy / Pexels

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2'732 CHF
≈ 1'366 CHF pro Person
  • Anreise 300 CHF
  • Unterkunft 1'300 CHF
  • Essen 700 CHF
  • Transport vor Ort 300 CHF
  • Gornergrat-Bahn retour (mit Halbtax) 132 CHF

Schätzwerte zur Orientierung, keine Buchungspreise. Anreise heisst hier Bahn oder Auto ab der Schweiz, hin und zurück pro Person. Hotels schwanken saisonal stark, aktuelle Preise findest du über die Links weiter unten.

Geld & Bezahlen: Bezahlt wird in Schweizer Franken (CHF). Karten und Twint funktionieren praktisch überall, auch auf der Alp. Viele Läden nehmen Euro an, geben aber Franken zurück, zu einem schlechten Kurs. Trinkgeld ist im Preis inbegriffen, Aufrunden ist üblich. Anreise: Anreise mit Bahn (SBB) oder Auto, ab Zürich 1 bis 4 Stunden.

Hotel-Empfehlungen

Neun Optionen in drei Preisklassen – jeweils die Häuser mit den besten Bewertungen auf Booking.com.

Budget

Zermatt Youth Hostel

Winkelmatten, Zermatt

Die Jugendherberge oberhalb des Dorfes in Winkelmatten, mit Matterhornblick aus dem Frühstücksraum und vielen Zimmern. Halbpension inklusive, Familienzimmer, Bus ins Zentrum vor der Tür. Das günstigste Bett in Zermatt und eines der bestgelegenen.

ab CHF 65 / Nacht Ansehen →

Hotel Bahnhof Zermatt

Bahnhof, Zermatt

Die Bergsteigerherberge der Familie Biner direkt gegenüber dem Bahnhof, seit Generationen die Adresse für Alpinisten. Schlafsäle und einfache Zimmer, Gemeinschaftsküche, Trockenraum. Für alle, die früh raus und auf den Berg wollen und abends selber kochen.

ab CHF 90 / Nacht Ansehen →

Typically Swiss Hotel Täscherhof

Täsch

Solides Drei-Sterne-Haus in Täsch neben dem Bahnhof und dem Matterhorn Terminal, mit Gratisparkplatz und Shuttle nach Zermatt alle 20 Minuten. Zimmer im Chaletstil, Restaurant mit Walliser Küche. Für Autofahrer und Skifahrer, denen die Dorfstimmung am Abend weniger wichtig ist als der Preis.

ab CHF 140 / Nacht Ansehen →

Mittelklasse

Hotel Alpenblick Zermatt

Winkelmatten, Zermatt

Familiengeführtes Chalethotel in Winkelmatten mit Balkonen zum Matterhorn, kleinem Spa und einem Restaurant, dessen Halbpension sich lohnt. Elektrobus ins Zentrum in fünf Minuten, Talstation Glacier Paradise zu Fuss erreichbar. Für Paare und Familien, die den Berg vom Balkon wollen.

ab CHF 240 / Nacht Ansehen →

Hotel Bristol Zermatt

Zentrum, Zermatt

Klassisches Drei-Sterne-Superior-Haus wenige Schritte vom Bahnhof und von der Gornergratbahn, Zimmer in hellem Holz, ein Teil mit Matterhornblick, Sauna und Fitnessraum. Praktisch für kurze Aufenthalte, bei denen du jede Bahn zu Fuss erreichen willst.

ab CHF 230 / Nacht Ansehen →

Hotel Butterfly, BW Signature Collection

Zentrum, Zermatt

Vier-Sterne-Haus hinter der Bahnhofstrasse, ruhig gelegen und trotzdem in drei Minuten am Bahnhof, mit Wellnessbereich, Sauna und gutem Frühstück. Zimmer unterschiedlich gross, die Südseite hat den Matterhornblick. Verlässliche Mittelklasse zum Zermatter Preis.

ab CHF 260 / Nacht Ansehen →

Luxus

Mont Cervin Palace

Bahnhofstrasse, Zermatt

Das Grand Hotel der Seiler-Familie von 1852 an der Bahnhofstrasse, mit grossem Spa, Hallenbad, mehreren Restaurants und Pferdekutsche vom Bahnhof. Klassischer Alpenluxus, Zimmer zum Matterhorn im Neubau Residence. Für den Anlass, bei dem Zermatt so sein soll, wie man es sich vorstellt.

ab CHF 600 / Nacht Ansehen →

The Omnia

Felsen über dem Dorf, Zermatt

Designhotel auf einem Felsen über dem Dorfkern, erreichbar per Lift durch den Berg, 30 Zimmer in Holz, Leder und Stein, Spa mit Aussenpool und Blick auf das Matterhorn. Der modernste Luxus im Dorf, ruhig und ohne Kuhglocken-Folklore.

ab CHF 650 / Nacht Ansehen →

Riffelalp Resort 2222m

Riffelalp, Zermatt

Das höchstgelegene Fünf-Sterne-Hotel Europas auf 2'222 Metern an der Gornergratbahn, mit eigener Trambahn von der Station, Aussenpool mit Matterhornblick und Ski-in-Ski-out im Winter. Abends, wenn die Bahn nicht mehr fährt, hast du den Berg für dich. Teuer, aber ein Erlebnis, das kein Dorfhotel bietet.

ab CHF 700 / Nacht Ansehen →

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Erlebnisse, die sich lohnen

Gornergratbahn und Riffelsee

Mit der Zahnradbahn von 1898 in 33 Minuten auf 3'089 Meter, retour CHF 132, mit Halbtax CHF 66, mit Kulm-Hotel, Observatorium und Blick auf 29 Viertausender. Erste Bahn um 7 Uhr nehmen, von Rotenboden zum Riffelsee laufen und von Riffelberg zurückfahren. Halber Tag.

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Matterhorn Glacier Paradise

Die höchste Seilbahnstation Europas auf 3'883 Metern, retour rund CHF 120, mit Gletscherpalast im Eis, Aussichtsplattform und Blick bis Mont Blanc. Dünne Luft, Sonnenbrille und warme Jacke auch im August, zwei bis drei Stunden ab Talstation. Im Sommer Weiterfahrt nach Cervinia möglich.

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Fünf-Seen-Weg ab Sunnegga

Von Blauherd über Stellisee, Grindjisee, Grünsee, Moosjisee und Leisee nach Sunnegga, zweieinhalb Stunden, meist bergab, in drei Seen spiegelt sich das Matterhorn. Bahn Sunnegga und Blauherd retour rund CHF 45 mit Halbtax. Die beste Familienwanderung Zermatts, Juli bis Oktober.

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Rothorn mit Blauherd

Standseilbahn, Gondel und Luftseilbahn in 25 Minuten auf 3'103 Meter, retour rund CHF 90, Halbtax gilt. Die ruhigste der drei Aussichtsbahnen mit dem schönsten Blick auf die Matterhorn-Ostwand und Gletscherwanderweg über den Gornergletscher für Geübte. Halber Tag.

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Matterhorn Museum Zermatlantis

Unterirdisches Museum am Kirchplatz zur Geschichte des Dorfes und der Erstbesteigung, mit dem gerissenen Seil von 1865 und einem nachgebauten Dorf. CHF 12, eine bis eineinhalb Stunden, ideal für einen Schlechtwetter-Nachmittag. Danach den Bergsteigerfriedhof daneben besuchen.

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Gornerschlucht

Holzstege durch eine enge Schlucht mit tosender Gletscher-Vispa am südlichen Dorfrand, CHF 6, 30 Minuten durch die Schlucht, mit Rückweg eine gute Stunde. Für Kinder ein Abenteuer, Juni bis Oktober offen, bei Regen rutschig.

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Skipass Zermatt und Cervinia

360 Pistenkilometer über zwei Länder, das höchste Skigebiet der Alpen, schneesicher von November bis Mai. Tageskarte CHF 95 bis 110, online im Voraus günstiger, International-Zuschlag für Cervinia rund CHF 10. Kinder unter 9 gratis mit Wolli-Karte.

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Wanderung nach Zmutt

Eineinhalb Stunden vom Dorf zum 400 Jahre alten Weiler Zmutt mit Blick auf die Matterhorn-Nordwand, Einkehr in der einfachen Beiz, Rückweg über den Stausee oder denselben Weg. Gratis, keine Bahn nötig, Juni bis Oktober. Geführte Wanderungen mit Bergführer ab CHF 80.

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Glacier Express ab Zermatt

Der Panoramazug von Zermatt nach St. Moritz, 8 Stunden über 291 Brücken und durch 91 Tunnel, Billett mit Halbtax rund CHF 80 plus Reservation CHF 49. Als Abreise statt Rückfahrt über Visp der schönste Weg aus dem Tal. Fensterplatz rechts in Fahrtrichtung bis Andermatt.

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Essen & Trinken

Zermatt isst Walliser Küche in ihrer teuersten Form: Raclette vom offenen Feuer, Trockenfleisch, Roggenbrot und Fendant, dazu eine Dichte an Gourmetlokalen, die kein anderer Bergort hat. Die berühmten Hüttenrestaurants in Findeln sind grossartig und kosten wie ein Abendessen in Zürich. Günstig wird es mit dem Mittagsmenü im Dorf, der Halbpension im Hotel und dem Coop an der Bahnhofstrasse.

Raclette vom halben Laib

Walliserkanne und die Stuben entlang der Bahnhofstrasse, Walliserstube im Dorfzentrum

Walliser Raclettekäse am offenen Feuer oder unter dem Grill geschmolzen und portionsweise auf den Teller geschabt, mit Gschwellti, Essiggurken und Silberzwiebeln. Pro Portion CHF 8 bis 10, à discrétion CHF 32 bis 40.

Tipp:Der Käse muss aus dem Wallis kommen (Raclette du Valais AOP), Bagnes und Gomser sind die klassischen Sorten; frag nach.

Walliser Teller

Hüttenrestaurants in Findeln, Zmutt und auf der Riffelalp, im Dorf in jeder Walliser Stube

Trockenfleisch, Rohschinken, Hauswurst, Hobelkäse und Roggenbrot auf dem Holzbrett, das Walliser Apéro-Essen. CHF 24 bis 32 für eine Portion, die für zwei reicht.

Tipp:Auf dem Berg zu zweit teilen, dann stimmt der Preis.

Cholera

Traditionslokale im Dorf und Bergrestaurants wie das Riffelhaus auf Riffelberg

Gedeckter Kuchen aus dem Goms mit Kartoffeln, Lauch, Äpfeln, Käse und Speck, entstanden angeblich in der Cholera-Epidemie von 1830, als niemand das Haus verlassen wollte. CHF 18 bis 24 als Hauptgang.

Walliser Trockenfleisch

Metzgereien an der Bahnhofstrasse, Coop und Migros für die günstigere Variante

Rindfleisch, monatelang in Bergluft getrocknet und gepresst, hauchdünn geschnitten. CHF 8 bis 12 pro 100 Gramm beim Metzger, das beste Mitbringsel aus dem Wallis.

Tipp:Vakuumverpackt hält es wochenlang, auf dem Berg ist es das perfekte Picknick mit Roggenbrot.

Rösti mit Spiegelei

Bergrestaurants an allen Pisten und Wanderwegen, Riffelberg, Sunnegga, Furi

Die Zermatter Hüttenmahlzeit: Bratkartoffelkuchen mit Spiegelei, Speck oder Käse überbacken. Auf dem Berg CHF 26 bis 30, im Dorf mittags CHF 20 bis 24.

Tipp:Auf dem Berg zu zweit eine Rösti und einen Walliser Teller nehmen, das reicht und spart CHF 20.

Fendant und Petite Arvine

Jede Walliser Stube, Weinbar im Dorfzentrum

Der Fendant, Walliser Chasselas, ist der Wein zum Raclette; die Petite Arvine ist die eigentliche Walliser Rebsorte, mineralisch und salzig im Abgang. Fendant CHF 6 bis 8 pro Deziliter, Petite Arvine CHF 9 bis 12.

Tipp:Im Lokal den Fendant als Deziliter im Glas bestellen, nicht die Flasche, dann probierst du mehr.

Roggenbrot und Alpkäse

Bäckereien im Dorf, Coop und Migros an der Bahnhofstrasse, Alpkäse direkt in Findeln und Zmutt

Walliser Roggenbrot AOP, dunkel, dicht und tagelang haltbar, mit Alpkäse von den Zermatter Alpen. Ein Brot CHF 5 bis 7, der Käse CHF 3 bis 4 pro 100 Gramm.

Apfelstrudel oder Aprikosenkuchen auf der Hütte

Findlerhof und Chez Vrony in Findeln, Bergrestaurants auf Riffelalp und Sunnegga

Walliser Aprikosen aus dem Rhonetal im Kuchen oder als Tarte, im Sommer auf fast jeder Bergterrasse. CHF 8 bis 12 das Stück mit Rahm.

Tipp:Im Juli und August gibt es die Aprikosen auch frisch kiloweise an Ständen im Rhonetal, in Zermatt nur im Laden.

Food-Tour buchen: Zermatt

Mit Guide durch Märkte und Lokale, inklusive Kostproben.

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Geschichte & Hintergrund

Zermatt war bis ins 19. Jahrhundert ein Bergbauerndorf am Ende des Mattertals, 1'600 Meter hoch, dessen Bewohner im Sommer die Alpen bewirtschafteten und im Winter kaum Kontakt zur Aussenwelt hatten. Die ersten Fremden waren Naturforscher: Horace-Bénédict de Saussure vermass 1792 das Matterhorn, und ab 1838 nahm der Dorfarzt Josef Lauber die ersten Gäste in drei Betten auf. Alexander Seiler, ein Kerzenmacher aus dem Goms, übernahm 1853 ein kleines Gasthaus und baute daraus das Hotel Monte Rosa, den Anfang der Seiler-Dynastie, die den Ort bis heute prägt. Das goldene Zeitalter des Alpinismus kam mit den Engländern: Am 14. Juli 1865 stand Edward Whymper mit sechs Gefährten als Erster auf dem Matterhorn, beim Abstieg riss das Seil, vier Männer stürzten über die Nordwand in den Tod. Die Tragödie machte Zermatt weltberühmt, und die Gräber liegen auf dem Bergsteigerfriedhof neben der Kirche. 1891 kam die Bahn von Visp, 1898 die Gornergratbahn als erste elektrische Zahnradbahn der Schweiz, und ab 1927 fuhr die Bahn auch im Winter, womit der Skitourismus begann. Das Dorf entschied sich früh gegen das Auto: Seit 1931 sind nur Elektrofahrzeuge und Pferdekutschen erlaubt, Autos bleiben in Täsch. Heute hat Zermatt 5'800 Einwohner, 2 Millionen Übernachtungen pro Jahr, mit 3'883 Metern das höchste Skigebiet Europas, und das Matterhorn ist das meistfotografierte Logo der Schweiz, vom Toblerone-Karton bis zur Flagge am Dorfeingang.

Insider-Tipps

Anreise: Bahn bis ins Dorf, Auto bis Täsch

Zermatt erreichst du nur mit der Bahn oder zu Fuss. Ab Zürich fährst du über Bern nach Visp (2 Stunden) und mit der Matterhorn Gotthard Bahn in 65 Minuten durchs Mattertal hinauf, insgesamt gut 3 Stunden 15 Minuten; ab Bern sind es 2 Stunden 15 Minuten, ab Basel 3 Stunden, alles mit einem Umstieg in Visp. Mit Halbtax kostet Zürich retour rund CHF 130, davon entfallen CHF 40 auf die Strecke Visp Zermatt, auf der auch das GA gilt. Sparbillette gibt es bis Visp, selten bis Zermatt. Mit dem Auto fährst du bis Täsch, fünf Kilometer vor Zermatt: Das Matterhorn Terminal hat 2'100 gedeckte Parkplätze für CHF 16 pro Tag, von dort fährt der Shuttle-Zug alle 20 Minuten in 12 Minuten nach Zermatt, CHF 8.80 einfach mit Halbtax die Hälfte. Ab Zürich sind das 3 Stunden 30 Minuten Fahrt über Bern und den Lötschberg-Autoverlad (CHF 29 pro Auto) oder über die Furka im Sommer. Elektrotaxis und Hotelbusse holen dich am Bahnhof Zermatt ab, die meisten Hotels tun das gratis, und zu Fuss ist das Dorf in 15 Minuten durchquert. Der Glacier Express endet in Zermatt; wer ihn fahren will, nimmt ihn als Abreise nach St. Moritz, 8 Stunden, Reservation CHF 49 plus Billett.

Die Bergbahnen: Gornergrat, Glacier Paradise, Rothorn, und was der Peak Pass bringt

Drei Bergbahnen bringen dich ans Matterhorn heran, und zusammen kosten sie ohne Rabatt mehr als das Hotel. Die Gornergratbahn fährt in 33 Minuten auf 3'089 Meter, retour CHF 132 im Sommer, mit Halbtax CHF 66; von oben siehst du das Matterhorn, den Gornergletscher und 29 Viertausender. Fahr mit der ersten Bahn um 7 Uhr, dann hast du Licht, Ruhe und Platz, und lauf vom Rotenboden zum Riffelsee hinunter, wo sich das Matterhorn spiegelt, 20 Minuten. Das Matterhorn Glacier Paradise ist mit 3'883 Metern die höchste Seilbahnstation Europas, retour CHF 120 im Sommer, Halbtax gilt, mit Gletscherpalast und Blick bis zum Mont Blanc. Das Rothorn (3'103 Meter, retour rund CHF 90) ist die ruhigste der drei und hat den Blick, auf dem das Matterhorn am schönsten geformt ist. Der Peak Pass fasst alle Bahnen zusammen: zwei Tage ab rund CHF 200, mit Halbtax deutlich weniger, und lohnt sich ab zwei Bergen an zwei Tagen. Im Winter ist alles im Skipass drin, der mit CHF 95 bis 110 pro Tag der teuerste der Schweiz ist, online im Voraus 10 bis 20 Prozent günstiger. Der Spartrick: Wer nur das Matterhorn sehen will, fährt mit der Sunnegga-Standseilbahn (CHF 20 retour) in drei Minuten auf 2'288 Meter und hat den Berg vor sich.

Unterkunft: Dorfzentrum, Winkelmatten oder Täsch, und die Saisonfrage

Ein Mittelklasse-Doppelzimmer kostet in Zermatt zwischen Weihnachten und Ostern und im Juli und August CHF 250 bis 350, in der Zwischensaison CHF 180 bis 220, und es gibt zwei Zwischensaisons: Mitte April bis Mitte Juni und Mitte Oktober bis Mitte Dezember, in denen viele Hotels und Bahnen zwei bis vier Wochen schliessen. Die Lage entscheidet über den Preis mit. Die Bahnhofstrasse und das Zentrum sind praktisch, aber laut und ohne Matterhornblick; Winkelmatten am südlichen Dorfrand hat den Blick und ist mit dem Elektrobus zehn Minuten entfernt; die Hänge oberhalb des Dorfes (Richtung Sunnegga) haben Balkone mit Postkartenaussicht, aber du läufst abends bergauf. Die Jugendherberge in Winkelmatten ist mit CHF 60 bis 80 pro Person inklusive Halbpension das günstigste Bett im Dorf und hat Zimmer mit Matterhornblick. Ferienwohnungen sind in Zermatt die Regel, nicht die Ausnahme: Für vier Personen ab CHF 200 pro Nacht in der Nebensaison, was pro Kopf günstiger ist als jedes Hotel, und du sparst das Essen. Täsch hat Hotels für 30 bis 40 Prozent weniger und den Shuttle alle 20 Minuten bis 23 Uhr; für Skifahrer mit Auto eine ehrliche Option, für die Dorfstimmung am Abend nicht. Und: Buch für Weihnachten, Neujahr und Februar bis Ostern spätestens im Oktober, für den Sommer bis Mai.

Kostenfallen und Spartricks: Hütten, Mittagessen, Trinkwasser, Coop

Die Bergrestaurants an den Pisten und Wanderwegen sind Zermatts grösster Kostenblock neben den Bahnen: Rösti CHF 26 bis 30, Käseschnitte CHF 24, ein Bier CHF 8, Wasser CHF 7. Die bekannten Häuser (Chez Vrony, Findlerhof, Zum See) in Findeln sind mit CHF 50 bis 80 pro Person für ein Mittagessen hervorragend und ehrlich teuer, eine Reservation ist in der Hochsaison nötig. Dagegen hilft der Rucksack: Der Coop und die Migros an der Bahnhofstrasse haben Brot, Käse und Trockenfleisch, und ein Picknick am Riffelsee ist nicht schlechter als die Terrasse. Jeder Brunnen im Dorf führt Trinkwasser, nimm eine Flasche mit. Mittags im Dorf gibt es Menüs für CHF 22 bis 28, abends kostet dasselbe Lokal CHF 50 bis 70 mit Wein; iss deshalb die warme Mahlzeit mittags und abends ein Fondue in einer der einfacheren Stuben. Die Halbpension in den Hotels ist in Zermatt oft ein guter Deal, CHF 40 bis 60 Aufpreis für ein Dreigangmenü, das à la carte CHF 80 kosten würde. Für Familien: Kinder unter 9 Jahren fahren mit der Wolli-Karte (CHF 5 pro Saison, in der Gästekarte) alle Bahnen gratis, Kinder und Jugendliche bis 16 im Winter mit dem Skipass zum halben Preis. Und die Kurtaxe von CHF 3 bis 4 pro Nacht kommt bei allen Unterkünften dazu, dafür bekommst du den Dorfbus und Rabatte.

Timing: Sommerwandern, Ski bis in den Mai, Zwischensaison mit geschlossenen Türen

Zermatt hat zwei Hochsaisons und zwei Löcher. Der Winter läuft von Ende November bis Ende April mit 360 Pistenkilometern bis nach Cervinia in Italien hinüber, schneesicher bis in den Mai dank der Höhe; Weihnachten bis Neujahr und die Februar-Sportferien sind die teuersten und vollsten Wochen, Januar nach dem 6. und die zweite Märzhälfte sind günstiger und oft sonniger. Auf dem Theodulgletscher wird das ganze Jahr Ski gefahren, im Sommer bis 13 Uhr. Die Sommersaison von Mitte Juni bis Mitte Oktober ist die Wanderzeit: 400 Kilometer Wege, vom Fünf-Seen-Weg (zweieinhalb Stunden, flach, mit Spiegelungen des Matterhorns in drei Seen) bis zur Höhenwanderung von der Hörnlihütte; Juli und August sind die sichersten Monate für das Wetter, aber auch die vollsten, der September ist für uns der beste Monat mit klarer Luft, Lärchen, die gelb werden, und halbleeren Bahnen. Die Zwischensaisons von Mitte April bis Mitte Juni und von Mitte Oktober bis Ende November sind heikel: Die Gornergratbahn fährt immer, aber Glacier Paradise und Rothorn haben Revisionswochen, die Hälfte der Restaurants ist geschlossen, und viele Wanderwege liegen bis Juni im Schnee. Dafür sind die Hotels, die offen sind, bis zu 40 Prozent günstiger, und das Matterhorn ist dasselbe. Prüf vor der Buchung auf der Website der Zermatt Bergbahnen, welche Bahn wann fährt.

Unterschätzt: Findeln, Zmutt, Riffelsee, Gornerschlucht und das Dorf selbst

Zwischen den grossen Bahnen liegt das, was Zermatt ausmacht. Findeln ist ein Weiler auf 2'100 Metern unterhalb von Sunnegga mit schwarzen Lärchenholz-Stadeln auf Steinpfeilern, Kapelle und den berühmten Restaurants; der Weg von Sunnegga hinunter dauert 20 Minuten, von Findeln ins Dorf eine Stunde durch den Lärchenwald. Zmutt ist das Gegenstück im Westen: ein Weiler mit 400 Jahre alten Häusern, eineinhalb Stunden zu Fuss vom Dorf, mit einem Blick auf die Matterhorn-Nordwand, den du von keiner Bahn aus hast, und einer einfachen Beiz. Der Riffelsee unterhalb der Gornergrat-Station Rotenboden ist das Postkartenmotiv mit dem gespiegelten Matterhorn, am besten morgens vor 9 Uhr bei Windstille; der Weg weiter nach Riffelberg spart eine Bahnstation und CHF 15. Die Gornerschlucht am südlichen Dorfende ist ein Holzsteg durch eine enge Schlucht mit tosendem Gletscherwasser, CHF 6, eine Stunde, für Kinder ein Abenteuer. Im Dorf selbst geh ins Hinterdorf, die Gasse mit den ältesten Stadeln aus dem 16. Jahrhundert, besuch das Matterhorn Museum unter dem Kirchplatz (CHF 12, mit dem gerissenen Seil von 1865) und den Bergsteigerfriedhof, wo die Toten des Matterhorns liegen. Und nachts: Zermatt hat wenig Licht, das Matterhorn steht bei Vollmond weiss über dem Dorf, und im Sommer fotografierst du es vom Kirchbrücke-Standpunkt an der Vispa mit dem Fluss im Vordergrund.

Häufige Fragen zu Zermatt

Wie komme ich nach Zermatt, und was mache ich mit dem Auto?

Mit der Bahn ab Zürich in gut 3 Stunden 15 Minuten über Visp, ab Bern in 2 Stunden 15 Minuten, ab Basel in 3 Stunden, mit Halbtax rund CHF 130 retour ab Zürich. Zermatt ist autofrei: Das Auto bleibt im Matterhorn Terminal in Täsch (CHF 16 pro Tag), der Shuttle-Zug fährt alle 20 Minuten in 12 Minuten ins Dorf. Vor Ort gibt es Elektrobusse, Elektrotaxis und Hotelbusse, die meisten Hotels holen dich gratis am Bahnhof ab. Ein Auto fehlt dir in Zermatt keine Sekunde.

Wie viele Tage braucht man für Zermatt?

Drei Tage sind der Richtwert: ein Tag Gornergrat mit Riffelsee-Wanderung, ein Tag Matterhorn Glacier Paradise oder Rothorn, ein Tag Sunnegga mit Fünf-Seen-Weg und Findeln. Damit lohnt sich auch der Peak Pass. Mit einem vierten Tag kommt Zmutt oder eine Hüttenwanderung dazu. Im Winter ist eine Woche normal, weil das Skigebiet mit Cervinia riesig ist. Ein Tagesausflug ab Zürich ist machbar, aber mit sieben Stunden Bahn und CHF 200 kein guter Deal.

Was kostet Zermatt ehrlich pro Tag?

Mit Mittelklassehotel für zwei, einer Bergbahn pro Tag mit Halbtax, Mittagessen auf dem Berg und Abendessen im Dorf rechne mit CHF 280 bis 350 pro Person und Tag, in der Zwischensaison CHF 220 bis 260. Sparsam mit Jugendherberge, Picknick, Sunnegga statt Gornergrat und Fondue am Abend sind CHF 140 bis 170 möglich. Im Winter kommt der Skipass mit CHF 95 bis 110 pro Tag dazu. Zermatt ist rund 30 Prozent teurer als Grindelwald und 50 Prozent teurer als die Aletsch Arena.

Sieht man das Matterhorn immer?

Nein, und das solltest du einplanen. Der Berg macht sein eigenes Wetter: Die berühmte Fahne, eine Wolke am Gipfel, kommt bei Westwind, und an rund einem Drittel der Tage ist er ganz in Wolken. Morgens ist die Sicht statistisch am besten, deshalb die frühe Bahn. Plan drei Tage ein, dann siehst du ihn fast sicher. Die Webcams der Zermatt Bergbahnen zeigen dir live, ob sich die Fahrt lohnt, und das Gornergrat-Ticket kannst du bis am Morgen kaufen, nicht im Voraus.

Lohnt sich Zermatt im Sommer ohne Skifahren?

Ja, für viele ist der Sommer die bessere Saison: 400 Kilometer Wanderwege von flach bis alpin, der Fünf-Seen-Weg, die Weiler Findeln und Zmutt, Klettersteige, Bike-Trails und das Sommerskigebiet auf dem Gletscher. Die Bahnen kosten im Sommer etwa gleich viel wie im Winter, aber du brauchst keinen Skipass und keine Ausrüstung. Juli und August sind voll, der September ist der beste Monat. Warme Kleidung brauchst du auch im Sommer, oben hat es oft unter null.

Kann ich von Zermatt nach Italien hinüber?

Ja. Im Winter fährst du mit dem Skipass International über den Theodulpass nach Cervinia und isst dort Pasta für die Hälfte, musst aber vor der letzten Bahn zurück sein, sonst kostet das Taxi um den Berg CHF 400. Seit 2023 verbindet im Sommer das Matterhorn Alpine Crossing die beiden Orte per Seilbahn über das Glacier Paradise und Testa Grigia, einfache Fahrt rund CHF 120, Pass mitnehmen. Für den Tagesausflug ist das teuer, als Weg nach Italien mit Gepäck ein Erlebnis.

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