Aktivitäten

Tauchen und Schnorcheln

Kaş gilt als bestes Tauchrevier im Mittelmeer, Okinawa als Japans Korallenparadies, und beide kosten weniger als ein Kurs im Zürichsee.

Beste Monate: JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Kaş: das beste Revier der Türkei

Kaş hat über 30 Tauchplätze in Bootsnähe und mehr als ein Dutzend Tauchbasen. Die Highlights: das Wrack eines Dakota-Flugzeugs auf etwa 20 Metern, bewusst versenkt für Taucher; der Frachter Dimitri; der Canyon mit seinen Steilwänden; und Flying Fish Reef mit Zackenbarschen und Barrakudaschwärmen. Die Sicht liegt oft bei 30 Metern, die Wassertemperatur von 18 Grad im Mai bis 27 Grad im September. Ein Doppeltauchgang vom Boot kostet CHF 60 bis 90 inklusive Ausrüstung, Zehnerpakete sind günstiger. Die Basen fahren morgens raus und sind gegen 15 Uhr zurück; nachmittags bleibt Zeit für den Ort. Kaş ist mit seinen Steingassen und Bars angenehm unaufgeregt, die Pensionen kosten CHF 40 bis 80. Im Juli und August sind die Boote voll, im Juni und September hast du mehr Ruhe und gleich gutes Wasser.

Kekova, Bodrum, Çeşme und Ayvalık

Kekova, eine Stunde mit dem Boot von Kaş, ist mit seinen versunkenen Ruinen ein Schutzgebiet: Tauchen ist dort verboten, Schnorcheln und Kajakfahren über den Mauern aber erlaubt und sehr lohnend. Bodrum hat Wracks in Tauchtiefe, Riffe bei den Inseln und viele Basen mit Tagesausflügen für CHF 50 bis 80 pro Doppeltauchgang; die Unterwasserwelt ist etwas weniger reich als bei Kaş, die Infrastruktur dafür grösser. Çeşme und die Halbinsel Karaburun bieten klares Ägäiswasser, Felsformationen und weniger Betrieb. Ayvalık im Norden ist bekannt für rotes Korallengestein, Höhlen und Barrakudas; die Basen sind klein und persönlich, die Preise ähnlich. Saros-Bucht bei Çanakkale ist ein Geheimtipp für Wracktaucher mit mehreren versenkten Schiffen und einem Flugzeug. Für alle Reviere gilt: Meist Bootstauchgänge, selten Landtauchgänge, und die Sicht ist im Spätsommer am besten.

Kurse: Open Water in Kaş statt im Zürichsee

Wer den Tauchschein machen will, ist in der Türkei richtig. Ein PADI oder SSI Open Water Diver Kurs dauert drei bis vier Tage und kostet CHF 350 bis 450 inklusive Ausrüstung, Theorie und Zertifikat. In der Schweiz zahlst du dafür das Doppelte und tauchst im kalten See. Advanced Open Water kostet CHF 300 bis 400, Spezialkurse wie Wrack oder Tiefe CHF 150 bis 250. Die Kurse laufen auf Englisch, oft auch auf Deutsch, weil viele Instruktoren Jahre in Deutschland oder der Schweiz gearbeitet haben. Buche vorab, besonders im Juli und August, und frag nach der Gruppengrösse: Vier Schüler pro Instruktor sind gut, acht zu viel. Die Theorie kannst du über E-Learning vorab zu Hause machen und sparst so einen Tag. Ein ärztliches Attest brauchst du bei Vorerkrankungen; der Fragebogen wird ernst genommen.

Schnorcheln ohne Flasche

Für Schnorchler sind die versunkenen Ruinen von Kekova der erste Ort; das Wasser ist flach, du siehst Mauern, Treppen und Amphoren. Ab Kaş fahren Tagesboote für CHF 30 bis 50 mit Mittagessen, Kajaktouren über den Ruinen kosten ähnlich. Weitere gute Schnorchelplätze: die Buchten um Kaş selbst (Limanağzı mit dem Wassertaxi), die Blaue Lagune bei Ölüdeniz morgens vor dem Ansturm, die Inseln vor Bodrum und die Felsbuchten bei Çeşme. In der Ägäis siehst du Seegraswiesen, Brassen, Meerbarben, gelegentlich Muränen und Oktopusse, mit Glück Meeresschildkröten bei Dalyan oder Patara. Eigene Maske und Schnorchel lohnen sich, die Leihsets auf Booten sind oft schlecht. Ein UV-Shirt schützt vor dem Sonnenbrand auf dem Rücken, der häufigste Grund für verdorbene Tage. Flossen brauchst du nur, wenn du längere Strecken entlang der Küste schnorcheln willst.

Saison, Sicherheit und typische Fehler

Die Saison läuft von Mai bis Ende Oktober, mit dem wärmsten Wasser im August und September. Im Mai brauchst du einen 7-Millimeter-Anzug, im September reichen 5 Millimeter. Alle seriösen Basen haben Sauerstoff an Bord und arbeiten mit Dekompressionskammern in Antalya und Bodrum zusammen. Prüfe, ob deine Tauchversicherung die Türkei abdeckt; DAN oder eine Reiseversicherung mit Tauchklausel sind sinnvoll. Typische Fehler: Am Abreisetag tauchen (24 Stunden Pause vor dem Flug), nach zwei Jahren Pause ohne Refresh-Tauchgang starten, am billigsten Stand buchen und dann in einer 12er-Gruppe tauchen, und das Logbuch zu Hause vergessen. Ausrüstung mieten ist in der Regel günstiger, als sie mitzuschleppen, nur Maske, Computer und eventuell den eigenen Anzug bringst du mit. Trinkgeld für die Crew ist üblich, CHF 5 bis 10 pro Tag.

Japan

Japan, Okinawa: Kerama-Inseln, Blaue Grotte und Korallen

Okinawa liegt 1500 Kilometer südwestlich von Tokio auf der Höhe von Taiwan, und das Wasser ist tropisch: 21 Grad im Februar, 29 Grad im August, Sicht oft 30 Meter und mehr. Das beste Revier in Reichweite von Naha sind die Kerama-Inseln, 40 Minuten mit dem Boot: Korallengärten, Schildkröten, Weissspitzenriffhaie und ein Blau, das die Japaner Kerama-Blau nennen. Tagesausflüge mit zwei Bootstauchgängen kosten CHF 90 bis 130 inklusive Ausrüstung, Schnorcheltouren CHF 40 bis 70. Wer Zeit hat, übernachtet auf Zamami oder Tokashiki in einfachen Minshuku für CHF 50 bis 90 und taucht von dort. Auf der Hauptinsel ist die Blaue Grotte am Kap Maeda der Klassiker für Einsteiger und Schnorchler, überlaufen, aber lohnend früh am Morgen. Open-Water-Kurse gibt es auf Englisch für CHF 300 bis 450, Schnuppertauchen für CHF 60 bis 90. Von Januar bis März ziehen Buckelwale durch die Keramas, Whale-Watching kostet CHF 30 bis 50. Taifune sind von August bis Oktober ein Risiko, der Winter ist ruhig, aber etwas kühl; ein 5-Millimeter-Anzug reicht das ganze Jahr.

Japan

Ishigaki, Yonaguni: Mantas, Hammerhaie und das Unterwassermonument

Eine Flugstunde südwestlich von Naha liegen die Yaeyama-Inseln. Ishigaki ist weltweit bekannt für die Manta-Putzerstationen vor der Kabira-Bucht, wo zwischen Juni und November fast täglich Riesenmantas kreisen; Doppeltauchgänge kosten CHF 100 bis 140, Schnorcheltouren zu den Mantas CHF 60 bis 90. Von Ishigaki aus erreichst du Iriomote mit Mangroven und Taketomi mit Korallensandstrassen. Yonaguni, Japans westlichste Insel, ist ein Ziel für erfahrene Taucher: Von Dezember bis März sammeln sich dort Schulen von Hammerhaien, oft in der Strömung auf 20 bis 30 Metern. Dazu das Yonaguni-Monument, eine Felsformation mit Terrassen und scharfen Kanten, über deren Entstehung seit Jahrzehnten gestritten wird. Die Insel ist klein, mit wenigen Basen und Unterkünften für CHF 60 bis 120; Flüge ab Ishigaki dauern 30 Minuten. Strömung und Wellen verlangen Erfahrung mit mindestens 30 bis 50 Tauchgängen. Für die ganze Region gilt: Japanische Basen sind penibel bei Sicherheit und Logbuch, Trinkgeld ist unüblich, und wer eine Woche einplant, kombiniert am besten Keramas, Ishigaki und einen Abstecher nach Yonaguni.

Touren, die sich lohnen

Schnuppertauchen in Kaş

Discover Scuba Diving für Einsteiger: Kurze Einführung, dann ein betreuter Tauchgang auf maximal 12 Meter in einer geschützten Bucht. Kein Schein nötig. Der beste Test, ob Tauchen etwas für dich ist.

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Doppeltauchgang vom Boot für zertifizierte Taucher in Kaş

Zwei Tauchgänge an Wracks, Wänden oder Riffen mit Guide, Ausrüstung und Mittagessen an Bord. Zeig dein Brevet und dein Logbuch; die Basen passen die Plätze an dein Level an.

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PADI Open Water Kurs in Bodrum

Drei- bis viertägiger Tauchkurs mit Theorie, Pooltraining und vier Freiwassertauchgängen, inklusive Zertifikat. Bodrum hat gute Basen und genug Abendprogramm für die Tage dazwischen.

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Kekova Kajak und Schnorcheln über der versunkenen Stadt

Seekajaktour mit Guide über die Ruinen von Kekova, mit Schnorchelstopps und Besuch von Simena. Ruhiger als die grossen Ausflugsboote, und du siehst mehr vom Wasser aus.

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Tauchen in Çeşme Tagesausflug

Bootstauchgänge an der Halbinsel Çeşme und Karaburun mit kleinen Gruppen. Gute Wahl, wenn du Izmir oder Alaçatı besuchst und einen Tag unter Wasser verbringen willst.

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Japan

Kerama-Inseln Bootstauchgänge ab Naha

Tagesausflug ab Naha mit zwei Tauchgängen an den Korallenriffen der Kerama-Inseln, Ausrüstung und Mittagessen an Bord. Für zertifizierte Taucher; Schnorchler fahren auf dem gleichen Boot mit.

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Japan

Manta-Schnorcheln und Tauchen vor Ishigaki

Bootstour zu den Manta-Putzerstationen bei Kabira, mit Schnorchel- oder Tauchoption, Guide und kleiner Gruppe. Beste Chancen von Juni bis November, oft kombiniert mit einem Riff-Stopp.

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Wo

Häufige Fragen

Welches ist der beste Ort zum Tauchen in der Türkei?

Kaş, ohne grosse Diskussion. Über 30 Tauchplätze, Wracks, Steilwände, Sicht bis 30 Meter und viele professionelle Basen. Bodrum ist die Alternative mit mehr Infrastruktur, Ayvalık und Çeşme sind ruhiger.

Was kostet ein Tauchkurs?

Open Water Diver CHF 350 bis 450 inklusive Ausrüstung und Zertifikat, Advanced CHF 300 bis 400. Ein Doppeltauchgang vom Boot für Zertifizierte CHF 60 bis 90, Schnuppertauchen CHF 50 bis 80.

Wann ist die Tauchsaison?

Mai bis Oktober. Das Wasser ist im Mai 18 Grad, im August und September 26 bis 27 Grad. Die beste Kombination aus Sicht, Wärme und Ruhe findest du im September und Anfang Oktober.

Kann ich in Kekova tauchen?

Nein, die versunkene Stadt ist Schutzgebiet und Tauchen ist verboten. Schnorcheln und Kajakfahren über den Ruinen ist erlaubt und sehr lohnend. Tauchen gehst du ab Kaş, eine Stunde entfernt.

Gibt es Haie oder gefährliche Tiere?

Haie siehst du praktisch nie, die wenigen Arten im Mittelmeer meiden Taucher. Zu beachten sind Feuerwürmer, Petermännchen im Sand und Seeigel beim Einstieg. Badeschuhe und ein Blick, bevor du dich abstützt, reichen.

Wann ist die beste Zeit zum Tauchen in Okinawa?

Das ganze Jahr geht, mit Schwerpunkten: Mantas vor Ishigaki von Juni bis November, Hammerhaie vor Yonaguni von Dezember bis März, Wale in den Keramas von Januar bis März. Das wärmste Wasser und die stabilste Sicht hast du von Juni bis Oktober, aber dann drohen Taifune. April, Mai und November sind ein guter Kompromiss. Preise liegen mit CHF 90 bis 140 pro Doppeltauchgang etwas über der Türkei.